Gründungsjahr: 1924
"1924 gegründete Knabenchorvereinigung als Nachfolgeinstitution des 1920 geschlossenen Sängerknabeninstituts an der Wiener Hofmusikkapelle. Nach dem Ende der Monarchie 1918 wurde das bereits unter Maria Theresia [I] auf ca. 10–15 Knaben reduzierte Hofsängerknabeninstitut aufgelassen (1919 Kündigung des Vertrags mit dem Löwenburgischen Konvikt, 1920 Mutation und somit Ausscheiden der letzten Hofsängerknaben); die Partien der hohen Stimmen in der Hofkapelle wurden in der Folge von den Damen des Staatsopernchores übernommen. Da sich der Rektor der Hofkapelle, J. Schnitt, und Hofkapellmeister C. Luze mit dem Traditionsbruch nicht abfinden wollten, gründeten sie aus eigener Initiative einen Nachfolgeverein, der ab November 1924 mit 12 Knaben in der Wiener Hofburgkapelle in Erscheinung trat, aber auch (ein Novum gegenüber den „alten“ Sängerknaben, die exklusiv für den Hofdienst eingesetzt wurden) bei zahlreichen Hauskonzerten. Der ursprünglich gewählte Name Sängerknaben der ehemaligen Hofmusikkapelle wurde 1927 (auch in Hinblick auf die regelmäßigen Auftritt in Konzerten der RAVAG ab 1925) in Wr. S. umgewandelt. 1926 kam es zu ersten Auftritten im Ausland (Schweiz, Deutschland), 1932/33 erste Nordamerika-Tournee."
Elisabeth Th. Hilscher (2023): Wiener Sängerknaben. In: OeML, abgerufen am 2.4.2026 [https://musiklexikon.ac.at/0xc1aa5576_0x0001e6d4]
ehemalige Leiter:innen
1939/1940–1945 | 1956–1968 Ferdinand Grossmann (künstlerischer Leiter)
1942–1945 | 1964–1981 Hans Gillesberger (Kapellmeister | künstlerischer Leiter)
1947–1949 Lothar Knessl (Präfekt, Aushilfskapellmeister)
1953–1958 Gerhard Track (Kapellmeister, Chorleiter des Reisechor)
Harald Goertz
ehemalige Sänger
1942–1948 Gerhard Track
1983–2009 Heinz Karl Gruber
2009–2013 Michael Schwarzenbacher
ehemalige Lehrende
1959–1963 Luna Alcalay
1979–1981 Axel Seidelmann (Violine)
Uraufführungen (Auswahl)
2024 Wolfgang Kogert (org), Wiener Sängerknaben, Herrenchor der Wiener Staatsoper, Choralschola der Wiener Hofburgkapelle, Orchester der Wiener Staatsoper, Johannes Ebenbauer (dir) - Wiener Hofmusikkapelle: Friedensmesse (UA, Johanna Doderer)
Wien Geschichte Wiki: https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Special:URIResolver/?curid=10102
GND: https://d-nb.info/gnd/801286-6
GND Explorer: https://explore.gnd.network/gnd/801286-6
WIKIDATA: https://www.wikidata.org/wiki/Q266508
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Wiener Sängerknaben
Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 2. 4. 2026): Wiener Sängerknaben. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/30637 (Abrufdatum: 6. 4. 2026).