| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1934 - 1938
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Konservatorium Krakau, Krakau | ||||
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1934 - 1938
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Konservatorium Krakau, Krakau: Musiktheorie | ||||
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1937
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Universität Krakau, Krakau: Musikwissenschaft, Philosophie | ||||
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1937
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Abitur | ||||
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1939
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Musikhochschule Lemberg, Lemberg: Komposition, v.a. Analyse von Werken Anton Weberns, Diplom | ||||
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1957
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Paris: Begegnung mit dem Action Painting Jackson Pollocks (beeinflußte die Entwicklung der Musikgraphik) und den "Mobiles" Alexander Calders | ||||
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1957
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Paris: Beschäftigung mit Musique Concrète | ||||
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1957
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Paris: Komposition |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1934
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erste Kompositionen während des Studiums bei Arthur Malawski (unter Einfluß von Karol Szymanowski, Igor Strawinsky, Claude Debussy, Maurice Ravel) | ||
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1942
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Geiger in einer Militärkapelle der in der UdSSR aufgestellten polnischen Exilarmee | ||
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1948
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Radio Krakau, Krakau: Leiter der Musikabteilung, Redakteur, Kritiker bei Ruch Muzyczny | ||
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1948
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zwölftönige, athematische Kompositionen ('Ricercari') | ||
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1950
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Musikakademie Tel Aviv, Tel Aviv: Lehrtätigkeit | ||
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1950 - 1952
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Staatliche Musikbibliothek, Tel Aviv: Aufbau | ||
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1952
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Staatliche Musikbibliothek, Tel Aviv: erster Direktor nach deren Eröffnung | ||
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1952
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kompositorische Beschäftigung mit der "dynamisch-geschlossenen Form" (seit 'Bénédictions') | ||
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1957
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Lektor | ||
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1958
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Notation der dynamisch-geschlossenen Form als "Mobile" ('Mobile for Shakespeare'), parallel dazu Entwicklung der Musikgraphik als "offene Interpretationsform" (etwa 'Décisions'), ebenso rein graphische Arbeiten (nicht zur Aufführung bestimmt) | ||
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1959
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Organisation der ersten Ausstellung musikalischer Graphiken; kompositorische Auseinandersetzung u.a. mit Samuel Beckett und Franz Kafka | ||
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1964 - 1965
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Yale University, New Haven: Vorträge, Kurse | ||
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1964 - 1995
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Unterricht (Komposition, Notation) | ||
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1967
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Bilthoven | ||
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1968
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Buenos Aires | ||
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1969
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Stockholm | ||
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1969 - 1972
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Tel Aviv | ||
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1972
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Anregung durch die Lektüre von James Joyce ("Poetics") | ||
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1972
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San Francisco | ||
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1973 - 1989
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Professur (Komposition) | ||
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1976 - 1986
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Leiter des Instituts für Elektroakustik und Experimentelle Musik | ||
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1990
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Mentor, Präsident | ||
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1991
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Studio Bruno Liberda: verstärkt elektroakustische Kompositionen |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1954
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Donaueschinger Musiktage, UA auf Vermittlung Heinrich Strobels | |||
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1956
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, 1959, 1961, 1964, 1970 Donaueschinger Musiktage | |||
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1957
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, 1961, 1963, 1969 IGNM-Weltmusiktage | |||
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1966
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Berliner Festwochen, skandalumwitterte UA unter Bruno Maderna | |||
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1970
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, 1971, 1973, 1977, 1978, 1981, 1985 Musikprotokoll im Steirischen Herbst | |||
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1991
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1992
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Neufassung unter Beat Furrer | |||
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1993
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2004
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| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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SWF | ||||
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Radio Bremen | ||||
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Donaueschinger Musiktage/SWF | ||||
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Deutsche Oper Berlin | ||||
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1957
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Halbjahresstipendium für Studienaufenthalt in Paris | ||
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1962
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Großes Verdienstkreuz | ||
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1970
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DAAD: Stipendiat in Berlin | ||
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1977
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Preis | ||
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1977
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Preis der Stadt Wien | ||
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1981
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Großer Österreichischer Staatspreis | ||
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1983
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Ehrenmedaille in Gold |
Ich habe seit 1958 versucht, aus der Antinomie "gleich - anders", oder, wie es in der Musik heißt, aus "Wiederholungen und Variationen", die zwar nicht additiv, also nacheinander, aber gleichzeitig nebeneinander verwendet werden können, eine neue Form zu entwickeln. Diese Konzeption basiert auf einem ordnenden Prinzip, das als "die ständige Variation durch die ständige Wiederholung" beschrieben werden kann.
Roman Haubenstock-Ramati, 1965 (in: Form in der neuen Musik, Mainz, 1966, S. 38)
Das grundsätzlich Neue unserer Epoche, die Spontaneität der Kunst, tendiert zum Resultat: das Kunstwerk direkt mit der Idee zu verbinden. Geschieht es teilweise in einem sonst ausgearbeiteten musikalischen Werk, so haben wir es mit einer mehr oder weniger begrenzten Aleatorik zu tun. Wird sie integral angewandt oder gefordert, so führt das, vom kompositorischen Standpunkt gesehen, zu graphischen Notationen, die auf der Basis der Mehr- und Vieldeutigkeit der Aufzeichnung diese Spontaneität lenken oder - was mir als das Wesentlichste erscheint - diese Spontaneität provozieren, wie es im Falle der "musikalischen Graphik" geschieht.
Roman Haubenstock-Ramati, 1962 (in: Zwischen Traum und Computer, 1971)
Imaginäre Musik, die in imaginärer Zeit geschieht; die Zeit, die durch sich selbst gleichzeitig entsteht. Ein imaginärer Klang, anstelle eines vollen Orchesterklanges in meinen Werken der letzten Jahre: ein Klang, der zuerst durch eine Orchesterverdünnung zu 14 charakteristischen Gruppen mit 48 Spielern entstand, um weiter zur kammermusikalischen Besetzung von 20 und nun 16 Spielern reduziert zu werden. Es bleibt das Essentielle des Orchesterklanges ohne Tutti, ohne Fortissimo, ohne Dramatik des crescendo und ohne das wehmütige ritardando; eine eben neue, zarte, hauchdünne, von dem Raster der Uhr befreite Musik, deren Klangstruktur in immer neuen, unwiederholbaren, vertikalen Konstellationen sich selbst suchend findet.
Roman Haubenstock-Ramati zu "Invocations", 1990