Auner Daniel

Vorname
Daniel
Nachname
Auner
erfasst als
InterpretIn
SolistIn
DirigentIn
AusbildnerIn
MusikpädagogIn
Künstlerische/r LeiterIn
Genre
Klassik
Neue Musik
Instrument(e)
Violine
Viola
Geburtsjahr
1987
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Daniel Auner © Lisa Fokina/Danielle Guti

"In Wien geboren und aufgewachsen, stand er von Kindesbeinen an fest in der reichen musikalischen Tradition seiner Heimatstadt wie seiner Familie und war schon früh ein regelmäßiger Besucher der Wiener Staatsbibliothek und der Stiftung Mozarteum Salzburg. Sein profundes Wissen und seine ganzheitliche Durchdringung der musikalischen Ausdruckswelt drücken sich nicht nur in seinen Interpretationen aus, sondern auch in den dramaturgisch durchdachten Konzeptionen seiner Programme und ihrer Präsentation.

Dass eine Künstlerpersönlichkeit wie Daniel Auner sich mit Hingabe auch der Lehre widmet, erscheint angesichts des Vorgenannten nur logisch und erstaunt allenfalls angesichts seines jungen Alters. Seit 2018 unterrichtet Auner als Professor für Violine und Kammermusik an renommierten Privat-Konservatorien in Wien; seit 2020 ist er zusätzlich im Vorstand der Fritz Kreisler-Gesellschaft, die u.a. den alle vier Jahre stattfindenden Fritz Kreisler- Wettbewerb veranstaltet. Regelmäßige Vermittlungsprojekte führen ihn zudem in Schulen, wo er die junge Zuhörerschaft mit Humor und Einfühlungsvermögen für die Musik zu begeistern vermag.

Als Solist mit Orchester sieht sich Auner in der Wiener Tradition der "Stehgeiger" und "Violindirigenten", die vom ersten Pult der Violinen aus stehend das Orchester leiteten. Daraus resultiert sein Engagement  auf dem Gebiet des Dirigierens, das für ihn eine Erweiterung seiner Möglichkeiten als Instrumentalist bedeutet.

Im Jahr 2020 übernahm er die künstlerische Leitung als Generalmusikdirektor des Mödlinger Symphonischen Orchesters. Als Dirigent und Stehgeiger tritt Daniel Auner zusätzlich weltweit mit verschiedenen anderen Symphonieorchestern auf.
Sein Studium absolvierte Auner bei Christian Altenburger, Igor Ozim und Boris Kushnir; heute führt ihn seine Karriere auf die großen Podien der Welt, sowohl in der Position des Solisten als auch als passionierten Kammermusiker:

Die Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten und Orchestern führt ihn in die größten Konzertsäle und Musikfestivals der Welt: Zu nennen sind DirigentInnen wie Andres Orozco-Estrada, Theodor Guschlbauer, Josep Caballé-Domenech, Lee Mills, Peter Kuhn, Ben Palmer, Peter Guth oder Marta Gardolinska, Orchester wie das Tonkünstler Orchester Niederösterreich, die Bergischen Symphoniker, Russische Philharmonie, Orchestra Philharmonique de Strasbourg, Saint Paul Chamber Orchestra, Bournemouth Symphony Orchestra, Orquestra Sinfónica Portuguesa, Orquestra Sinfónica Brasileira, Bergische Symphoniker, Bruno Walter Chamber Orchestra oder die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein. Seine Konzerte führen ihn in das Wiener Konzerthaus, den Wiener Musikverein, Suntory Hall, Tokyo Opera City Hall, Dom Musiki Moskau, Philharmonie St. Petersburg, Palais des Beaux Arts Brüssel, Teatro Nacional de Sao Carlos Lissabon u.a.

Daniel Auner gründete 2015 in Wien das "Auner Quartett". Mit diesem Streichquartett sowie dem "Wiener Mozart Trio" tritt er zusätzlich regelmäßig in vielen der bedeutenden europäischen Konzertsäle auf. Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt er zudem regelmäßig in freier Besetzung mit PartnerInnen wie Emmanuel Tjeknavorian, Julia Hagen, Patrick Demenga, Jan Vogler, Dennis Russell Davies, Cristian Budu, Ingrid Fujiko-Hemming, Pavel Gililov, Robin Green, Hannfried Lucke u.a. [...].

Daniel Auner wird als Kulturbotschafter Österreichs im Förderprogramm "New Austrian Sound of Music" seit vielen Jahren engagiert. Die musikvermittelnden Auftritte bringen ihn auch in Länder wie Brasilien, Brunei, Indonesien, Malaysia, Mexico, Belize, Tunesien, Iran, Kuwait, Südafrika etc."
Daniel Auner: Biografie (Katja Engel, 2022), abgerufen am 25.07.2022 [https://www.danielauner.com/biography]

Auszeichnungen

1995 prima la musica: Sonderpreis
2006 Internationaler Violinwettbewerb "Stefanie Hohl" - mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: 2. Preis
2007 Internationaler Johannes Brahms Wettbewerb, Pörtschach: 3. Preis i.d. Kategorie "Violine"
2008 Internationaler Wettbewerb "Violine in Dresden" (Deutschland): 2. Preis, Publikumspreis, Preis für eine MDR-Studioproduktion
2009 Internationaler Johannes Brahms Wettbewerb, Pörtschach: 2. Preis i.d. Kategorie "Violine", Publikumspreis
2010 Gradus ad parnassum - Musik der Jugend: 1. Preis i.d. Kategorie "Violine"
2011 Internationaler Wettbewerb "Violine in Dresden" (Deutschland): 2. Preis
2011 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Stipendium "The New Austrian Sound of Music 2012–2013"
2014 THE STRAD Magazine (Großbritannien): CD of the Month (CD "Dialog mit Mozart")
2017–heute OeNB – Österreichische Nationalbank: Spieler der Violine "d'Elia" (Giovanni Battista Guadagnini)
2018 Eugène Ysaye Violin Competition, Liège (Belgien): 1. Preis
2019 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich: Stipendium "The New Austrian Sound of Music 2020–2023" (mit Auner Quartett)

Ausbildung

1993–1997 Josef Matthias Hauer Musikschule, Wiener Neustadt: Violine (Michael Salamon)
1997–2000 Musikschule der Stadt Wien (1050 Wien): Violine (Arkadij Winokurow)
2000–2005 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Vorbereitungslehrgang Violine (Marina Sorokowa)
2005–2010 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Violine (Christian Altenburger) - BA
2010–2013 Universität Mozarteum Salzburg: Violine (Igor Ozim) - MA mit Auszeichnung
2013–2017 KUG – Universität für Musik und darstellende Kunst Graz: Post-Master Advanced Studies Violine (Boris Kuschnir)
2013–heute Dirigieren (Conrad Artmüller)

Violin-Meisterkurse u. a. bei: Pavel Vernikov, Christian Altenburger, Midori Goto, Igor Ozim, Rainer Kussmaul, Friedemann Eichhorn

Tätigkeiten

2006–heute Musikseminar Reichenau: Dozent (Violine)
2008–heute Musikseminar Wienerwald, Wien: Leiter, Organisator
2010–heute Sommerkonzerte Wienerwald, Reichenau/Rax: Mitbegründer, -organisator
2015–2018 Wiener Musikakademie: Dozent (Violine)
2015–heute Kammermusikzyklus "Auner Quartett", Altes Rathaus Wien: Mitbegründer, Organisator, Musiker (mit Auner Quartett)
2016–2020 Konservatorium Prayner für Musik und dramatische Kunst, Wien: Lehrender für Violine
2017 Wiener Konzerthaus: Debüt als Dirigent
2018–heute CIMA – Central International Music Academy, Wien: Mitbegründer, Dozent
2020–heute Friedrich Gulda School of Music, Wien: Dozent (Violine, Viola)
2020–heute Internationale Fritz Kreisler Gesellschaft Wien: Vorstandsmitglied
2021–heute Plattform "konzertsaal.at": Initiator

Leiter von zahlreichen Meisterkursen/Seminaren u. a. an: Kalaidos Musikhochschule Zürich (Schweiz), Sommerspiele Schloss Hunyadi, University of Pretoria (Südafrika), Escola de Musica do Estado de São Paulo (Brasilien), CaSa do Francisco Toledo (Mexiko), Sinfonia por el Perú (Peru) 

Mitglied in Ensembles/Orchestern
2008–heute Wiener Mozart-Trio: Violinist (gemeinsam mit Irina Auner (pf), Diethard Auner (vc))
2011–heute Duo Mozartiano: Violinist (gemeinsam mit Barbara de Menezes Galante Auner (vl))
2013–heute Auner Quartett: Violinist (gemeinsam mit Barbara de Menezes Galante Auner (vl), Nora Romanoff-Schwarzberg (va), Konstantin Zelenin (vc))
2018–heute Strauss' Festival Orchester Wien: Dirigent
2019–heute Mödlinger Symphonisches Orchester: Generalmusikdirektor

Camerata Mozartiana, Wien: Chefdirigent und künstlerischer Leiter

solistische/kammermusikalische Zusammenarbeit mit u. a. mit: Dennis Russell Davies, Pavel Gililov, Wolfgang Boettcher, Hannfried Lucke, Frans Helmerson, Christian Altenburger, Jan Vogler, Patrick Demenga
solistische Zusammenarbeit u. a. mit: Ensemble Neue Streicher, Mödlinger Symphonisches Orchester, Orchester der TU Wien, Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester, Wiener Jeunesse Orchester, Orquestra Sinfónica Portuguesa (Portugal), Deutsche Kammerphilharmonie Neuss/Rhein (Deutschland), Bergische Symphoniker (Deutschland), Orchestre Philharmonique de Strasbourg (Frankreich), The Saint Paul Chamber Orchestra London (Großbritannien), Bournemouth Symphony Orchestra (Großbritannien), Divertimento Orchestra Ottawa (Kanada), Orquestra Sínfonica Brasileira (Brasilien)

Pressestimmen

07. März 2012
"Im Souterrain des Musikvereins stellt sich der Nachwuchs vor, und man konstatiert: Wien schickt eminente Talente in die Welt. Mit dem britischen Pianisten Robin Green zauberte er wunderbare Stimmungen. [...] Gleich mit Béla Bartóks Zweiter Rhapsodie griffen beide Interpreten ins pralle Musikantenleben: Auner versteht sich auf die raffinierte Dosierung des Vibratospiels und lässt dort, wo Bartók auf die bodenständige Tanzgeiger-Tradition seiner Heimat zurückgreift, sein Instrument wie eine Fiedel klingen [...]. Den rechten Ton finden Auner und Green auch für die doppelbödige, weil in Wahrheit hoch artifiziell auf einem – die Tonalität neu definierenden – Drahtseil balancierende Schlichtheit von Sergej Prokofieffs "Melodien op.35". Und Mozarts B-Dur-Sonate klingt bei den beiden wie eine anregende Lehrstunde über die Frage, was denn eigentlich das Wort klassischer Stil bedeuten könnte: Klarheit, schlichte Artikulation folgt den Spuren einer Musik, die Pointen mit stoischer Miene serviert, die nicht ahnen lässt, dass hinter jeder Ecke Überraschungen lauern können. Man marschiert mit zwei Naturburschen durch die Landschaft – und weiß sich sicher von ihnen über alle jäh auftauchenden Hürden gehievt, etwa die kühnen modulatorischen Abenteuer im Mittelteil des Andantes. Für Eugene Ysayes "Kindertraum" und Richard Strauss' frühe Violinsonate entfesselt Daniel Auner dann alle Leuchtkraft und verführerische Klangfarbenkunst. Aus der Fiedel ist die Violine geworden, üppig spätromantische Tongebung verbündet sich mit dem vertrackt-vielstimmigen Klavierpart zur symphonischen Attitüde. Gemeinsam spannen die Musiker riesige, in sich vielfach schattierte, ausdrucksstarke Melodiebögen – und Robin Green ist nicht einmal durch die beinah unspielbaren Attacken des stürmisch rhythmisierten Finalthemas aus der Ruhe zu bringen. Im Wesentlichen gewährt er Strauss' Musik die locker-lässige Eleganz, die sie braucht, um dem Violinsolisten den roten Teppich auszubreiten: Daniel Auner bewegt sich darauf schon wie ein veritabler Star."
Die Presse: Daniel Auner, ein junger Meistergeiger aus Wien (2012), abgerufen am 25.07.2022 [https://www.diepresse.com/738289/daniel-auner-ein-junger-meistergeiger-aus-wien?from=suche.intern.portal]

17. Februar 2011
über: Caprice Viennois - Daniel Auner (Gramola, 2011)
"Daniel Auner ist sicher einer der bemerkenswertesten österreichischen Jungmusiker. Im Verein mit Irina Auner hat er beim MDR eine Solo-CD aufgenommen, die nun auf dem Wiener Label Gramola in den Handel kommt. Auner präsentiert sich darauf bestens – in virtuosem Repertoire, das er hinreißend spielt, gerade weil er es nicht zu einem Vehikel für die Schaustellung geigerischer Behendigkeit nutzt, sondern die kompositorischen Finessen in viel missbrauchten Piecen, von der Paganini-Caprice über eine Sarasate-Tarantella bis zu Ysayes "Balladen"-Sonate aufspürt. Er spielt Musik, keine transzendenten Etüden. Technische Brillanz scheint für Auner die selbstverständliche Grundlage fürs Musizieren zu sein. Folgerichtig setzt Auner die Kunstfertigkeiten in Bezug zu jenem Komponisten, für den genau diese künstlerische Einstellung zur charmanten Lebensphilosophie geworden ist: Fritz Kreisler. Besser kann ein junger Geiger sich nicht vorstellen."
Die Presse: Daniel Auner - "Caprice Viennois" (Wilhelm Sinkovicz, 2011), abgerufen am 14.07.2022 [https://www.diepresse.com/634915/daniel-auner-caprice-viennoise]

Diskografie (Auswahl)

2022 Johann Sebastian Bach: Sonaten und Partiten - Daniel Auner, Dagmar Glüxam (ARS Produktionen)
2021 Leclair - Eder - Mozart - Beriot: Violin Duos - Duo Mozartiano (Mozartiano)
2021 W.A. Mozart: Die Klaviertrios nach dem Autograph - Wiener Mozart Trio (Gramola)
2021 Versinkende Sonne: Streichquartette von Zemlinsky, Webern, Wellesz und Kreisler - Auner Quartett (Gramola)
2020 Beethoven: String Quartets - Auner Quartett (Mozartiano)
2018 In Heavenly Harmony: Romantic Music For Violin And Organ - Daniel Auner, Hannfried Lucke (Coviello Classics)
2018 Klarinettenquintette von W. A. Mozart, E.L. Leitner und M. Reger - Auner Quartett (Gramola)
2016 Villa-Lobos & Schubert: Streichquartette - Auner Quartett (Mozartiano)
2015 Mendelssohn & Mozart: Streichquartette - Auner Quartett (Mozartiano)
2014 Dialog mit Mozart - Daniel Auner, Robin Green (Gramola)
2014 Schubert: Klaviertrio Es-Dur, D 929 - Wiener Mozart Trio (Preiser Records)
2010 Caprice Viennois - Daniel Auner, Irina Auer (Gramola)

Als Interpret
2018 Music is My Life: Johanna Doderer - Ferhan & Ferzan Önder, Auner Quartett, Duo Arcord (Gramola)

Literatur

2011 mica: New Austrian Sound of Music: Ensembles, Bands und MusikerInnen stehen fest. In: mica-Musikmagazin.
2012 mica:
Jeunesse-Saisonauftakt mit großem Open-Air im MuseumsQuartier Wien. In: mica-Musikmagazin.
2019 mica:
Die neuen Musikerinnen und Musiker für NASOM 2020/21 stehen fest. In: mica-Musikmagazin.
2019 mica:
25 Jahre MUSIK DER JUGEND. In: mica-Musikmagazin.
2021 mica:
Austrian Music Highlights #9. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Webseite: Daniel Auner
Wikipedia: Daniel Auner
Facebook: Daniel Auner
Soundcloud: Daniel Auner
YouTube: Daniel Auner
Webseite: Auner Quartett
austrian music export: Auner Quartett
Facebook: Auner Quartett
Webseite: Wiener Mozart-Trio
Webseite: Central International Music Academy
Webseite: Mödlinger Symphonisches Orchester
Webseite: konzertsaal.at
Webseite: Mark Stephan Buhl (Künstlerargentur, Kontak)
Familie: Barbara de Menezes Galante Auner (Ehefrau)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 11. 11. 2022): Biografie Daniel Auner. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/205808 (Abrufdatum: 1. 12. 2022).

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