Huber Michael F.P.

Vorname
Michael F.P.
Nachname
Huber
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
AusbildnerIn
ArrangeurIn
Genre
Neue Musik
Pop/Rock/Elektronik
Subgenre
Experimental/Intermedia
Modern/Avantgarde
Tradition/Moderne
Instrument(e)
Klavier
Violine
Posaune
Geburtsjahr
1971
Geburtsort
Innsbruck
Geburtsland
Österreich

© Pressefoto

"Michael F. P. Huber, 1971 in Innsbruck geboren, besuchte das Musikgymnasium seiner Heimatstadt und erhielt 1990–1992 privaten Kompositionsunterricht bei Peter Suitner. Er studierte von 1992 bis 1998 an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien Tonsatz, Harmonielehre und Kontrapunkt bei Iván Eröd, Komposition bei Kurt Schwertsik, Medienkomposition bei Klaus Peter Sattler sowie Jazztheorie und Arrangement bei Christian Mühlbacher. 1996 war er Preisträger beim Kompositionswettbewerb „50 Jahre Tiroler Sängerbund“, 1997–1999 mehrfacher Stipendiat der Filmwerkstatt Essen und Teilnehmer an den „European Film Music Workshops“. 1998–2001 war er als Komponist, Arrangeur, Notensetzer sowie als Sound Editor bei der „Vienna Symphonic Library“ und privater Klavier- und Theorielehrer tätig, 2002–2003 dann als privater Klavier- und Kompositionslehrer in Wien. Seit 2004 arbeitet er für das Tiroler Musikschulwerk und ist an der Musikschule Zirl als Korrepetitor und Lehrer für Klavier, Musiktheorie und Kammermusik beschäftigt. 2012 und 2013 erhielt er ein Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, 2012 wurde ihm beim „Crossover Composition Award“ in Mannheim ein Sonderpreis zugesprochen. Michael F. P. Huber komponierte für unterschiedlichste Besetzungen: das Werkverzeichnis umfasst Orchesterwerke (u. a. [5] Symphonien), Kammermusik, Vokalmusik, Bühnenmusik, Medienmusik, Sololiteratur sowie Musik für Schüler und Studierende. Die Akademie St. Blasius brachte eine Reihe seiner Werke zur Uraufführung, unter anderem seine 2. Symphonie op. 44 und Werke für Streichorchester [...]. Im Februar 2014 wurde Hubers Paukenkonzert op. 53 im Rahmen eines Innsbrucker Symphoniekonzertes vom Tiroler Symphonieorchester Innsbruck uraufgeführt."
CD-Booklet: Musikmuseum 20 (2014)

Stilbeschreibung

"Meine Musik "darf" auch unterhalten und sollte dem Publikum wie auch den Interpreten Vergnügen bereiten; ich schätze die Nachvollziehbarkeit musikalischer Strukturen sowie das Unterstreichen ernsthafter Aussagen durch das (in der modernen Musik sträflich vernachlässigte!) "kontrapunktische" Stilmittel des Humors.
Allerdings habe ich keine Berührungsängste zu verschiedenen Stilrichtungen - überall gibt es Brauchbares und zu Vermeidendes; generell ist Musik für mich ein Kommunikationsmittel - ich will gehört und verstanden werden.
Die so oft geforderte "Neuheit" entsteht nur durch Aussage, keinesfalls durch die Wahl der Mittel. Wenn mir also ein einfacher C-dur Dreiklang passend erscheint, so setze ich ihn ohne Skrupel ein!"
Michael F.P. Huber (2008)

"Alles fließt in meine Arbeit ein, das muss aber keinen stilistischen Mischmasch bedeuten. Ich habe versucht, mir einen möglichst breiten Horizont zu verschaffen und Vorurteile abzubauen. Man spricht ja immer noch von E- und U-Musik, auch wenn die Grenzen längst überschritten wurden. Die Musikindustrie ist bemüht, stets neue, marktwirksame Schlagworte und Stilrichtungen zu erfinden. Dabei sind kuriose Begriffe wie „Postmoderne“, „Neue Einfachheit“, „Minimalismus der X-Generation“ usw. entstanden, es haben sich neue Etikettierungen ergeben, um Musikrichtungen zu schubladisieren."
Michael F.P. Huber (2013): Lernt die Stille schätzen!“. In: Tiroler Tageszeitung Online, abgerufen am 7.1.2021 [https://www.tt.com/artikel/6378285/lernt-die-stille-schaetzen]

"Ebendieser gilt vielen als der neue Tiroler Symphoniker. Diesen Ruf hat er sich vor allem deshalb eingebrockt, weil er sich oft hartnäckig weigert seine Musik wie die mittlerweile nur allzu bekannte Avantgarde-Muzak klingen zu lassen.
Huber erzählt, kommuniziert mit seinem Publikum und trotzt diesem dennoch eine nicht unerhebliche Hörleistung ab. Seine Kompositionen sind dabei nicht abschreckend und elitär, sondern grundsätzlich einladend. Wie sehr sich seine Kompositionen dann in kompositorisches und harmonisches Neuland begeben, merkt der Hörer bei seinen Werken oft erst dann, wenn er mittendrin steht. Huber und seinem Ideenreichtum folgt man gerne. Das liegt auch daran, dass er in der Lage ist die Spannung in seinen Kompositionen aufrecht zu erhalten und den mutigen Hörer immer wieder auch Verschnaufpausen zu gönnen."
Markus Stegmayr (2017): Michael F.P. Huber: Hohe Erzählkunst statt Avantgarde-Gebrabbel. In: ALPENFEUILLETON: , abgerufen am 1.7.2021 [https://www.afeu.at/kultur/musik/2017/03/15005/huber-symphonie-urauffue…]

"Der Zustand der Welt muss eine Rolle in meinem kreativen Schaffen spielen, denn ich lebe und arbeite ja in dieser Welt! Wie gesagt, ich sitze nicht im Elfenbeinturm oder auf einer Tiroler Alm, ich nehme das Weltgeschehen zur Kenntnis und kommentiere es auf meine ganz persönliche Weise. Der Unterschied zu manchen anderen Kollegen ist vielleicht, dass ich es nicht herausbrülle oder gar im Titel eines Stückes schon alles verrate."
Michael F.P. Huber (2020): „Ich fühle mich als Symphoniker!“ – mica-Interview mit Michael F. P. Huber. In: mica-Musikmagazin.

Auszeichnungen

1997 Filmwerkstatt Essen: Stipendien zur Teilnahme an den European Film Music Workshops
1996 Kompositionswettbewerb „50 Jahre Tiroler Sängerbund“: Preisträger
2012 Crossover Composition Award: Sonderpreisträger
2015 Amt der Tiroler Landesregierung: Preis für zeitgenössische Musik
2016 Stadt Innsbruck: Hilde-Zach Kompositionsstipendium (Symphonie Nr. 4)

Ausbildung

1981–1992 Innsbruck Violine, Klavier, Posaune
1986–1991 Musikgymnasium Innsbruck
1990–1992 privater Kompositionsunterricht: Tonsatz, Harmonielehre, Kontrapunkt (Peter Suitner)
1991–1992 Universität Innsbruck: Musikwissenschaft, Pädagogik
1992–1998 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Jazztheorie und Arrangement (Christian Mühlbacher ), Komposition (Kurt Schwertsik), Medienkomposition, Filmmusik (Klaus-Peter Sattler), Tonsatz, Harmonielehre, Kontrapunkt (Iván Eröd)
1997–1999 Essen Filmwerkstatt Essen: European Film Music Workshops (mit Klaus Doldinger, Mario Lauer, Nigel Holland, Nikki Reiser, Olaf Mireau, Dieter Hebben)

Tätigkeiten

1998–2001 Tätigkeit als Komponist, Arrangeur, Notensetzer, privater Klavier- und Theorielehrer
2001–2002 Vienna Symphonic Library GmbH (VSL): Sound Editor
2002–2003 Wien: privater Klavier- und Kompositionslehrer
2004–heute Tiroler Musikschulwerk, Zirl: Klavier-,Theorielehrer, Korrepetitor, Kammermusik

Bell'Arte Ensemble Rosental: Pianist, Komponist
Mozart-Ensemble Luzern: Mitglied

Aufträge (Auswahl)

2019 Innsbrucker Promenadenkonzerte

Aufführungen (Auswahl)

2013 Orchester der Akademie St. Blasius, Karlheinz Siessl (Dirigent), Innsbruck: Symphonie Nr. 3 (UA)
2017 Akademieorchesters St. Blasius, Karlheinz Siessl (Dirigent), Innsbruck: Symphonie Nr. 4 (UA)

Pressestimmen (Auswahl)

März 2017
"Mehrfach verschlug es mich bereits nach Innsbruck für Aufführungen der Werke von Michael F. P. Huber – so erlebte ich letztes Jahr die Premiere des Klavierkonzerts und diejenige der Kammersymphonie. Entsprechend konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, nun auch zur Uraufführung der großen Vierten Symphonie nach Österreich zu reisen – und einmal mehr wurde ich nicht enttäuscht!"
The New Listener: Michael F. P. Huber (Oliver Fraenzke), abgerufen am 7.1.2021 [http://www.the-new-listener.de/index.php/tag/michael-f-p-huber/]

Diskografie

2018 Musikmuseum 38 - Julian Gruber (Perkussion), Tiroler Kammerorchester InnStrumenti, Gerhard Sammer (Dirigent) (Tiroler Landesmuseen) - Concertino für Perkussion und Kammerorchester op. 56
2015 Musikmuseum 23 - Peter Golser (Klarinette), Mitglieder des Orchesters der Akademie St. Blasiusrchester der Akademie St. Blasius (Tiroler Landesmuseen) - Veitstänze op. 22. Version für Klarinette, Streicher und Schlagwerk
2014 Musikmuseum 21 - Orchester der Akademie St. Blasius (Tiroler Landesmuseen) - Symphonie Nr. 3 in c-moll (Ergänzungen)
2014 Musikmuseum 20 - Orchester der Akademie St. Blasius, Martina Rifesser (Harfe), Andreas Ticozzi (Viola d’amore) (Tiroler Landesmuseen) - Symphonie Nr. 3, Konzert für Harfe, Konzert für Viola d’Amore
2011 Musikmuseum 7 - Orchester der Akademie St. Blasius (Tiroler Landesmuseen) - Partita op. 41 für Streichorchester, Jen la momento! op. 35, Symphonie Nr. 2, op. 44

Literatur (Auswahl)

2013 Strohal, Ursula: Lernt die Stille schätzen!“. In: Tiroler Tageszeitung Online, abgerufen am 7.1.2021 [https://www.tt.com/artikel/6378285/lernt-die-stille-schaetzen]
2019 Härtel, Klaus: Komponist Michael F. P. Huber: Auftragskomposition für die Innsbrucker Promenadenkonzerte. In: Brawoo e, abgerufen am 7.1.2021 [https://www.brawoo.de/komponist-michael-f-p-huber-auftragskomposition-f…]
2020 Heindl, Christian: „Ich fühle mich als Symphoniker!“ – mica-Interview mit Michael F. P. Huber. In: mica-Musikmagazin.

Links/Quellen

Wikipedia: Michael F. P. Huber

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 4. 2. 2021): Biografie Michael F.P. Huber. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/82238 (Abrufdatum: 18. 4. 2021).

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