Iván Eröd
Genre:
Instrument: Klavier
Gattung:

Eröd Iván

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung Notenshop
1 Tripelkonzert für drei Klarinetten und Orchester 2015 ~ 19m
2 3. Symphonie (Symphonische Kantate "Øresund") 2013 35m
3 Stanzen 2012 7m
4 Introduktion und Toccata - für Klavier 2010
5 Konzert für Klarinette und Orchester 2010 - 2011 22m
6 Einig im Wunsch 2009 3m
7 Ode - nach dem Gedicht "Óda" von Attila József 2009 16m
8 Pünktchen und Anton - Kinderoper nach dem Roman von Erich Kästner 2009
9 Alterslaunen - Variationen über ein eigenes Thema 2009 - 2010 15m
10 GeburtstagsPRÄSENT - dem treuen Freund GErHArD für Violine solo 2007 2m
11 Blechbläserquintett 2007 - 2008 8m
12 Die Wassertrompeter 2007 - 2008 8m
13 Symphonische Szene Hommage à Franz Liszt - Fassung für zwei Klaviere 2006 13m
14 Köszönet Bartóknak (Dank an Bartók) - für Violoncello und Klavier 2006 3m
15 Konzert für Violoncello und Orchester 2005 25m
16 Fastenmusik - Orgelstücke nach altrömischen Gesängen 2005 17m
17 3. Streichquartett 2003 ~ 20m
18 100 Töne - Jenö Takács zum 100. - für Violine solo und Kammerorchester 2002 1m
19 Die Liebesprobe - Parodieoper (Mozart-Bletschacher) 2001 - 2002 35m
20 Die Heringshochzeit - Duett 2001 3m
21 2. Symphonie 2000 - 2001 23m
22 Horo-Witz - für Klavier 2000 ~ 1m
23 Kanon 2000 ~ 1m
24 Fermeture-Ouverture - für Orchester 1999 4m
25 2. Sonate für Violine und Klavier 1999 - 2000 14m
26 Oktett - für Klarinette, Horn, Fagott, 2 Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabass 1998 ~ 15m
27 Doppelkonzert für Klarinette und Fagott - mit Begleitung des Orchesters 1998 - 1999 20m
28 Blumenstück - für Klavier 1997 4m
29 Les Noces de Mondrian - Hochzeitskantate für Kammerchor und Kammerensemble nach einem Text von Marie-Luce Eröd 1997 8m
30 Minderheitentänze - für Streichorchester 1997 ~ 10m
31 Minderheitentänze - für Streichorchester 1997 10m
32 2. Streichsextett 1996 14m
33 1. Symphonie "Aus der alten Welt" 1995 26m
34 Hommage à D. L. - drei Strophen aus "vergangenen Zeiten" für Klavier 1995 3m
35 Bartók emlékezete (üzenet a multba) / Hommage à Bartók (Nachricht in die Vergangenheit) - für Klavier solo 1995 3m
36 Blumenstück - für Viola solo 1994 8m
37 Happy Birthday - Einige Kanons und ein Quodlibet 1994 7m
38 Bukolika - für Kammerensemble 1994 ~ 13m
39 Über der Asche zu singen - Fünf Gesänge für Mezzosopran und Klavier 1994 15m
40 Ennstaler Aufstrich - für Kinderorchester (Vl I, Vl II, Vlc) 1993 3m
41 Kleine Suite für zwanzig Finger - für Klavier zu vier Händen 1993 7m
42 Ewig wird er Euch sein... - für Bariton und Klavier 1993 1m
43 Tao-Te-King Nr. 33: Wer andere kennt, ist klug - für Stimme und Klavier 1993 ~ 1m
44 Trio für Klarinette, Violine und Klavier 1991 15m
45 Der Füssener Totentanz - Kirchenoper von Richard Bletschacher 1991 15m
46 Brahms-Variationen für Klavier - Entwicklungen zu einem und Veränderungen über ein Thema von Johannes Brahms (Intermezzo op. 116, Nr. 6) 1990 18m
47 Quintetto Ungherese - Bläserquintett 1990 15m
48 Vox lucis - Kantate für Bariton, Oboe und Orchester 1988 - 1989 32m
49 Beim jungen Wein - für gemischen Chor a capella nach Georg Trakl 1987 3m
50 Quartett für Violine, Viola, Violoncello und Klavier 1987 21m
51 Canti di Ungaretti - für Bariton und Ensemble 1987 - 1988 11m
52 Stacheltierliebe - Chanson für Stimme und Klavier 1987 2m 30s
53 Schnappschüsse - Fünf Portraits für Flöte und Bläseroktett 1986 8m
54 Das Sein ist ewig - Kantate für Orgel solo, gemischten Chor und Orchester 1985 30m
55 Drei Interludien - aus "Das sein ist ewig" für Orgel 1985 12m
56 Minnesota Sinfonietta 1985 - 1986 15m
57 Drei Interludien - aus "Das sein ist ewig" für Orgel und Orchester 1985 12m
58 Interludium II - aus der Kantate "Das Sein ist ewig" 1985 ~ 5m
59 Sonate für Fagott und Klavier - Sonata milanese 1984 14m
60 Réjouissance - für großes Orchester 1984 8m
61 Schwarzerde - Fünf Gesänge für Bariton und Orchester 1984 - 1985 20m
62 Vier Gesänge - für tiefe Stimme und Klavier 1983 10m
63 Serenade für Streichsextett - Kleine sinnliche Abendmusik 1983 13m
64 Symphonische Szene "Hommage à Franz Liszt" - für großes Orchester 1983 - 1984 14m
65 2. Trio - für Violine, Violoncello und Klavier 1982 17m
66 Viva la musica! - für gemischten Chor a capella 1982 1m
67 Bourdon für Adrian - für Klavier 1982 1m
68 Veränderung über einen Walzer von Diabelli - für Klavier 1981 1m 30s
69 Soirées imaginaires - für großes Orchester 1981 20m
70 Yerma - Bühnenmusik zum Schauspiel von Federico García Lorca 1981 20m
71 Tao-te King, Nr. 76: Der Mensch tritt ins Leben - für gemischten Chor a capella 1981 2m
72 Capriccio 81 - für vier Flöten und zwei Harfen 1981 8m
73 Kanonische Variationen über ein sehr bekanntes Kinderlied - für Streichquartett 1980 6m
74 Never close your eyes ... - Hochzeitskanon für drei Frauenstimmen, Baß und Klavier 1980 2m
75 Studien für Streichorchester 1980 10m
76 Konzertante Fantasie - für Viola und Streichorchester 1980 - 1981 10m
77 Zum 15. November 1980 - für Bariton und Klavier 1980 3m
78 Zum 15. November 1980 - für Violoncello und Klavier 1980 3m
79 Krokodilslieder 1979 - 1980 15m
80 Enjoying Life - für Trompete und Klavier 1979 2m
81 Violakonzert 1979 - 1980 22m
82 2. Streichquartett 1978 21m
83 Drei Stücke für Violine solo 1978 - 1979 11m
84 Allegretto moderato für Klavier - vom jüngsten Vogg vorzuspielen 1978 30m
85 Hommage à Beethoven - Rhapsodie für Violoncello solo über Themen der Sonate op. 102/1 von Ludwig van Beethoven 1977 10m
86 Orpheus ex machina - Oper in zwei Akten 1977 - 1978 1h 30m
87 Divertimento für Blechbläser und Schlagzeug 1976 12m
88 1. Trio - für Violine, Violoncello und Klavier 1976 22m
89 Három magyar madrigál nöi karra (3 ungarische Madrigale für Frauenchor a capella) 1976 6m
90 Capriccio für zehn Blasinstrumente 1976 - 1977 7m
91 Drei Gedichte aus Goethes "Der west-östliche Divan" - für gemischten Chor a capella 1976 3m
92 Klavierkonzert 1975 25m
93 2. Sonata - für Orchester 1974 8m
94 1. Streichquartett 1974 - 1975 21m
95 Violinkonzert 1973 18m
96 Ole, mein Knecht - Schattenspiel für das Fernsehen 1970 10m
97 1. Sonate für Violine und Klavier 1969 - 1970 16m
98 Milchzahnlieder - für Sopran und Kammerorchester 1969 12m
99 Fanfare und Intrada - für Blechbläser und Schlagzeug 1969 7m
100 Ricercare ed Aria S. C. H. E. - für Flöte, Oboe, Baßklarinette und Horn 1965 6m
101 Tutto ho perduto (Ich habe alles verloren) - für Sopran und Violine 1965 3m
102 Balázs Aniko Darabja (Aniko Balázs' Stück) - für Klavier 1965 1m 30s
103 Die Seidenraupen - Oper in einem Vorspiel, sieben Bildern und einem Nachspiel 1964 - 1968 2h 15m
104 La doncella, el marinero y el estudiante - (Das Mädchen, der Matrose und der Student). Kurze Oper 1959 - 1960 12m - 15m
105 Drei Sätze für Violoncello und Orchester 1958 12m
106 Drei dodekaphone Chöre - für gemischten Chor a cappella 1958
107 Vier kleine Klavierstücke 1957 - 1958 6m
108 Vier Stücke für Streichquartett 1957 8m
109 1. Sonata - für Orchester 1957 8m
110 Bläsertrio - für Oboe, Klarinette und Fagott 1957 8m
111 Dorottya-Ouvertüre - für Orchester 1956 7m
112 Zrinyis zweiter Gesang / Zrinyi második éneke - für gemischten Chor a capella 1954 6m
113 Lieder und Chöre 1952 - 1956
114 Kammermusik 1951
115 Klavierwerke 1951 - 1956
116 Streichtrio / Vonóstrió 1951 6m 30s
117 Variationen über ein ungarisches Volkslied 1948
118 Symphonie in cis-moll - für Orchester 1948

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1936
Geburtsdatum:  2. Januar 1936
Geburtsort:  Budapest
Geburtsland: 

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1940

erster Unterricht bei Eröds Mutter

1941 - 1944

Unterricht bei György Kálmán

1944 - 1946

Unterricht bei Magda Káldi, nach der Deportation von György Kálmán durch die Nazis

1946 - 1951

Privatunterricht

1950

Zwölftonseminar

1951

 

1951

Komposition (Ferenc Szabó)

1957 - 1960

 

1957 - 1960

Komposition

1957 - 1961
1957 - 1961

Komposition

1961

Abschlussprüfung Komposition mit Auszeichnung

1961

Abschlussprüfung mit Auszeichnung

1962

Unterricht bei Guido Agosti

Tätigkeiten

ZeitraumTätigkeitOrganisationOrt
1962 - 1968

Solokorrepetitor

1962 - 1968

Studienleiter

1967

Lehrauftrag

1971

ao. Professur

1975

o. Professur für Komposition und Musiktheorie

1988

musikalische Dokumentation Iván Eröd (Konzert und Ausstellung) in der Musiksammlung

1989 - 2004

o. Professur für Harmonielehre und Kontrapunkt (Tonsatz)

1995 - 2002

Leiter der Abteilung 1

2000 - 2001

Composer in residence

2004

Emeritierung

2004 - 2005

Gastprofessur

zahlreiche Konzerttourneen als Pianist in ganz Europa und im Nahen Osten

zahlreiche Vorträge und Kurse in Ungarn, Deutschland, Großbritannien, Italien, den USA und Brasilien

Aufführungen (Auswahl)

ZeitraumAufführungWerkOrganisationOrt
1956

erste öffentliche Aufführung (ein Lied für Gesang und Klavier)

1958
1958
1958

Uraufführung

1968

Uraufführung

1977

Uraufführung

1978

Uraufführung

1981

Uraufführung

1986

Uraufführung

1988
1995

Urauführung, Auftragswerk des ORF

1998

Uraufführung durch das Scharoun-Ensemble

1999

Uraufführung beim Silvester/Neujahrskonzert unter Sir Roger Norington

2001

Uraufführung unter Leopold Hager

2002

Aufführung unter Sir Roger Norington in einem Promenadenkonzert

2006

Personale

2008

Almeida Festival

Huddersfield Festival

Minnesota Summer Festival

Radenci Festival Slowenien

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1961

Erster Preis des Bösendorfer-Klavierwettbewerbes

1962

Busoni-Wettbewerbe, Bozen: Zweiter Preis

1964

Zentralsparkasse der Gemeinde Wien: Förderungspreis für Komposition

1970

Österreichischer Staatspreis

1974

Förderungspreis für Komposition

1978

Würdigungspreis

1980

Würdigungspreis

1981

Joseph-Marx-Musikpreis

1986

Preis für Musik

1993

Bartók-Pásztory-Preis, Ungarn

2001

Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien

2001

Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

2006

Ehrenmitglied

Stilbeschreibung

In erster Linie fühle ich mich als Musiker. Die Quelle meiner schöpferischen Tätigkeit ist die Musik selbst und nicht irgendwelche politische, ideologische oder ästhetische Absichten. Meine Botschaft ist nicht die Übersetzung von etwas anderem in Musik, sie ist an sich musikalisch. Ein anderes Charakteristikum meiner Kompositionen ist der Mangel an Ehrgeiz, die musikalische Sprache zu erneuern. Ich benütze vorhandene Worte dafür, was ich sagen will. Daher erwarte ich eine unmittelbare Wirkung meiner Werke auf die Zuhörer, es widerstrebt mir, sie zu erklären.
Die Qualität des Handwerks ist für mich wichtiger als ein origineller Stil. Geprägt wird meine Persönlichkeit freilich durch Abstammung, Erziehung und Vorlieben. Ungarische Tradition, der Einfluß der Wiener Klassik, bis zu einem gewissen Grad auch der zweiten Wiener Schule und vielleicht sogar mein Judentum könnten aus meinen Werken herausgehört werden. Meinem Gefühl nach gab ich mein Bestes in einigen meiner Vokal- und Kammermusikwerken.

 

Iván Eröd, 1994

Pressestimmen

Eröds Musiksprache ist anspruchsvoll und trotzdem auch für eine breite Publikumsschicht leicht zugänglich. [...] Was ihm aber viel wichtiger ist [als Ehrungen wie das Große Silberne Ehrenkreuz der Republik Österreich], ist der Umstand, dass seine Werke im Laufe der letzten Jahre fester Bestandteil des Konzertrepertoires geworden sind und somit seine These untermauern, dass zeitgenössische Musik durchaus publikumswirksam 'populär' sein kann ohne an Qualität einbüßen zu müssen. 

ORF, Ö1 Morgenjournal (Susanna Dal Monte)

 

Mit Begeisterung wurde Iván Eröds Streichquartett Nr. 3 (op. 78) - ein Auftragswerk der Gesellschaft der Musikfreunde - vom Publikum aufgenommen. Eine Indien-Reise als Inspirationsquelle: Eingängige Melodik und prägnante Rhythmik prägen Eröds Musiksprache. 

Kronen-Zeitung (Florian Krenstetter)

 

Als Composer in residence hat Iván Eröd in dieser Saison einen Schwerpunkt der Arbeit des Wiener Concert-Vereins bestritten: Als eine Höhepunkt wurde nun seine 2. Symphonie von Leopold Hager aus der Taufe gehoben. Eine souveräne, effektvolle Aufführung! Entgegen dem oftmaligen Aufbau von ähnlichen Werken geht es in der Symphonie nicht um atmosphärische Aufhellung, sondern um Verdunkelung. Die 'Idylle' zu Beginn ist noch eine recht harmonische Ausgangsbasis. Doch idyllisch muss nicht spannungsarm bedeuten. Das Schwungrad dreht sich bald wilder. Aufgeregtes Zucken und Hasten, ein Getriebensein werden im zweiten Satz 'Unruhe' spürbar, die Ordnung scheint gestört. Scharfe, gleißende Schübe werden eingeflochten, Unruhe vor dem Sturm! Ganz am Ende - 'Klage und Aufschrei' wird der Energiesog dann mächtig und Eröd gelingt ein aufregender Schluss. Ein attraktives Werk, das seinen weg auf die Konzertpodien finden wird. 

Kronen-Zeitung, OL

 

Violinsonate Nr. 2 op. 74
Eröd hatte sich schon in seiner ersten Sonate vor gut dreißig Jahren für eine Entthronisierung der Atonalität entschieden. Diesmal aber gelang ihm ein regelrechtes Crossover, denn auf archaische Klänge und klassische Sexten- und Terz-Doppelgriffe folgten Csárdás-Rhythmen wie auch angeschliffene Intervalle aus Eröds Herkunftsland. Gegen Ende kulminierte das musikalische Geschehen in mitreßendem jazzigen Sound. 

Der Standard (Beate Hennenberg)