Herbert Peter

Vorname
Peter
Nachname
Herbert
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
VeranstalterIn
MedienkünstlerIn
ProduzentIn
AusbildnerIn
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Subgenre
Contemporary
Experimental/Intermedia
Mainstream
Instrument(e)
Kontrabass
Geburtsjahr
1960
Geburtsort
Bludenz
Geburtsland
Österreich

© Gerhard Klocker

Ausbildung
1976 - 1979 Bregenz Konservatorium Bregenz: Studium Kontrabass
1981 - 1986 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Jazzstudium
1987 - 1989 Berklee College of Music Boston - USA Studium, Diplom im Fach "Bass Jazz Performance"

Tätigkeiten
1985 Wien ein Jahr lang "freelancing bassist"
1987 - 2003 New York freischaffender Musiker
1994 New York Any Art Projects New York: Mitbegründer
1998 - 2003 Salzburg JIMS: Unterrichtstätigkeit
1999 Aziza Music: Gründung des Labels
2004 - 2008 Salzburg JIMS: artistic director
2007 Anton Bruckner Privatuniversität Linz (früher: Brucknerkonservatorium) Linz seitdem: Leitung einer Kontrabassklasse am JIM
als Bassist Konzerte, Performances und Studioarbeit mit Woody Shaw, Art Farmer, Freddie Hubbard, Art Blakey's Jazz Messengers, Sheila Jordan, Benny Bailey, Bosko Petrovic, Kenny Drew, Alvin Queen, John Purcell, Fritz Pauer, Joris Dudli, Uli Scherer, Harry Sokal, Kenny Werner, Fred Hersch, George Garzone, John Clark, Joe Hunt, Hal Crook, Mick Goodrick, Steve Turre, Phil Wilson, Aydin Esen, Robin Eubanks, Wolfgang Muthspiel, Josef Klammer und Seppo Gründler (Trio "Noise of 3") u.v.a.
Band/Ensemblemitglied bei Peter Herbert & Peter Madsen, Peter Herbert & David Tronzo, PHLS Trio, Velvet Lounge, Primus Sitter Quartett
Paris freischaffender Musiker
hauptsächlich Realisierung eigener Projekte: Multi Media Installationen, Theatermusik, Entwerfen musikalischer Strategien, Studiomusiker
zahlreiche Schallplattenaufnahmen mit Aydin Esen, Wolfgang Muthspiel, Woody Shaw, Richie Beirach, Andy Middleton, Vienna Art Orchestra, Andi Manndorf u.v.a

Aufträge (Auswahl)
1991 Spielboden Dornbirn anlässlich des 10-Jahres-Jubiläums
1994 Symphonieorchester Vorarlberg
1995 Neuberger Kulturtage
ORF - Österreichischer Rundfunk
Symphonieorchester Vorarlberg
Raiffeisenverband Vorarlberg
Quintet.Wien

Aufführungen (Auswahl)
2007 V:NM Festival Graz Graz Improvisation gemeinsam mit Elisabeth Schimana "Moskau mit Peter Herbert oder Elise on Peter Herbert"

Auszeichnungen
1979 Jugend musiziert Erster Preis (als Pianist)
1988 Musikfest in Orlando/Florida: Erster Preis mit dem Wolfgang Muthspiel Trio (veranstaltet vom Magazin Down Beat)
1988 Erster österreichischer Jazzwettbewerb: Erster Preis mit dem Wolfgang Muthspiel Trio
1989 Boston Jazz Society: Achievement Award für außergewöhnliche künstlerische Fähigkeiten im Jazz
1989 Berklee College of Music Eddie-Gomez-Jazz-Masters-Award
1993 Amt der Vorarlberger Landesregierung Förderungspreis als Komponist
1997 Internationaler Bodenseekulturpreis für Musik (Schweiz-Deutschland-Österreich)
2001 Austrian Music Office Hans-Koller-Preis: "Musician of the year"
Erster österreichischer Jazzwettbewerb: Solopreis für außergewöhnliches Solieren

Stilbeschreibung

Peter Herberts kompositorischer Ansatz läßt sich von zwei Gesichtspunkten ableiten: erstens Musik zu schreiben, die von der improvisatorischen Seite her kommt, das heißt Musik umzusetzen, die man (selbst) hört und als improvisierender Musiker ad hoc umsetzen würde, quasi als Spieler zu komponieren, und zweitens Musik zu schreiben, die den Ausführenden auch Spaß macht zu spielen, auch das wieder mit Referenz darauf, selbst ein Interpret zu sein. Auch die Integrierung von improvisierten Passagen in oder über durchkomponierte Strukturen ist ein wichtiger Aspekt. Einflüsse im weitesten Sinne von Charles Ives, Gunther Schuller, Morton Feldman, George Crumb, Luigi Nono, Adyin Esen und Frank Zappa.

 

Peter Herbert, 1997


Pressestimmen

28. Juni 2002

Der Kontrabass, oft auf die Funktion des grummelnden Begleiters beschränkt, führt in Herberts Händen einen ganzen Mikrokosmos klanglicher Ausdrucksmöglichkeiten vor. 

Salzburger Nachrichten (Clemens Panagl) 

 

21. Juni 2002

Vielfalt in der Einheit, so lautet die Devise. Das eigene Zentrum zu erforschen und doch gleichzeitig in die weite Welt hinauszuhören: Peter Herberts musikalische Philosopie steht modellartig für eine Lösung des gerade im Jazz virulenten Problems, sich dem immer weiter ausdifferenzieren System historischer Stilschubladen zu entziehen. 

Der Standard (Andreas Felber)


Links mica-Interview, mica-Porträt: Peter Herbert, mica-Artikel: Peter Herbert präsentiert „Wild things run fast“, mica-Artikel: Peter Herbert: "16 strings and the beat", Musikdokumentationsstelle Vorarlberg

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Peter Herbert. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/69400 (Abrufdatum: 3. 12. 2020).

Logo Filmmusik