Fotografin: D. Klemencic ©
René Clemencic ist Komponist, Dirigent, Solist (Clavichord, Blockflöte) Leiter und Gründer von Ensembles für alte Musik und Musik der Avantgarde, Musikwissenschaftler und Schriftsteller, Leiter internationaler Musikkurse ( z.B. Vorträge bei den Ferienkursen Darmstadt, Seminare an der Accademia Chigiana Siena u.v.a.), gelernter Philosoph, sowie Sammler von Inkunabeln und Skulpturen. Er gilt als einer der Pioniere der authentischen Klangerschließung. Mit seinem Ensemble Clemencic Consort hat er zahlreiche Tonträger - vor allem mit Musik der Renaissance und des Barock - produziert und Konzerte in der ganzen Welt absolviert. Die zeitgenössische Musik, die er pflegt, ist seine eigene, als Interpret und Dirigent aber bleibt René Clemencic ganz entschieden bei der Alten Musik. Er ist auf seinem Gebiet einer der gefragtesten Spezialisten.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1945
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ab diesem Zeitpunkt musikalische Ausbildung | ||||
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1947 - 1956
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Universität Wien, Wien und Sorbonne, Collège de France Paris: Philosophie, Musikwissenschaft, Völkerkunde, Mathematik | ||||
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1956
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Promotion: Dissertation ""Sein und Bewußtsein bei Louis Lavelle" | ||||
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AusbilderIn: Joannes Collette | |||||
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AusbilderIn: Linde Höffer v. Winterfeld | |||||
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AusbilderIn: Eta Harich Schneider | |||||
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Collegium Musicum | |||||
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Formenlehre | |||||
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J.M. Hauers Zwölftonlehre | |||||
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Theorie | |||||
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Theorie Hindemiths |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1957 - 1968
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Musica Antiqua: Gründung und Leitung des Ensembles für Alte Musik mit dem Schwerpunkt auf klangtreuer Realisierung der Musik der abendländischen Vergangenheit | ||
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1962 - 1970
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Unterrichtstätigkeit 'Blockflöte als konzertantes Soloinstrument', sowie die Nebenfächer Musikphilosophie, Ornamentik und Notationskunde des Mittelalters und der Renaissance | ||
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1966 - 1971
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Accademia Internazionale de Musica da Camera, Rom, Gstaad, Bariloche: Blockflöte | ||
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Deller Academy, Abbaye de Sénanque/F: Unterrichtstätigkeit Blockflöte | |||
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Gründung und Leitung des Ensembles für Alte Musik (ursprünglicher Name: Capella Musica Antiqua) für szenische Aufführungen - später Umwandlung in das heute noch bestehende und international renommierte "Clemencic Consort" | |||
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ständige eigene Konzertserie mit alter Musik |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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Queen Elizabeth Hall London | ||||
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Adelaide Festival | ||||
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Mailänder Scala | ||||
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Menuhin Academy Blonay | ||||
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Mittelfest Friaul | ||||
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Todi Arte Festival | ||||
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2011
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2012
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Clemencic Consort-Zyklus |
| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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Serapionstheater Wien | ||||
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1981
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Stadt Amsterdam: Edisonpreis | ||
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1989
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Ehrenmedaille in Gold | ||
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1996
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Verleihung des Berufstitels Professor | ||
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1997
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Preis | ||
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2008
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Preis "Pro Cultura Hungariae" | ||
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2008
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Zoltán Kodály Preis | ||
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Accademia Filarmonica Romana: Accademico dell'Accademia, Ehrendiplom | |||
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Biennale d'Arte Sacra di Venezia: Preis "Anima Mundi" | |||
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Compagnia de la Calza Venezia: Ehrenmedaille | |||
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Stadt Kortrijk: Goldener Sporn der Stadt | |||
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Stadt Palermo: Ehrenmedaille | |||
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Förderpreise | |||
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Förderpreise |
In seinen Kompositionen geht es Clemencic in erster Linie um Klang-Symbolik, nicht primär um Ästhetisches. "Ich versuche in meinen Werken Klänge und Klangkomplexe als akustische Zeichen und Chiffren für innere Erlebnisse und Erfahrungen einzusetzen. Klang und Klanggeste sollen als solche in ihrer ursprünglichen Magie wirken. Es geht mir weniger um die Herstellung eines Opus, Artefactes im üblichen Sinne, sondern mehr um das Enthüllen einer gewissen verborgenen Semantik des Klanglichen." Anders geartet sind die Werke für Film und Bühne: Musik zum Film 'Molière' (Ariane Mnouchkine), Musik zu 'Tolldreiste Szenen' (Wiener Serapionstheater), Musik zum 'Prinz von Homburg' (Oskar Werner) etc. In dieser Gebrauchsmusik verwendet Clemencic neben der Klangsymbolik auch die Stilmittel der Vergangenheit.
René Clemencic 1994
1993
Troubadour und Mystiker
Die Presse
1994
Geniale arditezza strutturale
Gazzetino Veneto
1996
Clemencic's own acute ear for a vivid end ever-changing counterpoint of vocal styles and musical resonances
The Times
2002
Als ihm Rudolf Gamsjäger anbot, an der Staatsoper den "Idomeneo" zu dirigieren, lehnte er leichten Herzens ab. Und auch "Così fan tutte" am Strehler-Theater konnte ihn nicht locken. So wie es alle machen - so macht er's nicht.
Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien
1. Dezember 1998
Wer bei René Clemencic zu Gast ist, betritt ein magisches Reich. Der Hausherr hat sich mit alten Instrumenten und Kunst aus den verschiedensten Kulturen und Epochen umgeben. Sie bezeugen, daß er nicht nur Musiker und Gelehrter, sondern auch Sammler ist. Alle Epochen sind ihm, um ein Wort Leopold Rankes zu gebrauchen, "gleich nah zu Gott". Aber für eine schlägt sein Herz besonders: für das Mittelalter. Dem hat sich der Originalklangpionier mit seinem Clemencic Consort immer wieder verschrieben.
Der Standard (Peter Blaha)
Clemencics kompositiorisches Prinzip ist das der Setzung von Elementen, die zueinander durch ihre Beschafffenheit in einen reaktiven Prozeß treten. Kompositionen wie Estasi für sechs Perkussionisten [...] basieren nicht auf konstruierten Spannungsbögen, sondern auf der auratischen Wechselwirkung emblematischer Codes, die ihre Zusammenhänge und ihr zu dechiffrierendes Bedeuten selbst herstellen. Die Rolle des Komponisten wird somit neu definiert als die des mikrospopischen Demiurgen, eines Initiators eigendynamischer Prozesse. Wird somit Kunst zum Äquivalent der Genesis? - "Ein Funke davon..."
Almanach von 'wien modern' (Christian Baier)