Abe Kyoko

Vorname
Kyoko
Nachname
Abe
erfasst als
KomponistIn
InterpretIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Experimental/Intermedia
Tradition/Moderne
Geburtsjahr
1950
Geburtsort
Tokyo - Japan
Geburtsland
Japan

Mit freundlicher Genehmigung
von Kyoko Abe © (Privatfoto)

Lebt seit 1972 in Österreich. 


Ausbildung
1956 - 1962 Tokyo - Japan privater Unterricht während der Grundschulzeit Klavier
1962 - 1972 Tokyo - Japan Studium an der Kineya Schule Shamisen
1962 - 1972 Tokyo - Japan Studium an der Kunitachi Hochschule (Takata Saburo) Klavier
1962 - 1972 Tokyo - Japan Kompositions-Arrangement-Kurs
1968 - 1972 Tokyo - Japan Kompositionsstudium an der Kunitachi Hochschule (Takata Saburo)
1972 - 1976 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Elektroakustik Kaufmann Dieter
1972 - 1976 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien Komposition Urbanner Erich
1980 - 1984 mdw - Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Wien weitere Studien Haubenstock-Ramati Roman

Tätigkeiten
1983 Universität Wien Wien Vorträge beim Anton Webern-Kongress
1983 Universität Wien Wien Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschafter O.Univ.-Prof. Dr. Walter Pass
1983 Tokyo - Japan Vorträge an der Kunitachi Hochschule
1988 TA MA MU Wien Mitarbeit
2003 TA MA MU Wien Ehrenmitglied
Festival Expan Vortrag bei EXPAN (Internationale Werkstatt Neuer Musik)
ISCM/IGNM/SICM - Internationale Gesellschaft für Neue Musik Konzerte im In- und Ausland
Aufführungen in Österreich, Japan und anderen Ländern


Aufträge (Auswahl)
1986 Österreichische Vereinigung für wirtschaftliche und kulturelle Beziehungen mit Japan Komet - für Streichquartett
1989 Breinschmid Wolfgang Poesie
1991 Ensemle Tokyo Virtuoso Die Zeitfalte I - (Die fünfte Dimension) für Oboe, Violine, Kontrabass und Cembalo
1991 Ashikawa Frauenchor Am frischen Mai
1993 Hashimoto Machiko Sogu II - (Die Begegnung) Trio für Flöte, Violine, Cembalo
1993 Nimmerrichter Noriko Mikro II - für zwei Cembali
1997 Ensemble Kreativ Die Zeitfalte III
1999 Japanische Botschaft in Bulgarien Soundscape - (1.City, 2.Twilight Garden, 3.Firework)
1999 Internationale Gesellschaft für Neue Musik Kärnten Drei Räume - für Saxophonquartett (3 Studien fur Saxphonschüler)
2001 Nango-Jazzfestival Kassai Aomori - (Prachtvoll Aomori)
2001 Arbonelli Guido Namaste I
Walter-Buchebner-Gesellschaft

Aufführungen (Auswahl)
Steirischer Herbst Graz
Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Darmstadt



Auszeichnungen
1972 Takeoka Tsuruyo-Auszeichnung, verliehen von der Kunitachi Hochschule
1977 Preis des Internationalen Wettbewerbs G. B. Viotti (Italien)
1988 Stadt Wien Ernst-Krenek-Preis Midnightsummer - für zehn Spieler
1990 Ars Electronica Anerkennungspreis Kategorie Interaktive Kunst Fuji - für Tonband (mit Computer bearbeitet), Sopran, Tanz und Live-Bild
1992 MIDI-GO-AWARD, Erster Preis in der Kategorie "Das Beste Notat" Die Zeitfalte I - (Die fünfte Dimension) für Oboe, Violine, Kontrabass und Cembalo

Stilbeschreibung

"Seit meiner Studienzeit beschäftige ich mich mit verschiedenen Stilen und Notationen. So versuchte ich, meinen Weg des Komponierens zu finden. Einmal sagte ein alter Musikhochschulprofessor zu mir: "Musik ist ein Spiel!" Das verstand ich als "Musik spielen" ebenso wie als "Spiel spielen." Danach war ich irgendwie befreit von herkömmlichen Stilen und Noten. Ich sah mich nicht mehr verpflichtet, in einem strengen Stil zu komponieren. Nur die Ton- bzw. Klangfarbe spielte immer eine sehr wichtige Rolle in meinen Kompositionen. Es ist manchmal die Kombination von Instrumenten, die die Rolle der Farbpalette spielt, oder es sind Akkorde, Rhythmen, Dynamik, Tonlage etc. Ab und zu lasse ich auch den Spielern freien Spielraum, damit sie Musik und Spiele spielen können ..."

(Kyoko Abe, 1997)


Pressestimmen

1979

Kyoko Abe (Japan) bewegt sich mit ihrer "Metamorphose I" in mehr traditionell musikalischem Gebiet und bewies entsprechende formale Beherrschung und Klangphantasie.

Volksstimme


1981

Weitaus großen Erfolg hatte der Grazer Pro-Arte-Chor mit vier neuen Vokalwerken. [...] Kyoko Abe stellte sich mit dem viersätzigen Chorwerk 'Die Jahreszeiten' nach altjapanischen Texten als große Begabung vor. Mit den in Europa gelernten Mitteln schien sie kleine Natur-Miniaturen wie mit dem Tuschpinsel zu zeichnen.

Lübecker Nachrichten (Klaus Gruber)


Diskografie:

  • Trio for three (für Fl., Va. und Harfe; CD, IGNM Österreich)
  • Das rote Objekt (elektroakustische Musik; von TA-MA-MU
  • Die Zeitfalte (für Ob., Vl., Kb und Cembalo; CD, King Records)

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 3. 2020): Biografie Kyoko Abe. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/72242 (Abrufdatum: 30. 10. 2020).

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