ZELTEN – am verschwundenen Ufer
Solo: Bassblockflöte (1)
Blockflöte (1), Bassflöte (1), Harfe (1), Cembalo (1), Perkussion (1), Elektronik
Beschreibung
"Eine Arbeitshalle mit nackten Ziegelwänden. Am Gebäude entlang führt ein unregelmäßig gepflasterter Weg abwärts in einen Park. Wildwuchs, alte Bäume, Efeu wuchert. Dunkelgrüne Schleier, dahinter verborgen die Ahnung einer anderen Welt, einer anderen Zeit. Schattiger Waldgrund und eine Landschaft mit Bach. Von Stadtplanern im späten 19. Jahrhundert eingehaust, fließt das Wasser – der Arbesbach – heute tief unter der Erde. Im Garten atmet feuchtkalter Hauch aus einem Schacht. Wenn man tief hinein hört, lassen sich Bach und Wald noch erspüren.
Die Performance ZELTEN AM VERSCHWUNDENEN UFER bringt Natur und Architektur, Menschen, Geschichte, Instrumente, Materialien, Texte und Musik zusammen. Klang ist überaus flüchtig; Vergänglichkeit als Grundzustand des Seins wird zur kompositorischen Idee. Ein Zelt aus Papier erinnert an das nomadische Dasein, an die Sehnsucht nach Ruhe und Raum auf einer Reise. Rauschen und Murmeln. Worte und Geschichten steigen auf, Schatten der Vergangenheit – oder aus einer Zukunft? – werden Teil des Stückes, eine fragile Ökologie entfaltet sich. Horchen, riechen, tasten, sehen, träumen. Sich bewegen oder still sitzen. Sich verlieren oder finden. Drinnen und draußen, nach Lust und Laune.."
Pia Palme, abgerufen am 1.4.2026 [https://piapalme.at/zelten_zacherlfabrik/]
Förderungen: Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport – BMKÖS, Stadt Wien Kultur, Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds
Uraufführung
10. September 2022 - Wien, Zacherlfabrik
Mitwirkende: Manuel Alcaraz Clemente (Perkussion), airborne extended - Caroline Mayrhofer (Blockflöte), Elena Gabbrielli (Bassquerflöte), Tina Žerdin (Harfe), Sonja Leipold (Cembalo), Thomas Gorbach (Klangregie), Pia Palme (Blockflöten, Elektronik, Performance), Elisabeth Flunger (External Eye)