Dana Cristina Probst
Genre:
Subgenre:
Instrument: Klavier
Gattung:

Fotograf: Nicolae Alexa, © Dana Cristina Probst

Probst Dana Cristina

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Rhythm and Colour 2014 6m
2 la colindat 2014
3 Les voix cachées 2014 6m
4 In D 2013
5 9pm Oxford Time 2013 13m
6 Por ser 2013 9m
7 Hanging Vaults 2012 9m
8 Maître du marteau II 2012 13m
9 Skin and Reeds 2012 6m
10 Hängende Gewölbe 2012 10m
11 A D E A 2012
12 Timp de luna, timp de soare 2011 25m
13 Unterbrochenes Lied 2011
14 Vers les quatre points 2011 13m
15 Am Orte des Lichtes 2010 9m
16 RUF - für Klavier und Ensemble 2009 13m
17 Like a Song of Ascent 2009
18 Colind - sur le nome de haydn 2009
19 Citind "Sara pe deal"- reading "Eve on the hill" 2009 5m
20 Liora 2008
21 Der schützende Kreis 2008
22 Moments 2008
23 "siehst du am Abend..." - mit und nach Gedichten von Franz Schwediauer für Klavier und Sprecher 2007 ~ 8m
24 din fluier - für Flöte solo 2007 ~ 5m
25 [bru:m]music - für Ensemble 2007 ~ 7m
26 aler, ler - für Viola solo 2007 ~ 8m
27 ...et une flûte - für Flöte solo 2007
28 NAcHbar - Collage 2007 ~ 10m
29 Maître du marteau I 2007
30 "Rhythm is it!" - für Violoncello und Klavier 2006 ~ 5m
31 Auftakt, Austakt - für Klavier und Sprecher 2006 ~ 3m
32 Ruf-Chemare - für Naturhorn, Klavier und Violine 2006 ~ 10m
33 "Gefährtin derer, die an die Liebe glauben" - Kammeroper in einem Akt 2005 ~ 23m
34 Doi trecu-mi (Auf einem Colind) 2005 ~ 5m
35 Zicala dobei (Das Lied der Trommel) 2004 ~ 5m
36 Alta lumina (Ein anderes Licht) 2004 ~ 8m
37 Die verborgene Drei 2002 ~ 8m
38 Joc (Tanz) 2002 ~ 8m
39 Hommage à Messiaen 2001 ~ 9m
40 Plimbari si popasuri (Spaziergänge und Ruhepausen) - nach einem Gedicht von Ion Stratan 2000 ~ 17m
41 Meine Stimme von da, meine Stimme von woanders 2000 ~ 15m
42 Zwei Lieder nach Gedichten von J. W. von Goethe 1999 ~ 9m
43 Contraste Concerto - für Saxophon, Klavier, Schlagzeug und Kammerorchester 1999 ~ 18m
44 Bright Sadness 1999 ~ 14m
45 Webb-Contraste 1999 ~ 7m
46 Sanctus und Benedictus - für Sopran, Chor und Orchester 1997 ~ 4m
47 Re-Trio - für Violine, Klarinette und Klavier 1996 ~ 12m
48 Herbst - Toamna - Liederzyklus 1995 ~ 7m
49 Wienerische Ruhe - Fünf Stücke für Sopran und Tenorsaxophon 1994 ~ 9m
50 Kadenzen - für Klavier solo 1993 ~ 10m
51 Zeichnung in B - für Ensemble 1992 ~ 10m
52 A D A A 1992
53 Muzica în alb 1992
54 Whitesuntide for Contraste 1990 ~ 8m
55 Lumina lina (Sanftes Licht) 1989 ~ 17m
56 Praeludium - für Klavier, Horn und Streichorchester 1987 ~ 11m
57 Konzert - für Trompete und Orchester 1987 ~ 15m
58 Tala - für zwei Trompeten 1987 ~ 9m
59 NinSoare (Schneefall mit Sonne) 1986 ~ 7m
60 Vogelscharen I, II 1985 ~ 10m
61 Stroluri I 1985
62 Drei Lieder - für Mezzosopran und Ensemble nach Gedichten von Nichita Stanescu 1984 ~ 7m
63 Reflexe N - für Frauenstimme und Ensemble nach Gedichten von Nichita Stanescu 1984 ~ 17m
64 Streichquartett Nr. 1 1983 ~ 12m

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1961
Geburtsort:  Bukarest
Geburtsland: 
Nationalität: 

Dana Cristina Probst, geb. Teodorescu, lebt seit 1993 in Wien.
Meinem Heimatland verdanke ich eine gründliche musikalische Ausbildung (der hohe musikalische Ausbildungsstand, damals zentralistisch gefördert vom kommunistischen System, sei anzuerkennen!) und die Ehre, in der Nähe großer künstlerischer Persönlichkeiten sein zu dürfen. Österreich verdanke ich meine Familie und die Klarheit sowohl in mir selbst als auch in meiner musikalischen kompositorischen Aussage.
Als Ausgleich - vielleicht - zu den äußeren Maßregelungen und Reglementierungen in den Jahren der Diktatur war meine Jugendzeit von qualitätsvollen menschlichen und künstlerischen Beziehungen geprägt. Zu allen meinen Lehrern, denen ich jetzt als Musikerin und Mensch dankbar bin, hatte ich mehr als nur einen guten musikalischen Kontakt: zu meinen Klavierlehrern Brigitte Birnberg, Liviu Segal, Ada Nasturel und später Aurora Ienei, dann, auf dem Gebiet der Komposition und Musiktheorie, zu den Komponisten und zugleich engagierten Lehrern Anatol Vieru, Harald Müller, Aurel Stroe, Theodor Tutuianu, Stefan Niculescu , Myriam Marbe. Von allen wurde ich unterrichtet, aber auch belehrt, ermutigt.
Nach den Studienjahren trat ich, als natürliche Fortsetzung, in den Verein "Junge Komponisten" ein. Der Dachverband - der Rumänische Komponistenbund - sorgte dafür, dass Werke junger Komponisten zur Aufführung, bzw. zur Debatte kamen. Ich unterrichtete damals Klavier in einer Provinzstadt. Die Hauptstadt war für uns alle gesperrt.
Mit 1989 kam die große Wende in Rumänien und für mich begann eine neue Etappe: beruflich, sozial, privat. Ich entschied mich für eine Assistentenstelle für Rumänische Volksmusik an der damaligen Akademie für Musik in Bukarest. Innerhalb von drei Jahren - von 1990 bis 1993 – nahm ich an 9 Feldforschungen in Rumänien und Republik Moldavien teil.
1992 lernte ich meinen zukünftigen Ehemann in Bukarest kennen, was mit einem ÖAD-Stipendium (1993-1994) und der Geburt unserer Tochter (Juni 1994) dazu führte, dass ich nach Wien übersiedelte, wo ich die schwer erreichbare Freude einer Komponistin und Lehrerin mit Herz (in einer an Geld orientierten Welt) jeden Tag erlebe.

 

Dana Cristina Probst, 06.2007

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1968 - 1980

Musiklyzeum George Enescu: Unterricht bei Brigitte Birnberg, Silvia Voiculescu

1968 - 1980

Musiklyzeum George Enescu: Musikalische Ästhetik (Octavian Nemescu)

1968 - 1980

Musiklyzeum George Enescu: Harmonielehre (Costin Cazaban)

1968 - 1980

Musiklyzeum George Enescu: Musikgeschichte (Dumitru Avakian)

1979 - 1980

Privatunterricht Musiktheorie, Harmonielehre

1980 - 1984

Konservatorium Ciprian Porumbescu: Komposition, Musikwissenschaft, Pädagogik (Anatol Vieru, Aurel Stroe, Stefan Niculescu, Adrian Ratiu, Harald Müller, Liviu Comes, Theodor Tutuianu, Myriam Marbe, Aurora Ienei)

1994 - 1995

Komposition

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1984 - 1990

Musikschule Ploiesti, Rumänien: Klavierlehrerin

1990 - 1993

Akademie für Musik: Universitätsassistentin für rumänische Folklore

1997

Klavierlehrerin und Musiktheorie (Privatunterricht)

2007

Leiterin des multimedialen Projektes "Der Klang Brancusi"

2008

seither Mitglied

2009

seither Co-Leiterin des internationalen Festivals "Tintea muzicala" (zusammen mit Adina Dumitrescu)

2010 - 2011

Leiterin des Austausch Projektes HEL-VIE meno paluu - Österreichische und Finnische zeitgenössische Musik für Flöte und Klarinette

2013

Jurymitglied des Kompositionswettbewerbes, Wien und Salzburg

2014

seither Vorstandsmitglied

Aufträge (Auswahl)

ZeitraumAuftragWerkAuftraggebende OrganisationAuftraggebende Person
1999

Goethe-Gesellschaft Rumänien: Auftrag für CD-Produktion

2004

Trio Contraste

2007

Bezirksfestwochen Wieden, Agenda 21: Musikalische Eröffnung

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1984

Kompositionswettbewerb Gheorghe Dima, Cluj: Erster Preis in der Sparte Kammermusik

1993

ÖAD-Stipendium für musikwissenschaftliche Arbeiten

1999

Internationaler Kompositionswettbewerb Aperto, Bukarest: Zweiter Preis

2012

Arbeitsstipendium

2013

Arbeitsstipendium

2015

Arbeitsstipendium

Stilbeschreibung

Oft als intensiv und kraftvoll bezeichnet und vom Neo-Modalismus ausgehend, wird ihre Musik durch Linearität, aber auch durch eine eigene harmonische Sprache charakterisiert. Überschichtungen verschiedener Tempi, Heterophonie und nicht temperierte Tonskalen sind in ihren Werken immer wieder präsent.
Vom Neo-Modalismus ausgehend und die Anspannung einer dicht chromatisierten Harmonik durchlebend, wird meine Musik nun von drei impulsgebenden Quellen stärker und stärker geprägt: der alten Volksmusik Rumäniens, der Gregorianik und der byzantinischen Kirchenmusik. Diese Entwicklung konkretisiert sich a) durch eine eigene harmonische Sprache, in der die Quint, die Quart und die Sekund (bzw. die Septim und Non) als Grundsteine betrachtet werden, b) durch Linearität: der melodische Aspekt wird immer berücksichtigt, c) durch Mikrointervalle. Die von mir benutzten modalen Skalen "wachsen" aus dem realen, traditionellen, lebendigen Boden. Aus der alten rumänischen Volksmusik stammen auch die Elemente einer kräftigen, energischen, teilweise rauen, aber lebensbejahenden Haltung. Asymmetrische Rhythmen, Überschichtungen von verschiedenen Tempi und von verschiedenen Tonsystemen werden von mir kreativ verwandelt. Das Kontemplative, das Statische - das in meiner Musik auch präsent ist - kommt nicht selten aus der byzantinischen Musik. Nicht temperierte Tonskalen, Heterophonie sind hier zuhause. Ein wichtiger Aspekt meiner Stücke ist, dass die Klangfarbe eine natürliche Spiegelung der komplexen Arbeit in der Tiefe des Materials an der Oberfläche der Musik ist, und kein Zweck an sich ist (ähnlich wie die natürliche Schönheit der Haut eines gesund ernährten Menschen) Ästhetisch - emotional betrachtet, wird meine Musik als intensiv, kraftvoll, berührend bezeichnet.

 

Dana Cristina Probst, 06.2007

Pressestimmen

2006

Die in Bukarest geborene Komponistin Dana Cristina Probst wurde am Freitag, den 10. März 2006 in einem von Herrn Professor Werner Hackl geleiteten Komponistenporträt in der "Alten Schmiede" in Wien einem sehr interessierten, mitschwingenden Publikum vorgestellt. Dana Christina Probst besitzt einen unverkennbaren eigenen Stil, der gekennzeichnet ist von einer aphoristischen, nicht sich aufdrängenden Gestik, die in einer fast ungebrochenen Art und Weise meditativ in sich ruht. Ihre Musik atmet aus einer Zeitdimension, die die leichte Aura einer "Gegen-Zeit", einer sich quasi verlangsamenden Zeit ausbildet, - ein weit ausholender Gegenentwurf zu unserer so eindeutig und eindimensional sich beschleunigenden Zeit.
Wir denken, dass die gewichtige musikalische Stimme dieser Künstlerin in Zukunft noch entsprechend gehört und aufgenommen werden wird und verbinden damit den Wunsch, dass ihrem kompositorischem Werk die verdiente Anerkennung zuteil wird. 

ÖGZM (Martha Schwediauer-Southwick) 

 

29. November 2004

Keine Angst vor Emotionen
Die erste Konzertnacht von "Blickpunkt Rumänien" in der Lutherkirche
Kassel. Zeitgenössische E-Musik und Folklore - diese Kombination wäre hier zu Lande schier unmöglich. Anders in Rumänien, wo man ein unverkrampftes Verhältnis zur Volksmusik hat. Was am ersten Abend des dreitägigen Festivals "Blickpunkt Rumänien" durch die ekstatisch-wilde Uraufführung von Dana Probst "Zicala dobei" eindrucksvoll bestätigt wurde. 

HNA (Georg Pepl) 

 

2001

Als besonders eindrucksvoll ist dabei die Uraufführung von Dana Cristina Probst's "Hommage à Messiaen" für Violoncello und Klavier zu erwähnen. Das sensible, tiefgründige Werk, in intensiven Farben und Gesten mutig und klar gestaltet, bewegte und berührte. 

ÖMZ (Johannes Kretz) 

 

1997

[...] von Dana Cristina Probst haben wir bis jetzt nur Kammermusik gekannt - voller Inspiration und Natürlichkeit. In "Praeludium für Klavier, Horn und Streichorchester hat sie sich nun als Komponistin gezeigt, die auch den Klang des Orchesters meistert. 

Actualitatea muzicala (Lau) 

 

1986

Eine besondere Stimmung hat Dana Teodorescu in "NinSoare" für Tenor, 5 Stimmen, Viola, Hirtenflöte und Violoncello nach Texten von Horia Badescu und Nichita Stanescu auf die Bühne gezaubert. Das Stück zeichnet sich durch frische Inspiration und durch poetische Mischungen der Klangfarben von menschlicher Stimme und Instrumenten aus. Voll des Verstehens wird der Fluß der Musik mit einer gewollten Vereinfachung der musikalischen Sprache zur Klarheit des gesprochenen Dichterwortes hingeführt. 

Muzica (Mihaela Marinescu)