Joanna Wozny
erfasst als:

Mit freundlicher Genehmigung von Edition Juliane Klein Fotograf: Wladyslaw Magiera ©

Wozny Joanna

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 krajobraz śnięty - für zwei Sängerinnen und Ensemble 2018
2 any great distance 2018 12m
3 no nearer 2017 12m
4 like little … sunderings 2016 14m
5 from what height fallen - für 6 Männerstimmen 2016 5m
6 suspended - revidierte Fassung 2015 10m
7 some remains - Version für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine und Kontrabass 2015 10m
8 Lacunae - für 5 Stimmen 2015 10m
9 un altro ... di vento, di cielo - für Solisten, Chor, Live-Elektronik 2015 13m
10 some remains 2014 10m
11 sAmo 2014 14m
12 stairs 2013 12m
13 suspended 2013 10m
14 brown, fizzled out 2013 - 2014 12m
15 as in a mirror, darkly (revidierte Fassung) - für Ensemble 2013 16m
16 diffraction courses 2012
17 lost motion - für Streichorchester 2012 12m
18 mobile elements - 2. Fassung 2012 10m
19 divided - für Subbassblockflöte 2011 ~ 11m
20 air balance - für Orgel 2011 15m
21 mobile elements 2011 10m
22 Vom Verschwinden einer Landschaft II - für Violine, Viola, Violoncello, Klavier 2011 13m
23 disintegrated 2010 ~ 9m
24 Prolepsis 2010 ~ 8m
25 as in a mirror, darkly - für Ensemble 2010 ~ 15m
26 Für Viola solo 2010 3m
27 pale movements 2009 8m
28 Return - revidierte Fassung 2009 11m
29 break off - für großes Orchester 2009 1m
30 Archipel 2008 ~ 18m
31 Surfacing 2008 13m
32 Ferne - Annäherung 2008 10m
33 kahles Astwerk 2007 - 2008 7m
34 Loses 2006 ~ 18m
35 Return 2006 11m
36 Musik für Flöte, Bassklarinette und Klavier 2005 ~ 15m
37 Vom Verschwinden einer Landschaft I 2005 ~ 6m
38 Musik für zwei Gitarren 2005 ~ 6m
39 silben- meer- farben 2004 ~ 5m
40 Pneuma 2004 ~ 12m
41 Das tiefe Blau dort im Lauf der Tage 2004 ~ 6m
42 schweben wohin - Klanginstallation 2003 ~ 48m
43 Die verlorenen Pfade I 2003 6m 30s
44 Die Spur der Welle 2003 ~ 11m
45 Die verlorenen Pfade II 2003 ~ 8m
46 Musik für Autoklavier 2003
47 elf/vier 2002 ~ 3m 30s
48 Medea-Projekt - Innenrauminstallation 2001 ~ 14m
49 Medea-Projekt - Aussenrauminstallation 2001 ~ 28m
50 ... eine Orangen-, Ozean Wildnis im Leib und im Mittagsschlaf ... 2000
51 ... zum unberührten Schnee im fahlen Mondlicht ... 1999 ~ 10m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1973
Geburtsort:  Zabrze
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Ihr bisheriges Schaffen umfassr das gesamte Spektrum der Instrumentalmusik - von elektronischer Musik über Solostücke bis hin zu Orchesterwerken - und wird seit 2007 bei der Edition Juliane Klein verlegt.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1992 - 1999

Uniwersytetlaski: Philosophiestudium

1996 - 2003

Komposition und Musiktheorie

1996 - 2003

Musiktheorie und Komposition

1999

Uniwersytetlaski: Diplom, Mag.phil.

2002 - 2003

zusätzlicher Kompositionsunterricht

2003

Komposition, Diplom mit Auszeichnung

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
2003
2003
2003

Stift St. Lambrecht

2004
2004
2004

Stift St. Lambrecht

2005

Radiokulturhaus

2005
2005
2006
2006
2007

Austrian Cultural Forum

2008
2009
2010

Forum Neue Musik des Deutschlandfunk

2011
2011

Ultraschall Festival

2011

Festival "orgel-mixturen"

2011
2011
2012

Festival Musica Polonica Nova

2012

Konzert mit Live-Sendung im polnischen Radio

2012

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

gemeinsam mit dem ORF

Benedikterstift St. Lambrecht

Deutschlandfunk

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1997

Stefan-Batory-Stiftung, Warschau: Stipendium

2001

Musikförderungspreis

2003

und 2004: Stift St. Lambrecht - Künstlerbegegnung: Composer in residence

2004

Würdigungspreis

2005

Staatsstipendium für Komponisten

2008

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium

2008

Staatsstipendium für Komponisten

2010

Kompositionspreis

2010

Publicity Preis

2010

und 2011: young composer in residence von PHACE

2011

Auslandsstipendium des Landes Steiermark

2011

Composer in residence der Kunststation St. Peter, Köln

2017

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis

Stilbeschreibung

Der Klang als Fokus und als Ausgangspunkt genau ausgehörter musikalischer Gebilde und Strukturen und einer hoch konzentrierten, fein ziselierten Musik steht im Zentrum von Woznys kompositorischen Schaffen. So formuliert Wozny es auch in einem Interview mit Daniel Ender in der Österreichischen Musikzeitschrift vom November 2007:

 

"Die Arbeit an den Stücken fängt im Kopf an - es sind Inspirationen, die am Anfang der Kompositionen stehen, die sich meist auf klangliche Aspekte der Instrumente, für die ich schreibe, beziehen. Dabei sind meist mehrere Instrumente 'beteiligt'. Mit anderen Worten: Ich denke mir einen bestimmten Klang aus, der meistens - aber nicht immer - zugleich der Anfangsklang der Komposition ist. [...] Diese Klänge sind in ständiger Bewegung, flüchtig, was sich aus dem Zusammenspiel der Parameter Lautstärke, Geschwindigkeit und Spieltechnik ergibt. Nachdem es eben diesen Anfang gibt, stelle ich ihn mir immer wieder vor; er bedingt dann auch die Form im weiteren Verlauf des kompositorischen Prozesses."

 

Aus diesen Äußerungen Woznys auf einen bestimmten musikalischen Stil oder Ausdruck zu schließen, würde aber in die Irre führen. Ihr kompositorisches Schaffen zeichnet sich durch eine große Vielseitigkeit - sowohl in den Besetzungen als auch im musikalischen Ausdruck - aus. Zwar liegt der Schwerpunkt Woznys auf der Instrumentalmusik, vom Solo-Werk über Kammer- und Ensemblemusik bis zur Orchesterkomposition, daneben hat sie aber auch bereits mehrere Arbeiten für elektronische Musik sowie einige Vokalkompositionen vorgelegt. Klanglich stehen Werke wie das zarte, von langen Pausen durchsetzte und oft an der Grenze der Hörbarkeit agierende Streichtrio "Surfacing" sehr kraftvollen Kompositionen gegenüber, wie das 2006 komponierte "Return" für Saxophon und Ensemble, bei dem der geräuschhafte Klang des Saxophons und teilweise eruptive Einwürfe des Ensembles die Komposition über weite Strecken prägen. In Woznys "Musik für zwei Gitarren" ist die melodische Figur der Ausgangspunkt eines musikalischen Dekonstruktionsprozesses, in "Loses" sind es die unterschiedlichen klangfarblichen Facetten eines großen Orchesters, die den Ausgangspunkt der musikalischen Arbeit bilden. Aber letztlich sind all diese Klänge und Strukturen nur Facetten einer "feinst-verästelten Gebilde von rätselhaft leuchtender Schönheit", wie Woznys Kompositionen in einem Text Christian Kleins zu einem Portraitkonzert im Juni 2008 in Graz genannt wurden, "deren (gerade noch so) gebändigte Energie quasi subkutan immer virulent ist".

 

Mathias Lehmann

Pressestimmen

2005

Wenn in einem Gesprächskonzert am Eröffnungswochenende der heurigen Klangspuren das neueste, im Auftrag des Schwazer Festivals für zeitgenössische Musik entstandene Werk von Joanna Wozny [...] erklingt, steht damit nicht nur eine der interessantesten der in Österreich lebenden Komponistinnen aus der jüngeren Generation im Mittelpunkt.

Österreichische Musikzeitschrift (Daniel Ender)

Diskografie, Projekte

Diskographie:

  • 2011: " as in a mirror, darkly", KAIROS - Stilbeschreibung
  • 2010: "Paradisi Gloria 21 - Live world premiere recordings - Joanna Wozny: "Archipel" und Werke von Cruixent, Kühr und Doderer", Classics/NAXOS
  • "die andere saite Vol.1 - Joanna Wozny: "... zum unberührten Schnee im fahlen Mondlicht ..." und Werke von Gessler, Lang, Rinner, Kühr, Amann u.a."