Maximilian Kreuz
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Foto: NÖ-Volkskultur/Lackinger ©

Kreuz Maximilian

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Konzert für Klavier und Orchester 2008 27m
2 Mouvement symphonique No.3 2008 23m
3 Von Herzem will ich mich freuen - Thema - Vier Variationen - Coda 2008 14m
4 Ländliche Szenen 2008 9m
5 Morte e vita 2007 13m
6 Sanctus 2007 8m
7 Zu Gott 2007 7m
8 Duo - für zwei Violinen 2007 8m
9 Gloria in excelsis deo 2006 8m
10 Schubert-Paraphrasen - für Viola und Klavier 2006 7m
11 Orchesterszenen 2005 20m
12 Gloria in excelsis deo 2005 8m
13 Vier Choräle - in altem Stil 2005 9m
14 Zwei Choräle - im alten Stil 2005 7m
15 Zu Gott 2005 7m
16 Streichquartett Nr.5 2005 8m
17 Quartett für Streicher (Nr.4) 2005 13m
18 Schubert-Paraphrasen - für Violine und Klavier 2005 7m
19 Jagdszenen - für Blechbläser 2005 6m
20 Jagdszenen - für Hornquartett 2005 6m
21 Sonorité Viennoise 2004 12m
22 Gloria in excelsis deo 2004 12m
23 Vier Choräle - in altem Stil 2004 8m
24 Schubert-Paraphrasen II 2004 13m
25 Vier Choräle - im alten Stil 2004 8m
26 Bläserquintett 2004 7m
27 Kleines Orgelstück - Thema-Variationen-Coda über ein Kirchenthema 2003 11m
28 Valses nobles et rustiques - für großes Orchester 2003 17m
29 Städtische Szenen 2003 10m
30 Von Herzem will ich mich freuen 2003 9m
31 Schubert-Paraphrasen - für Violoncello und Klavier 2003 8m
32 Saitenspiele - für Violine solo 2003 7m
33 Saitenspiele - für Viola solo 2003 7m
34 Saitenspiele - für Violoncello solo 2003 7m
35 Gott der Weltschöpfer 2002 6m
36 Mouvement symphonique No.2 - für großes Orchester 2002 25m
37 Kyrie-Gloria-Credo-Sanctus-Agnus Dei 2002 - 2009 40m
38 Trio viennois - für Flöte, Violoncello und Klavier 2002 12m
39 Duo - für Violine und Violoncello 2002 8m
40 Paraphrasen - für Streichorchester 2001 15m
41 Mouvement symphonique No.3 - für Kammerorchester 2001 19m
42 Trio viennois - für Klarinette, Violine und Klavier 2001 12m
43 Zwölftonräume 2001 15m
44 Grab und Mond 2001 3m
45 Trinklied 2001 3m
46 Gott der Weltschöpfer 2001 4m
47 Te deum laudamus 2001 10m
48 Chromatische Studien 2001 8m
49 Orchestrale Paraphrasen II - Zwölftonspiele 2000 12m
50 Valses nobles et rustiques - Vier Ländler für großes Orchester 2000 15m
51 Valses nobles et rustiques - für Kammerorchester 2000 15m
52 Trio viennois - für Klaviertrio 2000 12m
53 Grab und Mond 1999 3m
54 Streichquartett Nr.3 - J.M.Hauer-Quartett 1999 10m
55 Tod und Leben - Zum Tode des Vaters 1998 18m
56 Mouvement symphonique No.1 - für großes Orchester 1998 16m
57 Mouvement symphonique No.3 - für großes Orchester 1998 - 2000 27m
58 Paraphrasen - für Orchester 1998 16m
59 Studien - für Blechbläser 1998 8m
60 Mouvement symphonique No.1 1997 14m
61 Mouvement symphonique No.3 1997 26m
62 Mouvement symphonique No.2 1997 14m
63 Quintette Viennois 1997 7m
64 Der Gondelfahrer 1996 3m
65 EU-Potpourri für Kurorchester 1996 7m
66 Symphonie 1996 25m
67 Con espressione II 1996 5m
68 Mouvement - für großes Orchester 1996 19m
69 Chor der Engel 1996 3m
70 Trinklied 1996 3m
71 Lebenslust 1996 2m
72 Gott der Weltschöpfer 1996 6m
73 Largo 1996 8m
74 Kammersymphonie 1996 18m
75 Grab und Mond 1996 3m
76 Symphonische Kontraste 1995 23m
77 Adagio II 1995
78 Chromatische Phantasie "Romantische" 1995 11m
79 Ton-Sätze 1994 19m
80 Skizzen für Violine solo 1994 8m
81 Con espressione 1994 23m
82 Klaviertrio Nr. 1 1994
83 Keimzellen I 1994
84 Klarinettenkonzert 1994 - 1995 18m
85 E-Ländler/Walzer 1994 5m
86 Klarinettenquintett 1994 - 1995 17m
87 Entwicklungen III 1993 19m
88 Sätze für Streichquartett (Nr.2) 1993 19m
89 Harmonische Studien 1992
90 Lineare Kontraste 1992 9m
91 Konzertstück 1991 29m
92 Wiener Oboenquintett 1991 15m
93 Streichorchester II 1990 13m
94 Antagonismen - Sechs Variationen für Klavierquintett 1990 14m
95 Adagio 1989 16m
96 Adagio für Orchester 1989 20m
97 Nachtstück 1988 12m
98 Entwicklungen IV 1988 14m
99 Sonate für Klavier 1986 23m
100 Entwicklungen I 1986 - 1987 15m
101 Kamptaler Weise - ... aus dem Urgestein des Waldviertels ... 1986 10m
102 Entwicklungen II 1985 21m
103 Oboenkonzert 1984 - 1986 17m
104 wos an weana olas en s gmiad ged 1984 8m
105 Winter - Nacht - Stück 1984 - 1986
106 Traditionen 1983
107 Purkersdorfer Klavierstück 1981 16m
108 Hofheimer Streichquartett (Nr.1) 1981 - 1982 17m
109 Quartett - für Oboe und Streichtrio 1980 10m
110 Trio - für Oboe, Klarinette und Fagott 1979 11m

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  27. Dezember 1953
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Lebt seit 1981 als freischaffender Komponist in Purkersdorf bei Wien

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1984

Diplom Komposition, anschließend Meisterstudien

Tonsatz, Komposition

Tonsatz, Komposition

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1991
1991
1995
1998
2000

im Rahmen des Symposiums "Schönberg in Berlin"

2003
2004
2006

Rita Melem: Klavierwerke

2007

Schuberthaus: Duo Prag-Brünn

2007

Österreichischen Botschaft

zahlreiche Aufführungen in Österreich und international (New York, Toronto, Paris, Moskau, St. Petersburg, Seoul, Taipeh, Schweiz, Ungarn, Polen, Kuba, Deutschland u.a.)

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1972

Kulturpreis des Landes Kärnten

1985

Förderungspreis

1986

Förderungspreis

1992

Förderungspreis

1992

Förderungspreis

2000

Staatsstipendium

2007

Anerkennungspreis

2009

Würdigungspreis

Stilbeschreibung

Die Stilfrage: frühzeitig habe ich diese für mich entschieden – auf unkonventionelle Art. Ich will bestimmte Klänge hören, Musik, die es so nicht gibt; daher muss man diese schreiben und verwirklichen. In der freitonalen Musik, welche seit Jahrzehnten ein eher verwaistes Dasein fristete, bin ich fündig geworden. Freie Tonalität erweitert die klassisch-romantische Funktionstonalität primär in der Harmonik: theoretisch sind die 12 Töne der chromatischen Tonleiter in permanenter Verwendung, bei unterschiedlicher und wechselnder Gewichtung. Neue Funktionen entstehen und lassen sich in diffiziler Intensität anwenden. Ich bediene mich hierbei auch gerne einfacher tradierter Formen (z.B. Ländler, Walzer), welche sich dann zu großer Musik transformieren lassen. Ein Wechselspiel aus harmonischer Kraft und kontemplativer Demut ist das Resultat dieser kompositorischen Anwendung. Große Musik als empfundenes Stilmittel, auch als Sujet, hat einen starken Nachholbedarf und ist für mich die Gegenwart, für manch andere noch die Musik der Zukunft.
Musik - in ihrer Irrationalität - kann eine ihr immanente Ratio entwickeln. Was das Wort in interessanten Diskussionen geisteswissenschaftlicher Natur nicht zu klären vermag, gelingt den Tönen oft in überzeugender Weise. Wer es vermag mittels Musik Türen ins Unterbewusstsein zu öffnen, betritt ungeahnte Dimensionen. In Form der Freien Tonalität liegt hier ein suchender Weg - spannend auf jeden Fall.

 

Maximilian Kreuz, 2011

 

Wie kann man Tradition aufgreifen und fortführen, ohne dabei zwangsläufig einen musikgeschichtlichen Rückschritt zu machen? Diese nur scheinbare Unvereinbarkeit und ihre geglückte Überwindung sind für das Werk von Maximilian Kreuz geradezu paradigmatisch. Der Komponist verwendet in fast allen seinen Stücken den Ländler, "veredelt" ihn allerdings oft zum groß angelegten Wiener Walzer - beides musikalische Formen, die als Chiffren österreichischer Vergangenheit fungieren und so eine Art "kollektives Wertgefühl" erfahrbar machen sollen. Für Kreuz ist die "reine" musikalische Syntax ein Abbild des Kosmos und seiner Ordnungsgesetze, während der musikalische Ausdrucksparameter als Symbol menschlicher Leidenschaften steht. 

 

Alexander Drcar; zitiert aus dem Folder "Maximilian Kreuz" erschienen bei Josef Weinberger Musikverlage, 1990

 

Pressestimmen

1990

Das [...] "Nachtstück" für Streichorchester macht nicht nur Kreuz' Faible für nachdenklich stimmende dunkle Farben deutlich, sondern zeigt auch, wie mühelos er verschiedene Formen und Techniken seinem persönlichen Ausdruck unterzuordnen versteht. Immerkommende dominante Atmosphäre, beklemmende hinführende Introduzione, auf Elemente der Dodekaphonie zurückgegriffen, wird die damit erreichte Spannung durch einen Choral gleichsam erhöht und erscheint das quasi Austriakische dann in Art eines selbstredend ironisch gebrochenen Ländlers.
Wie überhaupt die kritische Hinterfragung des nur scheinbar bloß unkomplizierten Frohsinn suggerierenden 3/4-Taktes zum bevorzugten Schaffensgebiet von Maximilian Kreuz zählt. 

NÖ. Kulturberichte - Monatsschrift für Kultur und Wissenschaft (W. Dobner) 

 

2. Dezember 1989

Seit nunmehr gut zehn Jahren beschäftigt sich Kreuz mit seiner sehr persönlichen Variante musikalischer Entwicklungstechnik, deren Wurzeln über Berg und Mahler bis zu Schubert zurückreichen. Dabei steht die Gestaltung und das fortwährende Verdichten, Lösen und Umwandeln von Klangstrukturen im Mittelpunkt seines ästhetischen Denkens. 

Wiener Zeitung