Flunger Elisabeth

Vorname
Elisabeth
Nachname
Flunger
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Instrument(e)
Perkussion
Geburtsort
Bozen
Geburtsland
Italien

Fotograf: Bernhard Guenther ©

 

Elisabeth Flunger stammt aus Südtirol, hat Musikwissenschaft, Ethnologie, Schlagzeug und Komposition studiert und lebt in Wien. Sie beschäftigt sich mit improvisierter und komponierter zeitgenössischer Musik, als Solistin, in Ensembles wie Klangforum Wien, die reihe, United Instruments of Lucilin und in Zusammenarbeit mit MusikerInnen verschiedener Stilrichtungen. Außerdem arbeitet sie als Performerin, Komponistin und Musikerin in Theater- und Tanzproduktionen und hält Improvisations- und Kompositionsworkshops für Kinder und Erwachsene. Gelegentlich konzipiert sie Klanginstallationen, auch in Zusammenarbeit mit Video und bildender Kunst.
Ihr Lieblingsinstrument ist eine Ansammlung von Metallobjekten, die sie in Konzerten, Rauminstallationen und Performances verwendet. Für dieses Instrumentarium hat sie spezielle Spieltechniken entwickelt und eine Reihe von Solostücken komponiert.


Ausbildung
Universität Wien Wien Ethnologie und Musikwissenschaft
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition
mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Perkussion

Tätigkeiten
1987 - 1990 "les guetteurs de sons"-Schlagzeugduo, zeitweise auch Quartett gemeinsam mit Lukas Schiske
1987 - 1991 Duoarbeit mit Johannes Marian (Klavier), Improvisation und indeterminierte/graphisch notierte Musik
1991 - 1994 "Chroma" Duo mit Hannes Löschel, gemeinsame Kompositionen für Klavier und Schlagzeug, Performance
1992 - 1997 Klangnetze Wien Vermittlung zeitgenössischer Musik in Schulen
1994 - 1998 Duo mit der Sängerin Margarete Jungen
1995 - 2001 Mitwirkung im Improvisationskollektiv "Damen-Improvisation & HerrenBIGbäng", Performance im Theaterkontext und im öffentlichen Raum
2001 seitdem "YOO DOO RIGHT" mit Karlheinz Essl, David Ender, Jack Hauser und Peter Panayi - ein Bandprojekt dessen Repertoire einzig aus dem Song "Yoo Doo Right" von Can besteht
2008 - 2010 Luxemburg Organisation der Konzertreihe "ear studio" für improvisierte und experimentelle Musik in Zusammenarbeit mit "United Instruments of Lucilin"
2011 - 2015 Luxemburg regelmäßig stattfindende Improvisations-Session "Session und Suppe" am Bauernhof in Luxemburg
2014 - 2017 Luxemburg Aufbau und Konzeption des Archivs für experimentelle und improvisierte Musik in der Frauenbibliothek "CID | Fraen an Gender"
Kompositions- und Percussionsworkshops mit Kindern und Jugendlichen
Leitung von Seminaren für Musiker und Musikerzieher und Workshops mit Kindern und Erwachsenen, u.a. im Wiener Künstlerhaus, beim Jazzfestival Moers und beim Orchestre Philharmonique du Luxembourg
Solistin und Mitglied in diversen Ensembles; bspw. Klangforum Wien, die reihe, Ensemble des 20. Jahrhunderts, Ensemble Kontrapunkte, Ensemble OnLine, Ensemble Lucilin etc.
tätig als Schlagzeugerin, v.a. im Bereich der zeitgenössischen Musik
Musikerin, Komponistin, Performerin in Theater- und Tanzproduktionen (u.a. Burgtheater und Akademietheater Wien, Volkstheater Wien, Rose Breuss, Tanz*Hotel, DamenImprovisation & HerrenBIGbäng, LuxFlux, Compagnie Veronika Riz)
Installationen: Klanginstallationen "Anthem" und "Split Double" gemeisam mit Robert Hall (Luxemburg), "ferragosto II" (Essl Museum), Videoinstallation "ISO Pop Corn" mit Sneja_D, musikalische Murmelbahnen "ferragosto I" und "la route flonflon" (Essl Museum, Philharmonie Luxembourg), "ingraisch" mit Heimo Wallner (Hotel Pupik)
Zusammenarbeit mit mehreren MusikerInnen und KomponistInnen, u.a. mit Elfi Aichinger, Thomas Berghammer, Cordula Bösze, Silvia Bruckner, Thomas Desy, David Ender, Karlheinz Essl, Clementine Gasser, Chris Janka, Margarete Jungen, Katharina Klement, Mayako Kubo, Hannes Löschel, Johannes Marian, Helmut Neugebauer, Pia Palme, Peter Panayi, Jorge Sanchez-Chiong, Stefan Scheib, Elisabeth Schimana, Lukas Schiske, Wolfgang Schliemann, Elliot Sharp, Burkhard Stangl, Tomás Tello, Kazuhisa Uchihashi, Alessandro Vicard, Ute Völker etc.

Aufführungen (Auswahl)
1992 Alte Schmiede Kunstverein Wien Wien Rose Breuss Tanzperformance Der kleine Fuchs und der Pfeil - Schlaginstrumente Solo
1993 Tanz*Hotel Wien Die größte Teil des Schlangenträgers - Musik zum Tanzstück von Rose Breuss und Bert Gstettner
1993 Tanz*Hotel Berlin Die größte Teil des Schlangenträgers - Musik zum Tanzstück von Rose Breuss und Bert Gstettner
1993 Burgtheater Wien Wien Titus Andronicus - Musik zum Schauspiel von William Shakespeare
1995 WIR SIND WIEN - Festival der Bezirke Wien Damen-Improvisation & HerrenBIGbäng
2000 Sammlung Essl - Musik Klosterneuburg ferragosto - Raum/Klanginstallation, musikalische Murlelbahn für die Sammlung Essl
2007 Philharmonie Luxembourg Luxemburg la route flonflon - Raum/Klanginstallation, musikalische Murlelbahn für die Philharmonie Luxemburg
2008 Bozen Compagnie Veronika Riz we summer - Musik zum Tanzstück We Summer
2012 Hotel Pupik St. Lorenzen bei Scheifling ingraisch - Installation/Murmelbahn für Hotel Pupik (Schrattenberg bei Scheifling)
2016 Wuppertal Kowald Ort draußen und drinnen - Sammlung von Objets trouvés, Texten, Bildern, Musikstücken und Field Recordings zum Thema Umwelt und Geräusch
2016 Luxemburg Abbaye de Neumünster draußen und drinnen - Sammlung von Objets trouvés, Texten, Bildern, Musikstücken und Field Recordings zum Thema Umwelt und Geräusch
2017 Belval Le Fonds Belval Métal-Musique - Installation, Murmelbahn für Le Fonds Belval
2017 Philharmonie Luxembourg Luxemburg la route flonflon II - Installation, Murmelbahn für die Philharmonie Luxemburg
Ensemble xx. jahrhundert
Klangforum Wien
Volkstheater Ges.m.b.H.
PHACE | CONTEMPORARY MUSIC
Ensemble Kontrapunkte

Stilbeschreibung
Elisabeth Flungers Metallinstrumente - ein Sammelsurium von Objekten verschiedener Funktion und Herkunft: Bleche, Rohre, Teile von Werkzeugen und Geräten, Fundstücke, Reisemitbringsel, Küchenrelikte und Geschenke von Freunden, die im Lauf zahlreicher Klanginstallationen, Raumperformances, Improvisationen und Aufnahmesessions zu Musikinstrumenten von erstaunlicher klanglicher Ausdruckskraft geworden sind.

 

Musik entsteht hier nicht durch herkömmliche instrumentale Spieltechniken, sondern durch körperliche und räumliche Bewegungen, Muster und Reihenfolgen. Einfache Spielregeln dienen dazu, ein (oder kein) Ziel zu erreichen. Musik entsteht als Nebenprodukt. Trommelstöcke pendeln auf verschlungenen Wegen zwischen den Dingen, ziehen kratzend und quietschend Kreise auf glatten und rauhen Oberflächen, werden, Virtuosität vortäuschend, scheppernd über Felder metallischer Gegenstände gezogen. Die Instrumente werden verschoben, übereinander geschichtet, zum Schaukeln gebracht, fallen gelassen. All diese Tätigkeiten und ihre möglichen Spielformen, Richtungswechsel, Kombinationen und Wiederholungen bilden das Ausgangsmaterial für Elisabeth Flungers Musik.


Links mica-Artikel: Hot pot - Ein "All-Star"-Ensemble spielt heute Abend (26.2.) im Echoraum (2010), mica-Magazin: FLUNGER LÖSCHEL - "AMEISEN auf kleinen Gegenständen in der Strömung schaukelnd" (2017), YouTube-Kanal: Elisabeth Flunger

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 4. 12. 2020): Biografie Elisabeth Flunger. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/68958 (Abrufdatum: 1. 12. 2021).

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