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Haselböck Lukas

Vorname
Lukas
Nachname
Haselböck
erfasst als
Komponist:in
Solist:in
Interpret:in
Musikwissenschaftler:in
Genre
Neue Musik
Klassik
Instrument(e)
Stimme
Männerstimme
Bass
Geburtsjahr
1972
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich
Haselböck Lukas

Haselböck Lukas © INÖK

"Lukas Haselböck studierte Musikwissenschaft, Komposition und Gesangspädagogik in Wien. Seit 2001 unterrichtet er am Institut für Musikwissenschaft und Interpretationsforschung an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Er hielt zahlreiche Vorträge, organisierte Symposien und publizierte Schriften über die Musik des 19. und 20. Jahrhunderts. Als Komponist schrieb Haselböck instrumentale und vokale Kammermusik, mehrere Solokonzerte sowie Opern. Von 2010 – 2025 organisierte er die Wiener Neue-Musik-Konzertreihe cercle. Als Sänger wirkt er regelmäßig in Wiener Vokalensembles mit, vor allem im Ensemble Company of Music."
Company of Music: Sänger, abgerufen am 16.4.2026 [https://www.companyofmusic.at/singers/]

Stilbeschreibung
"Beim Komponieren sind mir unterschiedlichste Zugänge wichtig: Ich versuche, differenziert an Klang und Struktur zu arbeiten und auf diesen Ebenen nachvollziehbare Abläufe zu schaffen. Insbesondere in meiner Vokalmusik finden sich aber auch Spielarten des Humors: schwarze, wienerische Abgründe, übersteigerte Virtuosität und experimentelle Vokaltechniken sowie schauspielerische Elemente. Dabei ist die Verbindung klangatmosphärischer und textlicher Ebenen sowie auch die Suche nach Leichtigkeit relevant.

In den letzten Jahren ist der Bereich des Musiktheaters für mich immer mehr ins Zentrum meiner Arbeit gerückt: Hier führt mich eine bestimmte Atmosphäre, eine spezifische Entwicklung der Handlung zu Stimmungen, Farben, Klängen, die schlüssig aus den textlichen Vorgaben entstehen."
Lukas Haselböck: Über mein Komponiere, abgerufen am 16.4.2026 [https://www.lukashaselboeck.com/]

Auszeichnungen
1998 Theodor Körner Fonds Förderungspreis 
1999 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Würdigungspreis 
2000 Stadt Wien Arbeitsstipendium 
2000 Czibulka-Stiftung Förderungspreis 
2001 Alban Berg Stiftung Förderung 
2001 Wiener Symphoniker Kompositionsstipendium 

Ausbildung
1988 - 1990 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Unterricht bei Camillo Öhlberger Fagott 
1990 Wien Wiener Schottengymnasium: Matura 
1990 - 1995 Universität Wien Wien Musikwissenschaft mit Philosophie im Nebenfach, Diplom mit Auszeichnung 
1991 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition Eröd Iván
1993 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien erste Diplomprüfung in Komposition und Fortsetzung des Studiums Urbanner Erich
1994 - 1999 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Gesangspädagogik (Adelheid Hornich) 
1997 KomponistInnenforum Mittersill Mittersill erfolgreiche Teilnahme 
1997 Universität Wien Wien Promotion mit Auszeichnung zum Dr.phil 
1998 - 2001 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Lehrgang für Atemtechnik Leutgeb Johann
1999 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Kompositionsdiplom mit Auszeichnung, Mag.art 
1999 privates Gesangsstudium (Jilij Chomenko) Stimme 
privates Gesangsstudium (Gottfried Hornik) Stimme 
Teilnahme an Meisterkursen, unter anderem bei Paul Esswood, Ute von Garczynski, Gottfried Hornik, Kai Wessel und Kurt Widmer 

Tätigkeiten
1999 ÖKB - Österreichischer Komponistenbund Vorstandsmitglied
2001 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Assistent am Institut für Analyse, Geschichte und Theorie der Musik
2004 Wiener Konzerthaus Organisation und inhaltliche Planung des Friedrich-Cerha-Symposiums (Februar 2004) - Veröffentlichung des Kongressberichts unter dem Titel "Friedrich Cerha: Analysen - Essays – Reflexionen", Freiburg i.Br. 2006
2005 Buchpublikation "Zwölftonmusik und Tonalität", Laaber 2005
2007 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Assistenz-Professur
2007 - 2008 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Gastprofessur für Musiktheorie
2009 Buchpublikation "Gérard Grisey: Unhörbares hörbar machen", Freiburg i.Br. / Wien / Berlin 2009
2010 cercle - konzertreihe für neue musik Wien Gründung und seitdem Leitung der Konzertreihe zusammen mit Gernot Schedlberger
Ensemble Il Diletto Moderno: szenische Aufführungen von Banchieris "Il Festino" bei Festivals im In- und Ausland
Chormitwirkungen unter anderem bei Aufführungen des Arnold-Schönberg-Chors, Concentus Vocalis, Hugo-Distler-Chors, Wiener Singvereins
Carinthischer Sommer Ensemblemitwirkung bei Brittens Kirchenoper "Der verlorene Sohn"
ORF - Österreichischer Rundfunk Ö1 Mitarbeit bei zahlreichen Sendungen
Referent bei internationalen Symposien und Verfasser zahlreicher weiterer musikwissenschaftlich-analytischer Publikationen
Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen
solistische Tätigkeiten unter anderem für den Musikverein Wien, den Sendesaal des ORF, das Festival "Allegro vivo, Zwettler Orgelfest", unter Dirigenten wie Erwin Ortner oder Bijan Khadem-Missagh
Verfasser von Programmeinführungen für das Wiener Konzerthaus, den NDR und diverse Ensembles

Aufträge (Auswahl)
Karin und Doris Adam 
Ensemble On Line 
Ensemble Nodos 
Albertina 
Sinfonietta Baden 
Wiener Orgelkonzerte 
Klavierduo Theiner & Breitner 
ARBOS - Gehörlosentheater 
Festwochen Gmunden 
Verdehr-Trio 

Aufführungen (Auswahl)
2018 Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste Wien (ehem. Semperdepot) Chorus Sine Nomine Drei Gesänge nach Gedichten von Suleman Taufiq - für 16-stimmigen Chor a cappella
Albertina Wien 
Arnold Schönberg Center Wien 
Festwochen Gmunden Gmunden 
KomponistInnenforum Mittersill Mittersill 
Eliette und Herbert von Karajan Institut 
Wiener Konzerthaus Wien 
Pernerinsel Hallein 
zahlreiche Konzerte in verschiedenen Ländern Europas, Singapur, Ukraine und Südafrika 

Pressestimmen (Auswahl)
8. September 2001
Zur Uraufführung der Kantate nach Thomas Bernhard und Andreas Gryphius bei den Festwochen Gmunden 04.08.2001
"Aufhorchen ließ auch Lukas Haselböcks Kantate [...]. Drei Gesangssolisten und ein Ensemble [...] verschmolzen am Ende zu einem punktierten Choral, der die lange kirchliche Tradition dieser Musik in die Gegenwart führte [...]. Möglicherweise gelingt es dem Nachwuchs, die Nische zwischen intellektueller Moderne und Minimalmusic nachträglich etwas auszubauen. Das Pubikum von Gmunden jedenfalls schien sich darin wohl zu fühlen."
Süddeutsche Zeitung

Literatur
mica-Archiv: Lukas Haselböck
mica-Artikel: Lukas Haselböck mit drei Uraufführungen im Genre der Ballade (2010)
mica-Artikel: Am Sonntag im OFF-Theater: "Balladen" (Wolfram Wagner, Erich Urbanner) mit Lukas Haselböck (2010)
mica-Artikel: "Stimme und Klavier" - Lukas Haselböck und Kaori Nishii mit Uraufführungen (2010)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 16. 4. 2026): Biografie Lukas Haselböck. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/69320 (Abrufdatum: 18. 4. 2026).

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