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Bregenzer Festspiele

Name of Organisation
Bregenzer Festspiele
erfasst als
Festival/Veranstaltungsreihe
Genre
Klassik
Neue Musik
Gattung(en)
Oper/Musiktheater
Orchestermusik
Ensemblemusik
Bundesland
Vorarlberg

Gründungsjahr: 1946
Veranstaltungszeit: jährlich | Juli und August
Träger: Bregenzer Festspiele GmbH

Opern-, Musik- und Theaterfestival

"Auf zwei Kieskähnen – einer für die Bühnenaufbauten von Mozarts Jugendwerk „Bastien und Bastienne“, der andere für das Orchester – fand ein Jahr nach Ende des Zweiten Weltkrieges die erste Bregenzer Festwoche statt. In einer Stadt, die damals nicht einmal über ein Theater verfügte, schien die Idee Festspiele abzuhalten aberwitzig, doch die Notlösung, den schönsten Teil der Stadt – den Bodensee – als Bühne zu wählen, erwies sich als durchschlagender Erfolg."
ORF: 75 Jahre Bregenzer Festspiele, online abgerufen am 21.5.2026 [https://orf.at/bregenzerfestspiele21/stories/3221189/]

Seit 1946 auf zwei Kieskähnen das Spiel auf dem See seinen Ursprung nahm, haben sich die Bregenzer Festspiele zu einem Fixpunkt der internationalen Festivalszene entwickelt. Alljährlich strömen in den Sommermonaten Juli und August mehr als 200.000 Besucher an den Bodensee, um in unvergleichlicher Atmosphäre Musiktheater unter freiem Himmel zu erleben. Das atemberaubende Zusammenspiel von einzigartiger Naturumgebung und imposantem Bühnenbild, von milder Sommernacht und hochkarätigem Operntheater machen einen Abend bei den Bregenzer Festspielen zu einem unvergesslichen Erlebnis. Inszenierungen des Sommerfestivals beginnen schon beim Betreten der Seetribüne: Schiffe legen direkt an der größten Seebühne der Welt an, die Sonne versinkt im Bodensee - und das Spiel auf dem See kann beginnen.
Im Herzen Europas am Ufer des Bodensees gelegen und umgeben von einer beeindruckenden Berglandschaft – sowohl die Voralpen als auch hochalpines Gelände liegen vor der Haustüre – bieten Bregenz und die Bregenzer Festspiele eine einzigartige Kombination von Natur und Kultur, von Unterhaltung und Erholung.
Bei den Bregenzer Festspielen findet jeder Besucher sein ganz persönliches kulturelles Highlight: Das Spiel auf dem See steht für spektakuläre Inszenierungen in einem einmaligen Ambiente, im Festspielhaus werden brandneue und nur für Bregenz erschaffene Werke zeitgenössischer Komponisten präsentiert. Zudem bietet das Festival vier Sommerwochen lang Orchesterkonzerte mit den Wiener Symphonikern, dem Hallé Orchestra, Manchester und dem Symphonieorchester Vorarlberg, Theatergastspiele sowie Zeitgenössisches auf der Werkstattbühne, im Festspielhaus und im Kunsthaus Bregenz.

Gründer:innen

"Einen einzelnen Gründer der Bregenzer Festspiele sucht man indes vergeblich. Verschiedene Gruppen verfolgten mit der Festspielidee unterschiedliche Ziele: Der Bregenzer Stadtrat Alois Salzmann wollte den Tourismus ankurbeln, Landeskulturreferent Eugen Leissing wollte etwas Erbauliches, um die Bevölkerung von ihren Sorgen abzulenken. Der Wiener Kurt Kaiser wiederum, der die neu gegründete Vorarlberger Landesbühne leitete, suchte nach Arbeit für die vielen Kunst- und Kulturschaffenden, die 1945 vor den Russen aus Ostösterreich nach Vorarlberg geflohen waren."
ORF: 75 Jahre Bregenzer Festspiele, online abgerufen am 21.5.2026 [https://orf.at/bregenzerfestspiele21/stories/3221189/]
Otmar Suitner

Intendant:innen

2025–heute Lilli Paasikivi
2015–2024 Elisabeth Sobotka
2004–2014 David Pountney
1983–2003 Alfred Wopmann
1952/1954–1982 Ernst Bär
1946–1952/1954 Gremium der Bregenzer Festspielgemeinde (unter anderem mit Kurt Kaiser)

Orchester/Ensembles (Auswahl)

1946–heute Wiener Symphoniker
1984–heute Symphonieorchester Vorarlberg

Bregenzer Festspielchor

Gastchöre u. a.:
1961–heute Singverein der Gesellschaft der Musikfreunde Wien
1962–1981 Wiener Staatsopernchor

Uraufführungen (Auswahl)*

1996 Julie Moffat (s), Waltraut Mucher (ms), Helmut Wildhaber (t), Michael Volle (bar), Johannes Schmidt (b), Matteo de Monti (spr), Klangforum Wien, Peter Rundel (dir) - konzertante Aufführung - Bregenzer Festspiele, Blumeneggsaal Bregenz: Nacht (UA, Georg Friedrich Haas)


1998 Annette Bik (vl), Klangforum Wien, Ed Spanjaard (dir) - Bregenzer Festspiele: Hoquetus (UA, Wolfram Schurig)


2000 Wiener Symphoniker, Ulf Schirmer (dir) - Bregenzer Festspiele, Kunsthaus Bregenz: Torso (UA, Georg Friedrich Haas)


2002 Gerhard E. Winkler (elec), Wiener Concert-Verein - Bregenzer Festspiele: Aussenhäute - gekrümmt (UA, Gerhard E. Winkler)


2003 Melanie Walz (s), Anette Stricker (ms), Kai Wessel (ct), Alexander Kaimbacher (t), Georg Nigl (bar), Johannes Schmidt (b), Babett Arens (schsp), Walter Raffeiner (schsp), Klangforum Wien, Ensemble Nova, Sylvain Cambreling (dir) - Bregenzer Festspiele, Werkstattbühne Bregenz: Die schöne Wunde (UA, Georg Friedrich Haas)


2006 Klangforum Wien Streichquartett, Walter Voglmayr (dir) - Bregenzer Festspiele, Festspielhaus Bregenz: Musik für Posaune und Streichquartett (UA, Friedrich Cerha)


2014 Bregenzer Festspiele, Festspielhaus Bregenz: Geschichten aus dem Wienerwald (UA, Heinz Karl Gruber)

* Unter "Uraufführungen (Auswahl)" werden vorwiegend Werke von österreichischen oder in Österreich lebenden Komponist:innen gelistet.

Normdaten / Identifikatoren
Oesterreichisches Musiklexikon online: https://dx.doi.org/10.1553/0x0001f944
GND: https://d-nb.info/gnd/1037621-5
GND Explorer: https://explore.gnd.network/gnd/1037621-5
WIKIDATA: https://www.wikidata.org/wiki/Q694891
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Bregenzer Festspiele

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 2. 7. 2026): Bregenzer Festspiele. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/33884 (Abrufdatum: 5. 7. 2026).