Foto: Dominik Kreuzer ©

Cruz Katja

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Baskets of Energy 2013 15m
2 Hexahedron - Earth 2012 10m
3 Octahedron - Air 2012 9m
4 Icosahedron - Water 2012 8m
5 Dodecahedron - Ether, the Universe 2012 9m
6 Hexagon 2012 10m
7 Hexagram 2012 10m
8 The Flower of Life 2012 12m
9 Honig 2012 8m
10 Lightning & Thunder 2012 5m
11 Earth 2012 9m
12 Water 2012 7m
13 Air 2012 6m
14 Fire 2012 5m
15 Beneath the Ice 2011 7m
16 Rusalka 2011 7m
17 Siren Song 2011 7m
18 Light & Shade 2011 11m
19 Missa Cantata 2011 5m
20 Dei Gratia 2011 9m
21 El viento 2010 3m
22 Mi corazón 2010 3m
23 Estas en todo 2010 4m
24 Mi vida Llama 2010 5m
25 Nos se que pasa 2010 5m
26 Cuando vienes 2010 4m
27 Bebe de mis águas 2010 3m
28 Solar 2009 2m
29 Ancient Calling 2009 1m
30 Barefoot through the woods 2009 3m
31 High in the woods 2009 2m
32 Sweet water 2009 1m
33 Ancient Chatter 2009 1m
34 Lago Titicaca 2009 5m
35 Supernatural 2009 9m
36 Dance on the Earth 2009 12m
37 Earth' song of power, pain and hope 2009 13m
38 Flight 2009 7m
39 from the east 2009 7m
40 spirited seed 2009 3m
41 from elysium 2009 5m
42 into silence 2009 3m
43 liberated forces 2009 1m
44 floating 2009 4m
45 crossing borders 2009 2m
46 reaching new lands 2009 2m
47 mightful forces 2009 2m
48 going deep 2009 3m
49 ecstatic beginning 2009 4m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1968
Geburtsdatum:  4. März 1968
Geburtsort:  Graz
Geburtsbundesland: 
Nationalität: 

lebt in Graz

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1986

Matura an der BORG Feldbach

1986 - 1989

Studium der Philosophie und Kunstgeschichte

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
2008

"Maschallah" interdisziplinäres Projekt im Rahmen der Ausstellung "Orientierungen" 

2011

Workshop "Improvvissazionze senza fine"

2011

Teilnehmerin des Komponistenforum "KoMoFi"

2012

Izmir Jazz Camp

2012

Master-Classes an der Elon-Jazz University, North Carolina, USA

2012

Gastsängerin und Referentin beim Forschungsprojekt "Quo vadis. Teufelsgeiger?" 

2013

Veranstalterin der "Suppenkonzerte Graz" für improvisierte Musik

2013

Leitung mehrerer Workshops für improvisiertes Singen und Perkussion zusammen mit Howard Curtis

Zusammenarbeit mit dem Ensemble "Perkussion Diskussion"

Zusammenarbeit mit dem Ensemble "Parkorchester"

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
2011

Interzone-Festival, Serbien

2011

"klangbogen" voice meets electronics mit David Pirro und Matthias Kronlachner

2011

International Tour (London, Wien)

2013

KoMoFi #17

2013

"Lightning & Thunder" Katja Cruz / Howard Curtis

2014

Weltpremiere des Filmes "Hexaphone", The ShapeShifter Lab

Aufführungen mit Mat Maneri, Jure Pukl, Arrigo Cappelletti, David Pirro, Andrea Massaria, Matthias Kronlachner, Jamilia Jazylbekova, Armin Pokorn, Fredi Lang, Alexey Kruglov, Jaak Sooar, Howard Curtis, Michael Moser, Sylvie Lacroix, Ewald Oberleitner, Valentin Czihak, Patrik Lechner, Wayne Darling, Dieter Glawischnig, Klemens Pliem, Christoph Wundrak, Sasa Mutic, Blaise Siwula, Ed Neumeister, Jon Metzger, John Brown, Johannes Enders, Larry Porter, Peter Herbert, Karl Ratzer, Alessandro Deledda, Alberto Dipace, Günter Meinhart, u.v.m.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2012

Best vocal release 2012 (The New York City Jazz Record)

Pressestimmen

HEXAPHONE

Musik, geboren aus dem Geist der vier Elemente und des Sechssterns, den Formen der Platonischen Körper und der Blume des Lebens. Gnosis und New Age, Alchemie und Tantrismus schwingen ineinander in dieser Feier universaler Grundmuster und eines Ineinanders von himmlischen und irdischen, weiblichen und männlichen, sichtbaren und unsichtbaren Kräften. Ernst Jünger mit seinem stereoskopischen Auge noch überbietend, entfaltet die Vokalistin Katja Cruz eine polygone Audiosphäre. Sie inszeniert sie im, natürlich sechsköpfigen, elektroakustischen Verbund mit Lake am Altsaxophon, Howard Curtis als Brother Drum, Andrea Massaria an der E-Gitarre, Patrik Lechner an Electronics und Patrick Dunst mit Altflöte, Bassklarinette, Duduk und ebenfalls Altosax. Cruz schwingt von ihren Mi Corazón-Tangos mit Dunst in Y Los Aires wieder zurück zur erdverbundenen Spiritualität ihrer Primeval Sounds Of The World. Ähnlich wie Sainkho Namchylak und Limpe Fuchs visioniert sie keine steinzeitliche Welt, Elektrizität ist nur eine Naturkraft mehr. Ohne Worte besingt sie die sechseckige Erde, die acht Gesichter der Luft, die zwanzig Facetten des Wassers, die zwölffache Pentagonie des universalen Äthers.[...]

Bad Alchemy (Rigobert Dittmann), Deutschland

Februar 2014

[...] Die Music-CD und die um Lechners Bilder erweiterte DVD bieten interessante Ansätze zur Diskussion über sinnvolle Wechselwirkungen zwischen Musik und Bild. Man darf sich in die Welt von "Octahedron" oder "Hexahedron" fallen lassen und durchaus auch abseits der "Liebe zur Geometrie" seine Gedanken schweifen lassen.

Concerto (tHo)

 

LIGHTNING AND THUNDER

April 2012

Katja Cruz und Howard Curtis ist in dieser ersten Zusammenarbeit etwas ganz Besonderes gelungen: eine Erkundung unseres Planeten Erde, aber vielmehr ein sehr feinfühliges Hineinspüren in ihre/unsere Wahrnehmung von diesem, von einem Gefühl, die Erde zu erkunden, noch bevor die Sprache uns befähigt sie zu beschreiben und so lange wir, als Teil dieser Erde, noch ganz Körper sind. Diese freien Improvisationen beschreiben aber nicht den Weg zurück zu einem Ursprung vielleicht, sondern sind so ganz und gar in der Gegenwart und machen uns Mut, die künftigen Entwicklungen auf unserem Planeten neugierig hörend anzunehmen.

Komponistenforum Mittersill (Wolfgang Seierl) 

 

Oktober 2011

Vielleicht handelt es sich um Mini-Opern für Klavier und Stimme. Die Dramatik kommt nicht aus dem Überschwang, sondern wird einer Eislandschaft abgetrotzt, in der sonst die Stille herrscht. Die österreichische Vokalistin Katja Cruz hat mit der englischen Pianistin Carolyn Hume eine auf ähnlicher künstlerischer Ebene agierende Partnerin gefunden, die bedächtige Töne zu wählen weiß. Sechs Platz greifende Stücke umfasst die bei Leo Records erschienene Aufnahme "Light and Shade". Sie erinnern alle an die emotionalen Welten, die in den Klängen von Gustav Mahler schlummern. Musik wie diese öffnet die Seelen, minimale Bewegungen der Stimme, mit leicht über das Klavier tastenden Fingern umspielt, tiefe nordische Seen aus der inneren Bilderwelt abrufend, auch ein erinnernder wehmütiger Blick auf vergangene Tage. Selten ein etwas lauterer Ton, der die Kristalle aus dem Gleichgewicht bringt. Katja Cruz und Carolyn Hume entwickeln einen abgelegenen unbekannten Raum, eine der modernen Kammermusik nahe Version im Überfluss der vielen vom Klavier begleiteten Sängerinnen. Ein Klang, den man ohne Bedenken betörend nennen kann, ein diskussionswürdiges und zukunftweisendes Werk in einem scheinbar ausgeloteten Genre. 

Concerto (tHo)

 

PRIMEVAL SOUNDS OF THE WORLD

September 2010

Im ersten Teil von "Primeval Sounds of the World" hört man die einsame Stimme von Katja Cruz, einzig über Mikrofon aufgenommen. Mehr als eine Vorführung ist es ein Versuch mit tiefem Naturempfinden in Einklang zu treten. Hervorgebrachten Klängen, mit intimsten Vibrationen, einwandfrei fürs menschliche Ohr, erstickt vom Rasen und Getöse der heutigen Zeit. Es kann freundliches Prasseln eines Baches sein oder das Überschwappen eines Seeufers, der Flügelschlag eines Vogels, ein vererbter Rückruf eines alten Schamanen, ein intensives Zikaden zirpen, Rascheln der Baumblätter, woraus Katja Cruz´s Stimme mit enormer Natürlichkeit Düfte und Eingebungen sammelt. Im zweiten Teil der Aufnahme der ausgezeichneten österreichischen Vokalistin argentinischer Abstammung, gesellt sich der Multiinstrumentalist Thomas Rottleuther dazu. Flöte, Bassklarinette und Baritonsaxofon kreieren ein Zusammen an Klängen, meist Lautenachahmendes, als entsprangen sie der Natur. Interagieren mit der Stimme als aktive Seite und komplementär, eine Art harmonischer Pantheismus. Noch mehr als in einer einsamen Sektion, steigt in vehementer Weise die Stille, zögernd und respektvoll für den Klang, wie eine bewusste Meditation, auf heilender Weise und schmerzstillend, aus den Rufen der Welt. Die Ausbildung von Katja Cruz ging über Geschichte und Philosophie Studium, zwischen Malerei und Skulptur, Ausstellungen visueller Medien bis hin zur Passion für klassische Musik. Der Beginn ihrer musikalischen Laufbahn ist eher jung und teilt sich zwischen einer Hommage an den weltlichen Traditionen und experimentellen Arbeiten. Mit "Primeval Sounds of the World", könnte man meinen, dass beide Extreme, stilistisch und konzeptionell, einen gemeinsamen Punkt der Begegnung gefunden haben.

 All about Jazz Italy (di Vincenzo Roggero, Übersetzung: Erich Dapunt)

 

Die urzeitlichen Klänge der Katja Cruz, wie sich die österreichische Sängerin nennt, sind kein Fall von musikalischer Archäologie, oder praktischer Altertumskunde, wie es eine Reihe Formationen bereits an der antiken griechischen und römischen Musik höchst löblich vorgemacht hat. Ob ein echter Bezug zum Urmenschen und seiner zweifellos vorhandenen Kultur besteht – wer weiß es? Nein, es geht hier nicht darum, dem ohnehin nur schwerlich erreichbaren Ideal der perfektionistischen Kultivierung nachzujagen, sondern ganz einfach "sich auszudrücken". Und "ausdrücken" ist das richtige Wort um zu beschreiben, was hier passiert, denn es ist ein Kampf, bei dem es nicht darum geht möglichst intelligente Antworten auf harmonische Fragen zu finden, sondern sich  mit sich und seiner Umwelt zu harmonisieren, denn, so Katja Cruz: "Alle Dinge dieser Welt klingen". Und hier greift der Geist zurück, was die Psychologie im Schichtenmodell "Es-Schicht" oder "Tiefenperson" nennt und muss sie machen lassen, muss sie sich frei machen lassen – denn sie ist Trägerin der Instinkte und urweltlicher Automatismen. Es ist eben ein Kampf, die Stimme, so begreift es Katja Cruz, zum Organ der Klänge zu machen, dazu bedarf es Instinkt und dabei ist ein zu starkes Verhaftetsein in kulturellen Schranken nicht förderlich, wenn nicht gar hinderlich. Und so wird auf diese Schranken verzichtet und der Seele, bzw. den Eindrücken in ihr in höchster Bewusstheit freien Lauf gelassen. Und dabei kommen Klänge heraus, die der "kultivierten Stimme" – die Katja Cruz auch hat, davon zeugen ihre bisherigen Einspielungen als Sängerin – zu erzeugen beinahe unmöglich sind. Oder eben, wie im zweiten Teil der CD, dem mitmusizierenden Instrument, das Thomas Rottleuthner in Form verschiedener Rohrblattinstrumente  bedient. Beide vertreten hier ähnliche Klangauffassungen und kommen einander im Musizieren erstaunlich nahe. Und so entsteht ein Moment erstaunlicher Kommunikation, der Einblicke in eine andere Musikauffassung zeigt. 

Jazzpodium (Markus Köhler)

 

 

 

 

Diskografie, Projekte

Diskographie:

  • 2013: Hexaphone - the cosmology of improvised music (Rudi Records)
  • 2012: Lightning & Thunder (Einklang Records)
  • 2011: KoFoMi #16 - Music? (Einklang Records)
  • 2011: Light & Shade (Leo Records)
  • 2010: Mi corazón (Leo Records)
  • 2010: Primeval Sounds of the World (Leo Records)
  • 2009: I am one (Leo Records)
  • 2009: Wassermusik/Watermusic (ATS Records)
  • 2008: Cantango (ATS Records/Extraplatte)
  • 2007: Ich bin (ATS Records/Extraplatte)