Kienberger Philipp

Vorname
Philipp
Nachname
Kienberger
erfasst als
MusikerIn
InterpretIn
KomponistIn
Genre
Neue Musik
Jazz/Improvisierte Musik
Weltmusik
Subgenre
zeitgenössisch
Modern/Avantgarde
Volksmusik
Instrument(e)
Kontrabass
Elektrischer Kontrabass
Geburtsjahr
1991
Geburtsort
Wolfsberg
Geburtsland
Österreich

Philipp Kienberger © Philipp Kienberger

"Philipp Kienberger wurde 1991 in Kärnten geboren. 2015 beendete er sein Bachelorstudium Instrumental- und Gesangspädagogik Jazz im Hauptfach Kontrabass bei Peter Herbert und den Schwerpunkten Klassik bei Anton Schachenhofer und Komposition bei Christoph Cech an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz. 2016 wechselte er an die MUK in die Klasse von Botond Kostyák, wo er [...] sein Bachelorstudium Kontrabass absolviert. Er sieht sich seit Beginn seines Studiums nicht nur als Instrumentalist am E- und Kontrabass sondern auch als Musikschaffender, wodurch die Realisierung eigener Projekte und Ideen stets im Vordergrund steht. 2010 veröffentlichte er sein erstes Album mit seiner Band "Jakuzis Attempt" auf dem Label Wire Globe Records. 2012 folgte das vom Avantgarde-Jazz geprägte Album Laubwald mit der Band "Modern Shape Quartet" auf dem Label Alessa Records. Neben Auftragskompositionen für Theatergruppen und einem Programm für tiefes Streichquartett und Klavier rief Philipp 2014 seine Band "Luzid Chaos" ins Leben, mit der er ausschließlich Eigenkompositionen publiziert."
MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien: Philipp Kienberger veröffentlicht EP "Elements" (2016), abgerufen am 06.08.2020 [https://www.muk.ac.at/artikel/philipp-kienberger-veroeffentlicht-ep-elements.html]

"Philipp arbeitet als Bassist und Komponist mit verschiedenen Arten von Musik. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit zeitgenössischer und avantgardistischer Musik, aber auch mit Jazz, Hip-Hop und experimenteller Noise- und Rockmusik. Er veröffentlichte drei CDs unter seinem eigenen Namen und ist Mitglied des Wiener Vereins Freifeld (www.freifeld.at), dessen Ziel es ist, moderne und progressive Musik in Wien zu unterstützen. [...] Philipp spielt auch mit dem Wiener Ensemble für zeitgenössische Musik STUDIO DAN und dem Christoph Cech Jazz Orchestra Project. Er spielte auch mit Georg Graewe, Andreas Schreiber, Joanna Lewis, Wolfgang Reisinger und Frank Gratkowski - um einige Namen zu nennen. 2017 verlieh ihm das österreichische Bundeskanzleramt ein Stipendium für seine künstlerische Arbeit."
Ulysses Network: Philipp Kienberger (2020), abgerufen am 06.08.2020 [https://www.ulysses-network.eu/profiles/individual/26974/]

Stilbeschreibung

"Der ursprünglich aus Kärnten stammende Bassist [...] zählt zu jener Generation von Jazzausgebildeten, deren Schaffen, sich längst nicht mehr durch traditionelle Begrifflichkeiten und Definitionen abstecken lässt. [...] Philipp Kienberger [versucht] eine Klangsprache zu entwerfen, in der stilistische Kategorien keine Rolle mehr spielen und die Offenheit zu allen Seiten hin zum Leitmotiv erklärt wird."
mica-Musikmagazin: Das Philipp Kienberger Quartett stellt sich vor (Michael Ternai, 2014)

"Als Bassist und Komponist bewegt er sich durch unterschiedliche Musikstile. Seine bisherigen Projekte führten ihn durch progressive Metal und Rock Musik, Hip-Hop, Freie Improvisation, Jazz und auch zeitgenössische Musik. Als Komponist ist er vor allem auch immer auf der Suche nach neuen Klangstrukturen, der Unkonvention und fortschrittlichen, Kulturen und Diziplinen übergreifenden Ideen."
Philipp Kienberger: Biografie, abgerufen am 06.08.2020 [http://www.philippkienberger.com/htmlfiles/bio.html]

Auszeichnungen

2010 Bundeswettbwerb "podium.jazz.pop.rock": Gewinner des Joe Zawinul Preis (mit dem Gratzer/Fellner/Kienberger-Trio)
2017 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: START-Stipendium
2018 Switzerland International Film Festival: Auswahl des Songs "Action Messie" (mit Luzid Chaos)

Ausbildung

2005–2007 Wolfsberg: autodidaktische Beschäftigung mit Musik und den Instrumenten Gitarre, Klavier, Schlagzeug und E-Bass
2007–2010 Musikschule Wolfsberg: E-Bass, Kontrabass und Klavier
2010–2015 Anton Bruckner Privatuniversität Linz: IGP Jazzkontrabass (Peter Herbert), Konzertfach Kontrabass (Anton Schachenhofer), Komposition (Christoph Cech) - BA mit Auszeichnung
2016–2019 MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien: Kontrabass (Botond Kostyák) - BA
2017 Jazzdepartment - Universität der Künste Berlin (Deutschland): Auslandssemester Komposition, Kontrabass (Marc Muellbauer, Greg Cohen)

Workshops u.a. bei Jim Black, Skuli Sverisson, Marc Abrams

Tätigkeiten

2013–heute Wien: freier Bassist und Komponist in der Wiener Jazzszene
2015–heute Freifeld – Verein zur Förderung fortschrittlicher Musik, Wien: Mitglied
2018–heute Zentrum für Musikvermittlung, Wien: Lehrer (Kontrabass, E-Bass, Musiktheorie)
2019–heute ULYSSES Network: Mitglied

ÖKB – Österreichischer Komponistenbund, Wien: Mitglied

Mitglied in Band/Ensemble/Orchester
2008–heute Jakuzi's Attempt: Bassist
2014–heute Luzid Chaos, Wien: Bandleader, gemeinsam mit Anna Anderluh (voc), Alexander Kranabetter (trp), Simon Raab (pf, synth), Hubert Bründlmayer (dr)
2015–heute Sketches on Duality, Wien: Gründungsmitglied des Hip-Hop/Jazz-Quintetts
2016–heute Little Rosies Kindergarten, Wien: Bandleader des 13-köpfigen Kollektivs
2017–heute KVIN, Wien: Crossover-Ensemble, gemeinsam mit Raphael Kasprian (vl), Emily Stewart (va), Cornelia Perwein (vc), Tatjana Wurzer (pf)
2017–heute Christoph Cech Jazz Orchestra Project (CCJOP): Bassist
2019–heute /kry, Wien: Mitbegründer, gemeinsam mit Mona Matbou Riahi (cl), Alexander Yannilos (dr)

Entrainment, Wien: gemeinsam mit David Gratzer (git), Reinhold Schmölzer (dr)

Pressestimmen

24. April 2018
über: "es kann nicht lösen der Mensch ..." (Freifeld Tontraeger)
"[KVIN] machen sich in ihren Stücken in gewisser Weise an eine Neudeutung des Begriffs "Crossover" und verweben das vermeintlich weit Auseinanderliegende zu etwas eigenständig Pulsierendem. Das Quintett durchwandert ein weites musikalisches Feld, es startet in der klassischen Musik, quert den modernen und freien Jazz und die Kammermusik, um nach kurzen Ausflügen sogar in den Pop schließlich in der Neuen Musik zu landen. Passieren tut das in einer ausgesprochen vielfältigen Form. Zart gespielte und sich angenehm in den Gehörgängen einnistende Melodien treffen auf Atonalität und schräge Klangexperimente, gediegene Klänge auf lärmig Klingendes, schwere, dunkle und geheimnisvolle Stimmung auf ergreifende Melancholie, minimalistische ruhige Momente auf energiegeladene dramatische Ausbrüche und, und, und. Der von KVIN zu Gehör gebrachte Sound entwickelt einen sehr bildhaften Charakter, er erzählt sich mit einer filmmusikalischen Note, die stimmungsvolle Bögen spannt und eine seltsame Anziehungskraft entfaltet. "es kann nicht lösen der Mensch ..." ist ein Album, das viel Atmosphäre entwickelt und in hohem Maße die Fantasie anregt. KVIN setzen ganze eigene musikalische Akzente, solche, die in aufregender Weise zwischen gediegener Musikalität und erfrischender Eigenwilligkeit pendeln. Ein bemerkenswert anderes Erstlingswerk."
mica-Musikmagazin: KVIN - "es kann nicht lösen der Mensch ..." (Michael Ternai, 2018)

22. Mai 2015
über: "It's all about breaking the wall!" (Freifeld Tontraeger)
"Was der aus Kärnten stammende und in Wien lebende Kontra- und E-Bassist und seine Kollegen [...] in den Nummern der Doppel-CD betreiben, ist die undogmatische, innovative und von allen stilistischen Fragen befreite Klangmalerei zwischen absoluter Reduktion, schrägem Experiment, rhythmischer Vertracktheit und elegischer Eleganz. Und obwohl sie alles in eher herausfordernden musikalischen Bahnen laufen lassen, gelingt es ihnen doch, die Musik alles andere als sperrig und verkopft erklingen zu lassen.Der musikalischen Vielfalt wird in keinem Moment Einhalt geboten. Philipp Kienberger und seine Band lassen den sich über weite Spannungsbögen erstreckenden und mit Improvisationen aller Art angereicherten Nummern alle Zeit, die diese benötigen, um sich wirklich vollends hin zur ganzen Form zu entwickeln. Herauskommen dabei sind ereignisreiche, sehr vielschichtige und stimmungsvolle musikalische Geschichten mit vielen packenden Momenten und Höhepunkten. [...] Ein wirklich starkes Erstlingswerk, das definitiv auf noch große musikalische Taten hoffen lässt."
mica-Musikmagazin: PHILIPP KIENBERGERS LUZID CHAOS - "It's all about breaking the wall!" (Michael Ternai, 2015)

Diskografie (Auswahl)

Mit eigenen Bands
2020 Spectrum - Sketches on Duality (LP; 9Star Records)
2018 es kann nicht lösen der Mensch ... - KVIN (Freifeld Tontraeger)
2018 Little Rosies Kindergarten - Little Rosies Kindergarten (Listen Closely)
2017 Entrainment - Entrainment (Freifeld Tontraeger)
2016 Elements - Luzid Chaos (EP; Freifeld Tontraeger)
2015 It's all about breaking the wall! - Luzid Chaos (Freifeld Tontraeger)
2012 Laubwald - Modern Shape Quartet (Alessa Records)
2010 III - Jakuzi's Attempt (Wire Globe Records)

Als Interpret
2020 The Anatomy of Melancholy - Emily Stewart (col legno)
2019 Sendezeit - Barry Good (Gehdanke Records)
2018 Blue - Christoph Cech Jazz Orchestra Project (CCJOP) (Marmota Records)
2017 Titan - Christoph Cech Jazz Orchestra Project (CCJOP) (Marmota Records)
2015 Reaching for the Stars - Thomas Casalicchio Group (Publac Music)
2014 Tasting ALQ - Andreas Lachberger Quartett (Publac Music)

Literatur

mica-Archiv: Philipp Kienberger
mica-Archiv: KVIN
mica-Archiv: Entrainment
mica-Archiv: Luzid Chaos
mica-Archiv: Jakuzi's Attempt
mica-Archiv: Little Rosies Kindergarten
2014 Ternai, Michael: Das Philipp Kienberger Quartett stellt sich vor. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Website: Philipp Kienberger
ÖKB: Philipp Kienberger
Facebook: Philipp Kienberger
Soundcloud: Philipp Kienberger
YouTube: Philipp Kienberger
austrian music export: KVIN
austrian music export: Little Rosies Kindergarten
Website: Little Rosies Kindergarten
Website: Entrainement
Website: Sketches on Duality
YouTube: /kry
Facebook: Luzid Chaos
Soundcloud: Luzid Chaos

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 8. 10. 2021): Biografie Philipp Kienberger. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/200985 (Abrufdatum: 20. 10. 2021).

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