Fotografin: Sabina Ulubeanu ©
Geboren 1971 in Bukarest, in einer Musikerfamilie. Erste Klavierstunden habe ich von meiner Mutter erhalten, danach im "George Enescu"-Musikgymnasium. Seit 1980 trat ich als Solistin in Recitals und Orchesterkonzerten (z.B. 1985 mit der Kronstädter Philharmonie, wo ich Beethovens 1. Konzert spielte) und auch in Kammermusikkonzerten, wobei ich oft auch meine Stücke spielte, hervor. 2000-2002 war ich Mitglied des Trios "Armonia". Nach dem Gymnasium folgen die Studien an der Bukarester Musikuniversität (Komposition und Orgel). Komposition bei Dan Dediu und Aurel Stroë, kürzlich verstorben, worüber ich seit 2007 meine Dissertation in Wien (Musikuniversität) unter dem Titel "Inkommensurabilität in Aurel Stroes Musik am Beispiel seiner Opern-Trilogie Oresteïa" schreibe. Stroes Einbeziehen der Wissenschaft in die Musik hat mich angeregt, mich nicht nur auf die Musik einzuschränken.
Immer hat mich das Interesse für Musiktheorie begleitet.
Nach dem Studium in Bukarest, habe ich als Assistentin an der Musikhochschule in Braşov (Kronstadt) im Fach Analyse, gearbeitet (1997-2002). Aurel Stroe hat 2002 den "Herder"-Preis erhalten und hat mich als "Herder"-Stipendiatin empfohlen. So kam ich nach Wien, wo ich Dieter Kaufmanns Seminare an der Universität für Musik und darstellende Kunst besuchte. Nach einem Jahr, hat mir Dieter Kaufmann vorgeschlagen Elektroakustische Komposition weiter zu studieren und auch Musiktheorie bei Dieter Torkewitz. So erwarb ich zwei Magisterdiplome (2006 bzw. 2007). Dieter Torkewitz war der Betreuer meiner Dissertation. 2004-2006 habe ich das "Thyll-Dürr"-Stipendium erhalten. Dafür habe ich Werke komponiert, die in der Albertina und in der Augustinerkirche uraufgeführt wurden. Die Stiftung "Dr. Robert und Lina Thyll-Dürr" hat mir auch einen Arbeitsaufenthalt 2007 in der Villa "Zia Lina" auf Elba Insel (Italien) ermöglicht. Dort war es für mich faszinierend, mit Personen die tätig in anderen Bereichen als Musik waren - Literatur, Malerei und Paläontologie - Diskussionen zu führen.
Mein Werk umfasst Orchester-, Kammermusik-, Chorstücke, Stücke für ein Instrument solo, Lieder, elektronische und multimediale Stücke, die in Rumänien (in diversen Festivals) sowie in Österreich (Wien - Alte Schmiede, Musikuniversität, WUK, Graz, Reutte Außerfern) und USA (New York) aufgeführt wurden. Außer den Aufführungen habe ich Kompositionspreise, Rundfunk- und Radiosendungen mit Interviews gehabt. Die meisten CDs mit meinen Werken entstanden in Wien (z.B. das Orgelstück "Capriccio", das sinfonische Werk "Opús Ópus", das elektronische Stück "Landschaften", das Klavierstück "Klänge", das Sextett "Transparenz" oder das Marimbastück "Die Zeit und die Ewigkeit").
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1991 - 1993
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Komposition (Dan Dediu) | ||||
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1993 - 1997
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Komposition (Aurel Stroe) | ||||
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1994 - 1999
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Unterricht bei Lidia Sumnevici | ||||
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2003 - 2006
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Elektroakustische Komposition | ||||
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2003 - 2007
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Musiktheorie | ||||
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2007 - 2011
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Dissertation Musiktheorie (Disputation: 13.04.2011), Thema: Inkommensurabilität in Aurel Stroes Musik am Beispiel seiner Oper-Trilogie "Orestie" |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1996 - 1997
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George Enescu Musikgymnasium: Korrepetitorin | ||
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1997 - 2002
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Musikhochschule Brasov: Assistentin im Fach Formenlehre und Analyse | ||
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2000 - 2002
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Mitglied des Trios "Armonia" |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1998
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Paul Constantinescu Philharmonie, Ploiesti | |||
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2000
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Philharmonie Brasov | |||
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2001
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Internationale Woche der Zeitgenössischen Musik | |||
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2001
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Philharmonie Brasov | |||
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2006
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2007
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2007
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2008
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2008
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Internationale Woche der Zeitgenössischen Musik | |||
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2008
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Internationale Tage der zeitgenössischen Musik, Bacau | |||
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2008
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2008
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Rumänisches Kulturinstitut, Merkin Concert Hall | |||
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2009
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2009
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2009
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2009
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2010
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2010
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2010
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2010
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2010
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2010
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2011
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Komponistenportrait |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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2004
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2005
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2007
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| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
|---|---|---|---|
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1994
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Stipendium als Austauschstudentin | ||
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1994
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Rumänische Chorgesellschaft Bukarest: 3. Preis | ||
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1997
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Rumänische Chorgesellschaft Bukarest: 2. Preis | ||
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1998
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4. Preis | ||
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1998
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Rumänische Chorgesellschaft Bukarest: 2. Preis | ||
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1999
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Norbert Petri-Stiftung Brasov: 2. Preis | ||
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1999
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Sigismund Toduta-Stiftung Cluj-Napoca: 2. Preis | ||
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2002
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Alfred Toepfer-Stiftung Hamburg: Herder-Stipendium | ||
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2007
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Arbeitsaufenthalt in der Villa "Zia Lina" auf Elba | ||
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2009
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Theodor-Körner-Preis | ||
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2010
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3. Preis beim Hörspiel-Wettbewerb am Institut für Medienproduktion
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2011
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Award of Excellence 2011 für die Dissertation | ||
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2012
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Kompositionsstipendium |
Für mich sind zwei Parameter sehr wichtig: Melodie und Klangfarbe. Die Melodie verstehe ich als Linie. Meine Kompositionen, besonders die Orchesterstücke, bestehen aus mehreren (manchmal unterschiedlichen) Linien. Aus dieser Überlagerung von vielen Linien (am jeden Instrument oder Instrumentgruppe) entstehen Klangfarben. Meine Lieblingskomponisten, die ich gerne auch an der Orgel spiele, sind J.S.Bach und O. Messiaen. Von beiden Komponisten kann man von weitem etwas in meiner Art vom Komponieren spüren. Die Melodie spielt eine große Rolle in der Volksmusik, die auch eine Quelle für mich ist. Einige Stücke von mir beweisen eine Spur vom Volkstümlichen (rumänische Melodien und Rhythmen). Ein anderer Aspekt ist das Programmatische. Das wirkt plastisch auf den Hörer und führt mich manchmal, die Musik mit dem Bild zu begleiten (Video, die ich selber herstelle).
Mein Wunsch ist, dass meine Musik ausdrucksvoll und harmonisch ist und dass sich das Auditorium für einen Augenblick von den Anliegen des Alltags abwendet.
Ana Szilágyi 2009
2008
"Profile" ist dreiteilig artikuliert, nach dem Typus des Alternierens von Tempo und Charakter, indem jedes Instrument ihren eigenen musikalischen Profil hat, unterstützt mit Dramatismus oder Lyrismus, immer aber mit Virtuosität. Die motivisch-thematische Kombination der unterschiedlichen Profile, besonders harmonisch, ihre Zusammenstellung in einer kunstvollen Komplementaritätssituation, verleiht dem Werk Klarheit, Eleganz und Einheit.
Actualitatea Muzicală, Nr. 6 (Carmen Popa)
5. März 2005
Es waren unerwartet viele Leute von den Kronstädtern, die Interesse für die Kultur haben, und man muss nicht mehr die wichtigsten Musiker unserer Stadt erwähnen, dessen Interesse für die originellen und modernen Kompositionen von Ana Szilágyi erweckt wurde.
Gazeta de Transilvania, Nr. 4439 "Ana Szilágyi an Mureşenilor Haus" (Lucia Bunaciu)
26. Juni 2002
[...] Das Werk "Personages" für Violine solo verlangt eine Konzentration von allen ausdrücklichen Mitteln. Die drei Sätze - Einleitung, Passacaglia und Fuge - entfalten sie sich in einem Atmen, der Raum und die Zeit ziehen sich zusammen, damit sie eine Entwicklung zu dem kontrapunktischen Satz darstellen [...]
Gazeta de Transilvania, Nr. 3618 (Maria Cristina Bostan)
6. November 2001
Diese ungewöhnliche Komposition - das Ballett "Die Möwe Jonathan" - die ich das Glück hatte zu hören, hat auf mich einen starken Eindruck von der Aspiration zum Schönen hinterlassen.
Gazeta de Transilvania, Nr. 3427 (Lucia Bunaciu)