Šimon Voseček
Genre:
Instrument: Stimme, Orgel, Klavier, Melodika

Mit freundlicher Genehmigung von S. Voseček

Voseček Šimon

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 Hybris 2015 - 2016
2 Im falschen Film 2014 60m
3 Da Saund of Music - hidden tracks - Ein extrem flottes Heimatmuseum mit live-Musik 2013 70m
4 Mord auf der Topinambur 2013 60m
5 Der Indianersong - Chanson aus dem Theaterstück "Da Saund of Music" 2012 ~ 3m
6 Durst 2012 ~ 6m
7 Mäuse - Mишi 2012 ~ 7m
8 Haarausfall - Hommage an Generationen 2011 ~ 6m 30s
9 Latte - oder der Busen Anita Ekbergs 2011
10 Kaulquappen 2011 ~ 7m
11 Würmer - für Saxophonquartett 2011 ~ 6m
12 Spermien 2010 ~ 7m
13 Würmer - für Trio 2010 ~ 6m
14 Pastorale 2009
15 Tannenbaumanagramme 2009
16 Jsimtasbanejetik 2009 ~ 6m
17 Nebenhöhlen 2008 - 2009 ~ 9m
18 Oceano nox - nach einem Gedicht von Victor Hugo 2008 9m
19 Im Säurebad - für Streichquartett 2008 10m
20 Soudnicky - Neufassung der Opernminiaturen 2008
21 Löcher 2008
22 Luftblasen 2007
23 Biedermann und die Brandstifter 2007
24 Drei Lieder auf Texte von Antonio Salieri 2006
25 Wenn man die Mütter aus der Erde graben könnte 2005
26 Ein Klaviertrio 2004
27 Küchenlieder 2004
28 Drei Klavierstücke - nacheinander zu spielen; oder eine Klaviersonate 2003
29 Canção de soror saudade/Lieder der Wehmut 2003
30 Bernardo Coltés: Roberto Zucco 2000

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1978
Geburtsort:  Prag
Geburtsland: 

 

Komponist, Chansonnier, geboren 1978 in Prag.

 

Mit 5 Jahren Beginn einer Tanzausbildung (Ausdruckstanz), später kam Klavier- und Orgelunterricht hinzu. Besuch und Abschluss eines Gymnasiums in Prag. Nach der Matura 1997 Aufnahme des Kompositionsstudiums am Prager Konservatorium bei Otomar Kvěch, parallel dazu umfassende Tätigkeit als Chorsänger und -leiter sowie diverse Sprachstudien (Russisch, Italienisch, Deutsch). 2002, nach dem Abschluss des Konservatoriums Umzug nach Wien, wo die Kompositionsstudien an Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien zunächst mit Dietmar Schermann, dann mit Erich Urbanner und zuletzt mit Chaya Czernowin fortgesetzt wurden. Studium 2008 mit Auszeichnung abgeschlossen.

 

Das Musiktheater spielt eine große Rolle in seinem Komponistendasein, auf seiner Werkliste stehen zwei Opern ("Soudničky/Heiteres Bezirksgericht" 1998/2007, 2008 in Prag wiederaufgenommen; und "Biedermann und die Brandstifter", 2005-2007); 2011 begann er mit der Komposition eines weiteren Musiktheaterstückes.
Die Oper "Biedermann und die Brandstifter" wurde 2008 mit dem Förderungspreis für Musik des BmUKK ausgezeichnet. Würdigungspreis der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien 2008. Staatsstipendium für Komposition 2011.

 

Aufführungen in Tschechien, Österreich, Mexiko, USA, Slowakei; bei Wien Modern 2008 und 2009, bei den Klangspuren Schwaz 2009, bei Orfeo Bratislava. Aufträge u.a. von Wien Modern 2009 (Pastorale), Ensemble Reconsil, Ensemble Wiener Collage, Ensemble LUX u.a.
Er ist Mitglied des Vereins Platypus und an der Organisation der Projekte beteiligt, sowie Schriftführer in der österreichischen IGNM-Sektion.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1997 - 2002

Komposition (Otomar Kvĕch)

2002 - 2008

Kompositionsstudium, Studienabschluss mit Auszeichnung

Komposition

Komposition

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2004

Mitbegründer

2007

seither Mitglied und Beteiligung an der Projektorganisation

2012

schallundrauch agency: seither Mitglied der Theater- und Performancegruppe (Komponist, musikalischer Leiter, Performer, Regisseur und Theaterpädagoge)

Mitglied und Schriftführer

lebt und arbeitet in Wien

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
2009
2015

für eine abendfüllende Oper (UA geplant für 2016)

Aufträge von Neue Oper Wien, Ensemble Reconsil, Ensemble Wiener Collage, Ensemble LUX, Ensemble Platypus, Duo Windspiel (Deutschland), Ensemble Adapter (Deutschland), Dos à Dos, duo ovocutter etc.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2001

Prager Opernfestival "Opera 2001": "Beste Neuproduktion" für die Oper Das heitere Bezirksgericht

2008

Förderungspreis

2008

Würdigungspreis

2011

Staatsstipendium für Komposition

2015

Staatsstipendium für Komposition

Stilbeschreibung

Gute neue Musik bedeutet für mich eine gelungene Kommunikation zwischen der/dem Komponistin/en, den Aufführenden und dem Publikum.

Pressestimmen

2013

Dass ein gutes Stück eine prächtige Voraussetzung für eine Oper darstellt, beweist die Vertonung des Tschechen Šimon Voseček, der sich auch selbst das Libretto geschrieben hat. Dabei strich er geschickt und hat sich die Tatsache, dass schon Frisch einen ironischen "Chor der Feuerwehrmänner" vorgesehen hat, blendend zunutze gemacht. Voseček komponierte das Werk in der Ära Bush 2005 bis 2007, als er das Gefühl hatte, wieder sei ein Volk einer gigantischen Manipulation ausgesetzt. Seine Musiksprache ist atonal, aber ungemein textbezogen, so erhält jede Figur ihren eigenen Charakter. Er nützt nicht nur Instrumente zur Charakterisierung, Streicher (Violine und Celli) zu Beginn im Pizzicato-Modus, raffinierter Einsatz von Blasinstrumenten und Schlagzeug, sondern auch "Klänge" (die Sirenen bei den Feuerwehrleuten), und schafft jene Stimmung von Unsicherheit, die das ganze Werk durchzieht. Es wird Deutsch gesungen, dennoch läuft der Text an der Wand, und obwohl man überraschend gut versteht, ist man gelegentlich dankbar für die Hilfe (etwa bei Frau Biedermann).

Der neue Merkur (Heiner Wesemann) Link

 

18. September 2013

Zeitgenössischer Opernklassiker des hellen Grauens

Ansonsten komponiert Vosecek atonal, das Tonmaterial ist von lichter Faktur und meist von feingliedriger, tänzerischer Beweglichkeit. Gern zeigt der Mittdreißiger die klingenden Dinge in einem zarten Zerrspiegel der Groteske - verfremdete Blasmusikeinsprengsel finden sich etwa in der Schilderung des Ringers Schmitz. Das Grauen ist bei Vosecek hell: Hohe, lang gehaltene, sich reibende Töne der Violinen, assistiert von den Klarinetten, erinnern an gleißende, schmerzende Lichtstrahlen. Die Vielfältigkeit und die selbstverständliche Präzision von Voseceks Kompositionskunst beeindrucken: Die 90-minütige Oper hat, wie ihre literarische Grundlage, das Zeug zum Klassiker.

Der Standard (Stefan Ender) Link

 

17. Oktober 2012

Schnitzel, Edelweiß und Hirschgeweih-Luster

Klischees über Österreich – eingepackt in DEN Film, DIE Story, die in vielen Teil der Welt das Bild der Alpenrepublik prägt ist  "Da Saund of Music" von und mit der schallundrauchagency natürlich eine schräge Tour. Erster Bruch gleich mit dem Auftritt der Spieler_innen, Tänzer_inen, Live-Musiker_innen: Mit E-Gitarre, Akkordeon und Ukuleles verfremden sie Songs der Familie Trapp. Und sorgen schon da für die ersten Lacher. Solche "provozieren"  sie unweigerlich immer wieder im Verlauf der einstündigen Performance.

Der Kurier (Heinz Wagner) Link

 

18. September 2009

Verbrannt mit seinem ganzen Plunder

Voseèek wollte nicht revolutionieren, nicht die Musikwelt umkrempeln, sondern einfach nur 95 durchgängige Minuten lang bewegen. Und zwar mit dem Stück an sich. Als eigener Librettist blieb er der grandiosen Textvorlage (größtenteils) treu, für ihn zählte das Spiel mit den Emotionen. Dies unterstützten die gekonnt eingesetzten Techniken des Orchesterapparats, die sich der Traditionen der letzten achtzig Jahre Musiktheaters bewusst waren. Und das war gut so. Hier wurden die Parameter Melodie, Harmonie, Rhythmus und Puls großgeschrieben. Den Hörern blieb bei all der plakativ gemachten Ausweglosigkeit à la Alban Berg das oberflächlich provozierte Lachen oft im Halse stecken. Noch appellierte die zarte Cellokantilene an die erzwungene Menschlichkeit des untergehenden Großbürgers (oder doch Spießbürgers?), schon verbreiteten fröhlich pervertierte Zitate zu Don Giovannis Komtur mozart’sches Untergangsfeeling.

Wiener Zeitung (Daniel Wagner) Link

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Kontakt, Links

Sprache:  Deutsch, Englisch, Italienisch, Russisch, Tschechisch
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