Fotograf: Juri Tscharijski ©
Geboren in Sofia (Bulgarien) in Musikerfamilie (Vater Komponist); Klavierunterricht im Alter von 6 Jahren; erste Kompositionen mit 16 Jahren, Gymnasium/Abitur in Sofia, weitere Ausbildung am Konservatorium in Sofia (Musiktheorie und Klavier/Konzertfach), 1985 Stipendiat des G.v.Herder-Preises, weiter Ausbildung in Wien an der MHS (Komposition, Dirigieren und Korrepetition), Dirigiertätigkeit in ganz Europa, seit 1992 Lehrer an der Musikuniversität (Institut für Dirigieren): Dirigieren, Orchestermusik der Gegenwart und Klavier, nach Aufenthalt in der Schweiz (1989-1991) seit 1992 in Wien.
| Zeitraum | Ausbildung | Instrument | AusbildnerIn | Organisation | Ort |
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1978
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Musikgymnasium Sofia mit Hauptfach Klavier | ||||
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1978
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weitere Ausbildung Komposition (P. Hadjiev) | ||||
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1983 - 1985
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Musikhochschule Sofia, Sofia: Klavier | ||||
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1983 - 1985
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Musikhochschule Sofia, Sofia: Musiktheorie | ||||
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1983
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Abitur | ||||
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1985 - 1989
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Dirigieren | ||||
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1985 - 1990
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Komposition | ||||
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1985 - 1990
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Korrepetition | ||||
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1989
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Diplom Dirigieren | ||||
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1990
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Diplom Komposition | ||||
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1990
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Diplom Korrepetition |
| Zeitraum | Tätigkeit | Organisation | Ort |
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1989
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Konzerttournee durch Argentinien (als Mitglied des Klavierduos Saveanu-Pironkoff) | ||
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1989 - 1992
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Leitung von diversen Symphoniejugendorchester | ||
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1989 - 1991
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zahlreiche Tourneen durch Deutschland, Östereich, Schweiz und Italien mit diversen Opernproduktionen | ||
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1990 - 1992
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Jugendsymphonieorchester Acadya/Schweiz: Gründer und Dirigent | ||
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1991 - 1992
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Salle Gaveau, Paris: Opernproduktion von "Hoffmanns Erzählungen" (Wiederherstellung der Originalfassung) | ||
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1992
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Gründung | ||
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1999 - 2002
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Vorstandsmitglied (als solcher Initiator und Kurator der Kammermusikreihe "Fokus" in Zusammenarbeit der IGNM und der Alten Schmiede in Wien) | ||
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- 1992 Zusammenarbeit mit verschiedenen Theater und freien Bühnen in Europa | |||
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Conservatorio Nacional de Buenos Aires, Buenos Aires: Gastvorlesungen über bulgarische Musik | |||
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Instituto des Teatro Colón, Buenos Aires: Gastvorlesungen über bulgarische Musik | |||
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Musiktheater Aargau, Aargau/Schweiz: Opernproduktionen | |||
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außerordentliche Professur (Dirigieren) | |||
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außerordentliche Professur (Klavier) | |||
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Mehrere CD-Einspielungen mit Werken des 20. Jahrhunderts | |||
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Rundfunksendungen und Studioaufnahmen: ORF, Radio Municipal de Buenos Aires, Rundfunk Sofia | |||
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Vertragslehrer am Institut für Musikleitung (Dirigieren) | |||
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Vertragslehrer am Institut für Musikleitung (Klavier) | |||
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zahlreiche Auftritte als Dirigent und Komponist in Österreich, Italien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland und Hong Kong |
| Zeitraum | Aufführung | Werk | Organisation | Ort |
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1993
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Wiener Frühlingsfestival | |||
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1994
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1995
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Sofia Music Weeks | |||
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1997
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Musica Nova Sofia | |||
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1998
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1998
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March Music Days Rousse/Bulgarien | |||
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1999
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1999
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ZeitTon Festival | |||
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2001
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2001
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2001
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2001
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Nuovi spazi musicali/Rom | |||
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2002
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Montmartre en Europe | |||
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2002
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World Music Days 2002/Hong Kong | |||
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2003
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2003
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Jeunesse-Festival Wien | |||
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2004
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| Zeitraum | Auftrag | Werk | Auftraggebende Organisation | Auftraggebende Person |
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Ensemble clarinetissimo | ||||
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Auftrag ensemble neue musik - wien | ||||
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Musica Nova Sofia | ||||
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Nuovi Spazi Musicali | ||||
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Montmartre en Europe | ||||
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Auftrag Ensemble “die reihe” | ||||
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Guy Frisch |
| Time Period | Auszeichnung | Werk | Auszeichnende Organisation |
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1985
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Alfred Toepfer Stiftung F.V.S.: Stipendiat des Gottfried-von-Herder-Preises | ||
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1986
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Stipendium | ||
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1988
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Arbeitsstipendium | ||
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1988
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Stipendium "Richard Wagner" | ||
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1990
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Würdigungspreis | ||
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1991
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Stipendium | ||
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1995
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Arbeitsstipendium | ||
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1997
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Förderungspreis | ||
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2003
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Staatstipendium |
Ein Paar Gedanken zu Formierung des eigenen Sprachflusses: ... Jede neue Komposition stellt für mich eine Studie über Reaktionsmodelle dar. Meine letzte Versuche auf dem Gebiet der Formierung eines sich ständig auf neue Umdeutungsmöglichkeiten (Übersetzungen) einlassenden Beziehungsnetzes und den daraus resultierenden Sprachfluss, erinnern mich in manchen ihrer Ausformungen an die um 1925 von Max Ernst entwickelten Frottage - Technik. Es geht in dieser Technik vor allem den konstruktiv gestaltenden Verstand bei der Bildkomposition auszuschalten und sich ganz der aus sich fließenden Imagination anheimzugeben. Mit welchen Mitteln? Z.B. wird die Maserung einer rauen Reliefoberfläche (z.B. Holzbohlen oder trockene Blätter) mit Hilfe von Bleistiftschraffuren auf Papier oder Leinwand übertragen. Die aus der Schraffur heraustretenden Zeichnungen dienen als Auslöser einer gewissen automatischen Schreibweise, die den sich formierenden Vorstellungen der Phantasie im weiteren Malprozess nachspürt. Sowohl bei der musikalischen, als auch bei der Bildkomposition spielt jedoch der konstruktiv gestaltenden Verstand schon bei der Entscheidung über die Auswahl des werkeigenen Materials eine wesentliche Rolle. Deswegen glaube ich, dass wenn wir über automatische Schreibweisen sprechen, letztlich eigentlich gelenkte Flexibilität meinen. Diese gelenkte Flexibilität beginnt mit der bewussten Auswahl des Materials (Papier, Holzbohlen/Generierung eines werkspezifischen rhythmisch-harmonischen Vokabulars usw.) dessen Eigenschaften deklariert unbewusste (unreflektierte) Reaktionsmodelle evozieren sollten. Die durch "Belebung" der Maserungen erschaffene tabula rasa der Frottage - Technik entspricht bei mir einer derart generierten offenen musikalischen Struktur - meine eigene schraffierte Maserung , die "tabula rasa" der künftigen Komposition -, welche genauso wie in der Frottage - Technik einen größtmöglichen Potential an Reaktionsmodellen (aus denen der Sprachfluss, bzw. der Malstrom generiert wird), eröffnet. Der Schlüssel zu den angestrebten Entscheidungsfreiheiten innerhalb des Kompositionsprozesses im konkreten "künstlerischen Fall" (welche zugleich den Schlüssel zur Definition der werkeigenen Sprachlichkeit darstellt) wird also nach den eigenen (wohlbekannten) Verhaltensmuster orientiert. Die Auswahl des Materials wird in beiden Fällen durch ein Potential von Reaktionsmodellen gelenkt, der bis zu einem hohen Grad vom eigenen Assoziationsreservoire gespeist wird. So gesehen wird das musikalische Ereignis zu musikalischer Erlebniszeit erst beim Aufeinandertreffen von den vom Künstler zugespielten Fragmenten aus dem eigenen "Assoziationsfolklore" mit denen des Zuhörers (Zusehers). Die Komposition (als Idee entsprungen und als Material entwickelt) erlebt in diesem Moment ihre Entbindung - ein Ereignis dessen Wirkung vom Künstler zum Glück nicht abgeschätzt werden kann - der Beginn, also, ihres Daseins als Rätsel (hoffentlich!).
Simeon Pironkoff - jun. 2003