Gonsior Christian

Vorname
Christian
Nachname
Gonsior
erfasst als
KomponistIn
InterpretIn
MusikerIn
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Jazz
Improvisation
Instrument(e)
Flöte
Klarinette
Klavier
Saxophon
Geburtsjahr
1969
Geburtsort
Maria Alm
Geburtsland
Österreich

Fotografin: Regina Mierzwa ©

Erste Kontakte und Einflüsse zur improvisierten Musik schon in der Kindheit; mit 7 Jahren Klavierausbildung, mit 14 Jahren dann Saxophon.
Der Saxophonist Christian Gonsior steht seit dem Jahr 1990 mit Jazz und improvisierter Musik auf der Bühne und orientiert sich am freieren Jazz der 60er- und 70er-Jahre. Begegnungen mit Musikern aus Afrika und den USA haben sein Saxophonspiel nachhaltig beeinflusst.


Ausbildung
1988 - 1993 Franz Schubert Konservatorium Wien Wien Musik-Studium, Diplomabschluss mit ausgezeichnetem Erfolg (Bozidar Sotirov) Saxophon
1994 - 1999 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Instrumentalmusikerziehung, Diplomabschluss mit ausgezeichnetem Erfolg Saxophon Dickbauer Klaus
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Saxophon Scherer Uli
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Saxophon Maurer Christian
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Saxophon Puschnig Wolfgang

Tätigkeiten
1990 seither als freischaffender Musiker in zahlreichen Ensembles und Projekten tätig
Zusammenarbeit mit Leopoldo F. Fleming, Yta Moreno, Milagros Pinera, Celia Mara, Uli Scherer, Andi Menrath, Courtney Jones, Sunny Murray, Marco Eneidi, Marco Tocilj, Phone II Phone, etc.
Aktuelle Projekte: Whoza, KlangKombinatKalksburg, Duo Silgon, Trato Común mit Leopoldo Fleming, tombo brass project


Pressestimmen

2013

 

Der unweit des Jazz­epizentrums Saalfeld aufgewachsene Saxofonist Christian Gonsior hat gemeinsam mit dem Perkussionisten Leopoldo F. Fleming ein Album eingespielt, das seine Energien vor allem aus afro-kubanischen Rhythmen speist, Hardbop und Latin Jazz verbindet und sich vom epischen Pathos­ eines John Coltrane ebenso hat inspirieren lassen wie von der Spiellaune eines Sonny Rollins. Wobei Fleming (der so wie sein Partner vier der neun Stücke beigetragen hat) auch vor sehnsuchtssüßem Sentiment keine Scheu hat, wenn er klösterlicher Liebe ("Love in the Cloisters") nachsinnt. 

Falter (Klaus Nüchtern)

 

Dem Duo Fleming & Gonsior ist mit Trato Común ein sehr feines, groovendes Stück Jazz mit einer Prise Latin geglückt. Die beiden werden dabei  kongenial von tollen Musikern unterstützt, die das Projekt durch ihre Präsenz und Wachheit aufwerten. Deshalb hört man neun gut abgehangene Kompositionen (bis auf das Stück Esperame En El Cielo von Paquito Lopez vidal) aus den Federn der beiden Leader, die ihre Stärken in einer melodischen, homogenen Elastizität haben. Jedes für sich erzählt eine Geschichte, ist es wert, gehört zu werden. Die aus Martinique stammende Dinah Vero drückt mit ihrem perlenden, bluesgetränkten Klavierspiel vielen Songs zusätzlich ihren Stempel auf. Fein. Gonsior selbst ist ein jubilierender Holzbläser, versiert und immer am Puls des Geschehens. Leopoldo Fleming ist ein mit allen Wassern gewaschener, vielseitiger Musiker, der ein ganzes Paket von Stars und "Big Names" mit seinen Trommelkünsten unterstützt hat (Nina Simone,  Archie Shepp, Diane Reeves, Randy Weston, Lonnie Liston Smith – um nur ein paar zu nennen), der einer Komposition durch seine unerbittliche aber feine Perkussionsarbeit zu Struktur und Eleganz verhelfen kann. Ein Tonträger, der einen Füße wippend und Finger schnippend in gute Stimmung versetzt. Den ausdrucksstarken Sänger José Mangual Jr. muss man auch noch gesondert erwähnen. Reife Leistung - Trato Común! 

freiStil (Ernst Mitter) 

 

2008

Gonsior sieht Onkel als eine Konzeptband, ähnlich einer Rockband aus den 1970ern. Er verzichtet ganz bewußt auf den Einsatz künstlich generierter Sounds, weil ihm der pure Klang der Instrumente besonders wichtig ist. Das Bandkonzept ist insofern aufgegangen, als Onkel einen eigenständigen Sound entwickelt hat.Möglich wird das Ganze nicht zuletzt dadurch, dass es sich bei den Bandmitgliedern um fünf echte Individualisten handelt, die zudem in der Lage sind, ihre musikalischen Ideen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. "Meet the Onkel", wo auch immer die Gelegenheit dazu besteht! 

Concerto Musikmagazin (Jörg Weitlaner)

 

Diskografie:

 

  • 2013: Leopoldo F. Fleming & Christian Gonsior - Trato Común (Alessa Records)
  • 2012: KlangKombinatKalksburg - schee is wos aundas. Vol.1 & 2 (off shore)
  • 2011: Marco Tocilj - Sounds like ... Tocilj 
  • 2010: Duo SilGon -Resignations with Relations (PG Records)
  • 2007: ONKEL - Meet The Onkel (PG Records)
  • 2003: Duo Martin Ptak & Christian Gonsior - Carlotta's Portrait (Turkish Bath Records)
  • 2000: Takon Orchester - Takon Orchester (Turkish Bath Records)
  • 1995: Gerald Raunig & Saxquartett - Bloom's Days (WuK-Musik)
  • 1995: Fruitcollection "Melongroove" (sunshine records)
  • Moses - dance human

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 21. 9. 2021): Biografie Christian Gonsior. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/69142 (Abrufdatum: 6. 7. 2022).