Dirk D'Ase
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D'Ase Dirk

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Menschenkind 2017 16m
2 Painting Over Overpainting 2016 10m
3 Internal Affairs 2015 35m
4 Red Anelopes 2014 7m
5 In Search of Lost 2014 12m
6 Olive Tree 2013 9m 30s
7 Absprünge / Saitensprünge 2012 12m 40s
8 Figuren / Induktionen 2012 17m
9 On broken steps 2011 12m
10 Das Ende des Flanierens 2011 3m 30s
11 L'intruse - Musikdrama in 2 Akten 2011 60m
12 Silberfluss, Feuermond... - Klangreise 2010 23m
13 Epiphania 2009 6m
14 Trio d'or 2008 14m
15 Don Juan wird sechzig - Musikdrama in 3 Akten 2005 2h 20m
16 Die Leidenschaften des Don Juan 2005 17m
17 Einstein…Bruchstücke 2004 33m
18 Cellokonzert 2004 18m
19 Feuerlicht...Nachtschatten 2003 16m
20 Einstein in Amerika - Musikdrama in 2 Akten 2002 1h 40m
21 Okavango Raincolors 2002 21m
22 2. Streichquartett 2001 18m
23 Blue Note - Klarinettenkonzert 2000 20m
24 Violinkonzert 1999 28m
25 Arrest - Musikdrama in einem Akt 1999 1h 15m
26 Schindel Orchesterlieder 1999 12m 50s
27 Schindel Lieder 1999 12m
28 Azrael - Tango Oper 1998 1h
29 Brecht Orcesterlieder 1998 21m
30 Drei Spirituals - Bearbeitungen 1996 16m
31 Turrini Orchesterlieder 1996 15m
32 Diary of Roland Hansen - Kammeroper in einem Akt 1996 1h 35m
33 Turrini Lieder 1996 15m
34 Songs of a redeeming Trumpet 1996 40m
35 Zeiten der Hoffnung - Erste Symphonie 1995 45m
36 Burning Day 1995 20m
37 Vienna waits for you - A parody (Bearbeitungen) 1994 10m
38 Folkdances from Brabant - Bearbeitungen 1994 10m
39 Flemish Folksongs - Bearbeitungen 1993 6m
40 Akkordeonkonzert 1993 22m
41 Red Rubber - African musicdrama in 2 Akten 1992 1h 40m
42 The Choice 1992 4m 10s
43 Bühnenmusik zu Eugénie Grandet (Balzac) 1991 8m
44 Drei Kärntnerlieder 1991 6m 10s
45 Peel the Plum 1991 6m 30s
46 Sauf-, Liebes- und Sterbelieder 1991 20m
47 Das wahre Sängerleben - drei ironische Stücke für einen gestressten Chor 1991 7m
48 Fanfare 1990 40m
49 Introduction Music 1990 6m
50 Ottetto 1989 16m
51 Seven Erotic Songs 1989 10m
52 Strings 1989 16m
53 Maple Foliage Ragtime 1988
54 Movements of Life - Music for dancers 1988
55 Hommage a Scott Joplin and Ragged Time 1988 8m 40s
56 Footprints 1988 21m
57 Erstes Streichquartett 1986 18m 30s
58 13 Bagatellen 1985 13m
59 Music for Mallets and Flute 1985 3m
60 Intermezzo 1985
61 Sechs Capricci 1982 12m 30s
62 Lamento 1981 3m 20s
63 Fünf Bagatellen 1978 5m 30s

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1960
Geburtsdatum:  31. Oktober 1960
Geburtsort:  Antwerpen
Geburtsland: 
Nationalität: 

Der Österreicher Dirk D'Ase hat sich in den letzten Jahren international mit Opern- und Orchesterkompositionen etabliert. Zu seinen wichtigsten Werken zählen 6 Opern, 4 Solo-konzerte, 1 Symphonie, Orchesterwerke sowie Orchesterlieder. Für die Saison 2003/04 wurde er vom Wiener Konzertverein als Composer in Residence im Wiener Musikverein bestellt. In derselben Saison wurde seine Oper "Einstein, Spuren des Lichts" zur 125-Jahrfeier Albert Einsteins in Ulm aus der Taufe gehoben und sein Cellokonzert bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt, wofür ihm das "Wiener Symphoniker Kompositionsstipendium" verliehen wurde. In weiterer Folge arbeitete D'Ase an seiner sechsten abendfüllenden Oper "Don Juan wird sechzig" (Libretto: Robert Schindel) im Auftrag des Wiener Mozartjahres 2006. Ausserdem wurde seine Tango-Oper AZRAEL am Stadttheater Trier (Deutschland) aufgeführt. D'Ase war "Composer Of The Year" an der Brüsseler Oper "La Monnaie" (Dir. Gerhard Mortier), Composer In Residence des Flandern Festivals und des Konservatoriums Wien. Seine Werke wurden u.a. im Wiener Musikverein, dem Wiener Konzerthaus, an der Carnegie Hall NY, der Juilliard School of Music NY, der Züricher Oper, der Brüssler Oper und der Philharmonie Köln, sowie bei den Bregenzer Festspielen aufgeführt. Er arbeitete mit Künstlern wie Sylvain Cambreling, Ulf Schirmer, Hugo Wolf Quartett, Wolfgang Schultz, Peter Turrini, u.v.m. zusammen. D'Ase studierte Komposition bei Luciano Berio, Friedrich Cerha, und Krzysztof Penderecki, unternahm ausgedehnte Reisen durch den südlichen Teil Afrikas und schrieb eine Diplomarbeit über süd-ostafrikanische traditionelle Musik. Seine Reisen und Forschungen in Afrika hatten einen fundamentalen Einfluß auf sein kompositorisches Denken.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1981 - 1986

Komposition

1985

Privatunterricht Komposition

1987

Wien, Radicondoli, Salzburg: Privatunterricht Komposition

1988 - 1989

Volksmusikforschung und Musikethnologie (Walter Deutsch, Gerhard Kubik)

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1983

La Monnaie, Brüssel: Auftragswerk für die Bestellung als Composer of the year

1987

Auftragswerk für die Bestellung als Composer in Residence

1991

Quatuor Danel: Auftragswerk für die Bestellung als Composer of the year: "1. Streichquartett"

1993

Kulturhauptstadt Europas, Antwerpen: Oper zur Eröffnung des Opernfestivals

1995
2000
2000
2001

Klarinettenkonzert

2003

Auftragswerk für die Bestellung als Composer in Residence

2004

Stadt Ulm: Oper für die 125-Jahr-Feier von Albert Einstein

2006

Oper in 3 Akten nach einem Libretto von Robert Schindel

Stilbeschreibung

Dirk D'Ase setzt sich in seiner Musik zentral mit den besonderen Eigenschaften und Klangfarben der Instrumente und der menschlichen Stimme auseinander. Er entwickelt geschmeidige charakterisierende Gesangs- und Instrumentallinien, die freitonal große Intervallsprünge mit Tonrepetitionen sinnfällig und eingängig verbinden. Sein Grundton sind Sekundenklänge, in vielen Schattierungen von beißender Schärfe bis zum irrlichternden Klangteppich, oft übereinander geschichtet oder in flüchtige Instrumentalgesten aufgelöst.
"Alles, was ich mache, suche ich im und aus dem Leben", formuliert Dirk D'Ase eine Art künstlerisches Credo, das nicht nur in den vitalen Zügen seiner Instrumentalmusik verwirklicht scheint, sondern auch in den menschlich-zwischenmenschlichen Konflikten, mit denen D'Ase, ständig dem Dramatischen nachspürend sich auseinandergesetzt hat: Die Welt, die Menschen, das Leben - alles basiert für ihn auf Emotionen, denen man sich stellen muß: Direkte, unmittelbare Kommunikation ist es, was ihn interessiert: den Bauch zu treffen und im Bauch getroffen zu werden.
D'Ase hat sich eine eigene rhythmische Technik erworben, die zu einem Merkmal seiner Kompositionen geworden ist und die auf dem Grundprinzip afrikanischer traditioneller Musik basiert: das Interlocking System. Diese Technik verwendet D'Ase auch in der Klanggestaltung, indem individuelle Melodien zu einer neuen virtuellen Klanglichkeit zusammenwachsen. Er arbeitet häufig mit kleinen Notenwerten, macht die Musik dadurch aufgeladener, dichter, aber setzt dies immer wieder in Kontrast zu langsamen Kantilenen; Geschwindigkeit und Dichte könnten als Leitworte über D'Ases Musikschaffen stehen.
Hauptsächlichstes Ziel ist es dabei, den Zuhörer auf dieser Klangreise emotional zu treffen und in seinem unbewussten Innersten aufzurütteln. Dirk D'Ase arbeitet wie besessen für die Erfindung einer neuen Musiksprache für seine Musiker, Figuren und seine Geschichten.

Pressestimmen

2004

Leben zwischen Gittern. Wien: Die neue Oper von Dirk D'Ase. D'Ase hat den Stoff mit großer Sensibilität in Musik gesetzt, ohne schicken Schnickschnack, in einer gut gearbeiteten Mixtur aus Flächigkeit und Motorik und mit der Idee, eine Art fünfköpfiges Concertino mit der Aufgabe zu betrauen, jeden der fünf Gesangssolisten zu charakterisieren: ein achtbares und ernsthaftes Werk. Der warmherzige Beifall galt einem Werk, das die mitleidende Emotion nicht verbirgt. 

Salzburger Nachrichten (Derek Weber) 

 

2001

D'Ase entwickelt geschmeidige, die Insassen individuell charakterisierende Gesangslinien, die freitonal große Intervallsprünge mit Tonrepetitionen sinnfällig und eingängig verbinden. Sein Grund-Ton sind Sekund-Klänge, in vielen Schattierungen von beißender Schärfe bis zum irrlichternden Klangteppich, oft übereinander geschichtet oder in flüchtige Instrumentalgesten aufgelöst. Wohltuend offen und atmend ist seine Sprache, die humorvoll gelegentlich auch mal das Tonale streift oder, wie für Hornaks Porträt, Eklektizismus vermeidend Klezmer-Töne eben nur ahnen lässt. 

Die Deutsche Bühne 

 

25. Oktober 2000

Sein Handwerk beherrscht er in der Tat: Reste von Klangflächen werden überlagert von afrikanisch beeinflußten rhythmischen Pulsationen; mit großer harmonischer und klanglicher Raffinesse ist das Instrumentarium verwendet, blockartige Bildungen wechseln mit solistischen Quasi- Improvisationen. Und gekonnt setzt D'Ase alle Mittel zum Aufbau gezielter Steigerungen und Höhepunkte ein, Stimmungen und deren abrupte Umschwünge werden suggestiv charakterisiert - kurzum: Theatermusik, wie sie sein soll. Das Premierenpublikum zeigte sich zurecht beeindruckt. 

Das Orchester (Gerhard Kramer) 

 

Die neue Einstein-Oper hätte jeden TV-Pisatest bestanden. Denn Dirk D'Ase begriff sie als mathematische Herausforderung, als Versuch, Einsteins mathematisches und physikalisches Denken in Klang und Form zu übersetzen. So hat er eine akustische Entsprechung für die Lichtquanten gefunden, einen neunstimmigen Visions- und Relativitätstheorieakkord ersonnen und viel Zahlensymbolik bemüht. Entscheidend jedoch ist, dass er seine Hauptfiguren musikalisch identifizierbar gemacht hat ... 

Die Welt (Jan Schleusener)

 

Da entfaltet Dirk D'Ase freitonale Musik, nuancenreich und klangsatt dargeboten, ihre ganze Imaginationskraft und Farbigkeit. Ausgetüftelte Klangfarben-Effekte (Akkordeon, Glockenspiel, Triangel, Celesta etc.) und kompositorische Finessen dienen der akustischen Umsetzung des in Einsteins Leben so bedeutsamen Lichts; irisierende Streichercluster, gleißende Töne, dramatisch aufgeladene Klangbogen, vertrackte Rhythmen und winzige Reibungen verraten mehr von Einsteins komplexer Innenwelt als das gesamte Libretto. 

Das Orchester (Susanne Rudolph)

AusbildnerIn von (Person)