Nigl Georg

Vorname
Georg
Nachname
Nigl
erfasst als
Interpret:in
Musiker:in
Solist:in
Genre
Klassik
Neue Musik
Geburtsjahr
1972
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich

Georg Nigl begeistert Publikum und Presse stets durch leidenschaftliche und authentische Auftritte, sei es bei seinem gefeierten „Wozzeck“ an der Mailänder Scala oder seiner Interpretation der Bach-Kantaten mit Luca Pianca. Seine tiefgründige und umfassende Auseinandersetzung mit allen aufgeführten Werken, seine enge Verbundenheit mit dem Sprechtheater und die damit einhergehende Gewichtung von Text und Rhetorik sowie seine ausdrucksstarken darstellerischen Fähigkeiten auf der Bühne machen Georg Nigl zu einem der am meisten gefeierten Baritone weltweit.

Bereits im Kindesalter war Georg Nigl eng mit der Musik verbunden. Als Sopransolist der Wiener Sängerknaben trat er auf den bedeutenden Bühnen in Erscheinung. Im Studium bei Kammersängerin Hilde Zadek erhielt er weitere wichtige Impulse für seine anschließende Karriere als Bariton.
Durch seine Gabe, bestimmten Partien ihren ganz spezifischen Charakter in der Stimme und im Ausdruck zu verleihen, wurde er an allen wichtigen Opernhäusern engagiert. So trat er am Bolschoi Theater Moskau, der Staatsoper Berlin, der Bayerischen Staatsoper München, dem Théâtre des Champs Elysées und der Niederlandse Opera Amsterdam sowie bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Festival Aix-en-Provence und den Wiener Festwochen auf. Dabei arbeitet er unter Leitung von renommierten Dirigenten wie Daniel Barenboim, Ingo Metzmacher, Thomas Hengelbrock und Nikolaus Harnoncourt sowie mit Regisseuren wie Andrea Breth, Sasha Waltz, Robert Wilson und Frank Castorf.

Besondere Anerkennung verschaffte sich Georg Nigl nicht nur als ausführender Solist zahlreicher Uraufführungen, sondern auch als Impulsgeber für Kompositionen und Publikationen, unter anderem von Pascal Dusapin, Georg Friedrich Haas, Wolfgang Mitterer, Wolfgang Rihm und Friedrich Cerha.
Georg Nigls kammermusikalisches Repertoire weist ein weites Spektrum vom Barock über die Wiener Klassik bis zu Neuester Musik auf – gemeinsam erarbeitet und aufgeführt mit Andreas Staier, Alexander Melnikov und Gérard Wyss.
(zit. n. Impresariat Simmenauer, 16.05.2015)

Ausbildung
Studium bei Kammersängerin Hilde Zadek 

Tätigkeiten
Wiener Sängerknaben Sopransolist
2014 Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (HDMK) Stuttgart seither Professor für Gesang

Aufführungen (Auswahl)
Festival International d`Art Lyrique D`Aix - en -Provence 
Berliner Staatsoper Unter den Linden Berlin 
Bayerische Staatsoper München 
Salzburger Festspiele Salzburg 
Wiener Festwochen Wien 
Moskau - Russland Bolschoi-Theater 
Paris Théatre des Champs Elysées 
Amsterdam Niederlandse Opera
2007 Georg Nigl (bar), ORF Radio Symphonieorchester Wien, Friedrich Cerha (dir) - Musikprotokoll im Steirischen Herbst, Stefaniensaal Graz: Aderngeflecht (UA, Friedrich Cerha)
2009 Georg Nigl (b), die reihe, HK Gruber (dir), Wiener Konzerthaus: Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan (UA, Kurt Schwertsik)
2011 Georg Nigl (bar), Wolfgang Mitterer (pf, elec), Walter Voglmayr (pos) - Wien Modern, Casino Baumgarten: Malinconia (UA, Friedrich Cerha)

Pressestimmen
03. September 2014
"Glutäugig. Wund und nackt. Der Mann trägt sein blutendes Herz direkt auf der Zunge. Das und nichts anderes ist die Grundausstrahlung eines Sängers, wie es ihn wohl noch nie gab. Georg Nigl, mit rasierten Stoppelhaaren ein wohlvertrautes Gesicht der Andrea-Breth-Opern-Family und zugleich neuer "Orfeo" in Sasha Waltz' Amsterdamer Monteverdi-Produktion, die am Mittwoch dort Premiere hat und über diverse Bühnen bis Berlin tourt, verströmt etwas borderlinerhaft Junkiemäßiges. Wie ein Junge vom Westbahnhof. Endstation Wehmut."
Die Welt (Kai Luehrs-Kaiser)