Deppe Renald

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 makroPHONIA II - Vom Lob der Hoffnung und die Liebe zu den kleinen Dingen ... 2016
2 protokoll 2016
3 camera delle meraviglie segreta di luigi il turco 2016
4 musica callada - a tribute to the solitude of frederic mompou 2016
5 Interventionen - für Klarinette solo 2016
6 Carinthische Wassermusik - für Chöre & Blasmusiken 2016
7 Der Kleiderflug 2016
8 gregorian vamps for lithuanian swamps - Fugue Grotesque_Sacred Concert_Graph Opera 2015
9 lunaire revisited - pain- & brainstream-music 2014
10 13 1/3 märsche den sieg zu verfehlen. - für Blasorchester & Solisten 2014
11 Abwandlungen des Gleichen - Klänge und Zeichen an den Schnittstellen von Komposition / Konzeption / Improvisation 2014
12 San Ignacio : Eine Dschungeloper 2014
13 Der Hundsturm zu Babel - Tausendzungen-Poem in neun Versen nach Texturen von Raoul Hausmann 2013
14 Ritter, Räuber, Rutschpartien 2013
15 Die Böhmische Bibel - Eine Strenge Kammeroper 2013
16 lost & found - 1237 vergorene gegenklänge & 2763 geschundene querstände für blasorchester 2011
17 Reply to a Letter My Father Never Wrote Me - Musik zum Theaterstück 2010
18 7 notenhelfer für sorgsam gedroschelte hellzeilen - Litanei nach Texten von Bodo Hell 2009
19 fünfsiebenfünf : für Klarinette und 4 Violoncelli 2009
20 ruch_bar 2008
21 Achtzehn choräle und eine Aria in Achteinhalb minuten 2008
22 Der Tod wird nach Pfeffer und Majoran riechen ... - Karwochenlaudanum 2006
23 Donna Juanna 2006
24 Tempus Fugit - windvariable klanginstallation 2005
25 Troparion: Fraktale Hymnographie nebst einigen wohlfeil gesetzten Versauungen 2004
26 Kleinfeine Fliegfriedamusik - Hörbuch zu Kindergeschichten von und mit Elfriede Gerstl 2003
27 Tracht, Pflicht - Musik zum Theaterstück von Bodo Hell 2003
28 La Boheme - Neuinszenierung/vertonung der Oper 2001
29 TrioRio II 2000 6m
30 Lamentationes 1999
31 Perpetual Silence 1999
32 Irrlicht - Wintermusikalische Irritation 1996 20m
33 Laudanum - Klangsäulen - für 1-8 Melodieinstrumente 1995
34 Parerga für Anton von Webern 1995 4m
35 Brainstreammusic - Sechs vierstimmige Kontrapunkte 1995 15m
36 Hört - Hört! - 2 x 2 Handlungsbedürfnisse (Hör und Spiel Musik) 1995 variable Dauer
37 Hipbegalopphopbop 1995 7m
38 Don Pimperlin 1995
39 United colours of dirty tones 1994 30m
40 Painstreammusic - His Masters Noise 1994 1h
41 Interpolation - Variationen zur österreichischen Bundeshymne 1993 18m
42 Faden der Ariadne - für Blasorchester und Solisten 1992 30m
43 Prelude to a kiss and a C Jam Blues - Eine Entartungsmusik 1991 20m
44 Variationen über kein Thema von Josef Matthias Hauer - für Fagott, Sopransaxophon und Klavier 1990 7m - 45m
45 Jimbo - Metamorphosen für Posaune, Altsaxophon, Violine, Viola und Klavier 1990 12m
46 Konzert für Kammerorchester und Dichter 1989 25m
47 Albolina - Kinderoper für Masken und 4 Instrumentalisten 1988 1m
48 Duo - für Violine und Violoncello 1987 10m
49 Phonologische Passion - für Violoncello, Klarinette und Sprecher 1987 30m
50 Triorio - für Kontrabass, Flöte und Klarinette 1986
51 Tenebrae - Streichsextett 1984 18m
52 Novecento - Theatermusik
53 Ria nackt: eine Racheoper
54 Mohr im Hemd - Musik zum Theaterstück von Bodo Hell
55 Donna Juanna - Musik zum Theaterstück von Bodo Hell
56 Dimitroff - anarchospektrale Aufbaumusik
57 Nell Breve Arco Del Mio Tempo
58 Troparion - Fraktale Hymnographie nebst einigen wohlfeil gesetzten Versauungen nach den vortrefflich gearbeiteten Traumbericht-Texturen eines Andreas Okopenko
59 abgefahren! - eine komische Kinderoper
60 tenebre
61 Die zwei Brüder - grimmige Märchenklänge für (fast) Erwachsene
62 artfremd_fremdArt : eigenArt_arteigen - für wenn ich zweiheimisch bin : hoquetus duplex

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1955
Geburtsdatum:  4. August 1955
Geburtsort:  Bochum
Geburtsland: 
Nationalität: 

 

Renald Deppe studierte an der Folkwang-Hochschule in Essen Klarinette, Klavier und Komposition und erhielt seine weitere musikalische Ausbildung in Berlin und an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als Saxophonist und Klarinettist Mitwirkung bei führenden Ensembles für klassische, zeitgenössische und improvisierte Musik. Gründer und künstlerischer Leiter zahlreicher Festivals und Kulturinitiativen. Parallel zu seiner Tätigkeit als Veranstalter, Kurator und Konzeptionist von Musikprojekten abseits eines die Hörgewohnheiten bedienenden Mainstreams hat sich Deppe auch als Komponist durch zahlreiche Auftragswerke einen Namen gemacht. Arbeitsschwerpunkte seines kompositorischen Schaffens sind Kammermusik, Musiktheater, Graphische Notationsarbeiten, Interdisziplinäre Projektgestaltungen, Installationen und Klang-Graphein.

 

Mit seinem 1992 gegründeten Ensemble "Capella con Durezza", das in variabler Besetzung zeitgenössische Künstler aus den unterschiedlichsten Domänen zusammenführt, erarbeitet Deppe gezielt themenorientierte Programme (Kurt Weill, Charles Mingus, Bert Brecht, Duke Ellington, Zweite Wiener Schule, Bundeshymne, der Deutsche Schlager, Hugo Wolf etc.), bei denen neben Jazz-Versatzstücken Prinzipien der Neuen Musik und deren Improvisationstechniken auch Multimedia-Techniken (Film, Literatur, Performance) zum Einsatz kommen. Renald Deppe bezeichnet dies selbst augenzwinkernd als "Kulturspektakelkonfigurationsmusik - die Anordnung und wechselseitige Beziehung verschiedener Einzelerlebnisse in einem zusammenhängenden Sachverhalt".

 

Über seine zweite Formation, die Wachauer Pestbläser, bei der bisher Gerd Jonke, Christoph Cech u.a. mitwirkten, äußert Deppe auf seiner Homepage: "Die Wachauer Pestbläser verstehen sich als gemeinnützige Notgemeinschaft mit beschränkter Bodenhaftung, gegründet zur wohlfeilen Ergötzung des Gemütes". Als Musiker (Saxophon, Klarinette) trat er bei zahlreichen internationalen Festivals (Saalfelden, Berlin, Moskau, Krakau, Budapest, Rom, St. Petersburg u.v.a.) auf, seine graphischen Notationen wurden bereits mehrfach in Galerien ausgestellt.

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt

Musisches Gymnasium

Komposition

weitere Studien

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1988 - 1997

Gründer und künstlerischer Leiter der monatlich stattfindenden Kulturspektakel

1991 - 1998

Gründung und künstlerische Leitung der Grabenfesttage (gemeinsam mit Dr. Johann Hauf)

1992

Gründer und seitdem künstlerischer Leiter des Ensembles "Capella Con Durezza"

1994 - 1998

Gründung und Leitung des Jazz-Clubs gemeinsam mit Christoph Huber und Mathias Ruegg

1997 - 1998

musikalischer Leiter

1998

seitdem Lehrtätigkeit

1998

seitdem Lehrtätigkeit

1999

seitdem Mitherausgeber der oberösterreichischen Kunstzeitschrift "kursiv"

2001 - 2003

Gründung und künstlerische Leitung des Festivals gemeinsam mit Dr. Peter Leisch

2002

Gründer und seitdem künstlerischer Leiter von "Wachauer Pestbläser"

2005

Artist In Residenz bei "festival 21"

2006

Artist in Residenz

2011

Artist in Residenz bei "Exploration of Color"

2011

seitdem Kurator von "Lost & Found"

2013

seitdem Kurator von "Public Domain"

Zusammenarbeit mit Gert Jonke, Doron Rabinovici, Elfriede Gerstl, Bodo Hell, Evelyn Schlag, Andreas Okopenko, Friederike Mayröcker, Götz Bury, K.U.SCH., Peter Assmann, Linde Waber, Wolfgang Mitterer, Ernst Friedrich, Markus Kupferblum u.a.

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt

Osterfestival Krakau

zahlreiche Einladungen zu internationalen Festivals (Saalfelden, Donaueschingen, Berlin, Moskau, Krakau, Budapest, Rom, St. Petersburg, Sofia, Basel, Toronto, Helsinki, Teheran, Bratislava etc.)

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
2006

Großer Preis für Musik

2015

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste

Pressestimmen

Niemand sonst geht so mühelos durch die Stahlbetonwände der Wiener Musikszenen. Niemandem sonst folgen so gegensätzliche Künstler auf die Bühne. Und das meist für wenig Geld. Als Katalysator, Organisator und notorischer Selbstausbeuter ist Renald Deppe aus Wien nicht mehr wegzudenken. Ebensowenig als kreativer Künstler. 

ORF (Robert Bilek)

 

Das Ergebnis der mehrwöchigen Arbeit besticht: Sehr professionell erklingt die neue Komposition, der Wechsel von jazzigen Klängen zur Atonalität und dann wieder zur Folklore gelingt spielerisch. Ein spannender Festival-Auftakt. 

Die Presse

 

Auch als Komponist bewegt sich Renald Deppe bisweilen abseits der Tradition. Die fünf Notenlinien genügen ihm schon lange nicht mehr. Er setzt seine musikalischen Vorstellungen mit großem Können graphisch um. Diese graphischen Umsetzungen, die eigentlich mehr einer Gefühls- bzw. Zustandsbeschreibung entsprechen, sind Kunstwerke an sich. Mit Tusche und in Aquarelltechnik fertigt Renald Deppe seine Kompositionen, die dann genau so hauchzart klingen wie seine Bilder wirken [...] von höchster filigraner Qualität sind die Kompositionen für jeden, man muss kein Musiker sein, um diese musikalischen Landschaften zu durchwandern. 

Concerto (Alfred Krondraf)

 

Renald Deppe hat es geschafft, wie Renald Deppe zu klingen: ziemlich wild und laut, hochenergetisch und virtuos, anspielungsreich und manchmal sogar witzig. Wenn er Bestehendes bearbeitet, seien es amerikanische Standards oder russische Schmonzetten, nimmt er dieses "Bearbeiten" ziemlich wörtlich und geht gründlich zur Sache, rückt Klischees zurecht, verschiebt gewohnte Perspektiven - und belässt dem Ganzen doch so viel Musikalität, dass auch weniger versierten Hörern noch genug zu staunen bleibt. Wenn er frei spielt, nimmt er gern das Mundstück seines Instrumentes ab, und dann wird es schnell richtig wüst ... 

Falter (Carsten Fastner)

AusbildnerIn von (Person)

Kontaktperson von (Organisation)

Band-/Ensemblemitglied bei

Band-/Ensemblemitglied bei: