Pironkoff Simeon

Vorname
Simeon
Nachname
Pironkoff
erfasst als
BandmanagerIn
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
AusbildnerIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Modern/Avantgarde
Instrument(e)
Klavier
Geburtsjahr
1965
Geburtsort
Sofia
Geburtsland
Bulgarien

Fotograf: Markus Sepperer ©

"Der in Sofia geborene Komponist und Dirigent Simeon Pironkoff studierte von 1985 bis 1989 an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Komposition, Dirigieren und Korrepetition.
Im Anschluss daran dirigierte er zahlreiche Opernproduktionen für Tourneetheater sowie Konzerte in Deutschland, der Schweiz, Italien, Frankreich und Österreich. Er hatte die Leitung von diversen Jugendsymphonieorchestern inne und arbeitete mit verschiedenen Theaterhäusern und freien Bühnen in Europa zusammen. 1992 gründete Simeon Pironkoff das ensemble on_line, das seit 2010 den Namen PHACE führt.

Seit 2004 ist Simeon Pironkoff außerordentlicher Professor für Dirigieren an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Als Dirigent und Komponist arbeitet er mit vielen Orchestern und Ensembles in Europa und Asien zusammen und nimmt regelmäßig an den wichtigen europäischen Festivals teil. Darüber hinaus veröffentlichte Simeon Pironkoff zahlreiche Publikationen («ton», «Musik & Ästhetik»), hielt Gastvorlesungen und Dirigiermeisterkurse (Japan, Taiwan, Tschechien, Deutschland, Italien) und produzierte Rundfunkaufnahmen und zahlreiche CD- Einspielungen von Werken des 20. Jahrhunderts."
PHACE | CONTEMPORARY MUSIC: Simeon Pironkoff, abgerufen am 04.09.2020 [https://phace.at/about-us/conductors/simeon-pironkoff/]

Stilbeschreibung

"Ein paar Gedanken zur Formierung des eigenen Sprachflusses: [...] Jede neue Komposition stellt für mich eine Studie über Reaktionsmodelle dar. Meine letzten Versuche auf dem Gebiet der Formierung eines sich ständig auf neue Umdeutungsmöglichkeiten (Übersetzungen) einlassenden Beziehungsnetzes und des daraus resultierenden Sprachflusses, erinnern mich in manchen ihrer Ausformungen an die um 1925 von Max Ernst entwickelten Frottage-Technik. Es gilt in dieser Technik vor allem, den konstruktiv gestaltenden Verstand bei der Bildkomposition auszuschalten und sich ganz der aus sich fließenden Imagination anheimzugeben. Mit welchen Mitteln? Z.B. wird die Maserung einer rauen Reliefoberfläche (z.B. Holzbohlen oder trockene Blätter) mit Hilfe von Bleistiftschraffuren auf Papier oder Leinwand übertragen. Die aus der Schraffur heraustretenden Zeichnungen dienen als Auslöser einer gewissen automatischen Schreibweise, die den sich formierenden Vorstellungen der Phantasie im weiteren Malprozess nachspürt.

Sowohl bei der musikalischen als auch bei der Bildkomposition spielt jedoch der konstruktiv gestaltende Verstand schon bei der Entscheidung über die Auswahl des werkeigenen Materials eine wesentliche Rolle. Deswegen glaube ich, dass wir, wenn wir über automatische Schreibweisen sprechen, letztlich eigentlich gelenkte Flexibilität meinen. Diese gelenkte Flexibilität beginnt mit der bewussten Auswahl des Materials (Papier, Holzbohlen/Generierung eines werkspezifischen rhythmisch-harmonischen Vokabulars usw.) dessen Eigenschaften deklariert unbewusste (unreflektierte) Reaktionsmodelle evozieren sollten. Die durch "Belebung" der Maserungen erschaffene tabula rasa der Frottage-Technik entspricht bei mir einer derart generierten offenen musikalischen Struktur - meine eigene schraffierte Maserung , die "tabula rasa" der künftigen Komposition -, welche genauso wie in der Frottage-Technik ein größtmögliches Potential an Reaktionsmodellen (aus denen der Sprachfluss, bzw. der Malstrom generiert wird), eröffnet.

Der Schlüssel zu den angestrebten Entscheidungsfreiheiten innerhalb des Kompositionsprozesses im konkreten "künstlerischen Fall" (welcher zugleich den Schlüssel zur Definition der werkeigenen Sprachlichkeit darstellt) wird also nach den eigenen (wohlbekannten) Verhaltensmuster orientiert. Die Auswahl des Materials wird in beiden Fällen durch ein Potential von Reaktionsmodellen gelenkt, das bis zu einem hohen Grad vom eigenen Assoziationsreservoire gespeist wird. So gesehen wird das musikalische Ereignis zu musikalischer Erlebniszeit erst beim Aufeinandertreffen von den vom Künstler zugespielten Fragmenten aus der eigenen "Assoziationsfolklore" mit jenen des Zuhörers (Zusehers). Die Komposition (als Idee entsprungen und als Material entwickelt) erlebt in diesem Moment ihre Entbindung - ein Ereignis dessen Wirkung vom Künstler zum Glück nicht abgeschätzt werden kann - der Beginn, also, ihres Daseins als Rätsel (hoffentlich!)."
Simeon Pironkoff (2003)

Auszeichnungen

1985 Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., Hamburg (Deutschland): Stipendiat des Gottfried-von-Herder-Preises
1986 Alban Berg Stiftung, Wien: Stipendium
1988 Stadt Wien: Arbeitsstipendium
1988 Richard Wagner Stipendienstiftung, Bayreuth (Deutschland): Stipendium "Richard Wagner"
1990 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Würdigungspreis
1991 Alban Berg Stiftung, Wien: Stipendium
1995 Stadt Wien: Arbeitsstipendium
1997 Stadt Wien: Förderungspreis
2003 Republik Österreich: Staatsstipendium
2017 Soziale & Kulturelle Einrichtungen der austro mechana – SKE Fonds, Wien: Publicity Award (für CD "skin.double")

Ausbildung

1978–1983 Musikgymnasium Sofia (Bulgarien): Hauptfach Klavier
1978–1983 Sofia (Bulgarien): Privatunterricht Komposition (P. Hadjiev)
1983–1985 Hochschule für Musik in Sofia (Bulgarien): Klavier, Musiktheorie
1985–1989 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Dirigieren und Korrepetition (Karl Österreicher, Harald Goertz) - Diplom
1985–1990 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Komposition (Erich Urbanner, Heinrich Gattermeyer) - Diplom

Tätigkeiten

1989–1992 Leiter von diversen Jugendsymphonieorchestern und Zusammenarbeit mit verschiedenen Theatern/freien Bühnen in Europa (u.a. Deutschland, Schweiz, Italien, Frankreich und Österreich)
1991–1992 Salle Gaveau, Paris (Frankreich): Opernproduktion von "Hoffmanns Erzählungen" (Wiederherstellung der Originalfassung)
1992–2004 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Vertragslehrer (Dirigieren, Klavier)
1999–2003 Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich, Wien: Vorstandsmitglied
2000–heute Kammermusikreihe "Fokus" - Internationale Gesellschaft für Neue Musik – IGNM Österreich, Alte Schmiede Kunstverein Wien: Initiator und Kurator
2004–heute mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: a.o. Professor (Dirigieren und Klavier)

Teatro Colón, Conservatorio Nacional de Buenos Aires (Argentinien): Gastvorlesungen über bulgarische Musik
Autor diverser Publikationen (u.a. für die Musikzeitschrift "ton", Gesellschaft für Musik & Ästhetik/Freiburg im Breisgau etc.)
mehrere CD-Einspielungen mit Werken des 20. Jahrhunderts
Rundfunksendungen und Studioaufnahmen, bspw. für den ORF, Radio Municipal de Buenos Aires (Argentinien), Bulgarischer Rundfunk Sofia (Bulgarien)

Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
1989–1991 Klavierduo Saveanu-Pironkoff: Mitglied; Konzerttourneen durch Argentinien, Deutschland, Östereich, Schweiz und Italien
1990–1992 Jugendsymphonieorchester Acadya (Schweiz): Gründer und Dirigent
1991–heute ensemble on_line, Wien: Gründer (2010 umbenannt in PHACE | CONTEMPORARY MUSIC) und Musikleiter

zahlreiche Auftritte als Dirigent und Komponist in Europa (z.B. Österreich, Italien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland) und international (Hongkong, Taiwan, USA)
Zusammenarbeit mit zahlreichen nationalen und internationalen Ensembles/Orchestern als Komponist und Dirigent: Klangforum Wien, die reihe, Ensemble Wiener Collage, NewTon Ensemble, Wiener Saxophonquartett, Ensemble Musica Nova Sofia (Bulgarien) (Bulgarien), Sofia Philharmonie (Bulgarien), Orchester des Bulgarischen Rundfunks Sofia (Bulgarien), Slowakische Philharmonie Bratislava, Webern Symphonieorchester, Symphonieorchester der Stadt Gdansk (Polen), Orchestra Filarmonia Veneta (Italien), APA Orchestra Hong Kong (China), Orchestra del Teatro Olimpico Città di Vicenza (Italien) u.a.

Aufträge (Auswahl)

zahlreiche Aufträge von Festivals (z.B. Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik, Musica Nova Sofia, Sofia Music Weeks, Nuovi Spazi Musicali, Montmartre en Europe, Steirischer Herbst, Wiener Frühlingsfestival, ZeitTon Festival, Klangbogen Wien), im Kulturbereich tätigen Organisationen (u.a. Österreichischer Rundfunk – ORF, Wiener Konzerthausgesellschaft, ISCM/IGNM/SICM – Internationale Gesellschaft für Neue MusikJeunesses Musicales International, Jeunesse – Musikalische Jugend Österreich, Hörgänge – Musik in Österreich) sowie von Ensemblen/Orchestern (u.a. ensemble neue musik – wien, die reihe, ensemble recherche, Ensemble Wiener Collage, NewTon Ensemble, Wiener Saxophon-Quartett, Klangforum Wien, Ensemble clarinetissimo, PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, music.lab)

Aufführungen (Auswahl)

Als Komponist
1981 Nationaler Kulturpalast Sofia (Bulgarien): In memoriam Béla Bartók (UA)
1982
Komponistenverbands-Saal Sofia (Bulgarien): Streichsextett (UA)
1986 Tabakmuseum Wien: Fünf ernste Lieder (UA)
1986 Österreichische Nationalbibliothek - Hobokensaal Wien: Trio für Violine, Cello und Klavier (UA)
1988 
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Zwei Burlesken für Klavier vierhändig (UA)
1988
ORF Chor, Erwin Ortner (dir), Radiokulturhaus Wien: Sechs Lieder für gemischten Chor und Schlagwerkensemble (UA)
1990
Pro Arte Orchester Wien, Simeon Pironkoff (dir), Wiener Konzerthaus: Labyrinth für fünf Gruppen (UA)
1990
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Unruhe ist in den Gräsern (UA)
1991 Musikverein Wien: Reflex (UA)
1993
Wolfgang Panhofer (vc), Alte Schmiede Wien: Passi per Violoncello solo (UA)
1993 Alte Schmiede Wien: Bläserquintett (UA)
1994
Wolfram Schurig (bfl), Imke David (va da gamba), Urte Lucht (cemb) - Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik: Trios für Bassblockflöte, Bassgambe und Cembalo (UA)
1995 Stadtinitiative Wien: Stretti commentati für Doppelstreichquartett (UA)

1996 Staatliche Philharmonie Gdansk, Simeon Pironkoff (dir), Danzig (Polen): Versionen für Orchester (UA)
1998 ensemble recherche - Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik: Attaca (UA)
1998 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir) - Hörgänge – Musik in Österreich, Schömerhaus Klosterneuburg: Kontur (UA)
2003 Ensemble Wiener Collage, Herbert von Karajan Centrum: einstellung I (UA), einstellung II (UA), einstellung III (UA)
2008 Wu Wei (sheng), Ming Wang (zheng), Sylvie Lacroix (fl), Heinz-Peter Linshalm (cl), Roland Schueler (vc), Echoraum Wien: BLUR (UA)
2008 Duo Stump-Linshalm, Alte Schmiede Wien: unstable secrets (UA)
2009 Trio Amos, Echoraum Wien: nach dem (vor) bild (oder vor?) (UA)
2009 Markus Deuter (ob), Krassimir Sterev (acc) - Europäisches Zentrum der Künste Hellerau, Dresden (Deutschland): Fall/Wende (UA)
2010 Ensemble Musica Nova Sofia - March Music Days Rousse (Bulgarien): skin.double (UA)
2011 Krassimir Sterev (acc) - Sammlung Essl, Klosterneuburg: Entwirrung (UA)
2011 Sylvie Lacroix (fl), Chai Found Music Workshop, Taipeh (Taiwan): "... slight shimmer in the background" (UA)
2012 Shou-Chou Lai (pipa), Prayner Konservatorium für Musik und dramatische Kunst: splitting line (UA)
2019 Projekt "Saiten-Tasten" -
Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Lueurs (UA)

Als Interpret
1990 Pro Arte Orchester Wien, Simeon Pironkoff (dir), Wiener Konzerthaus: Labyrinth für fünf Gruppen (UA)
1996 Staatliche Philharmonie Gdansk (Danzig), Simeon Pironkoff (dir), Danzig (Polen): Versionen für Orchester (UA)
2001 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir) - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Stadtplan von New York - Music after Adolf Wölfli (UA, Germán Toro Pérez)
2008 Elisabeth Sykora (spr), PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir) - Musikforum Viktring-Klagenfurt, Stiftskirche Viktring: Die Ballade von der Männerfreundschaft - Moritat (UA, Dieter Kaufmann)
2009 Anna Clare Hauf (ms), Tim Severloh (counterT), Christoph Walder (hrn), Trio Amos, Simeon Pironkoff (dir), Theater an der Wien: Haydn bricht auf: Sieben Tage die die Welt verändern (UA, Bernhard Lang)
2011 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir), Wiener Konzerthaus: mobile elements (UA, Joanna Wozny)
2014 Symphonieorchester der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Simeon Pironkoff (dir) - Ernst-Krenek-Institut-Privatstiftung, Krems: Besessenheit (UA, Tomasz Skweres), Nuances (UA, Sebastian Bahr), Night thoughts (UA, Alessandro Baticci)
2014 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir) - Wien Modern, Wiener Konzerthaus: Das Leben am Rande der Milchstraße (Bernhard Gander)
2015 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir), Wiener Konzerthaus: Chromatic Bias (UA, Wolfgang Suppan), Breaking ... (ÖEA, Iris ter Schiphorst), DW 24 "Loops for Al Jourgensen" (UA, Bernhard Lang)
2015 PHACE | CONTEMPORARY MUSIC, Simeon Pironkoff (dir) - Wien Modern, Theater im Rabenhof: Whatever works (UA, Manuela Kerer/Arturo Fuentes)

Diskografie (Auswahl)

Als Komponist
2017 Simeon Pironkoff: skin.double - Krassimir Sterev (acc), Wu Wei (sheng), Musica Nova Sofia Ensemble, Trio AMOS, Dragomir Yossifov (dir) (Gega New/GOD Records)

Tonträger mit seinen Werken
2019 Miguel Farías: Up & Down (Kairos) // Track 4: Palettes
2010 Shortcuts - Duo Stump-Linshalm (ein klang_records) // CD 2, Track 2: unstable secrets

Literatur

mica-Archiv: PHACE | Contemporary Music
2008 Rögl, Heinz: Wien modern Woche 3 - Stockhausen, G. Neuwirth & Gadenstätter, Komponistenmarathon. In: mica-Musikmagazin.
2009 mica: "Haydn bricht auf" mit diabolischer Musik von Bernhard Lang und dem Kabinetttheater in der Hölle im Theater an der Wien. In: mica-Musikmagazin.
2010 mica: Österr. Erfolgsduo Stump-Linshalm präsentiert neues Projekt »ShortCuts«. In: mica-Musikmagazin.
2010 Rögl, Heinz: Wien Modern 2010 - Das Finale mit "secret adventures" im Odeon. In: mica-Musikmagazin.
2011 mica: WIEN MODERN 2011 - PHACE | Contemporary Music. In: mica-Musikmagazin.
2011 Weberberger, Doris: WIEN MODERN 2011 - Tableaux Vivants (Nachbericht). In: mica-Musikmagazin.
2012 mica: "Rent a musician" - Hauskonzerte und neuer Zyklus für zeitgenössische Musik. In: mica-Musikmagazin.
2014 mica: PHACE - "Die Puppe - Musik und Film". In: mica-Musikmagazin.
2014 mica: WIEN MODERN 2014. In: mica-Musikmagazin.
2014 mica: WIEN MODERN 2014 - immer der Milchstraße entlang! In: mica-Musikmagazin.
2014 mica: Preisträgerkonzerte des Ernst-Krenek-Kompositionspreises. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Website: Simeon Pironkoff
Soundcloud: Simeon Pironkoff
Website: PHACE | Contemporary Music

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 25. 9. 2020): Biografie Simeon Pironkoff. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/70720 (Abrufdatum: 1. 10. 2020).