Iris ter Schiphorst
Genre:

© Susanne Müller

ter Schiphorst Iris

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Das Imaginäre nach Lacan 2017 23m
2 Volk unter Verdacht - Dokumentarisches Musiktheater 2017
3 Gravitational Waves - für Orchester und Elektronik 2016 9m
4 Sometimes II - für Ensemble 2016 - 2017 7m
5 In deiner Hand? - Ein Luther-Projekt 2016 - 2017 10m
6 JEDER 2016 - 2017 24m
7 Make him talk - zu "après l’artisanat furieux" (aus "Le marteau sans maître", VII) von Pierre Boulez 2016 - 2017 3m 30s
8 Dr. Faustus lights the Lights - ein Musiktheater von Gertrude Stein 2016
9 KONZEPTE zu FLÄCHE(N) 2016 - 2017 variabel
10 ZEICHENKASKADEN - Version für Bass mit Trommel und 2 Kontrabassklarinetten 2015 - 2016 6m
11 ZEICHENKASKADEN 2015 ~ 7m
12 polar - für Armin Köhler 2015 1m 30s
13 Sometimes - für Orchester, Sampler und Klavier solo 2015 6m
14 "La tristesse durera..." - für Kammerorchester und Sampler 2015 ~ 6m
15 An den Stränden der Ruhe - wo die Sonne untergeht 2015 ~ 16m
16 "... aus Liebe" II 2015 7m
17 ORPHEUS 2015/die Aufgabe von Musik 2014 - 2015
18 meine-keine lieder/die aufgabe von musik 2014 20m
19 Welcome to the pleasures: TISA VISA WiTiO ZETA NAFTA TiTiAiPi 2014 - 2015 6m
20 "... aus Liebe" - (frei nach der Arie Nr. 49 aus der Matthäus-Passion von J.S. Bach) 2013 15m
21 "The Fall of the House of Usher" - nach dem gleichnamigen Film von 1928 2013 - 2014 13m
22 Klang-Erzählungen - für Ensemble 2013
23 Vergiss Salome 2012 6m
24 Breaking ... 2012 13m
25 S.O.S Odysseus 2012 - 2013 45m
26 dead wire - Psychotechnics of Keyboard/a dissociative fugue 2011 - 2012 19m
27 AUNG 2011 30m
28 Studien zu Figuren / Serie A - für 7 Solostimmen (verstärkt) und Sampler 2010 - 2011 22m
29 Miniaturen für Klarinette und Streichquartett 2010 20m
30 Dislokationen II 2010 25m
31 Klangrätsel - für 15 Streicher 2010 3m
32 Der Grüffelo/Grüffelokind - basierend auf der Geschichte von Julia Donaldson 2010 - 2011 40m
33 Passion 13 / Melodram 2010 20m
34 "Un chien andalou" - Musik zum Film von Louis Bunuel und Salvatore Dali (1929) 2009 15m
35 Die Gänsemagd - Kinderoper nach den Brüdern Grimm 2009 60m
36 Miniaturen für Klarinette und Akkordeon 2008 20m
37 Zehn Miniaturen für Cello und Akkordeon 2008 20m
38 Dislokationen - für Orchester und Klavier (verstärkt) 2008 - 2009 22m
39 Vergeben / Bruchstücke zu Edgar Varèse 2007 15m
40 No, Sir ... - für Flöte und Bassflöte 2006 - 2007 11m
41 Zerstören II - für Orchester (verstärkt) 2006 25m
42 Vielleicht gestern (Maybe yesterday) 2005 2m
43 Hi Bill 2005 2m
44 Zerstören - für Ensemble 2005 - 2006 10m
45 Changeant 2004 10m
46 A Little Madness in the spring 2004 - 2006 23m
47 Aus Kindertagen: verloren 2004 - 2005 22m
48 "La Coquille et le Clergyman" - für 12 Instrumente und Compact Disc 2004 40m
49 Erlaube, Fremdling, dass ich dich berühre II - für 2 Spieler, 2 Instrumentalensembles, CD-Zuspiele 2004 55m
50 ... und Pommernland ist abgebrannt 2003 12m
51 Wie einen Wasserfisch - für Stimme und 8 Instrumente 2003 14m
52 Erlaube, Fremdling, dass ich dich berühre - für 1 Mimen, 2 Instrumentalensembles, Videoprojektionen und CD-Zuspiele 2003 - 2004 55m
53 Für Akkordeon 2002 15m
54 My Sweet Latin Lover I 2002 15m
55 rumgammeln+warten - für Solostimme, taube Frau, Ensemble und CD 2001 15m
56 Gestures - für 5 Männerstimmen, präp. Klavier und Zuspielband 2001 11m
57 BROKEN oder: "Why don't you say a word ..." 2001 - 2002 12m
58 Berlin: Symphonie einer Großstadt - für großes Orchester und Film 2001 - 2002 70m
59 Euridice - Szenen aus der Unterwelt 2001 - 2002 55m
60 ETIUS 2000 28m
61 EFFI BRIEST - Musiktheater-Psychogramm in 4 Akten 2000 90m
62 Als ob: SUITE - Musik- und Tanzprojekt 2000 60m
63 Der Ort ist nicht der Ort - eine Musiktheater-Aktion 2000 70m
64 Ballade für Orchester: HUNDERT KOMMA NULL 1999 18m
65 Bernada Albas Haus 1999 90m
66 Mischwesen - la tristesse durera 1998 20m
67 Requiem 1998 55m
68 A.N. (evita-che guevara-madonna) 1998 15m
69 Mischwesen - Version mit Tuba und Posaune 1998 20m
70 Mischwesen - Version mit Bassklarinette und Violoncello 1998 20m
71 Prae-Senz (Ballet Blanc II) 1997 20m
72 Silence moves II 1997 25m
73 LIVE (aus Androgyn) - 18 Lieder basierend auf dem Gedicht von Anne Sexton 1997 23m
74 Im Vormonat - für Ensemble 1997 - 1998 15m
75 Silence moves I - Soundtrack für einen imaginären Film 1997 60m
76 LIVE (aus Androgyn) - Version for Countertenor, Violine, Cello, Klavier und live-Elektronik 1997 23m
77 Eden cinema II 1996 15m
78 Polaroids Melodram 1996 22m
79 Eden cinema I 1995 17m
80 Nightdances 1992 8m
81 Anna's Song 1992 3m
82 Anna's Wake - 3-D Oper 1992 55m
83 Liebesgeschwüre 1991 10m
84 Ergo sum-pf-maschinerie 1990 9m
85 Ballade für einen Bulldozer 1989 9m
86 Postludium aus Vergessenem 1985
87 Terrible 1982
88 My Sweet Latin Lover II 10m
89 Marriage Proposal - für Ensemble

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1956
Geburtsdatum:  22. Mai 1956
Geburtsort:  Hamburg
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Iris ter Schiphorst ist eine deutsche Komponistin, Pianistin, Autorin, Bassistin, Schlagzeugerin und Keyboarderin. Sie ist als Komponistin von Ensemblekompositionen, Orchesterwerken und musiktheatralischen Stücken hervorgetreten. Der Durchbruch gelang ihr 1999 mit der "Ballade für Orchester: Hundert Komma Null".

 

Ihr Werkverzeichnis umfasst alle Gattungen, darunter 13 große Orchesterwerke, die von namhaften Orchestern im In- und Ausland zur Uraufführung gelangten, sowie mehrere abendfüllende Musiktheaterwerke und diverse Filmmusiken und schließt seit den späten 80iger-Jahren auch eine ganze Reihe multi-medialer Arbeiten ein.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

erster Unterricht von der Mutter, einer deutschen Pianistin

1973 - 1978

Ausbildung zur Pianistin

Theater-, Kulturwissenschaften und Philosophie (Freie Universität Berlin, später auch Humboldt-Universität)

Kompositionskurse (Dieter Schnebel) sowie musikwissenschaftliche Seminare (Helga de la Motte-Haber)

Kompositionskurse

intensive Beschäftigung mit elektronischer Musik und Sample-Techniken

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1986

seitdem freiberufliche Komponistin

1990

Gründung und seitdem Mitglied des elektro-akustischen Ensembles "intrors"

1992

seitdem zahlreiche Einladungen zu internationalen Musikfestivals, Uraufführungen und Kompositionsaufträge

1996 - 2001

intensive Zusammenarbeit mit dem Komponisten Helmut Oehring, zahlreiche gemeinsame Kompositionen

2004

Stipendiatin und "Artist in Residence" im Künstlerinnenhof "Die Höge"

2013

seither Mitglied

2015 - 2016

Stipendiatin und "Artist in Residence"

2011 - 2013

Dozentin für Experimental-Komposition und Betreuung der Reihe "Neue Musik im Diskurs"

2015

seitdem Professorin für Medienkomposition

Bassistin, Schlagzeugerin und Keyboarderin in diversen Rockgruppen, u.a. in der Bremer Frauenband "Seven kick the can"

Ende der 1980er-Jahre Gründung des Vereins "zeit-Musik" (zusammen mit Mayako Kubo, Franz Martin Olbrisch, Berthold Türcke, Frank Hilberg und Gian Mario Borio)

Kooperationen mit führenden Ensembles, z.B. London Sinfonietta, Ensemble modern, Scharoun-Ensemble, Ensemble recherche, ictus Ensemble, Ensemble Mosaik, Neue Vokalsolisten, BIT-20 Ensemble, Ensemble Musikfabrik, Ensemble Aventure, Ensemble Ascolta, Ensemble Collegium Novum Zürich, PHACE-Ensemble Wien, Kammerakademie Potsdam, Arditti Quartett, Doelen Quartett, Quatuor Bozzini etc.

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
2000

Europäischer Musikmonat Basel

Documenta Kassel

festival rendez-vous musique nouvelle (Forbach)

weitere (Ur-) Aufführungen u.a. bei den Festivals in Donaueschingen, Witten, Helsinki, Stockholm, Amsterdam, Porto, Bielefeld (visible music)

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1999
2004

Auftrag des Deutschlandfunks

2015

Projekt mit dem Landesjugendorchester Sachsen im Auftrag des Sächsischen Musikrats

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1992

1. Preis beim Kompositionswettbewerb für Synthesizer- und Computermusik

1997

Preisträgerin des internationalen Kompositionswettbewerbs BLAUE BRÜCKE, Hellerau

2001

Nominierung für den Prix Italia

2007

Auswahl als offizieller deutscher Beitrag zu den World Music Days in Hong Kong

2008

Sonderpreis der Jury beim Internationalen Komponistinnen Wettbewerb der GEDOK

2009

Nominierung für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie "Sinfonik"

2011

Preisträgerin des ad libitum Kompositionswettbewerbes

2012

in der Endauswahl des "Rostrum of Composers" und in mehr als 32 Ländern ausgestrahlt

2015

Heidelberger Künstlerinnenpreis

2016

Nominierung für den Deutschen Musikautorenpreis in der Kategorie "Stimme"

Pressestimmen

29. Januar 2009

Mit "Zerstören II" (2006) legte Iris ter Schiphorst ein keineswegs destruktives, sondern spannendes, streckenweise unheimlich intensives Werk vor. Es reiht nicht wahllos Klänge und Geräusche aneinander, sondern entrollt ein großes und, trotz Textzuspielung, unaussprechliches Drama. Hier gelingt es endlich auch einmal, das Keybord gleichermaßen als Kontrast und Komplement des Orchesters einzusetzen, anstatt ihm nur belanglose Samples zu entlocken.
"Zerstören II" ist ein Meisterstück und Iris ter Schiphorst auf dem Weg in die allererste Reihe zeitgenössischer Komponisten.

Berliner Morgenpost (Volker Tarnow)

 

5. November 2007

Das "Double"-Thema wurde in vielfältigen Variationen und ästhetischen Ansätzen in Iris ter Schiphorsts "Vergeben/Bruchstücke zu Edgar Varèse" mit prozesshafter Stringenz abgehandelt.

FAZ (G. Rohde)

 

09. März 2005

Die größte Entdeckung war zweifellos die Berliner Komponistin Iris ter Schiphorst. Ihre reichen Klanglandschaften setzen sich aus einer originellen Mischung von geräuschhaften Klängen (durch elektronische Verstärkungen der Instrumente) einerseits und aus einer in hohem Grad expressiven Erzählweise zusammen. Als Auftragswerk des Deutschlandfunks begeisterte "aus Kindertagen: verloren!" durch seine Geschlossenheit und die originelle Nutzung der E-Gitarre.

Bonner Generalanzeiger

 

24. Mai 2004

Den Höhepunkt [...] bildete Iris ter Schiphorsts "FÜR AKKORDEON". Zu Beginn ein hoher Ton, der wie aus dem Nichts aufzutauchen scheint, dann als Brechung ein grotesk hüpfender Bass […] das Akkordeon kann in seinen zahlreichen Farben glänzen. Dramatische Zuspitzungen und überraschende Wendungen, wie ein schlagartig auftauchendes Walzermotiv bestimmen dieses facettenreiche Werk.

Westdeutsche Zeitung

Diskografie, Projekte

Diskographie:

  • 2011: Studien zu Figuren mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart (NEOS).
  • 2007: La Coquille et le Clergyman, Film (DVD) mit Musik: Asko Ensemble unter Peter Rundel (arte / absolut MEDIEN)
  • 2006: Zerstören mit dem Asko-Ensemble unter Hans Leenders (CD-Dokumentation/WDR)
  • 2005: Hi Bill mit Volker Hemken (Profil/Hänssler)
  • 2000: Kammermusik von Iris ter Schiphorst und Helmut Oehring (Ars Musici)
  • 2000: Komponistenporträt von Iris ter Schiphorst und Helmut Oehring (CYPRES)
  • 1998: Requiem auf CD Dokumentation der Donaueschinger Musiktage (col legno)
  • 1996: Polaroids auf CD-Dokumentation der Donaueschinger Musiktage (col legno)
  • Polaroids auf CD Neue Musik in Deutschland 1950 – 2000 (Sony/BMG)

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