Richard Dünser
Genre:

Doblinger Archiv© Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag

Dünser Richard

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 ...delle cose invisibili...I-III 2015
2 The Return of the Hunters 2014 15m
3 In seiner Fülle ruhet der Herbsttag 2014 4m
4 Mirrors of a Still Sky - für Horn 2013 3m
5 Canti notturni I 2012 17m
6 Canti notturni II 2012 17m
7 Canti notturni III 2012 17m
8 Gesang Weylas - Vierstimmiger Kanon nach Worten von Eduard Mörike 2012 4m
9 Solitudes - für Klarinette solo 2012 8m
10 Fantasie, Intermezzo und Nachtmusik 2011 16m
11 Opheliamusik III 2011 14m
12 The Garden of Desires 2010 17m
13 Ode an den Regen - für Violine und Violoncello 2009 12m
14 Synopsis I 2009 16m
15 Synopsis II 2009 16m
16 Opheliamusik II 2008 15m
17 Doppelkonzert - Konzert für Violine, Klavier und Orchester 2008 26m
18 Radek-Sinfonie 2007 41m
19 Radek - Kammeroper 2006 1h 20m
20 Memories. Dark Twilight 2006 5m 30s
21 Aus blauen Fernen - für Violine solo 2006 16m
22 The waste Land - für Orchester 2003 20m
23 "Muschelhut und Sandelschuh" 2003 12m
24 Da unten im Tale - 15 deutsche Volkslieder - (Johannes Brahms) Bearbeitung 2003 31m
25 Nebensonnen - für Streichorchester 2002 15m
26 Die letzten Dinge - Vier Lieder nach Texten von Thomas Höft für Bariton und Klavier 2002 15m
27 ...fresque de rêve... - für Septett 2001
28 Ich var uf der toren vart - Süsskind-Szenen für Mezzosopran und Kammerensemble 2000 16m
29 Quatre Preludes - (Claude Debussy) für Flöte, Klarinette und Gitarre 1999 11m
30 Threnodie - für Flöte, Klarinette und Gitarre 1999
31 Der Graf von Gleichen - Oper in zwei Akten nach den Skizzen von Franz Schubert, D 918 1997 136m
32 ... breeding lilacs out of the dead land ... 1997 ~ 16m
33 Siringa - vier leichte Stücke 1997 ~ 5m 30s
34 Aubes II - Dialoge für Kammerorchester 1996 15m
35 Aubes I - Dialoge für Saxophonquartett und Streichorchester 1995 15m
36 Quatre Tombeaux - für Gitarre 1993 10m
37 Geh unter, schöne Sonne - Lied für Sopran und Klavier 1993 4m
38 Violinkonzert 1992 25m
39 Vier Bagatellen - für Blockflöten-Ensemble 1991 ~ 7m
40 Personae - Fünf Stücke für Saxophon-Quartett 1990 8m
41 Sestina - für Orgel und drei Schlagzeuger 1990 11m
42 Erinnerung - Monument - Nachtgesang - Drei Klavierstücke 1989 16m
43 Hymnus - für großes Bläserensemble 1989 6m
44 Nacht-Triptychon - für Kammerensemble 1989 15m
45 Suite für Streichorchester - nach fünf Cembalo-Sonaten von Domenico Scarlatti 1988 18m
46 Streichquartett Nr. 2 1988 16m
47 Tage- und Nachtbücher - für Klarinette, Violoncello und Klavier 1988 13m
48 The Host of the Air - für Horn solo 1988 4m
49 Fantasie in f-moll - (Franz Schubert), Bearbeitung für Orchester 1987 25m
50 Szene am Teich - Opernszene 1986 10m
51 Elegie. An Diotima - Streichquartett Nr. 1 1986 15m
52 Der Wanderer - Hymne für Orchester 1986 13m
53 Sinfonietta concertante - für Klarinette und Streichorchester 1985 18m
54 Zwieklang - für Violine und Klavier 1985 5m 30s
55 Caravallium - für Blechbläserquintett 1984 8m
56 Meloi 1983 8m
57 Doch atmet kalt mein Abend schon - Vier ernste Gesänge 1981 12m
58 Drei Inventionen für Klavier 1980 6m
59 Drei Variationen nach alten Volksliedern - für drei Gitarren 1979 6m 50s
60 Canti notturni IV 17m
61 Canti notturni V 17m
62 Fünf Lieder nach Gedichten von Friedrich Rückert - (Gustav Mahler), Bearbeitung 22m
63 Lukas 22,63 14m
64 Nocturne 5m
65 Sonate op. 1 - (Alban Berg), Bearbeitung für Kammerorchester 11m

Allgemeine Information

Geburtsdatum:  1. Mai 1959
Geburtsort:  Bregenz
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

 

Richard Dünser wurde 1959 in Bregenz geboren. Nach der Matura und Studien am Konservatorium wechselte er an die Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien, wo er Komposition bei Francis Burt studierte. Nach dem Diplom folgte noch ein Post-Graduate-Studium bei Hans Werner Henze in Köln und ein Sommeraufenthalt als Kompositionsstipendiat in Tanglewood/USA, wo er mit Oliver Knussen, George Perle und Louis Krasner arbeitete und durch die Begegnung mit Leonard Bernstein wichtige Eindrücke empfing.

 

Dünser erhielt zahlreiche Stipendien, Preise und Kompositionsaufträge (u.a. Würdigungspreis des BMUKK, Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung, Arbeitsstipedium der Stadt Wien, Staatsstipendium für Komposition der Republik Österreich, Förderungspreis der Stadt Wien, Förderungsgabe der Vorarlberger Landesregierung).
Seine Werke wurden von bedeutenden Interpreten (u.a Sylvain Cambreling, Klangforum Wien, die reihe, Artis Quartett Wien, Kreuzberger Streichquartett ...) und Orchestern (Wiener Symphoniker, Wiener Concert-Verein, NÖ Tonkünstlerorchester, Symphonieorchester des NDR Hannover, Symphonieorchester Vorarlberg ...) weltweit aufgeführt und liegen umfassend dokumentiert auf CD vor (mica, KOCH/SCHWANN, Caprice, Sony-Columbia).

 

Internationale Beachtung erlangt er auch durch seine Version des Opernfragments "Der Graf von Gleichen" nach Franz Schubert, die 1997 im Rahmen des Festivals "styriarte" Graz konzertant uraufgeführt wurde. Neben seiner kompositorischen Tätigkeit erfüllte er Lehraufträge an der Universität "Mozarteum" in Salzburg/Innsbruck, am Landeskonservatorium Feldkirch und in Graz, wo er seit 1991 als ordentlicher Professor für Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst tätig ist. Richard Dünser lebt seit 1995 in der Südsteiermark.

 

Ein äußeres Zeichen des Erfolges ist, dass er seine Werke gleich in mehreren Verlagen verlegt. Seine Kammeroper "Radek" sowie das Doppelkonzert für Violine und Klavier, uraufgeführt bei den Bregenzer Festspielen 2009, ist in der renommierte "Edition Peters" erschienen. "Allein die Tatsache, dass ich bei diesem Verlag bin, macht mich sehr froh", sagt Richard Dünser, der jedoch aktiv bemüht ist, seine Werke in renommierten Konzerthäusern zu bringen. Allerdings gibt er hinsichtlich seiner Kompositionsart zu bedenken, dass seine Musik oft zwischen die Stühle der ästhetischen Ausrichtungen der Kuratoren gerät. "Meine Musik passt nicht in die Programme der Avantgardefestivals, aber kann dafür in ,normalen' Konzerten gespielt werden", so Dünser, der insgesamt einen Stilwandel in der zeitgenössischen Kompositionsart feststellt. Vermehrt wenden sich Komponisten einer harmonisch gebundenen und melodiebezogenen Musik zu.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1977 - 1980

Komposition

1977 - 1981

Musikerziehung

1977 - 1983

Instrumentalmusikerziehung

1980 - 1983

Komposition

1981

Abschluss Musikerziehung

1981 - 1982

Dirigentenklasse

1983

Abschluss Instrumentalmusikerziehung

1983

Diplom Komposition mit Auszeichnung

1983 - 1985

Komposition

1984

Mag.art.

1985 - 1987

Komposition

1987

Tanglewood (USA): Begegnung mit Leonard Bernstein, Komposition (George Perle, Louis Krasner und Oliver Knussen)

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1987

Lehrauftrag Tonsatz

1987

Lehraufträge Tonsatz, Abt. X

1988

Lehrauftrag

1990

Gastprofessur

1991

o. Professur für Musiktheorie

1993 - 1994

Composer in Residence

1995 - 1997

Herstellung der Oper "Der Graf von Gleichen" (Franz Schubert), UA Styriarte 1997

2004

Leitung einer Kompositionsklasse

Leiter der Lehrkanzel für Musiktheorie

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1981

Würdigungspreis

1983

Förderungspreis

1984

Staatsstipendium für Komposition

1986

Arbeitsstipendium

1987

Fördergabe

1987

Tanglewood/USA: Auslandsstipendium für Komposition

1988

Staatsstipendium für Komposition

1989

Förderungspreis

1991

Förderungsgabe für Kunst und Wissenschaft

2000

Ernst-und-Rosa-Dombrowski-Stiftung: Ernst-und Rosa-von-Dombrowski-Preis

2008

Internationales Brahmsfest Mürzzuschlag: composer in residence

2010

Ernst-Krenek-Preis

Arbeitsstipendium

Arbeitsstipendium

Förderungspreis

Pressestimmen

Es kann wohl als besonderes Ereignis gewertet werden, wenn eine Uraufführung, also ein Stück zeitgenössischer Musik, mit Bravorufen bedacht wird. [...] Das Schönste aber an Dünsers Werk ist die durch diese Klanglichkeit entstehende Überzeitlichkeit, ja Transzendenz, die den Zuhörer in glückhafter Ruhe zurück läßt. 

Neue Vorarlberger Tageszeitung (Anna Mika)

 

Dünser gehört nicht zu jenen, die zu "alten Werten" zurückkehren, als wäre die Avantgarde der letzten 90 Jahre am Holzweg gewesen. Vielmehr integriert seine Musik, deren Errungenschaften auf eigenständige Weise - etwa durch eine Harmonik, die alle Befürchtungen zerstreut, daß die Dissonanz als Spannungsmittel abgenutzt sein könnte. 

Tiroler Tageszeitung (Martin Mumelter)

 

Dünser besitzt die seltene Gabe, klar und fasslich ohne den kleinsten Qualitätsverlust zu formulieren. Die Harmonien wirken "ausgehört", die Farben sind einfallsreich gemischt, die Melodien ausdrucksstark, die Rhythmen lebendig, die Form übersichtlich, kurzum Musik zum baldigen Wiederhören 

Die Presse (Gerhard Kramer)

 

Theoretically in one movement, the piece developed from the single theme into an easily understandable alternation of fast and slow movements, the finale with exquisite lines played by each of the soloists. [...] It is a stunning work, and should be played more often.

South China Morning Post (Harry Rolnick)