Gruber Heinz Karl

Vorname
Heinz Karl
Nachname
Gruber
Nickname
HK Gruber
erfasst als
KomponistIn
InterpretIn
MusikvermittlerIn
DirigentIn
AusbildnerIn
AutorIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Modern/Avantgarde
Tradition/Moderne
Elektronische Musik
Instrument(e)
Kontrabass
Stimme
Geburtsjahr
1943
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Fotograf: Christian Heindl © Mit freundlicher Genehmigung von Doblinger Musikverlag

"Der Komponist, Dirigent und Chansonnier HK Gruber wurde 1943 in Wien geboren und sang im Kindesalter bei den Wiener Sängerknaben bevor er an der Wiener Hochschule für Musik studierte. Ab 1961 spiele er als Kontrabassist im Ensemble die reihe und von 1969 bis 1998 im Radio-Symphonieorchester Wien. Gruber begann seine Karriere als Sänger und Schauspieler mit dem MOB Art & Tone ART Ensemble, das er 1968 mit seinen Wiener Komponistenkollegen Kurt Schwertsik und Otto Zykan gründete. Er pflegt einen höchst individuellen Kompositionsstil und seine Musik wird weltweit von führenden Künstlern und Orchestern aufgeführt. Gruber wurde mit Österreichs renommiertestem Kulturpreis bedacht, dem Großen Österreichischen Staatspreis von 2002. 2009 wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses ernannt, wodurch er sich in eine großartige Reihe bedeutender Musiker einreiht, denen ebenfalls diese Ehre zu Teil wurde, wie zum Beispiel Igor Strawinski, Pierre Boulez, Leonard Bernstein oder Claudio Abbado. Gruber ist ein lebenslanges Ehrenmitglied des Vorstandes der Kurt Weill Foundation.

Grubers Werke sind von den renommiertesten Orchestern beauftragt und gespielt worden, darunter die Wiener Philharmoniker, das New York Philharmonic und die Berliner Philharmoniker, und wurden u.a. am Lucerne Festival, in der Carnegie Hall, und bei den BBC Proms aufgeführt. Er ist besonders bekannt für seine Instrumentalkonzerte, darunter: Aerial für den Trompeter Håkan Hardenberger, das über sechzig Aufführungen erfahren hat; zwei Konzerte für den Geiger Ernst Kovacic; das Cellokonzert für Yo-Yo Ma, welches dieser 1989 in Tanglewood erstaufführte; Busking für Trompete, Akkordeon, Banjo und Streichorchester, uraufgeführt von Hardenberger im Jahr 2008; sowie die Schlagzeugkonzerte Rough Music und into the open..., uraufgeführt von Colin Currie im Jahre 2015. Zu seinen Orchesterkompositionen gehört auch Dancing in the Dark, welches die Wiener Philharmoniker 2003 unter Sir Simon Rattle uraufführten. Zu Grubers jüngsten Werken zählt die Oper Geschichten aus dem Wiener Wald, die bei den Bregenzer Festspielen 2014 ihre Premiere erfahren hat, sowie ein neues Klavierkonzert für Emanuel Ax, ein gemeinschaftlicher Auftrag des New York Philharmonic, der Berliner Philharmoniker, des Concertgebouw-Orchesters und des Königlichen Philharmonischen Orchesters Stockholm.

Als aktiver Dirigent tritt Gruber mit vielen großen internationalen Orchestern auf. Zu den Höhepunkten seiner Dirigentenkarriere zählen Engagements bei den Wiener Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Philharmonia Orchestra London, sowie beim Mahler Chamber Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig, Tonhalle-Orchester Zürich, Königlichen Philharmonischen Orchester Stockholm, Cleveland Orchestra, und Los Angeles Philharmonic. Er hatte zudem von 2009 bis 2015 die Position des Composer/Conductor beim BBC Philharmonic Orchestra inne.
Gruber tritt häufig als Chansonnier in Erscheinung, besonders beachtenswert in Frankenstein!!, seinem populärsten Werk, das seit seiner Weltpremiere 1978 mit Gruber, Sir Simon Rattle und dem Royal Liverpool Philharmonic mehr als 600 Aufführungen auf der ganzen Welt erfahren hat. Darüber hinaus hat er als Chansonnier Werke von Kurt Weill und Hanns Eisler, sowie Schönbergs Pierrot Lunaire und Maxwell Davies’ Eight Songs for a Mad King aufgeführt und im Studio aufgenommen. [...]

In Grubers jüngsten CD-Aufnahmen dirigiert er das Schwedische Kammerorchester in Werken von Brett Dean für das Label BIS, sowie das BBC Philharmonic in Werken seines österreichischen Komponistenkollegen Kurt Schwertsik für das Label Chandos. Gruber hat zudem eine Reihe seiner eigenen Werke für Chandos und BIS eingespielt."
Intermusica: HK Gruber (2018/2019), abgerufen am 30.05.2020 [https://www.intermusica.co.uk/artist/HK-Gruber#scrollTo-conducting-prog…]

Stilbeschreibung

HK Gruber entzieht sich jeglicher Einordnung ebenso schnell, wie die Kulturexperten sie vornehmen können. Neoromantisch, neotonal, neoexpressionistisch, neuwienerisch: keines dieser Etiketten paßt auf ihn - vielmehr ist er ein empfindungsfähiger (und rundum vollendeter) Komponist, welcher auf jeden musikalischen Stimulus reagiert, der ihm begegnet, sei er nun anspruchsvoll oder anspruchslos, zwölf- oder siebentönig, bitter oder süß, und welcher sich zu keiner Äußerung mit aufgesetztem musikalischen Akzent verleiten läßt.
Seine Wiener Herkunft war in Bezug auf sein Schaffen allerdings immer ein zentraler, entscheidender Faktor. Die großen Wiener Klassiker von Haydn bis Berg stecken ihm natürlich im Blut, genau wie die Wiener Volksmusik [...]. Diverse Anklänge von Revue und Pop ziehen sich durch fast alle Kompositionen Grubers [...]. Der einprägsame Popsong, der sich am Ende des streng aufgebauten Violinkonzerts "... aus schatten duft gewebt" entspinnt, stammt ganz aus der Feder des Komponisten (nun ja, man munkelt, daß Franz Xaver Gruber, der Urheber von "Stille Nacht", sein Vorfahr sei) und nimmt ähnliches Gewicht und Schärfe an wie der entlehnte Bachchoral am Ende des Violinkonzerts von Alban Berg.
Zudem besticht Grubers Werk [...] unter vielen anderen faszinierenden Eigenschaften durch die Mühelosigkeit, mit der es die stilistischen Welten Bergs und Strawinskys zusammenfügt, die chromatische und die diatonische, die expressionistische und die neoklassische. [...] In welche Musikerrolle Gruber auch schlüpft (Komponist, Dirigent, Chansonnier, Schauspieler, Kontrabassist) und was für stilistische Zutaten er in seinen Werken auch verwenden mag, er bleibt unverwechselbar er selbst: eines der erstaunlich originellen und gebieterischen Talente der Nachkriegsmusik.
Boosey & Hawkes: Eine Einführung in die Musik HK Grubers von Paul Driver (Paul Driver, 1992), abgerufen am 30.05.2020 [https://www.boosey.com/pages/licensing/composer/composer_main?site-lang…]

"Grubers Musik spiegelt die großartige Wiener Tradition, im klassischen und populären Sinn durch eine moderne Lupe wieder und bezieht sich auf den Kabarettstil der Weimar Republik, oftmals mit einem unehrerbietigen schwarzen Humor.  Er erschien in vielen internationalen Festspielen als Komponist, Dirigent, Chansonnier und Schauspieler im Musiktheater."
mica-Musikmagazin: Die BBC Philharmonie engagiert HK Gruber als Komponisten/Dirigenten (mica, 2009) [https://www.musicaustria.at/die-bbc-philharmonie-engagiert-hk-gruber-al…]

"Der Komponist, Dirigent, Chansonnier und Kontrabassist HK Gruber ist eine der bekanntesten und populärsten aber auch rätselhaftesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Musikszene. Er entwickelte einen unverwechselbaren, hochindividuellen Stil, der als "neo-romantisch", "neo-tonal", "neo-expressionistisch" und "neo-wienerisch" bezeichnet wurde. Seine Musik bleibt aber erfrischend undoktrinär - ein nur auf den ersten Blick einfaches und gleichzeitig finster ironisches Idiom mit einer guten Prise schwarzen Humors. Berg, Stravinsky, Kabarettsongs und Popmusik haben ihn beeinflusst, aber welche stilistischen Elemente er auch in seine Werke integriert, bleibt er doch unnachahmlich er selbst: einer der originellsten musikalischen Köpfe seit dem Zweiten Weltkrieg."
die reihe: Artistic Partners (2020), abgerufen am 30.05.2020 [http://www.diereihe.at/ensemble/kategorie/artistic-partners]

Auszeichnungen

1966 Jugendkulturwoche Innsbruck: Kulturwochenpreis (Concerto für Orchester)
1969 Stadt Wien: Förderungspreis für Komposition
1970 Theodor Körner Fonds: Förderungspreis
1975 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Förderungspreis
1977 Theodor Körner Fonds: Förderungspreis
1978 Stadt Wien: Förderungspreis für Komposition
1979 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Würdigungspreis für Musik (Frankenstein!!)
1989 Stadt Wien: Preis für Musik
1996 Jugendkulturwoche Innsbruck: Kulturwochenpreis
1998 musik aktuell – Neue Musik in Niederösterreich: Artist in Residence
2003 Republik Österreich: Großer österreichischer Staatspreis für Kultur
2003 Stadt Wien: Silbernes Ehrenzeichen
2004–2005 Philharmonie Essen (Deutschland): Composer in Residence
2006 Forum Neue Musik Luzern (Schweiz): Composer in Residence
2006–2007 Svenska Kammarorkestern (Schweden): Artist in Residence
2008–2009 Wiener Konzerthaus: Artist in Residence
2009 Wiener Konzerthaus: Ehrenmitglied
2011 Musik-Festival Grafenegg: Composer in Residence
2016 Loisiarte - Festival für Kammermusik, Literatur und zeitgenössische Musik, Langenlois: Composer in Residence
2017 Amt der Wiener Landesregierung: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien
ÖKB – Österreichischer Komponistenbund Ehrenmitglied

Ausbildung

1957–1963 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Kontrabass (Ludwig Streicher, Alfred Planyavsky)
1957–1963 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Komposition (Alfred Uhl, Erwin Ratz), Musiktheorie/Zwölftontheorie (Hanns Jelinek)
1963–1964 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Meisterklasse Komposition (Gottfried von Einem)

Tätigkeiten

1965 Wiener Salonkonzerte: Gründung der Verantaltungsreihe (gemeinsam mit Kurt Schwertsik und Otto M. Zykan)
1973–1974 zahlreiche Bühnen- und Fernsehproduktionen mit Otto M. Zykan
1980–heute internationaler Erfolg von Frankenstein!! mit Erstaufführungen der Ensemblefassung u.a. in Österreich, Dänemark, Großbritannien, USA sowie der Orchesterfassung in Irland, Luxemburg, USA und Niederlande
1980 TMC – Tanglewood Music Center (Berkshire Music Center), Lenox (USA): Leiter eines Kompositions-Workshops
1983–2009 die reihe, Wien: künstlerischer Leiter
1991 Musik und Hauptdarsteller im Fernsehfilm "Bring me the head of Amadeus" (Regie: Barrie Gavin)
1993 Konzertreihe "Alternative Vienna" - London Philharmonic Orchestra, South Bank Centre London (Großbritannien): Konzeption und künstlerische Organisation
1997–heute Fokus auf Komponieren, Dirigieren sowie zahlreiche internationale Auftritte als Channsonnier und Interpret von Werken Kurt Weills, Hanns Eislers und eigener Werke
2000–heute BBC Proms, London (Großbritannien): regelmäßige Gastdirigate
2006 Folkwang Hochschule, Essen (Deutschland): Workshop-Leiter

Österreichischer Kunstsenat, Wien: Vizepräsident
Interessensgemeinschaft Niederösterreichischer Komponisten – INÖK, Wien: Mitglied

Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
1953–1957 Wiener Sängerknaben: Mitglied
1960–heute die reihe, Wien: Kontrabassist
1963–1969 Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester Erster Kontrabassist
1968–1971 Ensemble "MOB art & tone ART", Wien: Gründer (gemeinsam mit Kurt Schwertsik, Otto M. Zykan) und Mitglied - Tournee mit eigenen Werken u.a.
1969–1998 ORF Radio Symphonieorchester Wien: Kontrabassist
2009–2015 BBC Philharmonic Orchestra, London (Großbritannien): Komponist und Dirigent

Dirigate bei namhaften nationalen und internationalen Klangkörpern wie u.a. Klangforum Wien, Ensemble Modern, London Sinfonietta, Scottish Chamber Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen RundfunksWiener Philharmoniker, The Cleveland Orchestra, Göteborg Symphony, Los Angeles Philharmonic, Baltimore Symphony, Radiosymphonieorchester Frankfurt, Gewandhausorchester LeipzigWDR Sinfonieorchester, Tokyo Metropolitan Orchestra, Baseler Kammerorchester etc.

Aufträge (Auswahl)

1965 im Auftrag von Eugene List: Kadenzen zum Klavierkonzert in B - (Domenico Puccini)
1988 Alban Berg Stiftung: Nebelsteinmusik - Violinkonzert Nr. 2
1989 Koussevitzky Music Foundation (USA): Cello Concerto
1990 Volksoper Wien: Gomorra - Ein musikalisches Spektakel auf ein Libretto von Richard Bletschacher
1992 Huddersfield Contemporary Music Festival (Großbritannien): Gloria von Jaxtberg - A pigtale
1998 BBC Proms (Großbritannien): Aerial - Konzert für Trompete und Orchester
2002 Wiener Philharmoniker: Dancing in the Dark
2005 Eliette und Herbert von Karajan Institut: Der Herr Nordwind - Oper in 2 Teilen

zahlreiche weitere Aufträge von Festivals (z.B. Steirischer Herbst), im Kulturbereich tätigen Organisationen (u.a. ORF – Österreichischer Rundfunk) sowie von Ensemblen/Orchestern (u.a. The Nash Ensemble, London Sinfonietta, Bruckner Orchester)

Aufführungen (Auswahl)

1964 ORF Radio Symphonieorchester Wien, Heinz Sandauer (dir), Wien: Manhattan Broadcasts - für kleines Orchester (UA)
1965 Wiener Musikverein: Zwei Rhapsodien - für Violoncello und Klavier (UA)
1966 Ernst Kovacic (vl) - Museum des 20. Jahrhunderts, Wien: Vier Stücke (UA)
1968 Wien: Sechs Episoden aus einer unterbrochenen Chronik (UA)
1969 Wien: Revue - für Kammerorchester (UA)
1979 Grazer Messe: Drei MOB Stücke - für Ensemble (UA)

1969 ORF – Österreichischer Rundfunk, Wien: Die Vertreibung aus dem Paradies (UA)
1972 Wien: Vergrößerung - für Orchester (UA)
1972 Ensemble xx. jahrhundert, Peter Burwik (dir), Zentralsparkasse Wien: Festmusik - für Kammerensemble (UA)
1976 Ensemble Kontrapunkte, Peter Keuschnig (dir) - Wiener Festwochen, Schlachthof St. Marx: Reportage aus Gomorra (UA)
1978 Heinz Karl Gruber, RLPO – Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Sir Simon Rattle (dir), Liverpool (Großbritannien): Frankenstein!! - Ein Pan-Dämonium für Chansonnier (Bariton) und Orchester (UA)
1979 Grimethorpe Colliery Band, Elgar Howarth (dir), Zagreb (Kroatien): Entmilitarisierte Zonen - Marschparaphrasen für Blechbläser (UA)
1979 Berliner Festspiele (Deutschland): ... aus schatten duft gewebt ... - Violinkonzert Nr. 1 (UA)
1979 die reihe, Kurt Schwertsik (dir) - Berliner Festspiele (Deutschland): Frankenstein!! - Ensemble-Version (UA)
1979 die reihe, Graz: Frankenstein!! - Ensemble-Version (österreichische EA)
1979 Royal Academy of Music Ensemble, John Carewe (dir) - Royal Academy of Music London (Großbritannien): Phantom-Bilder auf der Spur eines verdächtigen Themas (UA)
1981 Käte Wittlich (pf), Schloss Grafenegg: Luftschlösser - Klavierzyklus in vier Sätzen (UA)
1983
Gerald Fromme (perc), ORF Radio Symphonieorchester Wien, Lothar Zagrosek (dir) - Österreichischer Rundfunk – ORF: Rauhe Töne - (Rough Music) (UA)
1986 Contemporary Music Ensemble - Queensland Conservatory of Music (Australien): Phantom-Bilder auf der Spur eines verdächtigen Themas
1987 Cello Ensemble Heinrich Schiff - Österreichischer Rundfunk (ORF) – Landesstudio Steiermark: Anagramm für sechs Celli (UA)
1987 London (Großbritannien): Luftschlösser - Klavierzyklus in vier Sätzen
1987 Musica Nova Festival, Queensland (Australien): Rauhe Töne - (Rough Music)
1988 Ensemble Kontrapunkte, Wien: Die Vertreibung aus dem Paradies
1988 Ernst Kovacic (vl), Wiener Symphoniker - Brucknertage St. Florian: Nebelsteinmusik - Violinkonzert Nr. 2 (UA)
1988 ORF Radio Symphonieorchester Wien: Charivari - Ein österreichisches Journal für Orchester
1989 Yo-Yo Ma (vc), Boston Music Viva, Richard Pittman (dir) - TMC – Tanglewood Music Center (Berkshire Music Center), Lenox (USA): Cello Concerto (UA)
1990 Mürzzuschlag: Entmilitarisierte Zonen - Marschparaphrasen für Blechbläser
1991 BBC - British Broadcasting Corporation, London: "Bring me the head of Amadeus" - Musik zum Film in den "Not Mozart"-Serien (UA)
1991 Royal Albert Hall London (Großbritannien): Cello Concerto
1992 Ensemble Kontrapunkte - Musikverein Wien: Sechs Episoden aus einer unterbrochenen Chronik
1992 Ensemble Kontrapunkte, Peter Keuschnig (dir) - Musikverein Wien: Gloria von Jaxtberg - Overture (UA)
1993 Volksoper Wien: Gomorra - Ein musikalisches Spektakel auf ein Libretto von Richard Bletschacher (UA)
1994 Opera North Leeds, Huddersfield Contemporary Music Festival (Großbritannien): Gloria von Jaxtberg - A pigtale (UA)
1994 New Music Ensemble - City of Leeds College of Music (Großbritannien): 3 MOB Pieces - Version für Trompete und kleines Orchester
1995 London (Großbritannien): Nebelsteinmusik - Violinkonzert Nr. 2 (britische EA)
1996 WDR Sinfonieorchester Köln (Deutschland): Manhattan Broadcasts - für kleines Orchester
1997 Heinz Karl Gruber, Klangforum Wien - Musikverein Wien: Zeitstimmung (UA)
1998 London Sinfonietta, London (Großbritannien): Zeitstimmung (britische EA)
1999 Hakan Hardenberger (tp), BBC Symphony Orchestra - BBC Proms, Royal Albert Hal London (Großbritannien): Aerial - Konzert für Trompete und Orchester (UA)
2000 Hakan Hardenberger (tp), Svenska Kammarorkestern, Heinz Karl Gruber (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Graz: 3 MOB Pieces - Version für Trompete und kleines Orchester (UA)
2001 University of Evansville (USA): Exposed Throat (UA)
2001 London Sinfonietta, Basel (Schweiz): Zeitfluren (UA)
2002 Mozarteumorchester Salzburg, Salzburg: Zeitstimmung
2003 Wiener Philharmoniker, Sir Simon Rattle (dir) - Musikverein Wien: Dancing in the Dark (UA)
2004 Hamburgische Staatsoper: Gloria von Jaxtberg - A pigtale
2005 Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester, Barcelona (Spanien): Rauhe Töne - (Rough Music)
2005 Opernhaus Zürich (Schweiz): Der Herr Nordwind - Oper in 2 Teilen (UA)
2006 BBC Symphony Orchestra - Forum Neue Musik Luzern (Schweiz): Hidden Agenda (UA)
2007 Camerata Salzburg, Wiesbaden (Deutschland): 3 MOB Pieces - Version für Trompete und kleines Orchester
2008 Hakan Hardenberger (tp), Amsterdam Sinfonietta, Heinz Karl Gruber, Amsterdam (Niederlande): Busking (UA)
2009 BBC Philharmonic Orchestra, Manchester (Großbritannien): Zeitstimmung
2010 Ulrichshusen (Deutschland): Der Kastengeist - Lieder auf Gedichte von Richard Bletschacher
2011 ORF Radio Symphonieorchester Wien: Frankenstein!! - Ein Pan-Dämonium für Chansonnier (Bariton) und Orchester (EA, Ballett-Version)
2011 Niederösterreichisches Tonkünstler-Orchester - Musikfestival Grafenegg, Schloss Grafenegg: Northwind Pictures (Nordwind Bilder) - für Orchester (UA)
2012 BBC Philharmonic Orchestra, Manchester (Großbritannien): Northwind Pictures (Nordwind Bilder) - für Orchester (britische EA)
2014 Bregenzer Festspiele, Festspielhaus Bregenz: Geschichten aus dem Wienerwald - Opera in 3 Akten (UA)
2015 Colin Currie (perc), BBC Philharmonic Orchestra, John Storgårds (dir) - BBC Proms, Royal Albert Hal London (Großbritannien): into the open ... - für Perkussion und Orchester (UA)
2015 Theater an der Wien: Geschichten aus dem Wienerwald - Opera in 3 Akten
2017 David Geffen (pf), The New York Philharmonic Orchestra, Alan Gilbert (dir), New York (USA): Piano Concerto (UA)
2017 Personale HK Gruber - Komponistenfestival Stockholm, Konserthuset Stockholm (Schweden): into the open ... - für Perkussion und Orchester, Northwind Pictures (Nordwind Bilder) - für Orchester, Cello Concerto, Manhattan Broadcasts - für kleines Orchester, Timescapes, Charivari - Ein österreichisches Journal für Orchester, Piano Concerto

Pressestimmen

2017
"A brand new concerto was the main event at the opening concert, written for the celebrated American pianist Emanuel Ax. According to HK Gruber, the classic "Brahmspianist" is something that does not seem to particularly inspire him. Rather, it would be a barpianist from distant nightclubs vibrating with mesmerizing saxophones and strange rhythms. The concerto is charming and compassionate, relaxing to stillness then building again to a joyous and sparkling finale [...] HK Gruber is the complete musician, from his start in The Vienna Boys Choir and his years as a double bassist to his successful transformation into composer, conductor and cabaret singer."
Dagens Nyheter

November 2015

über: into the open ...
"Grubers Werk ist ein Solistenkonzert für Schlagwerk. Und obgleich es ein echtes Solisten- und Bravourstück ist, widersteht Nali Gruber der Versuchung, hier eine Abfolge von Showmomenten zu machen. Ein Virtuosenstück also, das dennoch keines ist. Keines im Sinne von reinen Muskel- und Technikangebereien. Hier greifen Solo- und Orchesterstimmen sinnhaft ineinander und schaffen ein symphonisches Ganzes."
Observer

23. Juli 2014
Getreu dem heurigen Motto der Bregenzer Festspiele - „Wien zartbitter“ - erwartete das Publikum am Mittwochabend ein zartbitteres Vergnügen: Der Theaterklassiker „Geschichten aus dem Wiener Wald“ wurde als Oper im Festspielhaus uraufgeführt. Am Dirigentenpult: Komponist HK Gruber. [...] Bei den Bregenzer Festspielen nun präsentiert sich das Stück als Oper am Puls der Zeit. Bereits Horvath selbst hatte daran gedacht, dass sein Stück ein Schauspiel mit Musik werden sollte. Die Musik hätte Kurt Weill beisteuern sollen - das Projekt kam aber nie zustande. Nun hat der Wiener Komponist, Dirigent, Chansonnier und Schauspieler Heinz Karl Gruber Horvaths Texte in Musik gehüllt. [...] Drei Jahre lang hat sich Gruber für die Komposition Zeit genommen. Wie der 71-Jährige [...] erklärte, habe er versucht, der Sprachmelodie des Autors zu folgen. "Komponist Nummer eins" sei also Ödon von Horvath."
ORF Vorarlberg (2014), abgerufen am 30.05.2020 [https://vorarlberg.orf.at/v2/news/stories/2658880/]

5. September 2011
über: Northwind Pictures
"Die spezifische Pointe dieses Stücks liegt darin, dass Instrumente die Sängerparts der Oper übernehmen, sich mit effektvollen ariosen Momenten einstellen. Ein bei allem Schwung kunstvoll erdachtes, auf einer originellen Reihe und gregorianischen Melodie basierendes Orchestertableau."
Die Presse (Walter Dobner)

19. August 2006
"Zwölftonmusik und Humor - geht das? Bei Gruber schon, er nimmt es ja nicht bierernst. Eleganz ist sein ästhetisches Credo, tonal darf es zugehen, komponiert wird mit moderner Reihentechnik. Dass atonale Tonsetzer da die Nase rümpfen, liegt auf der Hand. Aber Gruber dachte nie daran, sich einem "Zentralkomitee für Neue Musik" zu beugen."
Wiener Zeitung (Christoph Irrgeher)

2006
"Die Filmmusik von Gruber reichhaltig, subtil und dicht gearbeitet,ein seltsam visionäres Paar von Bewegungen, das im sicheren Abstand (im Gegensatz zu dem Turnage) zu ansonsten stereotypen Jazzhaftigkeiten des Instruments bleibt, auch beim Erkunden der Tanzmusik der 1930er-Jahre [...]"
Sunday Times

13. Jänner 2003
"Virtuose Soli im Klangstrom An diesem Vormittag im Goldenen Saal konzentrierte sich das Interesse begreiflicherweise auf die Uraufführung von Heinz Karl Grubers Auftragskomposition "Dancing in the Dark". [...] Das Stück überrascht alle, die "Nali" vornehmlich von seiner humorvoll-sarkastischen Seite her kennen, durch seine ernste, große Anlage. Gleich zu Beginn fesselt die weitgespannt Kantilene des Tenorhorns (prachtvoll: Dietmar Küblböck), auch in der Folge heben sich immer wieder virtuose Soli aus dem breit dahinflutenden Klangstrom heraus. Und geschickt findet der Komponist durch eine sich allmählich durchsetzende Pulsation zu jazzig inspirierten Rhythmen. Ein großer, durchschlagender Erfolg!"
Die Presse (Gerhard Kramer)

3. Jänner 2003
Heinz Karl Gruber wird 60
"Ich habe es mir ausgerechnet - etwa 2095 werde ich alle Vorhaben erledigt haben", resümiert Gruber, der vorzeigt, daß man auch heutzutage als Individualist Erfolg haben kann. Soferne man sich zu seiner Originalität bekennt.
Die Presse (Walter Dobner)

Diskografie (Auswahl)

Als Dirigent
2006 The Jerwood Series 1 - London Sinfonietta (London Sinfonietta Label)
1999 Weill: Die Dreigroschenoper - Ensemble Modern, HK Gruber (Red Seal)
1998 Eisler: Roaring Eisler - Ensemble Modern, HK Gruber (RCA/BMG)
1996 Antheil: Fighting the Waves - Ensemble Modern, HK Gruber (Red Seal)
1990 Weill: Berlin im Licht - Ensemble Modern, Rosemary Hardy, HK Gruber (Largo)

Als Interpret
2019 Friedrich Cerha: Eine Art Chansons - HK Gruber, Kurt Prihoda, Rainer Keuschnig, Josef Pitzek (Kairos)
1999 Weill: Der Silbersee - London Sinfonietta (Red Seal)

Tonträger mit eigenen Werken
2012 Marches: Demilitarised Zones = Entmilitarisierte Zonen (Capriccio) // Track 8: Entmilitarisierte Zone
2012 2012 Håkan Hardenberger Plays Gruber & Schwertsik ‎- Swedish Chamber Orchestra, HK Gruber (BIS) // Track 1-3: 3 MOB Pieces; Track 4-6: Busking
2007 Frankenstein!! / Perpetuum mobile / Charivari / Dancing in the Dark -  BBC Philharmonic Orchestra (Chandos)
2006 Håkan Hardenberger - Exposed Throat (BIS) // Track 1: Exposed Throat
2006 Zeitstimmung - Kristjan Järvi, Tonkünstler Orchestra (BIS)
2003  Manhattan Broadcasts / Cello Concerto / Zeitfluren - HK Gruber / Robert Cohen, Swedish Chamber Orchestra (BIS)
1997 Frankenstein!! - Camerata Salzburg,, HK Gruber, Franz Welser-Möst (EMI Classics)
1993  HK Gruber: ... Aus Schatten Duft Gewebt ... (Largo)

Literatur

Über den Komponisten
mica-Archiv: Heinz Karl Gruber
1991 Driver, Paul: Gruber's Concertos. In: Tempo 09/1991, S. 22-27.
1992 Heindl, Christian: Von Frankenstein und Fräulein Dracula. Der Komponist Heinz Karl Gruber. In: Wiener Zeitung, 01.05.1992.
1995 Rögl, Heinz: "Schafft den Heiligenschein in der Kunst ab!" Heinz Karl Gruber im Gespräch mit Heinz Rögl. In: ÖMZ 01/1995, S. 44-47.
2001 Griffiths, Paul: His Music Can Leap und Fall, Tickle und Apall. In: The New York Times, 15.04.2001.
2003 Persché, Gerhard: Die schönste Sau des Abendlandes. Der Komponist HK Gruber erhält den Österreichischen Staatspreis. In: Süddeutsche Zeitung, 05./06.04.2003.
2007 Rögl, Heinz: Gerd Kühr, Heinz Karl Gruber und das Klangforum Wien attackierten Lothar Knessl im Konzerthaus mit einer Uraufführung. In: mica-Musikmagazin.
2008 mica-Artikel: Premiere - HK ("Nali") Gruber mit 100 Philharmonikern und 40 Schülern der Volkschule "Kunterbunt". In: mica-Musikmagazin.
2009 mica-Artikel: Neue Ehrenmitglieder der Wiener Konzerthausgesellschaft. In: mica-Musikmagazin.
2009 mica-Artikel: Die BBC Philharmonie engagiert HK Gruber als Komponisten/Dirigenten. In: mica-Musikmagazin.
2011 mica-Artikel: Ink Still Wet: Composer-Conductor-Workshop mit HK Gruber beim Musik-Festival Grafenegg. In: mica-Musikmagazin.
2014 Thurner, Silvia: Walzerklänge, bei denen die Musik aus Haut und Knochen besteht - HK Gruber im Porträt. In: mica-Musikmagazin.
2014 Zschunke, Andrea: HK Gruber - Musik in Kommunikation. MUSIKZEITedition "Komponisten unserer Zeit", Band 31. Wien: Verlag Lafite.

Quellen/Links

austrian music export: HK Gruber
INÖK: HK Gruber
Wikipedia: HK Gruber
Boosey & Hawkes: HK Gruber
Künstleragentur Intermusica: HK Gruber
Website: die reihe

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 3. 7. 2020): Biografie Heinz Karl Gruber. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/55008 (Abrufdatum: 20. 10. 2020).

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