Kont Paul

Vorname
Paul
Nachname
Kont
erfasst als
AutorIn
KomponistIn
AusbildnerIn
DirigentIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Violine
Klavier
Geburtsjahr
1920
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich
Todesjahr
2000
Sterbeort
Wien

Mit freundlicher Genehmigung der Paul Kont Gesellschaft ©

Ausbildung
1930 - 1934 erster Unterricht Klavier
1936 - 1938 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Geigenunterricht (Erna Schreier) Violine
1939 - 1940 MUK - Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien (früher: Konservatorium Privatuniversität Wien) Wien Unterricht bei Vittoria Borri Violine
1945 - 1949 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Dirigieren Swarowsky Hans
1945 - 1949 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Dirigieren Krips Josef
1945 - 1949 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition Lechthaler Josef
1945 - 1949 Privatunterricht: Formanalyse nach Schönberg - Webern Polnauer Josef
1951 Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Darmstadt Teilnahme Fortner Wolfgang
1951 - 1952 Paris Privatunterricht Messiaen Olivier
1951 - 1952 Paris Unterricht bei Darius Milhaud und Arthur Honegger

Tätigkeiten
1940 - 1945 Militärdienst
1969 - 1980 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Lehrbeauftragter für das neue Fach "Komposition für Audiovisuelle Medien"
1980 - 1986 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Professur für Komposition
freischaffender Komponist Pianist Dirigent und Musikschriftsteller

Aufführungen (Auswahl)
1950 Wien Secession Wien - Art Club Triptychon - für Violine und Klavier
1981 Ensemble xx. jahrhundert Quartett - für Oboe, Klarinette, Baßklarinette und Fagott. Erstes Bläserquartett
1985 ORF - Österreichischer Rundfunk Radiokulturhaus K - Choreographische Szenen für Streichorchester (Ballett)
1990 Klangbogen Wien Museum für Angewandte Kunst Septett in gemischter Manier - Drei Sätze für Flöte, Klarinette, Fagott, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass
1995 Brucknerhaus Linz Drei Alt-Österreicher-Märsche
1999 Koehne Quartett Herbert von Karajan Centrum Sonate und Sonatine - für Streichquartett
2000 Wiener Konzerthaus Wien Serenata a tre in maniera materiale - Sieben Sätze für Flöte, Violine und Viola
2000 Österreichisches Kulturforum Warschau - Austrian Cultural Forum Warsaw - Polen Sonate und Sonatine - für Streichquartett
2000 ÖNB - Österreichische Nationalbibliothek Wien Strohkoffer - Suite für Violine und Klavier
2001 Musik-Akademie der Stadt Basel / Hochschule für Musik Basel Amores infelices - Sonate für Klavier und Streichorchester
2005 Universität Mozarteum Salzburg Salzburg Zwei Veränderungen über den Diabelli-Walzer
2006 Trio ViennARTE Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Kammermusikalische Werke anläßlich der Präsentation einer Paul-Kont-Biographie

Auszeichnungen
1951 Stadt Wien Förderungspreis
1956 Theodor Körner Fonds Förderungspreis
1958 Volksoper Wien Musikpreis
1960 Wiener Kunstfonds der Zentralsparkasse Wien Förderungspreis
1963 Theodor Körner Fonds Förderungspreis
1964 Republik Österreich Österreichischer Staatspreis für Musik Traumleben - Ein musikalisches Märchen
1967 Internationale kirchliche Weltorganisationen für Radio- und Fernseharbeit - UNDA: Musikpreis
1967 Wiener Kunstfonds der Zentralsparkasse Wien Förderungspreis
1975 Stadt Wien Musikpreis
1976 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Würdigungspreis
1986 Stadt Wien Goldene Ehrenmedaille
1987 Republik Österreich Großes Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse
1990 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Würdigungspreis

Stilbeschreibung

 

Nach 1945 Methode der "festgehaltenen Improvisation", ab 1947 (Erstes Bläserquintett) Entwicklung der "komplexen Technik" auf tonaler Basis mit extrem selbständigen Einzelstimmen (Heterothematik), um 1950 (Variationen über Elementarschritte der Musik) erste Vorformen der späteren Minimalmusik, ab 1955 Beschäftigung mit Zwölftonfeldern, ausgeweitet in der Arbeit mit statistischen Werten. In der Vokalmusik, besonders im Lied, schon seit dem Krieg Ausbildung der "Methode Metrischer Motive", bei der die Melodiebildung aus Versfuß, Vers und Strophenform geschöpft ist. Seit Beginn der Sechzigerjahre Formulierung der "Neuen" oder "Dritten Tonalität", die auf nichttemperierter Stimmung bis in die Doppelkreuz- und Doppel-B-Regionen und Einbeziehung der höheren Obertöne beruht, im Buch "Antianorganikum" (Doblinger 1967) und dem Manifest "Entwurf einer neuen Tonalität" (Melos 1971/12). Beides, Methode Metrischer Motive und Neue Tonalität, kommt am konsequentesten zur Anwendung in dem 1970 zur Uraufführung gelangten Oratorium nach Weinheber "Vom Manne und vom Weibe".

 

 

Paul Kont 1994


Pressestimmen

 

29. Dezember 2000

 

Er war ein Meister im Getriebe der stilistischen Wirren der Nachkriegszeit [...] Unangepaßt war er jedenfalls und seiner Zeit voraus, als er schon Anfang der sechziger Jahre zu einer neuen, aufregenden Tonalität fand. Kont, der Experimentator, hatte neue Wege gefunden, musikalische Stimmen in tonalem Geist zu entwickeln und sie auf kühne Weise gegeneinander zu setzen. Rhythmisch prägnante Einfälle sicherten seiner Musik überdies scharfe Konturen und ihren Motiven einigen Wiedererkennungswert.

Die Presse


Links mica-Artikel: Angebot MUSIKZEIT Juli: "Paul Kont. Kunst – Leben." von Manfred Wagner, www.doblinger-musikverlag.at

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 28. 4. 2020): Biografie Paul Kont. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/57928 (Abrufdatum: 30. 10. 2020).

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