Schurig Wolfram

Vorname
Wolfram
Nachname
Schurig
erfasst als
InterpretIn
KomponistIn
VeranstalterIn
AusbildnerIn
Künstlerische/r LeiterIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Modern/Avantgarde
Instrument(e)
Blockflöte
Geburtsjahr
1967
Geburtsort
Bludenz
Geburtsland
Österreich
Ausbildung
1983 - 1987 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch
1983 - 1987 Musikgymnasium Feldkirch Feldkirch
1987 Musikgymnasium Feldkirch Feldkirch Matura
1987 - 1989 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch Lehramtstudium Blockflöte
1989 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch Lehrdiplom mit Auszeichnung
1989 - 1993 Hochschule Musik und Theater Zürich Zürich Konzertfachstudium (Kees Boeke) Blockflöte
1989 - 1993 Hochschule Musik und Theater Zürich Zürich Komposition (Hans Ulrich Lehmann)
1992 - 1995 Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (HDMK) Stuttgart Postgraduales Kompositionsstudium Lachenmann Helmut
1993 Hochschule Musik und Theater Zürich Zürich Konzertdiplom

Tätigkeiten
1992 - 1994 Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch Lehrauftrag für Unterrichtsmethodik und Lehrpraxis
1993 Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Darmstadt Gastdozent
1995 - 2006 Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik Bludenz künstlerischer Leiter
1998 - 2006 Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik Bludenz Initiierung einer Kooperation mit der Gesellschaft für Musik und Ästhetik und Organisation mehrerer Symposien im Rahmen des Festivals
2003 - 2004 Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig Leipzig Gastvorlesungen
2007 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz seither Gastprofessor
2010 Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig Leipzig seither Gastprofessor
Gründungsmitglied mehrerer Ensembles (Tivoli Consort, les flutes illustres u.a.)
Konzerttätigkeit und Rundfunkproduktionen als Blockflötist, Schwerpunkt auf dem zeitgenössischen Repertoire
Zusammenarbeit mit Ensembles wie dem Klangforum Wien, ensemble recherche, Ensemble Avance Köln u.a. sowie mit namhaften Interpreten

Aufträge (Auswahl)
1992 Austro Mechana - Gesellschaft zur Verwaltung und Auswertung mechanisch musikalischer Urheberrechte GesmbH Die Ausschließlichkeit der Finsternis
1993 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur ex cathedra - ex tempore - ex machina
1994 Austro Mechana - Gesellschaft zur Verwaltung und Auswertung mechanisch musikalischer Urheberrechte GesmbH MAUERWERK
1995 ORF - Österreichischer Rundfunk SCHLEIFE SIMULTAN SOLO
1997 ensemble recherche Décalage - für Ensemble
2000 SWR - Südwestrundfunk A.R.C.H.E.
2003 Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG Ultima Thule - für fünf Ensembles
2005 Wiener Konzerthaus blick:verzaubert
Musikprotokoll im Steirischen Herbst
Bregenzer Festspiele
Klangforum Wien
Schömerhaus Klosterneuburg
Wien Modern
Wittener Tage für Neue Kammermusik
Donaueschinger Musiktage
Salzburger Festspiele

Aufführungen (Auswahl)
Akademie der Künste Berlin Berlin
Donaueschinger Musiktage Donaueschingen
Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Darmstadt
Institut de recherche et coordination acoustique - IRCAM Paris
Musikprotokoll im Steirischen Herbst Graz
Wien Modern Wien
Wittener Tage für Neue Kammermusik Witten
Festival Inselmusik Berlin Berlin  
Schleswig Holstein Musik Festival Lübeck  
Klangspuren - Verein zur Förderung von Neuer Musik Schwaz Schwaz in Tirol
Hörgänge - Musik in Österreich Wien
Tage für Neue Musik Zürich Zürich
Bregenzer Festspiele Bregenz
Salzburger Festspiele Salzburg
Münchner Biennale München
Hannover Musikbiennale Hannover
Triest Premio Musicale
Bologna Progetto Esperio

Auszeichnungen
1992 WDR - Westdeutscher Rundfunk Preisträger beim Kompositionswettbewerb
1993 Villa Musica Rheinland-Pfalz Stipendium
1993 Internationale Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt Einladung
1994 Amt der Vorarlberger Landesregierung Fördergabe für Wissenschaft & Kunst
1994 Republik Österreich Staatsstipendium für Komposition
1996 Schleswig Holstein Musik Festival Plöner Hindemith-Preis
1998 IBK - Internationale Bodensee Konferenz Förderpreis
2004 Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG Kompositionspreis
2004 Amt der Vorarlberger Landesregierung Kompositionsstipendium
2008 Ernst von Siemens Musikstiftung Förderpreis

Stilbeschreibung

Als ich gegen Ende der Achzigerjahre ernsthaft zu komponieren begann, hatte die musikalische Moderne mit ihrem Alleinanspruch, den (utopischen) Gegenentwurf zur tradierten Musikauffassung zu vertreten, längst abgedankt, nicht zuletzt darum, weil ihr unbemerkt das Feindbild abhanden gekommen war, da die Warenhausästhtetik der Popkulturen ihrerseits den konservativ-repräsentativen Musikbegriff als Referenzmodell verdrängt hatte. Dieser vergleichsweise chaotische Zustand war für mich weniger Anlaß zur Frustration als Ansporn und Herausforderung für meine kompositorische Arbeit. Dabei ging und geht es mir weniger um die Erarbeitung eines Personalstils oder die Konsolidierung einer verbindlichen >Musiksprache<, an deren Vokabular – ist es einmal etabliert - man sich in selbstreferenzieller Beflissenheit abzuarbeiten hat. Vielmehr scheint mir wichtig, einen Weg zu finden, in dessen Verlauf musikalische Wahrnehmung und - darauf aufbauend - künstlerische Erfahrung immer wieder anders und im günstigen Fall auch immer wieder neu möglich werden.

 

Wolfram Schurig


Pressestimmen

11. September 2004

Schurigs Komposition "Ultima Thule" beeindruckte die Jury auf Grund des differenzierten Klangbildes, basierend auf einer komplex gestalteten Partitur. Der risikofreudige, visionäre Ansatz in Schurigs Arbeit sowie seine kompromisslose Haltung gaben letztlich den Ausschlag für die Entscheidung der Jury.

Vorarlberger Nachrichten

 

7. August 2003

Die Programmgestaltung zum Porträtkonzert mit Wolfram Schurig ermöglichte es endlich auch in Vorarlberg, den international erfolgreichen Komponisten und einige seiner Werke in konzentrierter Aufeinanderfolge zu hören. Spannende Hörerlebnisse stellten sich von Beginn an ein, denn sämtliche Werke und deren Interpretationen bestachen durch eine bemerkenswerte innere Geschlossenheit. Der Musik liegen ausgeklügelte und geistreiche Werkkonzeptionen zugrunde, die weniger zum Konsum einladen als viel mehr die Wahrnehmung herausfordern und schärfen.

Vorarlberger Nachrichten (Silvia Thurner)


Link zu Wolfram Schurigs Diskografie
Link zu Texten von und über Wolfram Schurig
Link zur Bibliografie von Wolfram Schurig


Links mica-Interview: "Die Wahrnehmung schärfen und Neues entdecken ..." (2010), mica-Artikel: Wien Modern 2010 - Klangforum Wien (Joanna Wozny, Schurig, Lopez) und ein Klaviermarathon mit Marino Formenti (2010), mica-Interview: "Die Verhältnisse zwischen Skizzen und dem Hauptwerk" (2011), mica-Artikel: Koreanische Volksmusik und Neue Musik im Dialog (2012), Musikdokumentationsstelle Vorarlberg, IRCAM, Perlentaucher Verlag