Jorge E. López
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Fotografin: Katalin Moldvay ©

López Jorge E.

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Trio für Bratsche, Klavier und Celesta 2015 15m
2 Konzert für Basstrompete und Orchester 2014 - 2015 ~ 25m
3 IV. Symphonie 2013 - 2016 ~ 60m
4 Triptychon für Ensemble mit Horn Obbligato 2013 20m
5 III. Symphonie 2012 - 2013 34m
6 II. Kammersymphonie: A végső Tavasz (The final Spring) 2009 - 2011 53m
7 Klaviertrio 2008 - 2009 20m
8 I. Symphonie für kleines Kammerorchester (Kammersymphonie) 2006 - 2008 34m
9 Symphonie Fleuve pour Cor et Orchestre (Hornkonzert) 2005 - 2007 37m
10 Disparates para gran orquesta, compuestos con referencia a las bagatelas op. 126 de Beethoven 2004 - 2005 25m
11 Dehnbare Puppe mit Reißverschluß 2003 13m
12 Blechbläserquintett - mit Tonband oder CD 2003 - 2004 27m
13 Ho sempre fatto il comodo mio e sempre lo farò! - für Orgel 2000 13m
14 Gebirgskriegsprojekt - Wachtraum für Videogestaltung mit konkretem und instrumentalem Raumklang 2000 - 2003 57m
15 Vorraum - für kleines Orchester 2000 10m
16 Hin zur Flamme! - Aktion für Orchester, räumliche Lichtgestaltung und Objekte 1999 - 2000 35m
17 Gonzales the Earth Eater - für Wagnertuba mit Englischhorn, Baßklarinette, Bratsche und Violoncello 1996 20m
18 Traumzeit/Traumdeutung - Sinfonische Aktion für Instrumentalgruppen im Bergraum 1996 - 1997 1h - 1h 30m
19 Strada degli Eroi - für großes Orchester, Orgel und Dirigent 1996 - 1999 48m
20 Balztanz und Fahneneid - für Solobratsche und vier Streicher 1995 20m
21 Kampfhandlungen/Traumhandlungen 1995 - 1998 26m
22 Scène aux champs / Marche au supplice - für Ensemble 1995 9m
23 Schatten vergessener Ahnen - für Ensemble 1994 - 1995 35m - 40m
24 Das Auge des Schweigens - für Ensemble 1993 - 1994 32m
25 Tagebucheintragungen 1975-79 - für großes Orchester 1993 - 1994 25m
26 Dome Peak - für 82 Instrumentalisten, auf zwei Ebenen 1991 - 1993 40m
27 Breath-Hammer-Lightning - für großes Orchester, teilweise im Raum verteilt 1989 - 1991 31m
28 Blue Cliffs - für Ensemble 1985 - 1988 38m
29 Landscape with Martyrdom - für großes Orchester 1981 - 1984 35m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1955
Geburtsdatum:  30. November 1955
Geburtsort:  Havanna
Geburtsland: 

 

1960 wanderte Lopez' Familie in die USA aus, wo er in New York und Chicago Kindheit und Jugend verbrachte. Im Frühjahr 1977 Umzug nach Portland (Oregon), dort entstehen Film- und Videoarbeiten gefolgt von vielen Reisen durch den amerikanischen und kanadischen Westen. In den späten 1980er-Jahren längere Aufenthalte in Deutschland, 1990 schließlich der Umzug nach Europa und Reisen nach Island. Seit 1991 Wohnsitz im Mölltal (Oberkärnten, Österreich), seit November 2008 Wohnsitz in Wien.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1970

erste Kompositionsversuche, angeregt durch die Musik von Charles Ives, Gustav Mahler, Alban Berg, Olivier Messiaen, Karlheinz Stockhausen, Iannis Xenakis

1971 - 1976

California Institute of Arts: Komposition und Analyse (Morton Subotnick, Leonard Stein) bzw. Film, Ästhetik (Don Levy), danach Vernichtung fast aller frühen Arbeiten

1979 - 1982

Studium der Biologie

kompositorisch vornehmlich Autodidakt

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1976 - 1977

Aufenthalt in Chicago als Fabriksarbeiter, danach in Idaho und Arizona

1979

Umzug nach Seattle, Arbeit u.a. als Filialleiter in einem Pornokinogeschäft

1981 - 1982

Wiederaufnahme des Komponierens

1983

Umzug ins Methow Valley (Washington); Forst- und Landarbeit, intensive Beschäftigung mit Umweltpolitik

1987

seitdem längere Aufenthalte in Deutschland, erste Orchesteraufführung in Donaueschingen im Oktober 1987

1990

endgültiger Umzug nach Europa als freischaffender Komponist

2000 - 2003

Gastkünstler (Bild- und Klanggestaltung)

2008

seitdem als freischaffender Komponist tätig

2008

einwöchiges Seminar in dem Konservatorium von Córdoba (Spanien)

2010

Gastprofessur (ein Semester) in der Escola Superior de Música de Catalunya (Barcelona) ab Mitte September 2010

2013

eintägiges Allan Pettersson Seminar (Symphonien 6 und 11) am Wiener Privatkonservatorium (01/2013), und an der Musikhochschule Karlsruhe (12/2013)

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1993

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1988

Förderpreis

1990

Förderpreis

1994

Kompositionspreis

1995

Staatsstipendium für Komposition

2001

Publicity Preis

2006

Staatsstipendium für Komposition

Förderpreis

Paul-Sacher-Stiftung, Basel: Förderpreis

Stilbeschreibung

Zwei Sätze aus der Lektüre von Nietzsche habe ich nie vergessen:
1. Das Sitzfleisch ist die Sünde wider den heiligen Geist. Nur die ergangenen Gedanken haben Werth.
2. Der Wille zum System ist ein Mangel an Rechtschaffenheit.

 

George Lopez 1994

Pressestimmen

2005

Verfremdung und Entfremdung
Lopez' mitunter fast mythisch anmutende Affinität zu Gebirgslandschaften ist bekannt. Als thematische Orientierung dient ein wiederkehrendes "Duett" von Horn und Wagnertuba, dunkle Assoziationen an das romantische Doppelgänger-Motiv weckend. Dunkel ist insgesamt der Grundklang des Quintetts, bizarr oft und grell in der Gestik, wenn sich am Ende ein tänzerisches Thema aus den Klanggestalten herausschält. Lopez, der selbst einmal Hornist werden wollte, "rächt" sich hier an den nachfolgenden Kollegen, indem er dem Horn fast unüberwindbare technische Schwierigkeiten in die Ventile hineinkomponierte, so dass aus dem Quintett in der Uraufführung ein Sextett wurde, weil sich zwei Horn-Spieler zur Besteigung des aufgetürmten Technik-Gipfels verbünden mussten. 

Neue Musikzeitung (Gerhard Rohde) 

 

1. Oktober 2002

Die Tiefe tönt aus den Ecken des Konzertraumes: Dort sind die strukturell entscheidenden Kontrabassinstrumente positioniert. Auch sonst ist der Kreis der Solisten um das Publikum - er wird sich nach zwei bis drei Minuten zu einem ersten Tutti schließen - reich an Querverbindungen. Über die Zuschauer legt sich so ein akustisches Netz, da gerade die (schräg) gegenüberliegenden Instrumente einander zuspielen. [...] Schatten vergessener Ahnen steht dem Hauptwerk komplementär gegenüber - und ist fraglos näher an der Gegenwart. In einem der 349 Takte - es ist der 267. - befreit sich das Ensemble in reiner Anarchie. Als Erwiderung auf eine Phase bedrohlichen, nur den "conductor" befriedigenden Gleichschrittes, wird plötzlich das gesamte Stück (krebsgängig) in einen einzigen Takt gepresst. Die fulminante Wirkung dieses Zeitraffers sich vorzustellen, hat man 266 Takte lang Zeit. 

Südweltrundfunk (Christoph Becher) 

 

2001

Ein Thriller ohnegleichen. Spannung bis zum Zerreißen. Wenn die Streicher mit dem Bogen über die Saiten fahren, steigert sich der Klang zu massiver Wucht. Anspannung und Loslassen - der dämonische Dramaturg Lopez weiß um die Kraft, die instrumentale Wirbel evozieren. Ebenso aber auch um versprengte Irritation durch Soloinsturmente. 

Skug (Alfred Pranzl)

Diskografie, Projekte

Veröffentlichungen:

  • Gebirgskriegsprojekt (DVD, Wergo Edition ZKM 2061 5)
  • Das Auge des Schweigens (CD, Durian 013-2)
  • Blue Cliffs (CD, Durian 013-2)
  • Breath-Hammer-Lightning (erste Fassung, CD, ORF MP 91 09)
  • Landscape with Martyrdom (CD, Intercord / EMI 544 058-2, vergriffen)

Kontakt, Links

Sprache:  Deutsch, Englisch, Spanisch, Ungarisch
Adresse:  Engerthstraße 146/3/12, 1200 Wien, Österreich
Mobil:  +43 699 13322970
E-Mail :  jorge [dot] enrique [dot] lopez [dot] alonsoatgmail [dot] com
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