Clemencic René

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Gilgamesch - Ein szenisches Oratorium und Schattenspiel 2015 90m
2 Harun und Dschafar - für 8 Sänger, Sprechchor und Ensemble 2011 ~ 50m
3 Nachts unter der Steinernen Brücke 2008
4 Monduntergang - Operelle 2006 ~ 15m
5 Das Haus 2004 ~ 17m
6 Stabat Mater 2001 ~ 35m
7 Feuertrunken - Konzert für Streichorchester 2000 ~ 22m
8 Reise nach Niniveh - Oratorium für Vokalensemble 1999 ~ 15m
9 Jeruschalajim - Klaviertrio 1997
10 Apokalypsis - Oratorium in griechischer Sprache 1996 3h 40m
11 Klaviertrio 1995 15m
12 Der Berg - Kammeroper 1994 ~ 1h 30m
13 AES-Fanfare 1992 5m - 7m
14 Kabbala - Oratorium 1992 ~ 1h 3m
15 Kabbalistische Übungen 1992 12m
16 Bourdon 1991 10m - 12m
17 Parzen - für Blockflöte und Schlagzeug 1991 20m - 30m
18 Flauto Magico V - für Blockflöten und Tonband 1991 ~ 30m
19 Opus - für Flöte und Streicher 1991 ~ 25m
20 Flauto Magico IV - für Blockflöte, Streichquintett und Schlagzeug 1990 ~ 15m
21 Passatempo - für Blechbläserquintett 1989 ~ 25m
22 Musica Instrumentalis 1989 ~ 35m
23 Musica Hermetica - für 2 Geigen und Tonband 1989 ~ 22m
24 Revolution - für 7 Rührtrommeln und großes Orchester 1989 ~ 27m
25 Estasi - für 6 Schlagzeuger 1988 ~ 35m
26 Strukturen - für Saxophonquartett 1988 ~ 25m
27 Drachenkampf 1987 ~ 1m 5s
28 Unus Mundus 1986 ~ 27m
29 L'uomo e l'agricultura / L'homme et l'agriculture - Filmmusik 1986 ~ 1h 30m
30 Requiem pro vivis et mortuis 1986
31 Flauto Magico III - für Blockflöte und Streicher 1984 ~ 20m
32 Musik zum "Prinz von Homburg" 1983 ~ 30m
33 Musik zum "Urfaust-Film" - TV-Film 1982 ~ 6m
34 Sicut Navis - für Violoncello und Klavier 1981 ~ 15m
35 Missa Mundi - Ossiacher Marienmesse 1981 ~ 30m
36 Musik zu "Tolldreiste Szenen" 1981
37 Stufen 1981 ~ 5m
38 Musik zum "Urfaust" 1980 ~ 25m
39 Musik zu "Verwunschen" von André Heller 1980 ~ 20m
40 Realitäten 1979
41 Flauto Magico I - für Blockflöte 1978 ~ 9m
42 Musik zum Film "Molière" 1978 51m 1s
43 Chronos III 1976 ~ 10m
44 Sesostris II 1976
45 Chronos II - für 4 Blockflöten 1975
46 Maraviglia V - Raum-Spiel für 1 Stimme und 4 Instrumentalisten 1973 20m - 30m
47 Nova Bicinia Nova - für 2 C-Blockflöten 1971 ~ 6m
48 Experience one - für Blockflöte, Cembalo und Tonband 1971
49 Chronos I - Duo für Blockflöte, Geige und Tonband 1971 8m - 12m
50 Sesostris I - Monodrama 1970 15m - 20m
51 Bicina Nova - für 2 C-Blockflöten oder Piccoloflöten 1969 ~ 6m
52 Maraviglia IV - Lucerna eius (für beliebige Schallquellen) 1969
53 Maraviglia I 1968 6m - 12m
54 Maraviglia II 1968
55 Maraviglia III - Iter exstaticum 1968 12m - 20m
56 Fantasia dodekafonica 1964 5m 15s
57 Alte italienische Tänze - für Blockflöte (Diskant, Sopran, Alt oder Tenor) mit Klavier
58 Country Dances - für Blockflöte
59 Erstes Musizieren auf der Sopranblockflöte
60 Grundschule für die Sopranblockflöte

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1928
Geburtsdatum:  27. Februar 1928
Geburtsort:  Wien
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

René Clemencic ist Komponist, Dirigent, Solist (Clavichord, Blockflöte) Leiter und Gründer von Ensembles für alte Musik und Musik der Avantgarde, Musikwissenschaftler und Schriftsteller, Leiter internationaler Musikkurse (z.B. Vorträge bei den Ferienkursen Darmstadt, Seminare an der Accademia Chigiana Siena u.v.a.), gelernter Philosoph, sowie Sammler von Inkunabeln und Skulpturen.
Er gilt als einer der Pioniere der authentischen Klangerschließung. Mit seinem Ensemble Clemencic Consort hat er zahlreiche Tonträger - vor allem mit Musik der Renaissance und des Barock - produziert und Konzerte in der ganzen Welt absolviert. Die zeitgenössische Musik, die er pflegt, ist seine eigene, als Interpret und Dirigent aber bleibt René Clemencic ganz entschieden bei der Alten Musik. Er ist auf seinem Gebiet einer der gefragtesten Spezialisten.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1945

ab diesem Zeitpunkt musikalische Ausbildung

1947 - 1956

Universität Wien (Wien), Sorbonne (Paris) und Collège de France (Paris): Philosophie, Musikwissenschaft, Völkerkunde, Mathematik

1956

Promotion: Dissertation "Sein und Bewußtsein bei Louis Lavelle"

Unterricht bei Joannes Collette

Unterricht bei Linde Höffer von Winterfeld

Unterricht bei Eta Harich Schneider

Collegium Musicum

musikalische Formenlehre

J.M. Hauers Zwölftonlehre (Johannes Schwieger)

Musiktheorie

Hindemiths Theorie Tonaler Beziehungen

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1957 - 1968

Capella Musica Antiqua: Gründung und Leitung des Ensembles für Alte Musik mit dem Schwerpunkt auf klangtreuer Realisierung der Musik der abendländischen Vergangenheit

1962 - 1970

Unterrichtstätigkeit "Blockflöte als konzertantes Soloinstrument", sowie die Nebenfächer Musikphilosophie, Ornamentik und Notationskunde des Mittelalters und der Renaissance

1966

seit damals: ständige eigene Konzertserie mit Alter Musik

1966 - 1971

Accademia Internazionale de Musica da Camera, Rom, Gstaad, Bariloche: Blockflöte

Deller Academy, Abbaye de Sénanque/Frankreich: Unterrichtstätigkeit Blockflöte

Umwandlung des Capella Musica Antiqua in das heute noch bestehende und international renommierte "Clemencic Consort"

Konzerttouren auf allen Kontinenten

weit über 100 Schallplatten und CDs mit ihm als Solist und als Dirigent des Clemencic Consort bzw. anderer Ensembles und Orchester

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

 

Serapionstheater Wien

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1981

Stadt Amsterdam: Edisonpreis

1989

Ehrenmedaille in Gold

1996

Verleihung des Berufstitels "Professor"

1997

Preis

2008

Preis "Pro Cultura Hungariae"

2008

Zoltán-Kodály-Preis

Accademia Filarmonica Romana: Accademico dell'Accademia, Ehrendiplom

Biennale d'Arte Sacra di Venezia: Preis "Anima Mundi"

Compagnia de la Calza Venezia: Ehrenmedaille

Stadt Kortrijk: Goldener Sporn der Stadt

Stadt Palermo: Ehrenmedaille

zahlreiche Förderpreise

zahlreiche Förderpreise

Stilbeschreibung

In seinen Kompositionen geht es Clemencic in erster Linie um Klang-Symbolik, nicht primär um Ästhetisches. "Ich versuche in meinen Werken Klänge und Klangkomplexe als akustische Zeichen und Chiffren für innere Erlebnisse und Erfahrungen einzusetzen. Klang und Klanggeste sollen als solche in ihrer ursprünglichen Magie wirken. Es geht mir weniger um die Herstellung eines Opus, Artefactes im üblichen Sinne, sondern mehr um das Enthüllen einer gewissen verborgenen Semantik des Klanglichen".
Anders geartet sind die Werke für Film und Bühne: Musik zum Film "Molière" (Ariane Mnouchkine), Musik zu "Tolldreiste Szenen" (Wiener Serapionstheater), Musik zum "Prinz von Homburg" (Oskar Werner) etc. In dieser Gebrauchsmusik verwendet Clemencic neben der Klangsymbolik auch die Stilmittel der Vergangenheit.

 

René Clemencic 1994

Pressestimmen

2002

Als ihm Rudolf Gamsjäger anbot, an der Staatsoper den "Idomeneo" zu dirigieren, lehnte er leichten Herzens ab. Und auch "Così fan tutte" am Strehler-Theater konnte ihn nicht locken. So wie es alle machen - so macht er's nicht. 

Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien 

 

1. Dezember 1998

Wer bei René Clemencic zu Gast ist, betritt ein magisches Reich. Der Hausherr hat sich mit alten Instrumenten und Kunst aus den verschiedensten Kulturen und Epochen umgeben. Sie bezeugen, daß er nicht nur Musiker und Gelehrter, sondern auch Sammler ist. Alle Epochen sind ihm, um ein Wort Leopold Rankes zu gebrauchen, "gleich nah zu Gott". Aber für eine schlägt sein Herz besonders: für das Mittelalter. Dem hat sich der Originalklangpionier mit seinem Clemencic Consort immer wieder verschrieben. 

Der Standard (Peter Blaha)

Clemencics kompositiorisches Prinzip ist das der Setzung von Elementen, die zueinander durch ihre Beschafffenheit in einen reaktiven Prozeß treten. Kompositionen wie Estasi für sechs Perkussionisten [...] basieren nicht auf konstruierten Spannungsbögen, sondern auf der auratischen Wechselwirkung emblematischer Codes, die ihre Zusammenhänge und ihr zu dechiffrierendes Bedeuten selbst herstellen. Die Rolle des Komponisten wird somit neu definiert als die des mikrospopischen Demiurgen, eines Initiators eigendynamischer Prozesse. Wird somit Kunst zum Äquivalent der Genesis? - "Ein Funke davon ..."

Almanach von 'wien modern' (Christian Baier) 

 

1996

Clemencic's own acute ear for a vivid end ever-changing counterpoint of vocal styles and musical resonances [...] 

The Times 

 

1994

[...] Brilliant mutige Struktur [...]

Gazzetino Veneto 

 

1993

[...] Troubadour und Mystiker [...] 

Die Presse

Diskografie, Projekte

Kontaktperson von (Organisation)

Kontakt, Links

Sprache:  Deutsch, Englisch, Italienisch, Französisch
Adresse:  Reisnerstraße 26/7, 1030 Wien, Österreich
E-Mail :  clemencic [dot] consortatutanet [dot] at
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