Riemann Helga

Vorname
Helga
Nachname
Riemann
erfasst als
KomponistIn
AusbildnerIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Blockflöte
Klavier
Stimme
Geburtsjahr
1924
Geburtsort
Leipzig
Geburtsland
Deutschland
Todesjahr
2004

Helga Riemann (auch Riemann-Schiff) , aus Leipzig gebürtig, war Schülerin von Johann Nepomuk David, ehe die Kriegswirren sie dazu zwangen 1943 ihr Studium abrupt abzubrechen. In weiterer Folge übersiedelte sie nach Gmunden, wo sie 1949 heiratete und als Pädagogin, Sängerin und Komponistin Fuß fasste. Mehrere Jahre war sie für den ORF als Musikkritikerin tätig. Ihre Werke - oft für Gesang und nicht selten für pädagogische Zwecke konzipiert - wurden in Deutschland und Österreich aufgeführt.

Stilbeschreibung
"Vier Jahre Tonsatz- und Kompositionsstudium bei Joh. Nep. David war prägend und hat die Wahl der Stilmittel beeinflußt (z.B. Freude am Kontrapunkt). Eine Vorbildfunktion hatte auch Paul Hindemith. Die Form als Element des Ausdrucks bestimmt die lineare und vertikale Entwicklung eines Tonstückes, wobei ein grundlegendes Streben nach "Richtigkeit" vorherrscht. Die rhythmische Komponente steht selten im Vordergrund, ist aber immer mitbestimmend. Leitsatz: Hören, empfinden, verstehen."
Helga Riemann (1994)

Auszeichnungen
1982 Berufstitel Professor
1987 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung: Kulturpreis
1988 Stadt Linz: Kunstwürdigungspreis
1994 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung Kulturmedaille
Stadt Gmunden Goldene Verdienstmedaille

Ausbildung
1939–1943 Konservatorium Leipzig: Blockflöte (Carl Bartuzat), Stimme (Reinhold Gerhardt), Klavier (Hans Hermann), Komposition (Johann Nepomuk David)

Tätigkeiten
1944 Städtische Musikschule Gmunden: Lehrerin (Gesang, Klavier, Blockflöte)
1946 Anton Bruckner Privatuniversität Linz: Lehrerin (Gesang, Klavier, Blockflöte)
1954–1959 Freie Musikschule - Rudolf Steiner Schule, Hamburg (Deutschland): Lehrerin
1959 Musikschule der Stadt Linz: Lehrerin
1964–1970 Aufbau einer Musiktherapie unter der Direktion von Hofrat Primarius Dr. Otto Schnopfhagen
1966–1984 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung Oberösterreichischer Kulturbericht: Mitarbeit an den Kulturberichten des Landes Oberösterreich

Aufführungen (Auswahl)
zahlreiche Aufführungen und Konzerte in Österreich und Deutschland

Pressestimmen
7. April 1994

"Das überaus gutbesuchte Konzert entwarf das Bild einer Künstlerin, die ihr Handwerk von der Praxis kommend versteht, die Zuhörer immer im Auge behält und der Kunst nichts schuldig bleibt. Sie sagt alles direkt und verständlich, ohne lange Umwege und konzentriert, weiter den Instrumenten und vor allem der menschlichen Stimme auf den Leib geschrieben. Im Hintergrund lauert immer die geborene Pädagogin. Das alles macht ihre Musik so sympathisch und wertvoll."
Oberösterreichische Nachrichten

Literatur
2010 Bayer, Tina: Helga Riemann (1924–2004). Leben, Werk und Schaffen einer oberösterreichischen Komponistin. In: Jahrbuch des Oberösterreichischen Musealvereines. Linz, S. 305–363

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 19. 1. 2021): Biografie Helga Riemann. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/62980 (Abrufdatum: 21. 1. 2021).

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