Seidelmann Axel

Vorname
Axel
Nachname
Seidelmann
erfasst als
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
AusbildnerIn
ChorleiterIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Kammermusik
Instrument(e)
Klavier
Violine
Geburtsjahr
1954
Geburtsort
Linz
Geburtsland
Österreich

Mit freundlicher Genehmigung von Axel Seidelmann ©

"Axel Seidelmann, geb. am 13. Oktober 1954 in Linz, studierte Komposition, Dirigieren, Violine und Musikpädagogik an der Wiener Musikhochschule sowie Musikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Wien.
Von 1979 bis 1981 unterrichtete er als Violinlehrer bei den Wiener Sängerknaben und an der Musikschule der Stadt Wien, danach bis 1992 als AHS-Lehrer für die Fächer Musik und Geschichte. Daneben war Seidelmann als Dirigent und Ensembleleiter des Orchesters des "Neuen Wiener Musikvereins", als Landeschorleiter des Wiener Arbeitersängerbundes sowie als Gründer und Leiter der Gruppe "Vokaltheater" am Dramatischen Zentrum Wien tätig. Seidelmann zählt zu den Mitbegründern der Komponistenvereinigung "Wiener Musikforum", deren Leitung er von 1990 bis 1992 innehatte.

Seit 1988 hat Seidelmann einen Lehrauftrag für Tonsatz an der Wiener Musikuniversität, seit 1994 ist er Leiter des Lehrgangs für Tonmeisterausbildung. Für sein kompositorisches Schaffen erhielt Seidelmann zahlreiche Preise und Stipendien, darunter Arbeitsstipendium und Förderungspreis der Stadt Wien, Theodor Körner-Preis, Talentförderungspreis des Landes Oberösterreich, Staatsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst, Landeskulturpreis des Landes Oberösterreich 1995 für die Kirchenoper "Hiob".

Prof. Mag. Axel Seidelmann lehrt seit 1. Dezember 2002 als Universitätsprofessor für Harmonielehre-Kontrapunkt (Tonsatz) an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien."
APA-Presseaussendung: Axel Seidelmann - Harmonielehre-Kontrapunkt (Tonsatz), Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (2003), abgerufen am 30.04.2020 [https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20030130_OTS0205/axel-seidelman…]

Stilbeschreibung

"Es reizt mich, emotional erfaßbare, unmittelbar wirkende Musik zu schreiben, von stilistischer Vielfalt, spontan, frei von der Leber weg. Musik muß für mich ein sinnliches Erlebnis sein durch charakteristische Einfälle, spezifische Klänge und Klangwirkungen bei klarer struktureller Anlage. Meine Werke schwanken zwischen Dramatik und Expressivität einerseits (Einflüsse von Igor Strawinsky, Witold Lutoslawski, Krzysztof Penderecki etc.) und Lyrik, Besinnung, Suche nach der Stille andererseits (Einflüsse Anton Weberns, György Ligetis, Wilhelm Killmayers, ferner von John Cage und den Minimalisten). Klangliche Anregungen kommen auch von der Elektronik (auch der U-Branche) und der außereuropäischen Musik."
Axel Seidelmann (1990)

Auszeichnungen

1982 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Staatsstipendium für Komposition
1982 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung: Talentförderungspreis
1982 Theodor Körner Fonds: Theodor-Körner-Preis
1988 Stadt Wien: Förderungspreis und Arbeitsstipendium
1989 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Staatsstipendium für Komposition
1995 Amt der Oberösterreichischen Landesregierung: Landeskulturpreis für Musik (Hiob - Kirchenoper für sieben Solisten, drei Chöre, sieben Tänzer, Kammerensemble und Tonband)
1989 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Kompositionsförderung

Ausbildung

1972–1980 Universität Wien: Geschichte, Kunstgeschichte, Romanistik - Diplom
1972–1980 Institut für Musikwissenschaft/Universität Wien: Musikwissenschaft
1972–1980 mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Violine (Klaus Mätzl) und Klavier
1972–1980 mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Dirigieren (Karl Österreicher, Otmar Suitner), Komposition (Friedrich Neumann, Francis Burt) und Musikpädagogik

Tätigkeiten

1965–heute freischaffender Komponist
1972–1981 neben dem Studium Substitutentätigkeit als Geiger in diversen Ensembles (z.B. unter N. Harnoncourt, Tonkünstler-Kammerorchester, Haydn-Orchester, Wiener Barocksolisten)
1979–1981 Musikschule der Stadt Wien: Violinlehrer
1979–1981 Wiener Sängerknaben: Violinlehrer
1981–1992 Vokaltheater am Dramatischen Zentrum Wien: Gründung und Leitung
1981–1992 Orchester des Neuen Wiener Musikvereins: Dirigent und Ensembleleiter
1981–1992 Österreichischer Arbeitersängerbund, Wien: Landeschorleiter
1981–1992 Wien: Mittelschullehrer für Musik und Geschichte
1985–heute Wiener Musikforum: Mitbegründer
1988–heute mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Lehrauftrag für Tonsatz
1988–1992 ÖKB Österreichischer Komponistenbund, Wien: Vorstandsmitglied
1988–1992 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich, Wien: Vorstandsmitglied, u.a. Programmierung der "Langen Nacht der Neuen Musik" im Wiener Konzerthaus
1990–heute Autor zahlreicher Texte und Bücher
1990–1992 Wiener Musikforum: Leiter der Komponistenvereinigung, Veranstaltung von Konzertreihen mit zeitgenössischer Musik
1994–2007 mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Leiter des Lehrgangs "Tonmeister"
2001–2006 mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Vorstand des Instituts für Komposition und Elektroakustik
2002–heute mdw Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Professor für Harmonielehre/Kontrapunkt (Tonsatz)

Referent auf internationalen Symposien und Kursen für Zeitgenössische Musik und Chormusik, für Kompositions- und Tonmeisterausbildung
ÖGZM – Österreichische Gesellschaft für zeitgenössische Musik, Wien: Mitglied

Aufträge (Auswahl)

1994 Wiener Musiksommer : Hiob - Kirchenoper für sieben Solisten, drei Chöre, sieben Tänzer, Kammerensemble und Tonband
2010 Gradus ad parnassum : Sirenen für Flöte und Klavier

Aufführungen (Auswahl)

1984 Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Liederliche Stücke - für drei bis fünf Violoncelli (UA)
1987 Wiener Konzerthaus: Die Macht der Dinge - Szenische Choretüden (Vokaltheater) nach Bildern von René Magritte (UA), Duo für Violoncello und Kontrabass (UA)
1988 Albertina Wien: Drei imaginäre Märsche (UA)
1988 Ensemble Kreativ, Spittal/Drau: Metamorphosen - für Mezzosopran und Kammerensemble (UA)
1988 Eröffnungskonzert Internationales Brucknerfest Linz: Concerto per 13 (UA)
1988
Flötisten der Wiener Symphoniker, Albertina Wien: Toccata - für fünf Flöten (UA)
1992 Wiener Neustadt: Anabasis - für Violoncello und Klavier (UA)
1992 Musikverein Wien: Manamania II - für Tenorsaxophon und Baritonsaxophon (UA)

1994 Amadeus Ensemble Wien, Chor der Neuen Oper Wien - Wiener Musiksommer: Hiob - Kirchenoper für sieben Solisten, drei Chöre, sieben Tänzer, Kammerensemble und Tonband (UA)
1995 Ensemble xx. jahrhundert, Wien: Labyrinth - für fünfzehn Spieler (UA)
1996 Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester : Serenade für Streicher (UA)
1998 Orpheus Trio, Wiener Konzerthaus: Arioso - Musik für Streichtrio (UA)
2000 Eröffnungskonzert Internationales Brucknerfest Linz: Monument I/II - für A.B. (UA)
2001 Ensemble xx. jahrhundert, Wien: Évocations - für Klavierquartett (UA)
2004 Wien: 3 Lieder (UA)
2004 Ensemble xx. jahrhundert, Porgy & Bess Wien: Wiener Elegie (UA)
2007 Ensemble xx. jahrhundert, Wien: Tonga Concerto (UA)
2010 Wettbewerb Gradus ad ParnassumSirenen für Flöte und Klavier (UA)
2010 ORF Radio Symphonieorchester Wien - Radiokulturhaus, Wien: Moloch (UA)
2011 Ensemble xx. jahrhundert, 3raum - anatomietheater Wien: Skulptur I (Mobile) (UA)
2011  Wiener Kammerorchester - Konzerthaus, Wien: Serenade für Streicher (UA, 2. Fassung)
2012 Ensemble Cercle - OFF-Theater Wien: Interferenzen (UA)
2015 Ensemble xx. jahrhundert, OFF-Theater Wien: Skulptur I (Mobile), Neufassung 2015 (UA)
2015 Mödling: Incontri notturni (UA)
2017 Ensemble xx. jahrhundert - Wien modern, Radiokulturhaus Wien: Skulptur V (Cirren) (UA)
2018 Ensemble Konvergence, Prag (Tschechien): „Quando svane la luce…“ (UA)
2020 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien : Huayno de los Reyes muertos (UA)

Literatur

2014 Seidelmann, Axel: ... wieder war's ein Jahr - Ein Kalender in 52 Haiku, mit Linolschnitten von Thomas Pühringer. Weitra: Bibliothek der Provinz.
2019 Seidelmann, Axel: Die Musik der Stille - Reisebilder. Weitra: Bibliothek der Provinz.

Über den Komponisten
2010 mica: GRADUS AD PARNASSUM – 15. Elitemusikwettbewerb 2010 für Flöte, Klavier, Violine. In: mica-Musikmagazin.
2010 mica: Die Orchesterminiaturen - 40 Jahre ORF Radio-Symphonieorchester Wien / Vorschau auf den Sommer und die Saison 2010/11. In: mica-Musikmagazin.
2017 Rögl, Heinz: Bilanz und Abschlussbericht WIEN MODERN 2017. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

ÖKB: Axel Seidelmann

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 5. 2020): Biografie Axel Seidelmann. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/71368 (Abrufdatum: 8. 7. 2020).

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