Sulzberger Hermann

Vorname
Hermann
Nachname
Sulzberger
Nickname
Hesul
erfasst als
KomponistIn
JournalistIn
AusbildnerIn
MusikwissenschaftlerIn
Genre
Neue Musik
Geburtsjahr
1957
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Foto: Maruschka GesmbH ©

Hermann Sulzberger wurde als Sohn von aus dem niederösterreichischen Weinviertel stammenden Eltern in Wien geboren. Dort begann er nach den Pflichtschuljahren seinen Ausbildungsweg zunächst mit der Absolvierung eines Lehrberufes (Industriekaufmann), bis er 1973 seinen ersten Musikunterricht (Konzertgitarre, Alt-Blockflöte, Musiktheorie) erhalten konnte. In der bald darauf folgenden Studienzeit an der Wiener Musikhochschule und am Diözesankonservatorium konnte er das Studium "Tonsatz/Komposition", "Kirchenmusik" (C-Prüfung) und die Lehrgänge für Medienkomposition, Ton(studio)technik und Kulturelles Management sowie einen zweiten Lehrberuf (Musikalienhändler) abschließen. Seit seiner Sponsion zum "Magister artium" (1987) arbeitet der freischaffend tätige und mehrfach ausgezeichnete Komponist unter anderem für Auftraggeber wie die Alban-Berg-Stiftung (anläßlich des 100. Geburtstags von Alban Berg) oder die Stadt Wien. Sein musikalischer Werdegang ist eng verknüpft mit der Beschäftigung mit religiösen Themen. Seit dem Jahr 1992 ist er vor allem als musikwiss.-bibl. Nachlaßbearbeiter und Datenbankbetreuer ("Nachlaß- und Autographenkatalog") in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek tätig, seit 1996 widmet er sich regelmäßig seiner EDV-mäßigen Weiterbildung, wodurch es ihm unter anderem möglich wurde, seit etwa 1999 die eigenen Musikdrucke im Selbstverlag herauszugeben.


Ausbildung
1972 - 1975 Wien Berufsschule für Industriekaufleute: Industriekaufmann
1978 - 1980 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Lehrgang für Medienkomposition Kont Paul
1979 - 1982 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Lehrgang für Tontechnik Kaufmann Dieter
1980 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Abschluss Lehrgang für Medienkomposition
1980 - 1986 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Tonsatz (Musiktheorie)/Komposition Uhl Alfred
1980 - 1986 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Tonsatz (Musiktheorie)/Komposition Kont Paul
1981 - 1987 Diözesankonservatorium für Kirchenmusik Wien Wien Kirchenmusik C-Prüfung Sengstschmid Walter
1982 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Abschluss Lehrgang für Tontechnik
1982 - 1985 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Lehrgang für Kulturelles Management Willnauer Franz
1986 - 1987 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien musikwissenschaftliches Ergänzungsstudium, Mag.art
1989 Ergänzungsprüfung zum Lehrberuf "Musikalienhändler"
musikalische und spirituelle Fortbildungsseminare
Webdesign und Java Script bzw. allgemeine EDV-Studien

Tätigkeiten
1987 seither freischaffender Komponist
1990 - 1994 AKM - Staatlich genehmigte Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger Wien TB-Delegierter für den Bereich "E-Musik"
1992 - 2016 Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek Wien wissenschaftlicher Bearbeiter von vorwiegend zeitgenössischen Handschriften; Datenbankbetreuung "Nachlaß- und Autographenkatalog" (NAK), Tonträgerkatalogisierung in der Österreichischen Verbunddatenbank, Retrokatalogisierung
1994 GdG-KMSfB - Gewerkschaft Kunst, Medien, Sport, freie Berufe Wien seither Vorstandsmitglied der Fachgruppe "Komposition"
journalistische Tätigkeit
Privatunterricht (Musiktheorie und Klavier)
Projekt "ASVG-Sozialversicherung für freiberufliche Musikschaffende"

Aufträge (Auswahl)
Alban Berg Stiftung anlässlich des 100. Geburtstages von Alban Berg
Stadt Wien
Wiener Sängerknaben

Aufführungen (Auswahl)
verschiedene Aufführungen in Österreich, Deutschland, Finnland, USA (Massachusetts) und Japan

Auszeichnungen
1987 Theodor Körner Fonds Förderungspreis für Fünf Lieder - nach Gedichten von Heidrun Kowarik-Schöbitz für Mezzosopran und Kammerensemble
1989 Amt der Niederösterreichischen Landesregierung Anerkennungspreis für Musik
1989 Magistrat der Stadt Wien - MA 7 Kulturamt Förderungspreis (Musik)
1990 2. Internationalen Kompositionswettbewerb für Gitarre Berlin: Wahl in die Gruppe der sechs besten Teilnehmer für Präludium, Fuge und Phantasie - über eine aus einem Thema Johann Sebastian Bachs zusammengestellte Reihe für Gitarre
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Begabtenstipendium
Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Europastipendium

Stilbeschreibung

 

Es widerstrebt mir, Musik mit Worten zu beschreiben. - Wahrscheinlich, weil diese "geordneten Schwingungen" dem Wesentlichen im Leben so nah kommen. Mein Kompositionsstil ist am ehesten mit "freitonal" zu benennen (Gesinnungswandel vorbehalten, aber nicht zu erwarten).

 

Hermann Sulzberger, 1994


Pressestimmen

 

1998

 

[...] HERMANN SULZBERGER wurde 1957 in Wien geboren, studierte [...] Christoph Stradner interpretierte Sulzbergers sensibel gefärbtes Concertino für Violoncello und Orchester op. 6 mit ausgesprochen schönem Ton, sehr einfühlsam sowie in den rhythmischen Solostellen stets sicher und wirkungsvoll. [...] 

Österreichische Musik-Zeischrift (U.-D. Soyka) 

1994

HERMANN SULZBERGER, freischaffender Komponist, der für sein musikalisches Werk bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, ist seit zwei Jahren in der Musiksammlung der Österreichischen Nationalbibliothek mit der Bearbeitung von vorwiegend zeitgenössischen Musikhandschriften beschäftigt. Im Oktober wird im Rahmen eines Austauschkonzertes der Wiener Musikhochschule mit der finnischen Sibelius-Akademie anläßlich des 100. Geburtstages von Alban Berg das Streichsextett op. 12 zur Aufführung gelangen, an dessen Zustandekommen der 36jährige Komponist maßgeblich beteiligt ist.

Bezirkszeitung - Stadt Journal

29. August 1991

[...] Ein durchwegs famoses Stück ist hingegen das 'Concertino für Violoncello und Orchester op. 6' von Hermann Sulzberger. Im ersten Satz, der wie eine begleitete, erweiterte Kadenz anmutet, kann der Cellist seine Technik zeigen, der langsame zweite Satz offenbart eine kantabel-meditative Musik von großer Intensität, und das Finale pocht rhythmisch virtuos auf eine Gottfried-von-Einem-Nachfolge, ehe sich der Ausklang wieder der ruhigeren Teile besinnt. Erweitert tonale Harmonik verbindet sich in diesem blendenden Stück mit einfallsreicher, stets geschmackvoller Melodik. Und Solist Rudolf Leopold hatte obendrein Gelegenheit, seine verblüffenden Cellokünste ins rechte Licht zu stellen. [...]

Wiener Zeitung (E. Baumgartner)

1989

[...] Der Abend wurde, nach einleitenden Worten von Dipl.-Ing. Geyer von der Musikalischen Jugend, mit dem Trio für drei Violoncelli op. 11 von Hermann Sulzberger eröffnet (Ausführende: Rudolf Leopold, Edda Breit, Ursula Hielscher), einem dreiteiligen Eröffnungsstück (Intrada I, Air, Intrada II), das sich stilistisch an alten Formen sowie Ausdruckswerten orientiert und die drei instrumentengerecht eingesetzten Celli in zweifacher Weise 'konzertieren' läßt: einerseits in der ursprünglichen Form des 'concertare' gleichberechtigter Instrumente, andererseits in neuerem Sinn als Gegenüberstellung eines kantabel eingesetzten Soloinstrumentes mit Begleitinstrumenten. [...]

Österreichische Musik-Zeischrift (Ingrid Fuchs)

7. Dezember 1988

JUNGE KOMPONISTEN [/] Die Musikalische Jugend, der österreichische Komponistenbund und die Alte Schmiede veranstalten zwischen Dezember '88 und Juni '89 einen Zyklus 'Junge österreichische Komponisten', bei dem insgesamt 17 Komponisten zu Ton und Wort kommen. Diskussionsleiter aller vier Abende ist Gerhard Track. Eröffnet wird der Zyklus heute am 7. Dezember in der Alten Schmiede mit einem kleinen Cello-Wettstreit ('Cellolites') zwischen Hermann Sulzberger mit seiner 'Intrada für drei Violoncelli' und Rudolf Hinterdorfer, der eine Cellosonate gewählt hat. [...]

Arbeiter-Zeitung / Tagblatt

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 29. 4. 2020): Biografie Hermann Sulzberger. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/65742 (Abrufdatum: 9. 7. 2020).

Logo ÖKB

Logo Notenverkauf