Weixler Andreas

Vorname
Andreas
Nachname
Weixler
erfasst als
KomponistIn
MedienkünstlerIn
AusbildnerIn
ProduzentIn
VeranstalterIn
RedakteurIn
InterpretIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Experimental/Intermedia
Instrument(e)
Elektronik
Geburtsjahr
1963
Geburtsort
Graz
Geburtsland
Österreich

Mit freundlicher Genehmigung von A. Weixler ©

Komponist und Medienkünstler für zeitgenössische Musik, Computermusik, jazzverwandte Musik, Tanzperformance und zeitgenössische Theatermusik. Spezialisierung in audiovisuelle Interaktivität, virtual reality, algorithmische Komposition, digitale Klangprozessierung. Kooperationen mit anderen Künsten und Medien ...

Zusammenarbeit mit Ensembles: Pierrot Lunaire Ensemble, China Found Music Workshop - Ceiphon Ensemble, ContrastTrio, Klangforum - Wien, szene instrumental, Schlagwerkensemble Dama - Dama, Austrian Art Ensemble, Ensemble Für Neue Musik Zürich, zahlreiche Konzerte mit Musiker der Konzertreihe die andere saite, diverse Solisten (Michael Moser, Se-Lien Chuang, Shinobu Ishizuki, Christine Svoboda, Sandra Kraus, Dagmar Hödl, Ruth Straub, Ulrike Stadler-Fromme, u.a.) ...

Zusammenarbeit mit anderen Künsten & Medien Mikako Mizuno, Kagusho Kitagawa und Se-Lien Chuang (audiovisuelle Interaktivität: The Story of Heike 2001), Se-Lien Chuang (audiovisuelle interaktive Installationen, Musik zu Videos u.v.a.), Kuwayama-Kiyoharu (audiovisuelle interaktive improvisation 2001), Gertrude Moser-Wagner (Video "Ouroboros" 2000, "Luftloch", 1997), Hermann Nitsch (Sechstagesymphonie 1999, Orgien-Mysterien Theater 1998), Projekttheater Eva Brenner (mehrere Bühnenmusiken) Luise Kloos Denkwerkstatt 1999, tanzbAAr - Eva Brunner (Tanztheater 1998), Anna Schrefl Cie (Tanz 1997: 14. Künstlerbegegnung Stift St. Lambrecht und ImPuls Tanz Wien), Elio Gervasie Dance Company (Tanztheater 1988), 1986 Dis-Moll (Kontakttanz mit - Katkarina Klement und Monika Steffen), Flugfluchten - Katharina Klement und Donato Deliano (Musik, Tanz und Sprache 1987), Nikolaus Leytner (Filmusik 1980) ...

Mitwirkung bei Internationalen Workshops über zeitgenössische Komposition, Computermusik, objektorientierte Programmierung und Medienkunst am Institut für Elektronische Musik (IEM) Graz, der National Taiwan University of Arts in Taipeh, der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Deutschland u.a. Vorträge über österreichische zeitgenössische Komposition in Aichi und Nagoya, Japan (2000) ...

Stilbeschreibung
"Ausgehend von Komposition für Jazzrock, Odd und Funk Gruppierungen entwickelte ich mich über Minimal Music, zeitgenössische Instrumentalkompositionen und Computermusik hin zur audiovisuellen interaktiven Medienkunst. In den ersten Phasen würde ich mich als Rhythmiker bezeichnen.

Intensive Auseinandersetzung mit Odds (ungeradzahligen Rhythmen und deren Phrasierung) in Kompositionen für Jazzrock und Funk Gruppierungen, Minimal Music und experimentelle Improvisationen in verschiedenen Besetzungen haben meinen musikalischen Ausdruck grundlegend beeinflußt (1981-1990). Parallel zu allem hegte ich ein ständiges Interesse für Verbindungen von Musik und anderen Künsten, vor allem Film, Video, Theater, Tanz und bildende Kunst (1980, 1989-1992, 1997-2001).

Mit fortschreitendem Studium in Komposition und Musiktheorie schrieb ich vor allem zeitgenössische Musik für Solo und kammermusikalische Besetzungen (1985-1997). Es folgten langjährigere Schwerpunkte in elektronischer Musik, algorithmischer Komposition und mehrkanaliger Musik im Raum, wobei die Verwebung und Transformation von Instrumentalklängen aus dem Bereich der Neuen Musik mit elektronischer Klangerzeugung im Mittelpunkt stand. Es entstanden rein elektronische und ebenso computergenerierte instrumentale Werke in algorithmischer Technik (1990-1997), anschließend beschäftigte ich mich intensiv mit realtime processing und interaktiver Musik für zeitgenössisches Intrumentarium bei fortgesetzter Algorithmik und mit der Verbindung von zeitgenössischer westlicher Komposition und traditioneller asiatischer Instrumentalmusik (1996-2001).

Als logischen Schritt bewege ich mich nun über interaktive audiovisuelle Werke (1998-2002) zur Medienkunst hin. Videos, interaktive audiovisuelle Performances und Installationen bieten mir neue Ausdrucksmöglichkeiten."
Andreas Weixler (2002)

Auszeichnungen
1979 Österreichischer Jugendpreis, Anerkennungspreis für die Trilogie "Fensterträume"
1992 Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) Graz Gastkomponist
1993 Stadt Graz Kunstförderungspreis für Musik
1996 BEAST - Birmingham Electro Acoustic Theatre, Universität Birmingham (GB): Composer in residence
1996 Republik Österreich Staatstipendium für Komposition
1999 Sound Studio, Universität Sheffield (GB): Composer in residence
2000 Japan Foundation Fellowship Program
2004 Technische Universität Berlin Elektronisches Studio: Gastkomponist
Kompositionsförderungen durch das Land Steiermark, das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, die Stadt Graz, den SKE-Fonds u.a.

Ausbildung
1985 - 1995 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Komposition Dobrowolski Andrzej
1985 - 1995 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Komposition Furrer Beat
1985 - 1995 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Komposition Pagh-Paan Younghi
1992 Basel Auswahl zum Seminar Komposition und Analyse in der Filmmusik (Ennio Morricone)
1995 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Diplom Komposition Furrer Beat
1996 Birmingham Universität Birmingham GB): Studien- und Produktionsaufenthalt (Jonty Harrison)
1996 Universität East Anglia, Norwich (GB): Studien- und Produktionsaufenthalt (Simon Waters)
1996 Institut de recherche et coordination acoustique - IRCAM Paris Stage Workshop und Ateliers Forum
1997 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Sponsion zum Mag. art. (Dr. Otto Kolleritsch)
1999 Universität Sheffield, Sheffield (GB): Studien- und Produktionsaufenthalt (Adrian Moore)
2000 - 2001 Nagoya - Japan Nagoya City University, Japan: Forschungsaufenthalt in Computermusik, audiovisueller Interaktivität und Medienkunst (Mikako Mizuno)

Tätigkeiten
1981 Atelier Avant Austria Graz Gründung des Studios für zeitgenössische Komposition und Computerkunst
1981 - 1988 zahlreiche Musikprojekte und Gruppen ("Jacques-Prévert-Vertonung", Dementia precox, Eliot Biss & die Unerhörten, Anchrax u.a.)
1988 Elio Gervasi Dance Company: Zusammenarbeit (computergestützte Musik für Tanztheater, mit Marion Namestnik)
1992 - 1996 die andere saite Graz im Vorstand tätig
1992 - 1999 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Lehrauftrag am Institut für Elektronische Musik
1992 - 1999 Redakteur der Publikationsreihe "Beiträge zur Elektronischen Musik" (gemeinsam mit Robert Höldrich)
1993 - 1996 Graz Electronic access: Initiator und Programmleiter der Konzertreihe (die andere saite, IGNM, ORF Steiermark, Vereinigte Bühnen Graz)
1995 und 1996: Produzent und Coproduzent der d.a.s. CDs mit elektroakustischer und zeitgenössischer Musik
1995 - 1996 die andere saite Graz Obmann
1995 - 2005 Gesellschaft für Elektroakustische Musik Österreich Wien Vorstandsmitglied
1996 - 1998 Klangnetze aktive Teilnahme am Kompositionsprojekt im Bereich der zeitgenössischen Komposition an österreichischen Schulen
1997 Anton Bruckner Privatuniversität Linz (früher: Brucknerkonservatorium) Linz seitdem Lehrauftrag für Musik- und Medientechnologie (seit 2006 Studio for Advanced Music and Media Technology - SAMT, ab 2001 Abteilung Jazz, ab 2003 auch am Institut für Komposition)
1998 Wien Elektrokomplex, Europäische Konferenz über Elektroakustische Musik: Koordination
1998 Karl-Franzens-Universität Graz Graz Lehrauftrag am Institut für Musikwissenschaft
1999 - 2000 Kuratierung der österreichischen Beiträge für das Pusan international Computer Music Festival in Süd-Korea (1999 und 2000), Experimental Intermedia New York (2000), internationale Studienwochen in Lüneburg/BRD (1999)
2003 - 2004 Taipeh National College of the Art - Applied Music Department: Gastprofessur
2004 Kunstuniversität Linz Linz seitdem Lehrbeauftrager am Institut für Medien (zeitbasierte Medien, audiovisuelle Gestaltung, interface cultures, intermediale und transmediale Strategie)
2006 Fachhochschule Hagenberg: Lehrbeauftragter (Medientechnik und Design / Digitale Medien für algorithmic art)
Atelier Avant Austria Graz gemeinsam mit Se-Lien Chuang zahlreiche Projekte in interaktiver und zeitgenössischer Musik, Video und Medienkunst
die andere saite Graz aktives Mitglied

Aufträge (Auswahl)
2000 Wiener Konzerthaus AsianCultureLinks In der Zeit des Blühens - algorithmische Komposition für chinesisches Instrumentalensemble
Thomastik-Infeld Ges.m.b.H. Projekt-Theater Wien-New York: mehrere Aufträge für Bühnenmusik ("Einsamkeit der Lust", "nichts - no thing SUNDER WARUMBE" u.a.) "Einsamkeit der Lust" - Musik zum Theater

Aufführungen (Auswahl)
2003 Berlin kryptonale 9, kleiner Wasserspeicher Seele brennt
2003 Taipeh National Theater Concert Hall: Porträtkonzert
2003 Sammlung Essl - Musik audiovisuelle interaktive Performance anlässlich einer Hermann Nitsch Retrospektive
2005 Wien Modern Porgy & Bess
2005 Ultraschall Festival Berlin Berlin  
2006 New York experimental intermedia: media concert anlässlich des 25-jährigen Bestehens von Atelier Avant und der 10-jährigen Kooperation Weixler-Chuang
2007 Verein zur Förderung und Verbreitung neuer Musik - V:NM Quod erat...
u.a.

Pressestimmen
2005

"Andreas Weixler's ambient soundtrack employs an "interactive acoustic modulation" to electronically distend a hypnotic vocalization of the word "ouroboros", lending a surprising, otherworldly pathos to the confused destiny of this universalizable petri dish victim."
http://www.brightlightsfilm.com/49/austria.htm

28. März 1999
"Dem Dritten im Bunde, Andreas Weixler, gelangen mit seinen auf Naturinstrumenten basierenden Kompositionen fragile, schillernde Klangbilder, die aus Theaterauftragsarbeiten stammen."
Kleine Zeitung

Diskografie

  • 2004: Concept & Coincidence (DVD, Edition INDEX)
  • 2001: Zerbrochene Schalen 1 - Geborgenheit (Konzertmitschnitte)
  • 2000: blue elephant (DVD, edition SIBGRAPI)
  • 2000: Hermann Nitsch Orgien Mysterien Theater - Tag 5
  • 1997: Elektronischer Frühling (Gesellschaft der Elektronischen Musik/Österreich)
  • 1996: electronic access 95 (Konzertmitschnitt, d.a.s. Nrl, GE 015)
  • 1996: Dama-Dama II (d.a.s. Nr. 2, WORE 960003-2)
  • 1994: Klangschnitte 2 (Live-Mitschnitt, ORF Landesstudio, GE 07)
  • 1994: Beyond Noise and Haste (SAZAS CD001)

Links Anton Bruckner Privatuniversität, Asian Culture Link: Andreas Weixler

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 9. 10. 2020): Biografie Andreas Weixler. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/67284 (Abrufdatum: 27. 11. 2020).

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