Mozarteumorchester Salzburg

Name der Organisation
Mozarteumorchester Salzburg
erfasst als
Orchester
Genre
Klassik
Neue Musik
Subgenre
Klassik
Bundesland
Salzburg

Sibylle Zettler ©

Gründungsjahr: 1908

Das Mozarteumorchester Salzburg geht auf den 1841 unter Mithilfe von Mozarts Söhnen Franz Xaver und Karl Thomas sowie seiner Witwe Constanze gegründeten „Dom-Musik-Verein und Mozarteum“ zurück. Seit 1908 trägt der Klangkörper offiziell den Namen „Mozarteumorchester“ – heute zählt er zu den führenden Symphonieorchestern Österreichs.

Das Mozarteumorchester ist Veranstalter zweier eigener Konzertreihen: die Sonntagsmatineen im Großen Festspielhaus bieten große Symphonik von der Klassik bis zur Gegenwart, interpretiert von bedeutenden Dirigenten und Solisten. Die Donnerstagskonzerte sind eine thematisch angelegte Konzertreihe, die eine spannungsreiche Balance zwischen berühmter Orchestermusik und Werken bietet, die es teils neu, teils erstmalig zu entdecken gilt. Im künstlerischen Mittelpunkt steht die Musik der Wiener Klassik, dennoch ist gerade bei den Sonntagsmatineen die stilistische Bandbreite groß wie etwa die Referenzaufführung von Messiaens Turangalîla-Symphonie im Frühjahr 2011 gezeigt hat. Darüber hinaus spielt das Mozarteumorchester in großen Opernproduktionen: Bei den Salzburger Festspielen leitete Ivor Bolton 2009 Haydns Armida und 2011 Tschaikowskis Iolanta mit Anna Netrebko und Piotr Beczala sowie Strawinskys Le Rossignol. 2008 und 2010 interpretierte das Orchester – ebenfalls mit Anna Netrebko in der Titelrolle – Gounods Roméo et Juliette unter Yannick Nézet-Séguin. Im Jahr 2012 war das Mozarteumorchester für Peter von Winters Oper Das Labyrinth oder Der Kampf mit den Elementen. Der Zauberflöte zweyter Theil im Rahmen der Salzburger Festspiele engagiert. 2013 spielte das Orchester Felix Mendelssohn Bartholdys Schauspielmusik im Rahmen von Shakespeares Ein Sommernachtstraum. Auch für das Salzburger Landestheater spielt das Orchester die Musiktheatervorstellungen.

Einer der wichtigen konzertanten Fixpunkte sind die Mozart-Matineen bei den Salzburger Festspielen. Weiters stehen jährlich mehrere Konzerte im Rahmen der Salzburger Mozartwoche und für die Salzburger Kulturvereinigung auf dem Programm.

Ein Anliegen des Mozarteumorchesters ist die Arbeit mit jungen Musikfreunden: seit 2010/11 gibt es eine jährliche Schulpatenschaft, in der SchülerInnen durch interaktive Workshops, Probenbesuche und Schulkonzerte an klassische Musik herangeführt werden. Darüber hinaus brachte das Mozarteumorchester 2008 im Rahmen seines Jugendprojektes "2 ORCHESTRAS" sein erstes Auftragswerk für die Kombination professionelles Orchester und Jugendorchester zur Uraufführung. Das Projekt wurde 2010 mit einem Werk von Toshio Hosokawa fortgesetzt.

Auf seinen internationalen Tourneen repräsentiert das Mozarteumorchester Stadt und Land Salzburg und tritt als musikalischer Botschafter auf. Die Saison 2011/12 führte das Orchester nach Japan,  Barcelona, Bilbao, Köln, Frankfurt und Baden-Baden. Im Herbst 2012 fand eine großangelegte Tournee durch China sowie ein Gastauftritt in Berlin statt. Am Osterwochenende 2013 spielte das Orchester zudem in Cuenca bei der 52. Semana de Música Religiose de Cuenca.

Das Orchester umfasst 91 Musiker und wurde von internationalen Gastdirigenten wie Giovanni Antonini, Robin Ticciati, Marc Minkowski, Yannick Nézet-Séguin, Mark Elder, Frans Bruggen, Andris Nelsons, Mark Wigglesworth und Thomas Dausgaard geleitet. Seit Beginn der Saison 2011/12 vertieft Trevor Pinnock als Erster Gastdirigent des Mozarteumorchesters seine Zusammenarbeit mit dem Orchester.


Band/Ensemble Mitglied
Bolton Ivor (Chefdirigent)
Pinnock Trevor (Gastdirigent)
Tomasi Markus (erste Violine, Konzertmeister)
Stadler Frank (erste Violine, Konzertmeister)
Kammerlander Monika (erste Violine, Konzertmeisterin)
Riehle Marianne (erste Violine, Konzertmeisterin)
Bilo Johannes (erste Violine)
Sondeckis Paulius (erste Violine)
Comploj Lauro (erste Violine)
Steinbauer Andreas (erste Violine)
Wilcox Elizabeth (erste Violine)
Domonkos Enikö (erste Violine)
Binderis Leonidas (erste Violine)
Hébette Sophie-Belle (erste Violine)
Kaupp Michael (erste Violine)
Stiles Scott (erste Violine)
Briceño Irene Castiblanco (erste Violine)
Müller-Zhang Matthias (erste Violine)
Haberkern Mona (erste Violine)
Neumann Carsten (zweite Violine)
Gansczyk Mona (zweite Violine)
Smola Josef (zweite Violine)
Hedenborg Stefan (zweite Violine)
Krall Johannes (zweite Violine)
Hebr Martin (zweite Violine)
Hollinetz Rudolf (zweite Violine)
Pokora Elzbieta (zweite Violine)
Kugi-Krabatsch Claudia (zweite Violine)
Keskeny Ferenc (zweite Violine)
Radi Milan (Viola)
Kato Nobuya (Viola)
Birsak Rupert (Viola)
Paluch Roman (Viola)
Lindsberger Herbert (Viola)
Sugibayashi Toshie (Viola)
Schleifer Götz (Viola)
Sollak-Rauscher Eva (Viola)
Pouget Marcus (Violoncello)
Müller Susanne (Violoncello)
Simma Florian (Violoncello)
Prähauser Wolfgang (Violoncello)
Tomasi Margit (Violoncello)
Eger Ursula (Violoncello)
Bürgschwendtner Brigitta (Kontrabass)
Bürgschwendtner Martin (Kontrabass)
Ruhland Stephan (Kontrabass)
Spitzer Wolfgang (Kontrabass)
Hehenberger Erich (Kontrabass)
Hinterholzer Martin (Kontrabass)
Teufel-Lieli Katharina (Harfe)
Rehm Doris (Harfe)
Hasse Ingrid (Flöte)
Krabatsch Bernhard (Flöte)
Rentsch Beatrice (Flöte)
Plasse Moritz (Flöte)
Unterer Isabella (Oboe)
Malzer Reinhold (Oboe)
Calin Sasha (Oboe)
Longo Federica (Oboe)
Steiner Ferdinand (Klarinette)
Zimper Christoph (Klarinette)
Knogler Margarete (Klarinette)
Gutschy Reinhard (Klarinette)
Tutzer Philipp (Fagott)
Bartlett Edward (Fagott)
Terzo Riccardo (Fagott)
Honda-Tominaga Yoshinori (Fagott)
Schwaiger Wilhelm (Horn)
Mácsai Zoltán (Horn)
Binniker Dieter (Horn)
Dorfmayr Peter (Horn)
Binder Werner (Horn)
Hauser Markus (Horn)
Gerl-Navratil Wolfgang (Trompete)
Moritz Johannes (Trompete)
Menth Gottfried (Trompete)
Pronebner Markus (Trompete)
Winter Christian (Posaune)
Jauch Bernhard (Posaune)
Astner Christoph (Posaune)
Proschinger Gerhard (Posaune)
Steinböck Josef (Tuba)
Aigmüller Andreas (Pauke, Schlagwerk )
Mitterlehner-Romm Michael (Pauke, Schlagwerk )
Steiner Andreas (Pauke, Schlagwerk )

Die CD-Veröffentlichungen beim Label Oehms Classics umfassen u.a. zahlreiche Werke Mozarts, Haydns Oratorien "Die Jahreszeiten" und "Die Schöpfung", Berlioz’ "L’Enfance du Christ" sowie einen begonnenen Zyklus mit den Symphonien Anton Bruckners. Mitte September 2013 erschien zudem eine CD-Aufnahme des Labels Sony Classical mit Werken von Mozart.
Auf DVD sind u.a. Gounods "Roméo et Juliette" mit Rolando Villazon und "Zarzuelas" mit Placido Domingo erschienen.

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Mozarteumorchester Salzburg. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/30034 (Abrufdatum: 27. 10. 2020).