
Klaus Karlbauer © Kerstin Musil
"Klaus Karlbauer (*1960 in Villach) ist ein österreichischer Film- und Theaterregisseur, Komponist, Multiinstrumentalist und Multimediakünstler, der seit vielen Jahren in Wien lebt und arbeitet. Er studierte Querflöte, Komposition, elektroakustische Musik sowie Bühnen- und Filmgestaltung. Sein Schaffen umfasst Experimentalfilme, Musik- und Bühnenwerke, multimediale Installationen und Live-Performances, in denen er häufig unkonventionelle Klangkörper wie eine Bassklarinette aus Aluminium und eine selbstgebaute Elektro-Zither einsetzt.
Klaus Karlbauer lehrte jahrelang mit großem Erfolg bei den Studierenden Medientheater, Sampling, Lecture Performance, Pop & Opera, Poetical Science, Sound an der Universität Wien Vienna (TFM – Institute für Theater-, Film- und Medienwissenschaft). Zuvor war er Lehrbeauftragter für Multimedia Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.
Zahlreiche internationale Kooperationen mit Künstler:innen aus den verschiedensten Bereichen."
Klaus Karlbauer (Mail 03/2026)
- Stilbeschreibung
"Die kreativen Rollenspiele des Multimediakünstlers, Multi-Instrumentalisten und Multitaskers Karlbauer fußen auf der frühen Mitgliedschaft im gnadenlos bodenständigen Format einer Kärntner Trachtenmusikkapelle ebenso wie in später absolvierten Studien avancierter Klangfusionen am Institut für elektroakustische Musik der Wiener Musikuniversität. Dazu eine Prise Punk, eine Messerspitze Monk, ein Teelöffel Dada und, wohldosiert, auch gerne Weill. Klaus Karlbauers Schaffen oszilliert zwischen unterschiedlichen Angelpunkten und will sich keinesfalls "einordnen" lassen. Wozu denn auch? Einfach zuhören [...]. Denn ein Faktor im Schaffen ist ihm schon besonders wichtig: eine Art schattenhafte Schönheit. Diese zieht sich durch alle seine bisherigen Arbeiten und blitzt auch in den düstersten Momenten immer wieder durch. Sei es in der Melodieführung, im Arrangement oder im bisweilen verblüffend ergreifenden Zusammenspiel der klanglichen Kräfte. Denn unter uns: Eines ist Klaus Karlbauer bei all der oft lustvoll in die Irre verführenden Vielfalt seines Schaffens ganz klar: ein überzeugter, ein unverbesserlicher Enthusiast und Idealist. Ja genau, ein Romantiker. Ein wachsamer und kritischer freilich."
Markus Moser: Wieder die Zither. Markus Moser, Wieder die Zither. Auszug aus dem Text für das Album "Wiegenlied für den Nachtmahr", abgerufen am 02.04.2026 [https://www.karlbauer.com/wp-content/uploads/2022/06/Faltblatt-Klaus-Ka…]"Den Künstler Klaus Karlbauer musikalisch einzuordnen, ist kein leichtes Unterfangen. Allein zu seinem neuen Album "Wiegenlied für den Nachtmahr" - bei dem der Künstler zwei Instrumente verwendet, Zither und Klarinette - hat er in den Kritiken eine ganze Liste von Genrezuordnungen gefunden. Darunter Singer Songwriter, Dark Ambient, Giallo Soundtrack, Filmmusik, Pathos, Gekippte Kammermusik, Meta-Americana, Free Jazz. Und genau diese Tatsache - nicht einordbar zu sein - gefällt dem sogenannten "Revoluzzer"."
Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Der Kärntner Revoluzzer Klaus Karlbauer (Daniela Knaller, 2021), abgerufen am 02.04.2026 [https://oe1.orf.at/artikel/685593/Der-Kaerntner-Revoluzzer-Klaus-Karlba…]"Der in Kärnten geborene, in Wien umtriebige Multiinstrumentalist und Multimedialdenker Klaus Karlbauer, sozialisiert in den 1980er-Jahren zwischen Experimentalfilm, Neuer Musik, Performancekunst und Avant-Popbetrieb [...], neigt zu unkonventionellen Kompositionen."
Profil: HERZ BLUTIG – Im Gasthaus zum unruhigen Schlummer (Stefan Grissemann, 2021). In: Profil (09.05.2021), abgerufen am 02.04.2026 [https://www.karlbauer.com/]"Ein Arbeitsplatz im Sinne von Büro? Nicht bei Klaus Karlbauer. Derzeit zwischen zwei Hauptstädten - Berlin und Athen - pendelnd, findet Karlbauers Schaffen in einem Nord-Süd-Gefälle, unabhängig von der Unterscheidung »Home« und »Office« statt. Diese ungebundene Arbeitsweise ermöglicht ihm, befreit von den Lasten allzu bekannter Orte zu arbeiten. Karlbauer praktiziert Freiheit und das manifestiert sich in der Art und Weise, wie der Komponist, Regisseur und Performing Artist unterrichtet. »Ich beschäftige mich niemals und nirgendwo mit Grenzziehungen“ unterstreicht Karlbauer, der das Lehren als performativen Akt und integralen Bestandteil seiner eigenen künstlerischen Praxis ansieht. Karlbauers Ziel bei dieser besonderen Art zu unterrichten ist zum einen, bei den Studierenden kreative und reflexive Prozesse hervorzurufen. Zum anderen hat es eine provokative Natur: »Meine erklärte Absicht ist es, durch die Initiierung kritisch-widerständischer Prozesse in Zusammenarbeit mit den Studierenden das selbstgefällige und sich selbst genügende, geschützte akademische Biotop infrage zu stellen.«"
The Gap: Workstation (Theresa Ziegler, 2020). In: The Gap, Nr. 179 (März 2020), bereitgestellt durch Klaus Karlbauer (Mail 03/2026)""Any message needs a medium". Früher habe ich immer gesagt, "ich strebe mit einer auf NICHTS gegründeten Selbstsicherheit ein mir selbst unbekanntes Ziel an", heute kenn ich das Ziel, "verrate es jedoch niemandem". Was zwischendurch als heterogen, zersplittert und unvereinbar erschien, entwickelt sich langsam aber sicher ... Ich fange an zu verstehen, was zwischen den Dingen liegt, den Medien, den Disziplinen, wann sie sich voneinander abgrenzen (müssen) und wann sie voneinander abhängig sind, "solve et coagula", wie es die alten Alchemisten bezeichneten. Mein Zugang führt über die Story, die den multimedialen Elementen ihren Platz und ihre Funktion zuweist. Mit diesem "form follows function follows content - Ansatz" grenze ich mich bewusst von rein abstrakt-formal (-istisch- ) en Konzepten ab, aber "ich habe keine Angst davor" (auch wenn das in Österreich nicht ganz ungefährlich ist!!). All das gilt sowohl für meine eigenen Arbeiten als Komponist und Regisseur sowie für Auftragsarbeiten im Bereich Multimedia - Installationen für Theater, Museen und Erlebniswelten. Der einzige Unterschied besteht darin, dass ich mir in meinen eigenen Arbeiten das Thema selbst stelle, im Bereich der Aufträge jedoch das Thema von den Auftraggebern an mich herangetragen wird. Was die Qualitätsansprüche betrifft, mache ich keinen Unterschied zwischen Kunst und Kommerz. Mein Ziel ist es, zu kommunizieren, und das mir gelingt zunehmend besser. (Jetzt hab ich's doch verraten.)"
Klaus Karlbauer (2006)- Auszeichnungen & Stipendien
1987 Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport: Staatsstipendium für Komposition (Leben und Leiden des unglückseligen Kapellmeisters Herr von KA)
1989 Magistrat der Stadt Wien - MA 7 Kulturamt: Arbeitsstipendium für Komposition (Aller Seelen)
1989–1994 Österreichisches Filminstitut: Drehbuch-Stipendien (Frau Faust, Aller Seelen, Reality Show, Still ist das Land)
1991 Stadt Villach: Stipendium für bildende Kunst (Frau Faust)
1995–heute Magistrat der Stadt Wien - MA 7 Kulturamt: zahlreiche Subventionen (Sisy's Fuß, Sisy's Fuß, Last Vampire Show, Nachtblau ist die Farbe meines Zorns, Medientheatertrilogie, Die 8. Todsünde: Tu was du willst)
2006 Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft: Staatspreis Multimedia und e-Business (Die Zauberflöte)
2016 Bundeskanzleramt, Sektion für Kunst und Kultur: Kompositionsförderung
2023–2024 2. Open Call "Kunst. Kultur. Demokratie." - KKS – Kärntner Kulturstiftung: Siegerprojekt (Multimedialer Demokratiechor – Wie klingt Demokratie?)- Ausbildung
1970–1975 Musikschule Villach: Querflöte (Franz Isop)
1976–1979 Kärntner Landeskonservatorium, Klagenfurt: Querflöte (Johannes Kalckreuth), Klavier, Musiktheorie
1980–1983 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Konzertfach Querflöte (Barbara Gisler-Haase), Tonsatz (Friedrich Neumann, Thomas Christian David)
1981–1983 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Lehrgang für Elektroakustische Musik (Dieter Kaufmann)
1982–1985 Hochschule für angewandte Kunst Wien: Meisterklasse "Bühnen-/Filmgestaltung" (Erich Wonder)
1986 Sommerkurs für Neue Musik - IGNM – Internationale Gesellschaft für Neue Musik Österreich, Alpenbad St. Leonhard: Teilnehmer- Tätigkeiten
1981–1995 K & K Experimentalstudio, Wien: Darsteller, Bühnenbildner, Autor, Komponist, Co-Regisseur, Filmemacher, Techniker (mit Gunda König, Dieter Kaufmann)
1985–heute freischaffender Künstler
1985–heute Drehbuchautor, Film-/Theaterregisseur, Komponist, Produzent, u. a. bei: Winterreise (1985), Leben und Leiden des unglückseligen Kapellmeisters Herr von KA (1989), Still ist das Land (1990), Frau Faust (1992), Victory over the Sun (1993), Aus welchem Material ist der Stein von Sisyphos (1995–1997), Last Vampire Show (1997), forgetme@not (1998), Password: Gilles de Rais (1999), Jeff Koons (2000), Zeros + Ones (2001–2002), Der Übergangene Mensch (2007–2008)
1991–2004 Frau Faust Film: Geschäftsführer, Film-/Multimediaproduzent
1995–2006 Movie n' Opera - Verein für multimediale Produktionen, Wien: Gründer, künstlerischer Leiter (mit Roswitha Schreiner)
1996–2002 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien / mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Lehrbeauftragter (Multimedia)
2004–2014 Karlbauer Multimediaproduktionen KEG: Geschäftsführer, Film-/Multimediaproduzent
2010–2019 TFM – Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft - Universität Wien: Lehrbeauftragter (Medientheater, Sampling, Lecture Performance, Pop & Opera, Poetical Science, Sound)
2011 Scaramouche Maskentheater, WUK Wien: Komponist, Bühnemusiker (Produktion "Amour Fou")
2014 Associação Maumaus - Centro de Contaminação Visual, Lissabon (Portugal): Gastvortragender, Workshop-Leiter
2014–2015 Projekt "Bildhauerchor" - Akademie der bildenden Künste Wien: Gastvortragender (Meisterklasse "Kontextuelle Bildhauerei" Heimo Zobernig)
2014–heute Karlbauer Projects KG: Geschäftsführer, Film-/Multimediaproduzent
2018–2020 Komponist, Bühnenmusiker (Produktion "Ein Staatenloser", Inszenierung: Alireza Daryanavard)Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
1987–heute Hirn mit Ei: Sänger (gemeinsam mit Wolfgang Mitterer (kybd), Helmut Mutschlechner (schlzg))
2010–2014 Fool's Island Project: Komponist, Altklarinettist, E-Zitherspieler, Elektronik (gemeinsam mit Roswitha Schreiner (Text, voc), Markus Moser (git, elec))- Aufträge (Auswahl)
1997 Stadt Villach: Der Vollmond, der Vollrausch usw.
2000 Burgtheater Wien: Jeff Koons
2000 für das Programm "Kunststücke" - Österreichischer Rundfunk – ORF: This is (not) my body
2003–2004 Nationalpark Hohe Tauern: Glocknerrama
2004 für Kärntner Landesausstellung "WasserGold" - Kärnten Werbung: Like a virgins suicide
2005 Parlament der Republik Österreich, checkpointmedia Multimediaproduktionen AG: Klang
2005–2006 Mozarthaus Vienna BetriebGmbH, checkpointmedia Multimediaproduktionen AG: Die Zauberflöte
2007 für Kärntner Landesausstellung "Wasserreich Kärnten" - Kulturstadt Gmünd: Wasser
2007 Swarovski Kristallwelten, checkpointmedia Multimediaproduktionen AG: Unterwassermusik (Poseidon Puzzle), Weltvernetzung (Reflexionen)
2008 für Kärntner Landesausstellung "Wasserreich Kärnten" - Tourismusverband Döbriach: Sagamundo Haus der Sagen
2009–2011 Außenwirtschaft Austria - Wirtschaftskammer Österreich: Meet the World
2010 Salzburger Festspiele, checkpointmedia Multimediaproduktionen AG: YOUNG Directors Project
2013 Viennale: Scoring early Austrian Silent Movies
2014 Burgtheater Wien, ERSTE Foundation, Forum Alpbach: Kakanische Miniaturen
2022 Museum Moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt: Die Anderen
2023 Klagenfurt Festival: Multimedialer Demokratiechor – Wegschauen gilt nicht
2024 Landesmuseum Kärnten: Multimedialer Demokratiechor – Wie klingt Demokratie?- Uraufführungen (Auswahl)
1981 Studio Virgil Moorefield, New York (USA): Ein Kärntner in New York (UA)
1981 Kellertheater Villach: Ich will aber ich kann (UA)
1982 Bühnenbildklasse - Universität für angewandte Kunst Wien: Der Rabe (UA)
1982 Burghof Villach: Kompositionen für Augen und Ohren (UA)
1983 Junge Musikgalerie Villach: Am Anfang war das Wort (UA)
1983 Woche der Begegnung, Universität Klagenfurt: Calls and Cries (UA)
1983 Klaus Karlbauer (fl), Gunter Schneider (git), Wolfgang Huber (db), Junge Musikgalerie Villach: Zu Blind (UA)
1986 Kinocenter Villach: Winterreise (UA), Schubert lebt (UA)
1986 Lichtspiele Breitensee: Betty Ote (UA)
1986 Innenhofkultur Festival "Innenhöflichkeiten", Klagenfurt: Bye By Bycle (UA)
1986 Sommerkurs für Neue Musik - IGNM – Internationale Gesellschaft für Neue Musik Österreich, Alpenbad St. Leonhard: Atemnot und Höhenkoller (UA)
1986 Wien: Ornament als Verbrechen (UA)
1987 Christina Ascher (voc), Gunter Schneider (git), AK-Bildungsheim Jägermayrhof Linz: So Long (UA)
1989 Votivkino Wien: Leben und Leiden des unglückseligen Kapellmeisters Herr von KA (UA)
1990 Theater NANU, Landskron: 2 Jäger auf der Suche nach der verlorenen … (UA)
1992 Stadtkino Villach: Frau Faust (UA)
1994 Grazer Bergfilmfestival, Grazer Kongress: Bergfilmfestival SPOT (UA)
1995 Steirische Landesausstellung "Holz", Murau: Biotechno (UA)
1995 CulturCentrum Wolkenstein, Stainach-Pürgg: Rechte Bilder - Rechte Sounds (UA)
1996 Theater NANU, Arbeiterkammer Villach: NANU's kurze Geschichten über die Zeit (UA)
1996 Welttheater Festival Art Carnuntum: Sisy's Fuß (UA)
1997 Österreichischer Rundfunk (ORF) – Kunstradio, Wien: Aus welchem Material ist der Stein von Sisyphos (UA)
1997 Stadtkapelle Villach, Herbert Karlbauer (dir), Burgruine Landskron: Der Vollmond, der Vollrausch usw. (UA)
1997 Movie n' Opera - Verein für multimediale Produktionen, Jugendstiltheater Wien: Last Vampire Show (UA)
1998 Roswitha Schreiner (spr), Didi Bruckmayr (elec), Klaus Karlbauer (elec), Philipp Jeck (turntables), Wolfgang Musil (elec), Rhiz Wien: forgetme@not (UA)
1999 Theater NANU, Landskron: Wer hat Angst vor Nicolotti? (UA)
2000 Roswitha Schreiner (spr), Johannes Krisch (spr), Florian Meixner (spr), Klaus Karlbauer (elec), Philipp Jeck (turntables) - Atelierhaus der Akademie der Bildenden Künste Wien: Password: Gilles de Rais (UA)
2000 Roswitha Schreiner (spr), Didi Bruckmayr (elec), Klaus Karlbauer (elec), Philipp Jeck (turntables), Wolfgang Musil (elec) - Programm "Kunststücke" - Österreichischer Rundfunk – ORF: This is (not) my body (UA)
2000 Burgtheater Ensemble - Burgtheater Wien, Kasino am Schwarzenbergplatz: Jeff Koons
2001 Movie n' Opera - Verein für multimediale Produktionen - Die Station, Neufelden: Zeros + Ones (UA)
2002 Theater NANU, Landskron: Spurenwechsel (UA)
2003 Diagonale Filmfestival, Graz: ID (UA)
2003 Amethystzentrum Maissau: Amethyst Musik (UA)
2004 Roswitha Schreiner (spr) - Eröffnungskonzert - Kärntner Landesausstellung "WasserGold", Grosskirchheim: Like a virgins suicide (UA)
2004 Roswitha Schreiner (spr), Landesmuseum Kärnten: Nationalparkmusik (UA), Glocknerrama (UA)
2005 Andrea Latritsch-Karlbauer (perf), Busbahnhof Villach: Alterslos (UA)
2006 Roswitha Schreiner (voc), Klaus Karlbauer (kybd), JJ Smith (git), Stefan Fallmann (db), Mathias Koch (schlzg) - Porgy & Bess Wien: Nachtblau ist die Farbe meines Zorns (UA)
2007 Janus Ensemble, Christoph Cech (dir) - Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1, mica – music austria Wien: Der Übergangene Mensch (UA)
2007 Kärntner Landesausstellung "Wasserreich Kärnten", Gmünd: Wasser (UA)
2008 Andrea Latritsch-Karlbauer (perf), Klaus Karlbauer (perf) - Schiffsperformance, Millstätter See: Sehnsucht Ahoi! (UA)
2008 Kärntner Landesausstellung "Wasserreich Kärnten", Döbriach: Sagamundo Haus der Sagen (UA)
2009 7. Österreichischer Exporttag - Wirtschaftskammer Österreich, Haus der Wirtschaft Wien: 65 Cities (UA)
2011 Scaramouche Maskentheater - Wiener Festwochen, WUK Wien: Amour Fou (UA)
2013 Klaus Karlbauer (bcl, e-zith, turntables, elec), Philipp Jeck (turntables) - Viennale, Metrokino Wien: Scoring early Austrian Silent Movies (UA)
2014 Andrea Latritsch-Karlbauer (perf), Klaus Karlbauer (bcl, elec), Dinzlschloss Villach: Wer geht gewinnt (UA)
2014 Burgtheater Ensemble - Reihe "Kakanien - Neue Heimaten" - Burgtheater Wien, Kasino am Schwarzenbergplatz: Kakanische Miniaturen (UA)
2015 Roswitha Schreiner (voc) - Musiktheatertage Wien, WerkX Wien: Was mich daran hindert, eine Oper zu schreiben (UA)
2016 Andrea Latritsch-Karlbauer (perf), Klaus Karlbauer (bcl, elec), Bambergsaal Villach: Es lebe die Unvernunft (UA)
2016 Roswitha Schreiner (spr), Martha Laschkolnig (perf), Klaus Karlbauer (zith, e-bgit) - Karlbauer Projects Studio: Music for Stacheldraht (UA)
2017 Martha Laschkolnig (acc, perf) - Cirque Nouveau - Das Sommerfestival der Autostadt, Wolfsburg (Deutschland): Ringe Von Reem (UA)
2017 Roswitha Schreiner (voc), Alireza Daryanavard (perf), Klaus Karlbauer (bcl, elec), Brunnenpassage Wien: To live in the Borderlands (UA)
2018 Alireza Daryanavard (schsp), Klaus Karlbauer (ebgit) - Wienwoche, WerkX Wien: Ein Staatenloser (UA)
2019 Andrea Latritsch-Karlbauer (perf), Klaus Karlbauer (bcl, elec), Arbeiterkammer Villach: Hilfe, ich bin OFFLINE! (UA)
2021 Bambergsaal Villach: Wiegenlied für den Nachtmahr (UA)
2022 Museum für Moderne Kunst Kärnten, Kunstraum Burgkapelle Klagenfurt: Die Anderen (UA)
2023 Klagenfurt Festival, Burghof Klagenfurt: Multimedialer Demokratiechor – Wegschauen gilt nicht (UA)
2024 Landesmuseum Kärnten, Klagenfurt: Multimedialer Demokratiechor – Wie klingt Demokratie? (UA)- Pressestimmen (Auswahl)
31. Mai 2023
""Egal was geschieht auf der Welt, das Kärntnerlied bleibt immer schön", sagt der Komponist und Performancekünstler Klaus Karlbauer und gibt sich damit natürlich nicht zufrieden. In seinen Arbeiten widerspricht und hinterfragt er lieber unbequem als wohlige Wonnemomente anzubieten. So auch im neuen Projekt, dem "Multimedialen Demokratiechor" [...]. Nach Jahrzehnten lebt Klaus Karlbauer nun wieder in Kärnten und so war es buchstäblich naheliegend, dass er sich dem weithin beliebten Kärntner Chorgesang künstlerisch widmet. Allerdings auf seine spezielle Weise."
Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Kommentare im Chor (Markus Moser, 2023), abgerufen am 02.04.2026 [https://oe1.orf.at/programm/20230531/725415/Kommentare-im-Chor]01. Juli 2022
"Die installative Arbeit "Die Anderen" des Komponisten und Multimediakünstlers Klaus Karlbauer ist die räumliche wie performative Reflexion einer Winterreise in das Fremde, Unbekannte und Ungeplante, in all ihren Verzweigungen, innerlich wie äußerlich. Als Ausgangspunkt der multimedial erzählten Installation dient eine Begegnung, die vor einer Haustür endete und in Sălătrucu in Rumänien begann [...]. Im Zentrum dieser Auseinandersetzung steht das Durchlaufen, das Vermengen und Überwinden konträrer Wirklichkeiten und Realitäten. Eine Erfahrung, die das Eigene ins Fremde überträgt, vermeintliche Konstanten zum Kippen und schließlich zu Fall bringt [...]. In der Videoprojektion versammeln sich die Bilder dieser Reise in die Fremde. Die Sound-Ebene begleitet und ergänzt die Bilder in Form von Field Recordings, Gefundenem, Gesprochenem sowie sakralen Drone-Akkorden, lässt dabei ein dichtes Netz an Dialogen entstehen. Ein Verhandlungsraum. Es geht um die Performativität von Begegnung, das "sich Aussetzen" in einer Situation ohne Perspektive, jenseits von sprachlichen Diskursen und theoretischen Festschreibungen. Die Gegenwart überwindet die Sprache. Der Künstler wird zum Feedbacksystem. Ich wird ein Anderer."
Ada Karlbauer: Ausstellungstext "Die Anderen" - Klaus Karlbauer (Ada Karlbauer, 2022), abgerufen am 07.04.2026 [https://adakarlbauer.xyz/ausstellungstext-die-anderen-klaus-karlbauer]09. Mai 2021
über: Wiegenlied für den Nachtmahr - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records, 2021)
"Karlbauers eigensinnige Musik ist mythologisch unterfüttert: "My Rheingold" heisst der Opener, "Orpheus' Complaint" der Schlusssong. Dazwischen versunkene Klänge mit regelwidrig integrierter Bassklarinette, viel Meta-Americana und Ambient-Aura: Im Gasthaus zum unruhigen Schlummer wird man spätnachts noch mit leicht vertippter Kammermusik beschallt. Am Ende wird Pathos mobilisiert, ein Exodus fantasiert und Herzblut tragisch vergossen. So wird das Nachtgespenst gebannt und in den Schlaf gesungen: Das störrische Wiegenlied tut seine Wirkung."
Profil: HERZ BLUTIG – Im Gasthaus zum unruhigen Schlummer (Stefan Grissemann, 2021). In: Profil (09.05.2021), abgerufen am 02.04.2026 [https://www.karlbauer.com/]19. April 2021
über: Wiegenlied für den Nachtmahr - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records, 2021)
""Wiegenlied für den Nachtmahr" - so heißt die neue Schallplatte des Musikers, Komponisten und Filmemachers Klaus Karlbauer. Nach zahlreichen dezidiert gesellschaftspolitischen Arbeiten der letzten Jahre widmet sich Karlbauer darauf nun dem Seelenleben. Klaus Karlbauer genoss gnadenlos bodenständige musikalische Frühbildung in einer Kärntner Blaskapelle, studierte später Querflöte und suchte schließlich Ergänzung zur hohen Tonlage seines Instruments. Mittlerweile zählen die Zither und die Bassklarinette zu den Leib- und Lebensinstrumenten des Musikers. Mit radikal un-akademischen Spieltechniken lotet Klaus Karlbauer auf seinem neuen Album musikalische und vor allem persönliche Grenzen aus und konfrontiert seine Hörerschaft mit einem akustischen Ausnahmezustand."
Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Musik zur Mitternacht (Julia Baschiera, 2021), abgerufen am 02.04.2026 [https://oe1.orf.at/programm/20210419/635397/Musik-zur-Mitternacht]19. April 2021
über: Wiegenlied für den Nachtmahr - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records, 2021)
"Denkt man an düster verzerrte, experimentelle elektronische Musik von Drone bis Noise, sind es eher Gitarren, Synthesizer oder Bässe, die durch eine Armada an Effektpedalen zu unrühmlichen Übersteuerungen getrieben werden. Zither oder Bassklarinette sind in dieser Assoziationskette für gewöhnlich wohl eher weiter hinten angesiedelt. Klaus Karlbauer verbindet auf dem Album »Wiegenlied für den Nachtmahr« eine ungewöhnliche Instrumentierung mit düsteren Klängen, was unerwartet gut funktioniert [...]. Das Album kommt fast gänzlich ohne Stimme aus, fesselt aber dennoch. Lediglich die Schlussnummer »Orpheus' Complaint« weist eine längere zusammenhängende Vokalpassage auf, die nach dem restlichen Stücken fast schon entbehrlich und ein bisschen kitschig wirkt. Teils haben die brachialen Gewitter zuvor nämlich eine beklemmende Wirkung, etwa beim unmissverständlich betitelten Track »Blood«. Angenehm sind dabei die zwischengelagerten Auflockerungen, die es erst möglich machen, diese Veröffentlichung im Ganzen durchzuhören, ohne sich in einem Wahnzustand wiederzufinden. Insgesamt ist die Reise durch das Album eine intensive und von Brüchen und Wechseln gekennzeichnete, die trotz mancher Filmmusik-Vibes den Eindruck hinterlässt, selten zuvor Vergleichbares gehört zu haben."
The Gap: Ein Wechselbad der Angstzustände – Klaus Karlbauer veröffentlicht »Wiegenlied für den Nachtmahr« (Sandro Nicolussi, 2021), abgerufen am 02.04.2026 [https://thegap.at/klaus-karlbauer-wiegenlied-fuer-den-nachtmahr/]15. April 2021
über: Wiegenlied für den Nachtmahr - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records, 2021)
"Klaus Karlbauer ist ein Künstler, der – wie seine Projekte zeigen – immer wieder neue musikalische Wege erkundet und sich dabei ein jedes Mal praktisch neu erfindet. Eine klare Linie in der stilistischen Ausrichtung lässt sich bei ihm eigentlich kaum festmachen, aber genau dieser Aspekt ist es auch, der sein Schaffen und seine Veröffentlichungen auch so spannend macht. Man weiß eigentlich nie wirklich, in welche Klangwelt der aus Kärnten stammende Multiinstrumentalist und Komponist sein Publikum als Nächstes eintauchen lässt. Sein neues Album "Wiegenlied für den Nachtmahr" stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar. Einmal mehr überrascht Klaus Karlbauer mit einem ungewöhnlichen musikalischen Zugang, mit einer Idee experimentellen Charakters, die wenig zu tun hat mit dem, was man musikalisch heutzutage sonst so geboten bekommt. Die Grundidee Karlbauers lässt sich am besten so beschreiben, dass sein aus E-Zither, Bassklarinette, Bassgitarre und Elektronik bestehendes Instrumentarium in einem gänzlich neuen musikalischen Kontext neu aufgehen lässt. Eine Zither oder eine Bassklarinette, die tieftönige und krachige Drone- und Noise-Sounds produzieren, bekommt man wohl eher selten geboten. Aber nicht nur der erzeugte Klang ist ein ungewöhnlicher, auch das, was Klaus Karlbauer aus diesen macht, wie er sie in Stücke zusammenfasst, zeugt von einem hohen Grad an künstlerischer Eigenwilligkeit. Was er entstehen lässt, ist Musik, die sich zwischen geheimnisvoller Ruhe und mächtig schwingenden Soundzuständen über spannungsgeladene Bögen entwickelt und dabei eine ungemein dichte und dunkle Atmosphäre entfaltet."
mica-Musikmagazin: KLAUS KARLBAUER – "Wiegenlied für den Nachtmahr" (Michael Ternai, 2021)10. November 2017
über: To live in the Borderlands: Songs, Hymns and other Sounds - Klaus Karlbauer & Rosivita (Karlbauer Records)
"Wie klingt Migration? Wie klingt das Material, aus dem Grenzen gemacht werden? Klaus Karlbauer montierte Mikrofone und Tonabnehmer auf eine Rolle Stacheldraht und begann mit Bassgeigenbögen und Sägen darauf zu spielen. Die Klänge des Stacheldrahtes hat der Multimediakünstler mit den Klängen alter, kaputter Zithern kombiniert. Die Zither als ein Instrument, das für ihn Heimat, "Österreichtum" und die Illusion der Idylle verkörpert. Aus diesem Versuch, Grenzen musikalisch erfahrbar zu machen, ist schließlich die neunteilige Gesamtkomposition "To live in the Borderlands" entstanden."
Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Vom Karli zum Herrn Karl - Der Klang der Grenze (Jakob Fessler, 2017), abgerufen am 02.04.2026 [https://oe1.orf.at/programm/20171110/494002/Vom-Karli-zum-Herrn-Karl-De…]November 2015
"[...] Die Lecture Oper "Was mich daran hindert, eine Oper zu schreiben" von und mit Klaus Karlbauer ist ein neuartiges Format, das die Kunstform der Lecture Performance weiterentwickelt. Reflexion trifft auf Emotion. Aufgabe der Lecture ist es, Wissen zu vermitteln. Die Oper möchte ihr Publikum in Gefühlen baden, ja förmlich ertrinken lassen [...]. Der Villacher Komponist, Filmemacher und Performancekünstler Klaus Karlbauer tritt in seiner neuesten künstlerischen Arbeit als Performer selbst vor das Publikum und stellt sich folgenden Fragen: Welche Rolle spielt die Oper in einer von Pop geprägten Gegenwart? Ist sie ein Auslaufmodell? Unsere "großen Gefühle" wie Liebe, Schmerz und die Angst vor dem Tod sind dieselben geblieben, doch wie können wir musikalisch erreicht werden, welche Musik, welcher Sound spricht uns an? Und wie geht es einem Komponisten, der sich dieser Aufgabe gestellt hat, bei der Arbeit an seiner Oper, mit welchen Gefühlen und mit welchen Lebenswirklichkeiten ist er konfrontiert?"
Folder "PROJEKT KLAUS KARLBAUER", :galeriefreihausgasse villach (2015), abgerufen am 02.04.2026 [https://karlbauer.com/wp-content/uploads/2015/06/Fold_A4_Karlbauer_04.p…]19. November 2014
über: Wonder Wheel - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records, 2014)
"Auf seiner neuen CD "wonder wheel" macht KLAUS KARLBAUER einmal mehr vor, was musikalisch wirklich Spannendes entstehen kann, wenn man sich vom stilistisch Vordefinierten löst und der eigenen musikalischen Kreativität freien Lauf lässt [...]. Der gebürtige Kärntner, der sein Betätigungsfeld von der Neuen Musik über die experimentelle Elektronik bis hin zum avantgardistischen Pop definiert, spricht in seinen verschiedenen Projekten stets eine musikalische Sprache, die eigentlich niemals dem klassischen Schubladendenken entspricht. Auch auf "wonder wheel" regiert die zu allen Seiten hin ausgelebte Offenheit [...]. Was KLAUS KARLBAUER auf seiner neuen CD praktiziert, ist die kunstvolle und innovative Verwebung des Analogen mit dem Digitalen [...]. "wonder wheel" ist ein Album geworden, das mit der Zeit wächst. Je intensiver man sich mit dem Gehörten befasst, umso mehr läuft man auch Gefahr, sich darin zu verlieren. KARLBAUERs Musik entwickelt eine seltsame und undefinierbare Anziehungskraft, der man sich kaum verschließen kann und die man einfach nur wirken lassen sollte. Ein wirklich interessanter musikalischer Entwurf.
mica-Musikmagazin: KLAUS KARLBAUER – "wonder wheel" (Michael Ternai, 2014)09. Oktober 2014
über: Wonder Wheel - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records, 2014)
"Musik, die einfach nur gut klingt und sonst nichts zu sagen hat, interessiert den Musiker, Filmemacher und Künstler Klaus Karlbauer ganz einfach nicht. Sie muss für den gebürtigen Villacher etwas mit der Zeit zu tun haben, in der wir leben - und die Menschen berühren. "Wenn Musik das nicht macht dann frage ich mich, wozu sie da ist außer zur Behübschung und Belustigung. Wenn die Kunst nicht irgendetwas über die Welt erzählt – wen soll es dann interessieren?" [...] Alle 12 Titel auf der CD "Wonderwheel" hat Klaus Karlbauer selbst komponiert und die meisten Instrumente auch selbst gespielt. Wie seine Musik, sind auch diese Instrumente, die Bassklarinette und die E-Zither, bewusst anders als das was man kennt. "Diese Bassklarinette die ich spiele, ist ein einzigartiges Sonderstück, das gibt es nur einmal auf der Welt - sie ist nämlich aus Aluminium. Sie hat auch einen einzigartigen Sound, der irgendwie zwischen einem tiefen Saxophon und einer Klarinette liegt. Das zweite ist diese Zither, die ich auf einem Dachboden gefunden habe. Ich habe zwei Tonabnehmer von einer E-Gitarre einbauen lassen und auch einen E-Gitarren-Saitensatz aufgespannt. Dadurch wird verunmöglicht, dass man mit einer Zither so spielt wie sonst. Ich musste mir eine eigene Spieltechnik aneignen, das macht manchmal ziemlichen Lärm und aus dem heraus ergibt sich dieser Sound."
Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Musikalische Zeit-Maschine: Wonderwheel (2014), abgerufen am 02.04.2026 [https://kaernten.orf.at/v2/news/stories/2672976/]29. November 2012
über: Fool's Island Project - The Karlbauers feat. Markus Moser (Karlbauer Records, 2012)
"Es ist eine Menge Konzeptuelles eingeflossen – in das Projekt Fool's Island: Es handelt von Heimatlosigkeit, vom Unterwegssein, ist quasi auch "eine abstrakte musikalische Übersetzung des Fluchtthemas", wie Klaus Karlbauer sagt. Als Vorbild fungierte zudem ein bisschen Franz Schuberts gewichtiger Winterreise-Liedzyklus: "Man kann unsere Arbeit quasi als zeitgenössischen Kommentar dazu sehen." Und tatsächlich: Ein atmosphärisch subtiler Song wie The Fisherman, mit seiner sanft dahinschwebenden Melodik, ist unschwer eine gewisse melancholisch-verlorene Verwandtschaft zum Lied Der Leiermann anzuhören, mit dem Schuberts Zyklus so sanft wie gruselig entschlummert. Allerdings ist die sanfte Weise hier eingebunden in eine düstere Geräuschwelt, die groovige Formen annimmt. The Karlsbauers sprengen also – und dies live natürlich noch ausgiebiger – gerne das obligate Songformat. Da hört man elektronische Verdunkelungen, verfremdete Symphonieorchester, Improvisationen, die Karlbauer auf einer Bassklarinette expressiv ausstattet, und hört Markus Mosers entspannte Gitarre in diversen Soundposen."
Der Standard: Elegie der Reisenden (Ljubisa Tosic, 2012), abgerufen am 02.04.2026 [https://www.derstandard.at/story/1353207781914/elegie-der-reisenden]27. September 2012
über: Fool's Island Project - The Karlbauers feat. Markus Moser (Karlbauer Records, 2012)
"Nein, das Gewöhnliche darf man sich nicht erwarten, hört man sich durch das im Oktober erscheinende Album "Fool's Island Project" des Künstler-Kollektivs Rosivita und Klaus Karlbauer aka The Karlbauers durch. Allen banalen und oberflächlichen Versuchen der Interpretation der Popmusik im weiten Bogen aus dem Wege gehend, formt sich das von Markus Moser unterstützte Zweiergespann seine eigene kunstvolle Klangwelt, die vor allem in einer immensen stilistischen Vielfalt, Eigenwilligkeit und Detailverliebtheit ihren Ausdruck findet. Was hier regiert, ist der unbedingte Wille, den eigenen Freiraum zu bewahren und der eigenen Musik Tiefgang zu verleihen [...]. The Karlbauers, das um den Gitarristen und Elektroniker Markus Moser erweiterte Musikprojekt von Rosivita (Lyrics, Gesang) und Klaus Karlbauer (Komposition/ Altklarinette/ E-Zither/ Elektronik), stellt sich als eine Art Versuch dar, den avantgardistischen Aspekt im Popkontext herauszuarbeiten und in den Vordergrund zu rücken [...]. Musikalisch lässt sich das Gehörte nicht wirklich in eine bestimmte stilistische Schublade stecken. Dafür agieren Rosivita und Klaus Karlbauer wie Markus Moser einfach zu sehr losgelöst von allen bekannten Begrifflichkeiten. Ihr atmosphärisch eher düster gehaltener Sound offenbart sich als einer, in dem die Grenzen zwischen den verschiedenen Spielformen quasi aufgehoben scheinen. Elemente des Pop verweben sich mit solchen des Rock, Jazz, der Klassik und Elektroakustik zu einem immens vielschichtigen und an Nuancen reichen Ganzen. Die Kunst, welche dieses ganz meisterlich beherrscht, ist jene, alles wie aus einem Guss erklingen zu lassen. Wiewohl die Kompositionen eher komplexer und herausfordernder Natur, kippen diese niemals in Sperrige. Sie berühren die Seele, lassen sie durch ihre Tiefe und Atmosphäre doch viele Bilder im Kopf des Hörers entstehen, was im Livekontext durch Videoprojektionen noch deutlich verstärkt wird."
mica-Musikmagazin: The Karlbauers – Fool's Island Project (Michael Ternai, 2012)2006
über: Nachtblau ist die Farbe meines Zorns - Rosivita (Karlbauer Records, 2006)
"Im Prinzip trotzt man auf Nachtblau "allen Moden", merkte ein Kritiker an. Na gut. Man muss diese zwölf Songs, oder auch nur eine Teilmenge davon, nicht mögen. Man muss sie nicht für die Neuerfindung des Rades halten. Man muß nicht nach Spurenelementen von Knef, Smith, Weill oder Cave forschen. Muss man nicht. Aber es wird einem schwer fallen, diese Dokumente autarken artistischen Aufbegehrens zu ignorieren um des Ignorieren willens. Dafür sind sie zu fordernd, zu Eigen, zu wuchtig, zu stolz."
www.monkeymusic.at (Walter Gröbchen, 2006)21. Jänner 2002
"Mit »Zeros + Ones« vollendet der Musiker und Medienkünstler Klaus Karlbauer seine Trilogie über das Verhältnis Mensch – Maschine, die mit der Internetromanze »forgetme@not« (1998/99) und dem Virtual-Reality-Spiel »Password: Gilles de Rais« (2000) ihren Anfang nahm. Das Resultat ist eine komplexe Medienkomposition aus Bühnenperformance, Videoinstallation und Live-Musik [...]. Der Inhalt des Stücks schlägt sich dann auch in der Form nieder, in der die Musik dargeboten wird. Einerseits ist da die Zerissenheit und Unentschlossenheit, mit der durch die unterschiedlichsten Musikstile gezappt wird, andererseits kommt es auch zum gelungenen Verweben von unvereinbar scheinenden (musikalischen) Gegensätzen. Karlbauer und Loibner, beide Komponisten, Instrumentalisten und Live-Elektroniker, servieren einen Cocktail aus coolen Grooves, Noise-Sprengseln, Evergreens, Freejazz-Attacken und Ambient-Sounds. Das verwendete Instrumentarium reicht dabei von avancierter Elektronik über Hammond-Orgel und Bassklarinette bis zur Heavy-Metal-Zither und dient als Fundament für Roswitha Schreiners ausdrucksvolle, wandelbare Stimme."
skug: Zeros + Ones – Zwischenräume und Tagträume (Tobias Bolt, 2001), abgerufen am 07.04.2026 [https://skug.at/zeros-ones-zwischenraeume-und-tagtraeume/]2000
"Es ist eine Entsetzen erregende Szenerie, die Klaus Karlbauer in seiner MusicMediaPerformance "Password: Gilles de Rais - eine Verschwörung" entwirft. Eine Internetsurferin gibt als Suchwort den Namen eines der größten Massenmörder der Geschichte ein. Ein Adeliger, der als Privatspielerei Kinder massakrierte und teuflisch zu Tode brachte. Hunderte an der Zahl. Mouseclick - go! Jeanne, dargestellt von Rosivita, ist mehr Zuhörende als aktiv Agierende. Stimmen, Gesang, Musik von verschiedenen Tonquellen dringen auf sie ein, das Licht verändert sich ständig, Videoprojektionen verfolgen sie [...]."
Die Brücke (Ilse Schneider, 2000)- Diskografie (Auswahl)
2021 Wiegenlied für den Nachtmahr - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records)
2019 Ich bin das Volk: Lieder zur Lage der Nation - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records)
2017 To live in the Borderlands: Songs, Hymns and other Sounds - Klaus Karlbauer & Rosivita (Karlbauer Records)
2014 Wonder Wheel - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records)
2014 Kakanische Miniaturen - Klaus Karlbauer (Digital)
2012 Fool's Island Project - The Karlbauers feat. Markus Moser (LP; Karlbauer Records)
2006 Nachtblau ist die Farbe meines Zorns - Rosivita (Karlbauer Records)
1999 Forget me not - Klaus Karlbauer (Karlbauer Records)
1987 Hirn mit Ei - Hirn mit Ei (7"; Hirn mit Ei Self-Release)
1985 Das War Das K&K Musiktheater 1975–1985 (LP; Extraplatte)Tonträger mit seinen Werken
2004 Sleepless - Rosivita (Karlbauer Records)
1978 Der Rattenfänger Von Hameln - Knabenchor Und Chor Der Oberstufe Des Bundesgymnasiums Und Bundesrealgymnasiums Villach (LP; Help Austria Records) // A4: Flötenmelodie; B2: Flötenmelodieals Gast-/Studiomusiker
2022 Die Reste gibt's zum Schluss - Stimmgewitter Augustin (Konkord) // Track 3: Sie werden kommen
2011 Dinky Diamond - Modell Doo (Klanggalerie) // Track 7: The Interpreter (Version 2011)als Produzent
2012 Fool's Island Project - The Karlbauers feat. Markus Moser (LP; Karlbauer Records)
2007 Nachtblau ist die Farbe meines Zorns - Rosivita (Karlbauer Records)
2004 Sleepless - Rosivita (Karlbauer Records)- Literatur
mica-Archiv: Klaus Karlbauer
1997 Baier, Christian: Von den Vampiren oder Menschensaugern. In: ÖMZ Band 54, Heft 1, S. 58–60.
1997 Günther, Bernhard (Hg.): KARLBAUER Klaus. In: Lexikon zeitgenössischer Musik aus Österreich: Komponisten und Komponistinnen des 20. Jahrhunderts. Wien: Music Information Center Austria, S. 560–562.
2012 Ternai, Michael: mica-Interview mit Rosivita & Klaus Karlbauer. In: mica-Musikmagazin.
2012 Ternai, Michael: The Karlbauers – Fool's Island Project. In: mica-Musikmagazin.
2014 Ternai, Michael: KLAUS KARLBAUER – "wonder wheel". In: mica-Musikmagazin.
2017 Karlbauer, Ada: "Ästhetische und gedankliche Radikalität ist angesagt […]" – KLAUS KARLBAUER und ROSIVITA im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.
2017 Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: The Karlbauers auf Fool's Island. In: ORF Ö1 (08.04.2017), abgerufen am 07.04.2026 [https://oe1.orf.at/artikel/318968/The-Karlbauers-auf-Fool-s-Island].
2021 Ternai, Michael: KLAUS KARLBAUER – "Wiegenlied für den Nachtmahr". In: mica-Musikmagazin.
2022 Kärntner Kulturstiftung verkündet Siegerprojekte des mit 200.000 € dotierten Calls. In: mica-Musikmagazin.
2022 Redaktion ORF Kärnten: MMKK: "Die Anderen" inmitten von Europa. In: ORF Kärnten (22.09.2022), abgerufen am 07.04.2026 [https://kaernten.orf.at/stories/3174689/].
2025 Karlbauer, Ada: "Was kann Kunst überhaupt bewirken? Welche Möglichkeiten habe ich als Künstler:in zu reagieren?" – Klaus Karlbauer (#multimedialerdemokratiechor) im mica-Interview. In: mica-Musikmagazin.Eigene Publikationen (Auswahl)
2010 Karlbauer, Klaus: Holt die Skins aus der Ecke, statt sie dort auszustellen. In: Der Standard (12.04.2010), abgerufen am 07.04.2026 [https://www.derstandard.at/1269449469188/holt-die-skins-aus-der-ecke-statt-sie-dort-auszustellen].
2010 Karlbauer, Klaus: Box die Integration, vergiss den "Hintergrund" . In: Der Standard (11.11.2010), abgerufen am 07.04.2026 [https://www.derstandard.at/1288660280013/kommentar-der-anderen-box-die-integration-vergiss-den-hintergrund].
2010 Karlbauer, Klaus: Geht lesen, Kinder! In: Der Standard (10.12.2010), abgerufen am 07.04.2026 [https://www.derstandard.at/1291454840234/kommentar-der-anderen-geht-lesen-kinder].
2011 Karlbauer, Klaus: Peter Alexander und die Johnny-Cash-Situation. In: Der Standard (14.02.2011), abgerufen am 07.04.2026 [https://www.derstandard.at/story/1297216352570/peter-alexander-und-die-johnny-cash-situation].
2013 Karlbauer, Klaus: Wenn alle Fernsehdämme brechen. In: Der Standard (04.06.2013), abgerufen am 07.04.2026 [https://www.derstandard.at/1369362615499/wenn-alle-fernsehdaemme-brechen].
2013 Karlbauer, Klaus: Warum böse Postings in Foren gut sind. In: Der Standard (22.07.2013), abgerufen am 07.04.2026 [https://www.derstandard.at/1373513355236/warum-boese-postings-in-foren-gut-sind].- Quellen/Links
Webseite: Klaus Karlbauer
Webseite: Karlbauerblog
Facebook: Karlbauer Projects
Soundcloud: Klaus Karlbauer
YouTube: Klaus Karlbauer
IMDb: Klaus Karlbauer
Österreichischer Rundfunk (ORF) – Kunstradio: Klaus Karlbauer
cba – cultural broadcasting archive: Klaus Karlbauer - Multimedialer Demokratiechor (radio AGORA 105 I 5, 2023)
Familie: Roswitha Schreiner-Karlbauer (Ehefrau)
SR-Archiv: https://sra.at/person/33391
GND: https://d-nb.info/gnd/1037176766
GND Explorer: https://explore.gnd.network/gnd/1037176766
WIKIDATA: https://www.wikidata.org/wiki/Q1745314
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Karlbauer
Wikipedia-Personensuche: https://persondata.toolforge.org/p/Klaus_Karlbauer
Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 7. 4. 2026): Biografie Klaus Karlbauer. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/69724 (Abrufdatum: 8. 4. 2026).


