Mashayekhi Nader

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Irdische Offenbarung 2011
2 Neda - Der Ruf - Märchenoper 2009
3 pentimento 1998
4 Voice Over 1998
5 Fié Ma Fié 1998
6 eine woche + eine nacht 1998
7 Malakut - Multi-Media-Oper in sechs Szenen 1997 ~ 2h
8 PostScript - Installation für mindestens zehn Flöten 1996 ~ 20m
9 1+eine Nacht 1995 ~ 25m
10 14+eine Nacht - für eine Baßtrommel 1995 ~ 26m
11 blanks 3 - für ein oder mehrere Tasteninstrumente 1994 ~ 25m
12 blanks 4 - für Marimba 1994 25m
13 de umbris idearum - für Ensemble und Videomonitore 1994 20m
14 récit impur - für 4 Instrumente 1994 15m
15 numeri - für Gesang und mehrere Instrumente 1994 25m
16 Klangtürme - Installation (120 Meter lange Partitur) für 20 bis 100 Flöten 1994 20m
17 blanks 1 - für ein oder mehrere Instrumente 1993 variable Dauer
18 blanks 2 - für 2 oder mehrere Instrumente 1993 variable Dauer
19 übermalungen/1. Stapel 1993 variable Dauer
20 aupair - für Flöte und Violoncello 1993 ~ 10m
21 Exposé - für Ensemble mit oder auch ohne Video 1993 10m
22 Secession - für Ensemble 1992 25m
23 makulaturen/erster stapel 1992 variable Dauer
24 mise en scène 1992 variable Dauer
25 hinter gitter - Konzept für mindestens 6 Bläser 1992 ~ 45m
26 Eine Komposition von - für mindestens 5 Ausführende und einen Zeichner 1992 ~ 15m
27 metallic - Grafisches Material für eine beliebige Anzahl von Ausführenden 1992 variable Dauer
28 ... stuck atur enum risse ... 1992 16m
29 Satin doll stretches out 1992 20m
30 scroll view 1992 variable Dauer
31 étude cinematique 1 - Video 1992 20m
32 THE END - to "a Confederate General from Bigsur" 1991 15m
33 unterlassung 6 - Sprachimprovisationen 1990 15m
34 Duell - für 2 Flöten 1989 6m
35 fünfhundertzwölftel - für Reza Najfar 1988 8m
36 Wiedergeburt - "Durchblättern" für 6 Streicher 1988 ~ 6m
37 unterlassung 5 - Sprachimprovisationen 1987 12m
38 miusik vor flut - für Flöte solo 1986 ~ 6m
39 tom 2 - für Harfe, Celesta und 3 Schlagzeuger 1986 10m
40 unterlassung 3 - Sprachimprovisationen 1985 18m
41 unterlassung 4 - Sprachimprovisationen 1985 13m
42 tom 1 - für Violine, Viola und Klavier 1984 ~ 6m
43 unterlassung 2 - Sprachimprovisationen 1984 14m
44 Sonne - für großes Orchester 1984 ~ 7m
45 Wie eine Weide - Tape music 1983 14m
46 unterlassung 1 - Sprachimprovisationen 1983 10m
47 studie - für Klavier solo 1983 6m
48 Musik für Streichquartett, Klavier und Harfe 1982 ~ 8m
49 millimeterspiel - Grafik für beliebige Instrumente 1980 8m - 16m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1958
Geburtsdatum:  29. September 1958
Geburtsort:  Teheran
Geburtsland: 
Nationalität: 

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1988

freier Mitarbeiter

1988

österreichische Staatsbürgerschaft

1989

Gründung des Ensemble Wien 2001

1991 - 1992

Aufbau der Abteilung für computerisierten Notensatz

2006 - 2007

Chefdirigent des Teheraner Symphony Orchestra

2007

Gründung des Jungen Philharmonischen Orchesters Teheran

intensive Beschäftigung mit Computer und Videoinstallationen

internationale Vorträge über Neue Musik

Konzerte als Dirigent bei diversen Ensembles

privater Kompositionsunterricht

Zusammenarbeit mit Solisten wie Auréle Nicolet, Jean Pierre Rampal, Robert Aitken, u.a.

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Konzert mit seinem Kammerensemble "Tehran Sinfonietta"

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1988

Förderungspreis

1990

Arbeitsstipendium

1997

Staatsstipendium für Komposition

Förderung

Stipendium

Stilbeschreibung

Ich möchte keinen Katalog von etwaigen Möglichkeiten aufzeichnen. Ich will nicht einmal den Eindruck erwecken, als hätte ich ständig etwas Neues auszudrücken. Vielmehr möchte ich die Wandlung, die im Verlauf der Zeit geschieht, "meine Zeit", aufzeichnen. Eine Sinneswandlung von Begebenheiten, die sich unter den Überresten der Wiederholung versteckt hat. Die Wahl der Notationen ist darauf zurückzuführen, daß mich Symbolik fasziniert. Ich erfinde die Notationen, indem ich die vorhandenen Symbole auf meine Art interpretiere, denn kein einziger Satz kann anders (mit anderen Worten, anderen Medien) ausgedrückt werden und dann genauso wirken, genauso aussehen und sich genauso anhören wie dieser Satz.
Ich war daran interessiert, ein und denselben Prozeß in mehreren Blicken und die Beobachtung der Wandlung von einem zum anderen zum Ausdruck zu bringen. Die Idee, eine stufenlose Wandlung als Prozeß zu verdeutlichen, gab ich bald auf. Denn ich mußte feststellen, daß ich mich nicht daran erinnern kann, jemals eine Wandlung im "Jetzt" erlebt zu haben. Ich habe dann eine Wandlung erfahren, wenn sie vollzogen war, und der Prozeß war immer stufig, je nach Art meiner Betrachtung. So wie ich eines Morgens aufstehe und merke, daß ich alt geworden bin. Dann stelle ich fest, daß ein "Vergehen" stattgefunden hat, und zwar nur als Erfahrung. Die Wandlung hat stattgefunden, ohne daß ich es merkte. Daher sehe ich in dem, was ich mache, keinen bedeutenderen Faktor als das "Erinnern".

 

Nader Mashayekhi, 1995

Pressestimmen

27. November 2011

Ein besonderer Botschafter des Iran

In seinem entwurzelten Exilanten-Dasein und in seiner Musik trägt Mashayekhi so den tiefen Konflikt aus, der auch seine Heimat spaltet: Alt und neu, Ost und West, avantgardistische Klangflächen und klassisch-persischer Gesang stehen in seinen Kompositionen unverbunden nebeneinander. Dies gilt auch für Mashayekhis neuestes Werk, "Irdische Offenbarung", das am 3. Dezember bei den Klangwerktagen uraufgeführt werden wird.

Die Welt (Ilja Stephan)

 

27. August 2012

Der steinige Weg nach Teheran

Oft sieht man Mashayekhi einsam auf einem langen, steinigen Weg schreiten oder auch durch ein Gewühl von Menschen. Das Ziel sieht man nicht. Solche Bilder prägen den intensiven Film, der von Mashayekhis Vision und seinem Durchhaltevermögen erzählt. Ebenso wichtig sind extrem nah aufgenommene Gesichter Mashayekhis, seiner Musiker und seines Vaters, der seinen Sohn ermutigt, aber auch Schwierigkeiten prophezeit.

Neue Osnabrücker Zeitung (Jan Kapmeier)

 

 

 

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