Fotografin: Elfie Semotan ©

Koglmann Franz

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Join! - Oper in drei Akten 2013
2 Süßer Duft Polenta 2011
3 Night Drive - Concerto grosso 2011
4 Identities - Ballett nach dem Roman L'identité von Milan Kundera 2011
5 Lo-lee-ta - Music on Nabokov 2008 ~ 45m
6 Nächtliche Spaziergänge - Eine Gedankendämmerung nach Motiven von Joseph Haydn 2007
7 Streichquintett plus 2005
8 Let's Make Love 2004
9 Fear Death by Water 2003
10 Vivace - (Venus in Transit) 2001
11 Don't play, just be 1997 ~ 20m
12 Die Unsterblichen - Eine Oper nach drei Filmen 1997
13 Ein heller, lichter, schöner Tag - nach Tagebucheintragungen von Franz Schubert für gemischten Chor und 9 Instrumentalisten 1997 6m
14 O Moon My Pin-Up - Kantate nach den "Pisan Cantos" von Ezra Pound 1996 ~ 45m
15 139. Psalm - für Mezzosopran, Trompete, Posaune und Tuba 1996
16 28 x 3 - für Alphornquartett 1995
17 Lamento for Jon Eardley - für Brass Ensemble 1995 8m 30s
18 Latter Day - für Brass Quintet 1995 3m 20s
19 Mélange de la promenade - nach Motiven von Modest Mussorgskij für Septett und Jazzquartett 1993
20 Annette 1992
21 Cantos I-IV - Suite in vier Sätzen. Originaltitel "Küß die Hand, Jazz" 1992 59m 59s
22 L'Heure Bleue 1991 7m 13s
23 Leopard Lady 1991 7m 14s
24 Black Beauty - (Duke Ellington), Arrangement 1991 5m 12s
25 Moon Dreams - (Chummy MacGregor), Arrangement 1991 3m 22s
26 It Isn't Easy - (Ralph Richardson), Arrangement 1991 8m 10s
27 Out of Nowhere - (John W. Green), Arrangement 1991 3m 46s
28 Chateau de Bouges 1990 9m 39s
29 Die Kühle, der Duft, der Glanz - Hommage à Franz Schubert 1990 6m 16s
30 Constantin's Dream - nach Piero della Francesca 1990 6m 29s
31 Monoblue 1990 6m 21s
32 Das Rätsel eines Tages - nach Giorgio de Chirico 1990 6m 54s
33 Eccentric Shorty 1990 7m 8s
34 At The Jazz Band Ball - (Nick La Rocca/Larry Shields), Arrangement 1990 2m 37s
35 Festive Minor - (Gerry Mulligan), Arrangement 1989 3m 42s
36 The Fable of Mable - (Dick Twardzik), Arrangement 1989 4m 42s
37 Jambangle - (Gil Evans), Arrangement 1989 5m 22s
38 For Max 1989 4m 33s
39 Mallarmé 1989
40 For Bix 1989 6m
41 April in Vienna 1989 4m 55s
42 Oof 1989 3m 51s
43 Aristony 1989 3m 41s
44 Uccello 1989 6m 26s
45 A White Line 1989 7m 25s
46 Je? 1989 3m 20s
47 The Use of Memory: Bix, Miles and Chet 1989 7m 39s
48 My Funny Valentine - (Richard Rodgers), Arrangement 1989 5m 6s
49 Israel - (Johnny Carisi), Arrangement 1988 8m 34s
50 The Short Life of Barbara Monk - (Ran Blake), Arrangement 1988 11m 50s
51 Zyklus für Tuba solo - nach Zeichnungen von Paul Klee 1988
52 Slow Fox - für Gerhard Merz 1988 4m 29s
53 Der Gast - für Ran Blake 1988 4m 11s
54 Orte der Geometrie - nach einem Gedicht von Karl Krolow 1988 3m 18s
55 Es rinnt aus dem Hirn - nach einem Gedicht von Bernt Burchhart 1988 4m 2s
56 Die Schritte - nach einem Gedicht von Paul Valéry 1988 2m 31s
57 They say it's wonderful - (Irving Berlin/Arnold Arlen), Arrangement (Over the Rainbow) 1987 4m 22s
58 The Bankers 1987 4m 30s
59 Ezz-thetic - (George Russell), Arrangement 1987 7m
60 Stratusphunk - (George Russell), Arrangement (Der Mond ist aufgegangen) 1987 5m 43s
61 Schilflied I - nach Gedichten von Nikolaus Lenau 1987 30m
62 Schilflied II - nach Gedichten von Nikolaus Lenau 1987 31m
63 Schilflied III - nach Gedichten von Nikolaus Lenau 1987 34m
64 Das Kreuz mit Beuys 1986 9m 18s
65 In den Nachmittag geflüstert - nach Georg Trakl 1986 2m 21s
66 Take Steps - für Helmut Federle 1986 8m 14s
67 Dainty - für Steve Lacy 1986 5m 41s
68 ... Flüchtig, ach! Wie die Jahre - für Marcel Proust 1986 6m 52s
69 In den Nachmittag geflüstert - nach Georg Trakl 1986 3m 38s
70 Quotations 1985 6m 33s
71 Der Tod des Vogels - für Jean Cocteau 1985
72 Ich, Franz Koglmann - nach Jorge Luis Borges 1985 4m 9s
73 The Dream - für Bill Dixon 1985 2m 35s
74 Goldblock 1985 4m 42s
75 Good night - nach Seamus Heaney 1984
76 Mixture - für Peter Kubelka 1984 7m 10s
77 Wenn mich das wütende Abendrot mit seinen schönen Augen anblickt - nach Dieter Roth 1982 5m 2s
78 Tanzmusik für Paszstücke - für Franz West 1982
79 Schlaf Schlemmer, Schlaf Magritte 1981 13m 19s
80 Nachts - nach Paul Celan 1980 4m 7s
81 Vernissage 2. Part 1980
82 The Moon is Hiding in Her Hair - nach E. E. Cummings 1978 7m 55s
83 Quapp 1977 6m 3s
84 Opium 1976
85 Carmilla 1976
86 Der Vogel - nach einem Gedicht von Jean Cocteau 1976 3m 42s
87 Karl und das Löschpapier - nach Konrad Bayer 1976
88 Unio mystica - nach Hermann Schürrer 1975 5m 39s
89 Alter Klang - für Paul Klee 1974 7m 27s
90 Bowery I 1973
91 Bowery II 1973
92 Hommage to an old raincoat 1973
93 Yesterdays - (Jerome Kern), Arrangement 8m 3s
94 Quotations 6m 33s
95 Let’s Make Love
96 hereafter 1-6 8m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1947
Geburtsdatum:  22. Mai 1947
Geburtsort:  Mödling
Geburtsbundesland: 
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Er gilt als einer der wesentlichen Erneuerer der Musik im Grenzbereich von Jazz und europäischer Avantgarde. Fast alle seiner publizierten Tonträger wurden mit Preisen ausgezeichnet z.B. L'heure Bleue als Platte des Jahres von der Londoner Times und von international renommierten Magazinen rezensiert.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1961 - 1967

Studium

1969 - 1972

Jazzstudium

1972 - 1973

Studienaufenthalte in New York und Philadelphia

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1973

Gründung des Schallplattenlabels

1977 - 1978

Ulrich Gumpert Workshop Band: Mitglied

1978 - 1981

Galerie nächst St. Stephan: künstlerischer Berater

1979

Trio mit Walter Malli und Eugene Chadbourne

1980 - 1985

Mitteleuropa Orchestra: Mitglied

1982

Gründer und künstlerischer Berater

1983 - 1985

Grubenklangorchester: Mitglied

1983

Gründung des Ensembles; Aufführungen eigenen Kompositionen

1985

Finnland-Tournee mit Derek Bailey Company

1985

Trio KoKoKo: Gründung des Trios gemeinsam mit Eckard Koltermann (HolzBl) und Klaus Koch (Kb)

1986

Gründung des Trios gemeinsam mit Rudolf Ruschel (Posaune) und Raoul Herget (Tuba)

1990

Gründung des Ensembles gemeinsam mit Tony Coe (Klar, TSax), Klaus Koch (Kb) und Burkhard Stangl (Git)

1992

Zusammenarbeit mit Paul Bley und Gary Peacock

1995

Kanada- und USA-Tournee gemeinsam mit Lee Konitz

1999 - 2004

künstlerischer Leiter des CD-Labels

2003

Conservatoire Erik Satie: Leitung der Meisterklasse

Mitwirkung bei Radio- und Fernsehproduktionen in Österreich, Deutschland, Frankreich und Italien

Teilnahme bei zahlreichen renommierten internationalen Festivals

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1994
2006

gemeinsam mit Oskar Aichinger und Otto Lechner

Aufführungen bei zahlreichen internationalen Festivals für Jazz und Improvisierte Musik

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1972

Förderungspreis

1976

Förderungspreis

1987

Förderungspreis

1989

Staatsstipendium für Komposition

1992

Förderungspreis

1995

Staatsstipendium für Komposition

1997

Kompositionspreis

2001

Musikpreis

2003

Hans-Koller-Preis (CD des Jahres 2003)

2003

Würdigungspreis für Musik

2008

Ernst-Krenek-Preis

2014

Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien

mehrfache Auszeichnungen für Einspielungen auf CD, etwa Diapason d'or, CD des Monats (Stereo), Wire Winner (The Wire), Platte des Jahres (Sunday Times)

Pressestimmen

18. Mai 2007

Franz Koglmann ist Komponist, Bandleader, und Flügelhornist und - nicht zuletzt dank dieser Kombination - einer der interessantesten Musiker des Landes. Hochreflektiert, aber undogmatisch bewegt er sich in verschiedenen Idiomen, was ihm einmal den Ruf eingetragen hat, die 2. Wiener Schule von Schönberg, Berg und Webern mit dem Cool Jazz zusammenzubringen. 

Falter (Klaus Nüchtern)

 

Koglmann hat mehr als irgendein anderer Musiker eine musikalische Syntax entwickelt, die sich als Grundbau zu einem europäischen Jazz eignen würde. 

Neue Zürcher Zeitung (Nick Liebmann)

 

One of the greatest composers of his generation, Koglmann metabolized the past in order to create the future. 

The History of Jazz Music (Piero Scaruffi) 

 

2003

Diese Wiederveröffentlichung aus dem Jahr 1991 gehört zweifelsohne mit zum Besten, was Franz Koglmann in den vielen Jahren seines musikalischen Schaffens herausgebracht hat. Nun ist sie endlich wieder lieferbar, die blaue Stunde, die uns feinste jazzige Kommunikation auf höchstem Niveau bietet. 

Jazzzeit 

 

20. März 2003

Ohne den Finger politisch korrekt zu erheben, entpuppt sich Fear Death by Water als packendes Zeitstück. Christian Baiers Libretto bietet durch kluge Reduktion auf essenzielle, oft formelhafte Kernsätze gedankliche Sturzräume, während Franz Koglmanns Musik, in der er unnachahmlich die mürben Cool-Jazz-Klänge mit den mild-expressiven Dissonanzen der klassischen Moderne (ensemble XX jahrhundert unter Peter Burwik) zusammenführt, sich unaufdringlich in den Dienst des Werks stellt. 

Der Standard (Andreas Felber) 

 

21. August 2000

Koglmanns Musik bringt unseren Sinn für Geschichte durcheinander und manchmal sogar unsere Wahrnehmung der Zeit. 

Profil (Max Harrison) 

 

28. September 1993

[...] Franz Koglmann hat seinen eigenen Stil gefunden, in einer Musik, die zur eigenständigsten, schönsten und berührendsten gehört, die gegenwärtig nicht nur in Europa komponiert und improvisiert wird. [...] Man könnte diese gebrochene Schönheit als verträumte Klarheit, als waches Träumen oder mit ähnlichen sich widersprechenden Wortpaaren umschreiben, sie ist unbestreitbar zu einem Kosmos geworden, der mit dem Namen Franz Koglmann identisch ist. In der Zeit der wohlfeilen Beliebigkeit und des humorvoll dummdreisten Recyclings ein Hoffnungsschimmer.
(gesendet auf NDR3) 

Norddeutscher Rundfunk (Konrad Heidkamp)

Diskografie, Projekte

Link zu Franz Koglmanns Diskografie:

AusbildnerIn von (Person)