Huber Rupert

Vorname
Rupert
Nachname
Huber
erfasst als
KomponistIn
DirigentIn
ChorleiterIn
PerformancekünstlerIn
Genre
Neue Musik
Geburtsjahr
1953
Geburtsort
Braunau am Inn
Geburtsland
Österreich

Stilbeschreibung
"Durch seine intensive dirigentische Tätigkeit im Bereich der zeitgenössischen Musik hat Rupert Huber sich eine intime Kenntnis der musikalischen Gegenwartsentwicklung erworben. Dabei hat sich für ihn eine musikalische Linie als besonders ergiebig und tragfähig erwiesen, deren Richtung gekennzeichnet ist durch Zurücknahme des aufgeblähten Werkcharakters, eine veränderte Auffassung des Zeitbegriffes sowie durch Aufhebung der Funktion der Musik als Abbildungsinstrument zugunsten ihrer reinen Erscheinung und deren Wirkung auf Musiker und Hörer. "Musik erlebt man in einer persönlichen, nicht in einer objektiven Zeit. Musik stellt nicht etwas dar, sie ist etwas." Die Entwicklung einer zeitgemäßen Form musikalischer Äußerung erfordert eine genaue Auseinandersetzung mit Fragen der Konditioniertheit des zeitgenössischen Musikers und Musikhörers. Diese Forschung führte bei Rupert Huber zur Herausbildung neuer musikalischer Typen, die einerseits als Matrix für die Forschung dienen, andererseits schon Ergebnisse der Forschung beinhalten. Der Charakter dieser Typen spricht sich aus in Bezeichnungen wie 'Übung' und 'Modem'. "Ein Modem ist ein Gerät, das ansonsten nicht kompatible Realitäten so verbindet, daß ein Austausch zwischen ihnen stattfinden kann. Das musikalische Modem verändert den ausübenden Musiker gleichermaßen wie den Hörer so, daß er disponiert ist, manches anders oder überhaupt erst wahrnehmen zu können. Es stellt so eine Schnittstelle zum Immateriellen dar. Die Funktionsfähigkeit des musikalischen Modems resultiert dabei nicht so sehr aus seinem ästhetischen Kriterien genügenden Werkcharakter als vielmehr aus seiner Eignung zur Übung und Prägung.""
Doris Huber (1996)

Auszeichnungen
Auslandsstipendium in Paris
Lilli-Lehmann-Medaille

Ausbildung
Humanistisches Gymnasium in Burghausen
Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Komposition, Dirigieren, Diplome mit Auszeichnung

Tätigkeiten
1979 Salzburger Festspiele seither Engagements
1982 Gründung des "Ensemble Spinario"
1990 - 2000 SWR - Südwestrundfunk Leiter des "SWR-Vokalensemble"
1996 - 1998 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Professor für Chordirigieren
1996 Gründung des Vokalensembles "prima prattica"
2002 - 2005 Chor der Wiener Staatsoper Leiter der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor
2004 - 2011 WDR - Westdeutscher Rundfunk Leiter des WDR-Rundfunkchores
2009 - 2011 Leiter des Chorwerk-Ruhr
Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Lehraufträge
Hunderte Uraufführungen u. a. von K. H. Stockhausen, L. Nono, G. Scelsi, W. Killmayer, W. Rihm, B. Furrer, G. F. Haas, K. Ospald, K. Lang, R. Moran

Aufführungen (Auswahl)
Donaueschinger Musiktage, Wittener Tage für Neue Kammermusik, SWR Symphonieorchester, WDR Sinfonieorchester, Ensemble Modern, Klangforum Wien, Ensemble musikFabrik Köln, oenm . oesterreichisches ensemble für neue musik, Eclat Festival