Bertl Mütter
KünstlerInname/Pseudonym: Herbert Mütter
Instrument: Stimme, Posaune, Euphonium

Fotograf: Christof Zachl ©

Mütter Bertl

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Operan! übers entkommen - Ein siebenszenisches Musiklaboratorium aus der Schule des Staunens 2016
2 ad: MACH(AUT) - für Vokalquartett oder Chor SATB, optional mit obligater Posaune 2016 ~ 20m
3 morendo vivace – vivace morendo 2015 33m
4 ATACAMA 2015
5 a/k/a aka - für Posaune, Stimme, Wunderhorn 2014
6 ...von weiter her... - eine falparsi-tantrische traumreise in das innere asiens 2013
7 düdt [tilt] - für Akkordeonduo 2013 15m
8 sostenuto (mothers’ morton’s memories) 2012
9 Dsudl - das schwere und das leichte 2011
10 1+1+1=1 (discursus trinitatis) 2011
11 quarksquirks - für Christian Morgenstern 2010
12 minütenminiatüre - für großes Orchester 2010
13 rondo profondo 2009
14 unk.rufe - fuer fuenf optimisten und einen ténor 2009
15 milifagott 2008 ~ 20m
16 born. rondo. - für toypiano mit innerer stimme 2007 ~ 15m
17 piano sonata - (contextualized; for a pianist, prepared to act spontaneously) 2007 ~ 15m
18 holzstück mit blech 2007 ~ 30m
19 trombohuwabone 2006
20 muetters dichters liebe - nach schumann nach heine 2006
21 muetters muellerin 2005
22 pour elise (oryctérope, bleue) 2005 ~ 12m
23 nushu 2005 ~ 25m
24 ognatango 2004 ~ 7m
25 verborte - geographisch-erotische Sonate für Sopran und Bassflöte 2004 ~ 20m
26 Passagiere - Arnold Schönberg zum 50. Todestag 2004
27 katzen haben sieben leben 2003
28 6 patriotische excerpte 2003
29 einspielen. ausspielen 2003
30 maria taferl 2003
31 zusammenspinnerei - bigband und harmoniemusik 2003
32 weg. Fluchtmusik 2003 ~ 12m
33 AEIOU für tiefes Quintett 2002 ~ 50m
34 walkabout 2001
35 anstehen. aufstehen 2001 25m
36 schubert:winterreise:mütter 2001
37 wenn sie so wollen ist es halt ein streichquartett 2000 25m
38 Amstetten - St. Valentin St. Valentin - für 4 Instrumente oder Stimmen ad libitum 1997
39 Crossthroats 1996 ~ 59m
40 tohuwabohu 1994 5m
41 Blumenbein 1994 1m 30s
42 Etüde in F 1994 6m
43 in die nacht in den tag 1994 ~ 12h
44 Sentiment - diese ewigen Auftakte 1994 43m 10s
45 Der Kaspar darf nicht sterben - Drei Kasperstücke von H. C. Artmann 1994
46 Palimpsest 1993 10m 17s
47 de profundis 1993 5m 24s
48 kuß am schluß 1993 3m 38s
49 Ein anderer Wanderer 1993 10m
50 befremden 1993 8m
51 fremdgehen 1993 10m
52 Wurzelbehandlung oder: wie man beim Wandern über eine Wurzel - nicht - stolpert 1993 15m
53 Ein anderer Wegweiser 1993 6m
54 Pflichtprogramm 1993 4m
55 ABCD - Gemeinschaftskompositionen in Realtime mit Armin Pokorn 1993
56 ... denn die Grenzkaempfe hoeren niemals auf ... 1992 28m
57 gestern wie morgen 1992 35m
58 Idylle 1991 7m
59 gedscho 1991 6m
60 WWOANN 1991 15m
61 Interferenzen - Duo für einen Solisten 1990 10m - 15m
62 Über Wasser - Stück für Posaune, 2 Stimmen, 3 gestimmte Flaschen, gefüllten Badezuber, Eiswürfel 1990 34m
63 Völlig unerwünschte Hymne - Vierstimmig 1990 3m
64 Völlig unerwünschter cantus firmus in motu 1990 6m
65 Völlig unerwünschte Hymne - Zweistimmig 1990 2m
66 TON-A-TOM - Spaltungen für Stimme und Posaune 1989 20m
67 Lust - sehr frei nach Elfriede Jelinek 1989 55m
68 X-RAY (now's the time) 1989 21m
69 Countdown & Lift Off 1989 10m
70 sich finden 1988 7m
71 Kyrie 1988 8m
72 Amphitryon - Theatermusik
73 Mineral Music 10m
74 Air 3m 5s
75 Kuult 4m 23s
76 DRRRSSSG 9m
77 Platzl 11m
78 Agnes 5m 3s

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1965
Geburtsdatum:  6. Juli 1965
Geburtsort:  Steyr
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

Die Kompositionen von Bertl Mütter, die an der Schnittstelle zwischen zeitgenössischer E-Musik und neuer improvisierter Musik anzusiedeln sind, gepaart mit einer expressiven Bühnenpräsenz, haben diesen Musiker/Komponisten zu einem unverwechselbaren Vertreter einer jungen österreichischen Musikszene gemacht, die sich vor allem durch ihr Interesse an musikalischen Grenzüberschreitungen und Kooperationen mit Künstlern anderer Disziplinen auszeichnet.

 

Seine Musik beschreibt Bertl Mütter wie folgt: "All meinen künstlerischen Projekten ist gemein, daß diese nicht allein absolutmusikalischen Ansprüchen und Zielen genügen; weniger und viel mehr als das. Es geht um ein Zusammenwirken der verschiedenen Disziplinen künstlerischer Äußerungen und dabei um das Erlebbarmachen von Zuständen über gewohnte Handlungsabläufe hinaus: großformale Bögen mit verdeckten Bezügen und Brücken in den Kleinstrukturen."

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1987

Gründung und seitdem Mitglied im improvisierenden Vokalquartett "Timbre" mit Lauren Newton, Elisabeth Tuchmann, Oskar Mörth

1997

seitdem Mitglied bei den Striped Roses

2001

CD-Aufnahme mit den Gästen Joelle Leandre (Bass, Gesang), Fritz Hauser (Schlagzeug), Urs Leimgruber (Saxophon)

2001

Musik zur, zwischen und gegen die Rezitation von Otto Brusatti (Uraufführung: 08.12.2001)

Advanced Cabaret: Doppelconferencen mit dem Autor Franzobel

Franui+Mütter: kommentierende Bearbeitung (Schubert, Mahler) und Mitwirkung beim (Trauermarsch-)Programm "Frische Ware" der Osttiroler Musicbanda (Uraufführung: 02.06.1999)

Haslinger-Mutter-Puntigam

Mutter.Essl.Roidinger: mit Karlheinz Essl (Computer) und Adelhard Roidinger (E-Bass, Elektronik)

Duo mit dem Geiger Thomas Fheodoroff, Auftragswerke von u.a. Bert Breit, Christoph Cech, Christian Mühlbacher

Duo mit der Vokalistin Agnes Heginger

freischaffender Komponist und Projektleiter, pädagogische Tatigkeit (Workshops), Theaterarbeit

langjährige Arbeit mit der Saxophonistin Co Streiff

Literatur-Musik-Performances mit dem Autor Josef Haslinger und Werner Puntigam, u.a.: '"Die Entdeckung Amerikas"

Lobgesänge

Mitglied

multimediale Projekte mit Werner Raditschnig: "19 Days - Multiple Summer", "Totengesänge", "Merlin", "Der Eisenhammer" u.a.

Quartett mit Florian Bramböck (Saxophon), Christoph Cech (Klavier) und Johann Steiner (Bassklarinette)

Rezitator und Vokalist/Posaunist beim lyrisch-delirischen Wortkonzert "Kadash Am Berg" (Text: Roland Heer)

Zusammentreffen mit Ernst Jandl, Abdullah Ibrahim/Dollar Brand

2014

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
Erl

BACH 2000, Thomaskirche

CineForum do Funchal Madeira

Kulturvermerke

Lehrlingskulturfestivals in Linz, Kapfenberg, Murau

Musikalischer Spätsommer Gurk

Paralelo

SchubertAde

steirische Landesausstellung, Pollau

Jazzfestivals (Auswahl): Saalfelden, Kopenhagen (EBU), Leipzig, Greifswald, Yokohama

Landpartie, Oberwolz und St. Lambrecht

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1989

Musikförderungspreis

1992

Förderungsbeitrag

1994

Österreichbild-Preisträger

2002

Staatsstipendium für Komposition

2003

Anton-Bruckner-Stipendium

2003

composer in residence

2005

Arbeitsstipendium

2010

- 2013 Stipendiat

Stilbeschreibung

Was ist ein komponierender Improvisator, improvisierender Komponist, realtime-composer? Gebundene Improvisation? Einem Thema nachgehen, es umkreisen, bis ins Tierische. Nicht den Schreibtisch, die Instrumente befragen, in sie hineinhorchen. Sammeln und ernten; die gewachsene Architektur betrachten, die inneren Proportionen aber ganz dem Augenblick des Erstehens überlassen. Es ist ein Wesen des Kreises, daß beim Punkt 180° die Position 0° zu 100% falsch ist. Oder ist beides gleichzeitig möglich? Um ein Zentrum zu kreisen, das zu erreichen uns möglicherweise verbrennen würde, in der richtigen Distanz aber das Leben erhält. Meine Mittel sind Posaune, Stimme, manchmal Live-Elektronik und viele kleine Instrumente. Aber das bedeutet nichts Inhaltliches. Jedenfalls will ich mich auf jene Kreisbahn begeben.
Als Solist beziehe ich mich gerne auf die Tradition im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation. Die einzige Tradition, bei der ich überhaupt die Chance habe, sie annähernd authentisch zu verstehen, ist die, in die ich hineingeboren wurde. Ich lasse mich jedoch gerne von außen beeinflussen und baue in diesem Sinn fremde Elemente in meine Kunst ein. Meine Vorfahren waren aber weder Baumwollpflücker in den Südstaaten noch sibirische Schamanen; ich kann daher nur Betrachter solcher Traditionen sein. Mein Hauptinstrument, die Posaune, besitzt ein kaum ernstzunehmendes klassisch-romantisches Repertoire, ein Vorteil, denn ausbildungsbedingtes Erschaudern vor ihr gewidmeten Meisterwerken kenne ich nicht. So kann ich mich beschäftigende Werke - improvisatorisch und mit eigenem Material angereichert - in der Konzertperformance recht unvorbelastet an mir vorbeiziehen lassen. Wer allein in der Badewanne singt, hört innerlich das ganze Orchester, kein Instrument geht ihm ab; meine Badewanne steht auf der Bühne, ein sehr intimer Vorgang.

 

(Bertl Mütter, "Wandern", 1993 und "Badewannenmusik", 1996)

Pressestimmen

Alltägliche Ver-Laut-Barungen wie Schnaufen, Schnarchen, Stöhnen oder das Lachen ... werden zu abenteuerlichen Klangexpeditionen, zu Soundresearches. Da wird zart diskutiert und hart geflirtet. 

Jazzthetik

 

Wie Wind an Felsnadeln orgelt das Blech. Mütter produziert Laute weit hinten in der Kehle, er wiehert, er forciert Frikative und Vibranten: Steinschlag; flatternde Posaunenklänge zerreißen die Luft. 

Aargauer Nachrichten

 

... Wen also besser einladen für eine musikalische Performance als Bertl Mütter? Alles kann bei ihm zur Musik werden, auch Nymphen, Zyklone und Fossilien: Posaune, Euphonium und Muschelhorn spielend, allerlei Perkussionsgegenstände bearbeitend, singend, sprechend, sich selber mit Regengeräuschen begleitend: Mütter versteht es, in der Minoritenkirche Stein aus so genannten Alltäglichkeiten "written images" (CD ARBE 8) zu kreieren: visuelle Musiken unter besten akustischen Voraussetzungen. 

Salzburger Nachrichten (Wolfgang Gratzer)

SendeaufnahmeinterpretIn von (Werk)

Kontaktperson von (Organisation)

Band-/Ensemblemitglied bei

Band-/Ensemblemitglied bei: 

Kontakt, Links

Sprache:  Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch
Website:  www.muetter.at
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