Elisabeth Harnik
Instrument: Klavier, Stimme

Fotografin: Carmina Escobar ©

Harnik Elisabeth

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Besetzung Gattung
1 holding up a bridge - für Ensemble 2018
2 limen - für Orgel und Violoncello 2017
3 hollow ear - für Frauenstimme, Klarinette und Kontrabass 2017
4 temperament - für Klavier und Live-Malerei 2017
5 Homage à Jeanne Lee - für Klavier und Stimme 2017
6 roaming - für Zither und zwei Spieldosen 2016
7 ON - für Molekularorgel und 7 SpielerInnen 2016
8 im Möglichkeitsraum aus Händen - für Gebärdensprachperformerin, Stimme, Flöte und Vibraphon 2016
9 Wir sind wie die Hunde - für Chor und Orchester 2016
10 articulations in space - für raumgreifenden Flügel, 4 Spieler*innen und Violoncello 2015
11 klopotec - für 6 Instrumente 2015
12 Konvergenzen 2015
13 happiness lies within - für Klaviertrio 2015
14 Noisy Pearl/s - für Cembalo 2015
15 For B. Oulot - für Ensemble 2014
16 die zehnzüngige lilie - für Ensemble 2014
17 re-framing II (inside the frame is what we're leaving out) - für Streichquartett 2014
18 grafting II - für Ensemble 2013
19 Transition - für Gamelanensemble und Kontrabass 2013
20 grafting I 2013
21 da lei… - für 5-stimmiges Vokalensemble 2013
22 floating shadows on flatland - für Saxophon, Violoncello und Kontrabass 2012
23 A Leave - für Frauenstimme und Flöte 2012
24 Performanz - für Klavier, Skulptur und Video 2012
25 Das Haus im Wald - für Mezzosopran, Bass, Sprecherin und vier Streicher 2012
26 Der Weg der Wächter - Version für 5-stimmiges Vokalensemble und sieben Instrumente 2012
27 Tunnelfische - Version für Kinderchor und vier Streicher 2012
28 Wagnerâma - für 7 Instrumente 2012
29 circle of understanding - für Violine solo 2012
30 reframe another - für 12 Instrumente 2011
31 Solo for Gertrude - für Solo Stimme 2011
32 keine keiner - für Klavier solo 2011
33 Das Nashorn - für Kinder oder Jugendchor 2010
34 treideln - für Klavier solo 2010
35 above, below and there between - für Klarinette, Violoncello und Akkordeon 2010
36 re-framing I - für Ensemble 2010
37 superschwärmen 2010
38 noč 2009
39 tender buttons 2009
40 selket - für 8 Stimmen 2009
41 Open lead near shore 2009
42 wie wundersam der wind - für "Orgelgebläse betriebenes" Blockflötenconsort und Sprecher mit Orgelpfeife 2008
43 not all there - für Bariton, Bass und Renaissance-Bassflöte 2008
44 klangwandeln 2008
45 schatten.risse 2008
46 Mittersill #13 - für verstärktes Klavier und Turntables 2008
47 shi-shi odoshi iii - für Improvisationsensemble 2007
48 "What is a Nunatak?" - für zwei Hörner 2007
49 passim - für Streichtrio und Frauenstimme 2007
50 Lockung - für gemischten Chor 2007 - 2008
51 zwischen schein und tiefe - für Flöte, Akkordeon und Violoncello 2007
52 Superstructure 2006 - 2007
53 Musiktheater "Kugelstein" - Unter der Brücke (2. Szene) 2006 - 2007
54 con las alas plegadas - für Mezzosopran und 6 Instrumente 2006
55 all ears area - für vier Schlagwerker 2005
56 ear area II - für 10 Instrumente 2005
57 ungleich rauh - für vier Blockflöten 2005
58 cirrus - für Solo-Feedback-Blockflöte 2005
59 d'ort(h) - für vier Instrumente und Schiffmühle 2005
60 Treibling - für Akkordeon solo 2005
61 anzurühren den himmel - für Schlagwerk, Klavier, Akkordeon, Violine und Violoncello 2005
62 belem - für vier Frauenstimmen 2005
63 Kugelstein I - für Solo-Mezzosopran und 5 Stimmen 2005
64 Kugelstein II, Ausschnitt aus der 2. Szene - Fassung für Solomezzosopran und Bassklarinette 2005 - 2006
65 ear area I - Zweikanalkomposition 2004
66 Novecento - Die Legende vom Ozeanpianisten - Bühnenmusik 2004
67 spontane renaissance - für Streichtrio 2003
68 (in)hörweite - für Sologitarre 2003
69 šum - für Klarinette, Violoncello und Klavier 2003 - 2004
70 raumzeitwendeboje - für Mezzosopran und Violoncello 2002
71 Shi- Shi Odoshi I - für Soloklavier 2001
72 Shi- Shi Odoshi II - für zwei beliebige Instrumente 2001
73 unterm strich
74 White Object - für Solostimme
75 Lass die Hand mir noch - für Soloflöte
76 Das ausrangierte Klavier

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1970
Geburtsdatum:  2. August 1970
Geburtsort:  Graz
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

 

Die freischaffende Komponistin und Pianistin ELISABETH HARNIK, 1970 in Graz geboren, studierte zunächst klassisches Klavier, später folgte das Kompositionsstudium bei Beat Furrer an der Kunstuniversität Graz.
Ihre kompositorischen Aktivitäten führen zu Aufträgen und Aufführungen ihrer Werke im In- und Ausland, etwa beim Komponistenforum Mittersill, beim Musikprotokoll, bei den Klangspuren, bei Wien Modern, beim Transart Festival Bozen, bei den Münchner Opern-Festspielen, bei Soundings London, beim Moving Sounds Festival NYC oder am Grazer Opernhaus.

 

Ihre Werke wurden u.a. interpretiert durch die Ensembles Zeitfluss, Schallfeld, Klangforum, die reihe, Kontrapunkte, Reconsil, Phace, Platypus, das Trio Amos, das Trio Eis, Airborne Extended, das RSO Wien, das Thürmchen Ensemble Köln, das Ensemble Tonfall der Duisburger Philharmoniker, das Ensemble Crush Duisburg, das Fidelio Trio London, das Cantus Ensemble Zagreb, das Ensemble mise-en New York etc.
Harnik ist als Improvisationsmusikerin weltweit tätig und erhielt viele Stipendien und Auszeichnungen. 2017 war sie Preisträgerin des SKE Publicity Awards.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Unterricht in Jazzgesang (Ines Reiger, Sheila Jordan und Jay Clayton)

Studium

1996

Lehrbefähigung mit Auszeichnung

2004

Bakkalaureat Komposition und Musiktheorie mit Auszeichnung

2006

Abschluss des Kompositionsstudiums mit Auszeichnung

Komposition - Musiktheater

2016

Deep Listening Certificate / Center for Deep Listening at Rensselaer in Troy

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1996

seitdem als Komponistin und Improvisationsmusikerin solistisch und in Ensembles weltweit tätig

2010

Gründung des Vereins "Kunsthaltestelle Streckhammerhaus" (gemeinsam mit der bildenden Künstlerin Heidi M. Richter)

2011

seither Lehrauftrag für Aufführungspraxis in Improvisation

spartenübergreifende Zusammenarbeiten, internationale und nationale Festivalauftritte, CD-Einspielungen, Auftragskompositionen und Theatermusik

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
2002
2003
2004
2005
2005
2005

Wacker Theater-Festival

2007

in Kooperation mit dem Projekt "Opernreigen der Zukunft" der Grazer Universität für Musik und Darstellende Kunst

2008

Steirisches Kammermusikfestival

Comprovise Festival Köln

Soundings Festival London

Haydn-Trio Eisenstadt

Trio Amos

Thürmchen Ensemble Köln

Fidelio Trio London

Cantus Ensemble Zagreb

Ensemble mise-en New York

weitere Infos auf der Homepage der Komponistin

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
2005
2006

in Kooperation mit dem ORF

2008

Haydn-Jahr 2009

2008
2009
2010
2010
2010
2010
2011

Symposion "Autorschaft-Genie-Geschlecht" an der Kunstuniversität Graz

2011
2011
2012

cercle - Konzertreihe für Neue Musik

2012
2012
2013
2013
2014
2015
2015

Rhizom Graz

2015
2015

Landgänge 2015

2016
2016
2017
2017

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2005

Musikförderungspreis

2006

Arbeitsstipendium

2007

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium

2007

Staatsstipendium für Komposition

2007

Würdigungspreis

2008

Artist in Residence

2010

Auslandsstipendium (Köln und Chicago)

2010

Music Omi International Musicians Residency (New York)

2012

EU-Art-Network Kunst-Symposion, Oslip: Artist in Residence

2013

Composer in Residence

2017

Publicity Award

Stilbeschreibung

Harnik bewegt sich in ihrer künstlerischen Arbeit in den Spannungsfeldern von Improvisation und Komposition. Die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Materialverwendung, dem "Repertoire" in Improvisation und Komposition und den damit verbundenen Möglichkeiten der Gestaltung sind Brennpunkte der aktuellen künstlerischen Auseinandersetzung.
"Neues" zu gewinnen innerhalb der jeweiligen Rahmenbedingungen und die eigenen Grenzen dabei zu erweitern ist ihr stets ein Motor für beide Disziplinen.
Komponieren und Improvisieren sieht sie als ein Wechselspiel von Kalkuliertem und Unvorhergesehenem: Ein Reflektieren über entstandenes Klangvokabular, sei es durch vorgefasste oder spontane Interventionen, und ein Nachspüren einer unbewussten inneren Struktur.

 

In ihrer kompositorischen Arbeit setzt Harnik selten am Beginn eines Stückes an, sie bewegt sich gerne sprunghaft auf der Zeitlinie, wobei Strukturen eines späteren Abschnittes oftmals auf vorangehende Teile zurückwirken. Strukturell arbeitet Harnik gerne mit vielschichtigen rhythmischen und melodischen Mustern, die in unterschiedlicher Weise kombiniert und ausgelesen werden. Notiert werden die musikalischen Verläufe in äußerster Präzision, die in ihrer oftmaligen Komplexität das gesuchte Neue eröffnen. In den Kompositionen Harniks kommt es oft zu einer erfrischenden Reibung zwischen selbst auferlegten Regeln und deren Abwandlung, auch Brechung, durch intuitive Entscheidungen – die Regel eröffnet einen Diskursbereich, der durch die musikalische Intuition sowohl bewertet und verarbeitet als auch vollkommen neu gestaltet werden kann.
Harnik's Pianistik als Improvisatorin wartet mit "virtuoser Freisinnigkeit" auf und "bietet Harmonien, die stets zur rechten Zeit in Schräglage versetzt werden, kraftvolle perkussive Passagen, temporeichen, schillernden Pointillismus, elegische Einkehr und ungestüme Ungetüme".

Pressestimmen

Diskografie, Projekte

Diskographie:

 

Bibliographie: