© Mary Fernety

Herndler Christoph

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 hm/mh 2012 18m 8s
2 das bügeleisen ausglühen lassen? 2012
3 apallisches syndrom - Version für Vokalsolist(en) und Bassklarinette(n) 2011
4 Variations Seriéuses Variation - nach Mendelssohn op.54 2009
5 VOM FESTEN, DAS WEICHE 2007
6 SCHOLSS ZEILLERN - für ein oder merh Akkordeons 2006
7 VOM STEIN, DAS FIRMAMENT - für Lautsprecher und Videosignal 2006
8 Übergangsraum 50min 2005
9 abschreiben 2005
10 umschreibung, 09.04.05 - für Sopran, Violine, Klavier 2005
11 5! - für Bläserquintett 2004
12 dial geh auf, offm bist 2004
13 4! - für 16 Streichersolisten 2004
14 23.24.25 - für Streichtrio 2004
15 KREMSMÜNSTER 2004
16 Dahinter der Grund 2003
17 IM SCHNITT, DER PUNKT - für mindestens 1 Klarinettenpaar 2003
18 STREIFEND, DER BLICK 2003
19 Das Martyrium des hl. Laurentius 2002
20 Das Tiefe im Turm 2001
21 toytoytoy 2001 ad libitum
22 SUPERMIXEN - für Streichinstrument(e) 2001
23 PIANOMIXEN - für Klavier(e) 2001
24 KOPFAUG - für einen Darsteller 2001
25 Vom Falten und Entfalten 2000
26 West/Südwest 2000 ~ 17m
27 maraTon 2000
28 SÜD / SÜDWEST - Notationsobjekt für 5-10 Bläser 2000
29 Die Kalkanten 1999
30 Trio 99 1999
31 WIEGEH'NLIED 1999
32 ÜBERSTREICHT IN GLEICHEN ZEITEN GLEICHE FLÄCHEN 1998
33 Das Zittern, die Espen 1997
34 Hisbiskus und Fasan 1997
35 Faltung 1997
36 Das Ganze, dazwischen 1997
37 ALL OF THIS I'LL SOON FORGET 1997
38 Drift 1997
39 HIBISKUS UND FASAN 1997
40 First 1995 20m
41 39 Steps - Notationsobjekt 1994 ad libitum
42 39 Steps 1994 ad libitum
43 39 Steps - oder Die Wucht Der Hand 1994 ad libitum
44 Imprints 1994 ad libitum
45 AbSpulen - AufSpulen 1994 ad libitum
46 Requiem 1994 45m
47 Stratus 1993 10m
48 Windende Schläuche 1993 ad libitum
49 Lose Vögel - für 4 Solisten oder 4 Gruppen verschiedener oder gleicher Größe 1993 ad libitum
50 Rooster Rules 1993 ad libitum
51 Mocking A Mockingbird 1993 ad libitum
52 Fake A Fink 1993 ad libitum
53 Solutions - Notationsobjekt 1993 ad libitum
54 See - Saw 1993 10m
55 Fold Unfold Felt 1993 20m
56 Der Gesang Der Austern 1993 45m
57 Der Hahn 1992 10m
58 Augurentaubes - (für den Verbleib einer Königin) 1992 ad libitum
59 Alep 1992 ad libitum
60 I Couldn't Stand The Smell Of Roses 1992 45m
61 Das Buch Der 100 Artzeneien - Eine Klangapotheke * 1989 ... 1992 ad libitum
62 Wenn Schönbildschauer Spiegelwände Wenden 1992 ad libitum
63 My Insect Funeral 1992 10m
64 Anleitung Zum Kerzenanzünden - für Spielzeugorchester 1992 20m
65 Säge Tränt Späne 1991 15m
66 O Beautiful Was The Werewolf 1991 8m
67 Playing The Fool 1991 ad libitum
68 Taubesauguren - (für eine Königin in Gesellschaft einer anderen) 1991 ad libitum
69 The Scarlatti Tilt - für 14 Streicher 1991 15m
70 Still Mixed Up 1990 20m
71 It's Not Bach 1989 15m
72 Play Schach 1989 8m
73 Gebrochene Flügel 1989 ad libitum
74 Der Gebrochenen Flügel Anderer Teil 1989 ad libitum
75 Autumn Leaves 1988 15m
76 Fliegende Blätter - für mehr als Drei oder ein multipliziertes Solo unter Ausschluß der anderen 1988 15m
77 Kikarikicarusogot 1988 15m
78 Spüren Ahnen Langeweile 1987 15m
79 Tonsprung 1987 15m
80 Schweigt Stille 1987 15m
81 Three Quarks For Muster Mark 1987 15m
82 Akt Eine Treppe Herabsteigend - für ein Tasteninstrument 1986 10m
83 Silbern Haucht Sonnenlicht Neuen Wind Unters Kleid 1985 10m
84 Musik Für Orgel Solo 1984 15m
85 Der Der Hed Der Hed So Der Und Hed So Der Und Hed So War, ... 1984 10m
86 ALTE FRAU WILL AH
87 DIE QUADRATUR DER SAITEN

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1964
Geburtsdatum:  5. Januar 1964
Geburtsort:  Gaspoltshofen
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Er gilt als einer der prominentesten "Grafiker" in der heimischen Gegenwartsmusik: Christoph Herndler. Der 1964 geborene Oberösterreicher bedient sich bei der Darstellung seiner musikalischen Vorstellungen primär einer Notationsweise, wie sie nach wie vor nicht typisch ist und in früheren Jahrzehnten hierzulande durch Exponenten wie Anestis Logothetis und Roman Haubenstock-Ramati geprägt wurde.
Zu seinen Arbeiten zählen grafische und intermediale Partituren, die sich auch in außermusikalischen Darstellungsformen realisieren lassen, sowie Notationsobjekte, Musikinstallationen, Videoarbeiten und Kunst im öffentlichen Raum.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Komposition

Elektroakustik

1989

Diplom

1989 - 1990

CCRMA - Center for Computer Research in Music and Acoustics; Studienaufenthalt

1992

Department of Visual Art: Studienaufenthalt

1993 - 1994

Art Department des CGS Claremont: Studienaufenthalt

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1992

bis dahin aktives Ensemblemitglied

1996

Teilnahme am Schulprojekt

1997

Gründung und Kontaktperson

Art Department des CGS Claremont: Musik-Performance und Performance-Lectures

als Organist vor allem Improvisation sowie Interpretation zeitgenössischer Orgelliteratur, zusammen mit Roman Haubenstock-Ramati Erarbeitung u.a. einer Interpretation für Orgel für dessen grafisch notierte Komposition "Shapes I"

Einschulungstätigkeit für computerunterstützten Notendruck (Score TM)

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1985

Talentförderungsprämie

2003

Landeskulturpreis Musik

2005

Förderung der SKE

2007

Anton Bruckner Stipendium

2008

Publicity Preis

Arbeits- und Auslandsstipendien

Förderungspreis

Stipendium

Stilbeschreibung

Die Komposition "Der Gebrochenen Flügel Anderer Teil" markiert den Beginn einer Reihe intermedialer Partituren. Intermediale Partituren gehen oft von einem spezifisch musikalischen Gedanken aus, werden aber durch ihre völlig abstrakte Gestalt selbst zum Ausgangspunkt von verschiedensten Interpretationen, auch durch außermusikalische Medien wie Video, Sprache oder Tanz. Das Video "Stratus" ist die erste außermusikalische Interpretation der Komposition "Der Gebrochenen Flügel Anderer Teil". Die Videos "Stratus" und "See-Saw", die Performance "Anleitung Zum Kerzenanzünden", die Computermusik "I Couldn't Stand The Smell Of Roses" und die Interpretationen durch die Ensembles Klangforum Wien und Wien 2001 zeigen die unterschiedlichsten Erscheinungsformen dieser offenen Komposition. Meine intermedialen Partituren sind eine feste kompositorische Form, die die charakteristischen Gebärden einer Zeit, einer Periode, eines Mediums wie ein Schwamm aufzusaugen vermag, sie in einer anderen Situation abgibt und wie ein ausgedrückter Schwamm wieder frei und saugfähig ist. Notationen sind für mich nie bloßes Mittel zum Zweck, sondern deren visueller Aspekt ist immer ein wesentlicher Bestandteil des musikalischen Gedankens. Jeder musikalische Gedanke verlangt nach einem spezifischen Zeichen: einem Zeichen auf Papier oder aber auch einem Zeichen auf Filz ("Fold Unfold Felt") oder Glas ("39 Steps"). In letzter Konsequenz werden die Materialien selbst zu Zeichen. Die visuelle Logik eines Zeichens kann den musikalischen Gedanken vorwärts treiben und so die musikalische Vorstellung jenseits meines Geschmacks erweitern. Musik als klingendes Resultat einer Idee und nicht das Abbild einer klanglichen Vorstellung. Die Vorstellung als kompositorische Antriebskraft hilft mir dort, wo sie nicht mehr zu erfassen vermag, wie es klingt, sondern vielmehr erfaßt, wie es nicht klingt.

 

Christoph Herndler, 1996

Pressestimmen

2008

[...] Ähnlich auch Christoph Herndlers vom Festen, das Weiche, das in der Ensemblefassung uraufgeführt wurde: auch hier spannendes Spiel mit Material und Form. [...]  

Österreichische Musikzeitschrift (Michael Wruss) 

 

4. April 2002

Pedale und Tastatur hat Herndler mit Stäben fixiert, er zieht ausschliefßlich die Register, und zwar so gut wie alle Register. Unterschiedlichste Klang-Assoziationen sind die logische Folge: Man glaubt Züge zu hören, Geräusche von Maschinen und Industrieanlagen, Wind [...] Damit ist Herndler, der bei Haubenstock-Ramati und in den USA studiert hatte, ein radikaler Entwurf geglückt. Ein Entwurf, der mit Mathematik ebenso zu tun hat wie mit Meditation, mit Spontaneität wie mit Laisser faire, mit Wildwuchs wie mit Architektur, mit beiläufigem Ambient wie mit höchster Konzentration. Die zivilisatorische Leistung von Herndlers Musik - das Anhalten der Zeit oder wenigstens die Vermittlung einer Ahnung davon - ist nicht zu unterschätzen. Eine Insel der Stille in einem Meer vorbeirasender Eindrücke. Nebenwirkung: Man verliert über der Versenkung in Herndlers Orgeln das Gefühl für die Zeit. 

Welser Rundschau (Andreas Fellinger)

 

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Kontaktperson von (Organisation)

Band-/Ensemblemitglied bei

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