Herbert Lauermann
Genre:

Foto: ORF/Milenko Badzic ©

Lauermann Herbert

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 ... m ... - für Klarinette solo und Kammerensemble 2018
2 Augenblick des Lebens 2010
3 4 Stücke 2010
4 Misero cocodrillo 2009
5 Die Höhle von Salamanca - Intermedium aus der Kammeroper "Wundertheater" 2008
6 Jagd 2007
7 Septett (Polyphonie 4:3) 2007
8 Trio II "... übungen im horizontgewinn und traumverlust ..." - für Violine, Violoncello und Klavier 2005
9 Vater unser - Meditation für gemischten Chor und Orgel 2005
10 Bäslebrief - für Sprechchor, Klavier, Keyboard und CD-Player 2005
11 Raddar - Sprach-Klang-Collage 2005 - 2006
12 Trio 1 "... schwarze Rillen ..." - für Violine, Violoncello und Klavier 2003 - 2004
13 Coloman der Prozess - für gemischten Chor 2003 - 2004
14 Psalm 2003 - 2009
15 Vivaldi mit V 2002
16 Love-Songs - Aus der Oper "Die Befreiung" 2000
17 Pa Stjärnorna - für Klaviertrio 1999
18 7 Versette für Orgel 1999
19 Die Befreiung - Oper in 2 Akten nach einem Roman von Francisco Tanzer 1998 - 2000
20 Schwarz-weiß - 16 Sätze für Klarinette und Schlagzeug 1998
21 Pasticcio - für Streicher (in memoriam Ernst Vogel) 1997 13m
22 I los auf an Klong 1997
23 trans II - für Cello und Klavier 1996 10m
24 ... ins Innere ... (Verbum V - Fuga) - für Klarinette, Horn, Violine, Cello und Klavier 1996 - 1997 17m
25 Verbum IV - "An die Sonne" - für großes Orchester 1995 13m
26 trans I - für 2 Klaviere und Schlagzeug 1994 12m
27 Waves - für (Hammer-)Klavier solo 1994 10m
28 Heimfahrt - Chanson für Frauenstimme, Akkordeon und Tuba 1994
29 Stockerauer Kindermesse - für Kinderchor und Orff-Instrumente 1994
30 Sinfonietta - für Orchester 1993 14m
31 KAR - Raum.Musik.Theater 1993 1h 10m
32 Lehrstück - für Flöte, Violine und Fahrradklingel 1993
33 Ein Schweigen voller Klänge - Prolog und Epilog zu einem szenischen Konzert für Gehörlose 1992
34 Verbum III. Gedicht - Sextett für Klarinette, Horn, Mandoline, Gitarre, Harfe und Klavier 1992 4m
35 Drei kleine geistliche Lieder - für dreistimmigen Kinderchor a cappella 1992
36 Chinesenliedchen - für zwei- bis dreistimmigen Kinderchor und eine tiefe Stimme (Chorleiter) 1992
37 Höhlenmusik - für fünf Blechbläser 1991 9m
38 Abzählreime - für Kinder(Ober-)chor a cappella 1991 4m
39 Motetus II - für sieben Flöten 1990 9m
40 Desert - für Kammerorchester 1990 10m
41 Caccia - ("Ah! Dov'è il perfido?") für Orchester 1989 9m
42 Zeit und Ewigkeit - Liederzyklus nach Texten von Christian Morgenstern, Heinrich von Melk, Frau Ava für mittlere Stimme und Klavier 1988 12m
43 Variationen - für Oboe und Klavier 1987 ~9m
44 Wundertheater - Kammeroper in zwei Teilen 1987 1h 20m
45 Kantate 1 "Zum Gloria" - für Mezzo, Tenor, vierstimmig gemischten Chor und Orgel 1987
46 Round - für Frauenstimme, Klarinette, Violine und Klavier nach einem Text von Francisco Tanzer 1986 9m
47 Bagatellen - für Saxophonquartett 1986 12m
48 Motetus I - für gemischten Chor a cappella 1986 12m
49 Drei kleine Chöre - für gemischten Chor a cappella 1986 3m
50 Kammersymphonie - für 11 Instrumente 1984 20m
51 Extra leicht - für Kammerensemble und Sopran nach einem Text von Francisco Tanzer 1984
52 Phantasy on me - für Orchester 1984 17m
53 Simon - Kirchenoper 1983 1h 10m
54 Streichquartett 1982 21m
55 In Hoffnung treiben - Kantate für 8 Singstimmen und Kammerensemble nach einem Text von Erich Rentrow 1982
56 Variation - über einen Walzer von A. Diabelli für Klavier 1981
57 Beziehungen? - Aktion für Doppelchor und einen engagierten Chorleiter 1981 3m
58 Verbum II - für Violine solo 1980 6m
59 Das Ehepaar - Ein psychologisches Kammerstück für Kammerensemble, Sopran und Sprecher nach einer Novelle von Francisco Tanzer 1980 - 1981 38m
60 Equus I - für Kammerensemble und Sprechstimme nach einem Text von Francisco Tanzer 1979 10m
61 Die Geschichte vom Drachen, der nicht lachen konnte - Eine lustige Detektivgeschichte für Kinder 1979
62 Die Geschichte vom TÜÜT - Eine Radiogeschichte in sechs Folgen 1979 - 1980
63 Verbum I - für Klavier 1978 7m
64 ... wann es Zeit ist - für vierstimmig gemischten Chor a cappella

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1955
Geburtsdatum:  7. November 1955
Geburtsort:  Wien
Geburtsbundesland: 
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Nationalität: 

 

So wenig spektakulär Lauermann sein will, so unmittelbar scheint sich seine Musik dem Interpreten und dem Zuhörer zu erschließen – sei es ausschließlich über die Gefühlsebene, sei es unter Einbezug der "intellektuellen" Ebene (soll heißen des Wissens um die Hintergründe des Entstehens und die Kenntnis der Faktur). Ein Motto des "Stillen": Seine Musik soll so für sich sprechen, dass es erklärender Worte kaum mehr bedarf. Wichtig scheint daher, auf das Ureigenste im Lauermann'schen Schaffen einzugehen, das, was ihn in der von ihm praktizierten Form von anderen unterscheidet: die Sprache.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1970 - 1975

private Musikstudien

1975 - 1979

Musikerziehung

1979 - 1983

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1976 - 1994

BG/BRG Stockerau: Lehrtätigkeit als Musikerzieher

1987 - 1994

Lehrer für Tonsatz

1994

ao. Univ. Prof. für Tonsatz, Komposition und Gehörbildung

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1984
1990
1996
2001
2018

Aufführungen bei nationalen und internationalen Festivals

Ur- und Erstaufführungen unter anderem in: Dresden, Graz, Wien, London, Washington, New York, Baltimore, Gettysburg, Detmold, Essen, Ulm, Berlin, Singapur, Budapest, Rom u.v.a.

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1980

Förderungspreis

1981

Staatsstipendium für Komposition

1982

Förderungspreis des Landes Niederösterreich

1985

Staatsstipendium für Komposition

1990

Förderungspreis

1994

Maecenas-Kunstsponsoring-Preis

1994

Publicity-Preis

2000

Kulturpreis für Musik

2001

Würdigungspreis für Musik

2006

Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik

Stilbeschreibung

Mein Hauptinteresse gilt dem Wort.
Das Wort als Kommunikationsmittel; das Wort als unerschöpfliche Quelle für Material und Form. Das analytische Erfassen und klangliche Umsetzen von Sprachstrukturen und Sprachlauten in Musik und damit das Vermitteln von Inhalten in einer neuen, reduzierten, zerbrechlichen Klang-Sprache ist Ziel meiner kompositorischen Auseinandersetzung mit dem Wort. Das Zusammenspiel von Lauten in Silben, Wörten und Sätzen, das Konstituieren von Sinn aus abstrakten Elementen und das Ausloten von Inhalten mit Hilfe von, aus Sprachklang und Syntax gewonnenen musikalischen Abläufen, zeichnen für das differenzierte Klangbild meiner - im weitesten Sinn - wortbezogenen Kompositionen verantwortlich: es geht um die Vermittlung zwischen den Kommunikationssystemen Sprache und Musik, um eine neue Form der Wort-Ton-Beziehung - mit allen erstaunlichen Konsequenzen.

 

Herbert Lauermann 2002

Pressestimmen

18. März 1996

Musik, die strahlt, Musik, die von blendendem Glanz sein soll, vor allem von hohen Streichern, massiven Bläserklängen und Tönen metallischer Schlaginstrumente erzeugt - inspiriert von einem Gedicht Ingeborg Bachmanns komponierte der Niederösterreicher Herbert Lauermann ein etwa viertelstündiges Orchesterwerk, das mit entsprechendem Effekt anhebt, dann in sich zusammensinkt, um sich sukzessive zu immer intensiverer musikalischer Helligkeit zu entfalten.

Die Presse

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