Hugo Wolf Quartett

Name der Organisation
Hugo Wolf Quartett
erfasst als
Ensemble
Quartett
Genre
Klassik
Neue Musik
Subgenre
Kammermusik
Bundesland
Wien

© Hugo Wolf Quartett

Gründungsjahr: 1993

 

"Große Persönlichkeiten interagieren unsentimental, rücksichtsvoll und herzhaft zugleich, erzeugen einen emotionalen Sog, der sich nur schwer erklären lässt."

 

Diese Qualitäten, gepaart mit leidenschaftlichem Ausdruckswillen und steter künstlerischer Neugier, sind das Markenzeichen dieses Quartetts. Seit 20 Jahren behauptet es sich an der Spitze der weltweiten Kammermusik-Szene und begeistert ein internationales Publikum. Mit der Ausbildung beim Alban Berg-, Smetana-, Amadeus- und LaSalle Quartett sowie bei Ferenc Rados legte das Quartett den Grundstein für seine Karriere. 1993 in Wien gegründet erhielt es schon bald begehrte Auszeichnungen wie den Sonderpreis der Wiener Philharmoniker und den Europäischen Kammermusikpreis. 1995 gewann es den Streichquartettwettbewerb in Cremona und debütierte im Wiener Konzerthaus. Vom Wiener Musikverein und Konzerthaus wurde es 1998 zum „Rising Star“ gewählt und ist seitdem im Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, in Lincoln Center und Carnegie Hall New York und in der Berliner Philharmonie ebenso zuhause wie beim Kammermusikfest Lockenhaus, dem Colmar Festival, „La folle journée de Nantes“ oder in der Schubertiade Schwarzenberg.

 

Bei der Programmauswahl des Quartetts nimmt neben der klassisch-romantischen Literatur auch die zeitgenössische Musik einen wichtigen Platz ein, und die Wahl Hugo Wolfs als Namenspatron legt davon Zeugnis ab: der Komponist an der Schwelle von der Romantik zur Moderne steht für eine künstlerische Haltung, die ebenso neugierig in die Vergangenheit wie in die Zukunft blickt.

 

Zahlreiche Kompositionen wurden für das Hugo Wolf Quartett geschrieben und von ihm uraufgeführt, wie das 4. Streichquartett von Friedrich Cerha, "Dichotomie" und "K'in" von Johannes Maria Staud, Streichquartette von Erich Urbanner, Dirk D'Ase und Otto M. Zykan, sowie ein Quartett und ein Oktett des Jazzgitarristen Wolfgang Muthspiel. Die Aufnahmen mit den Beethoven Streichquartetten op. 18/4 und op. 132 (Gramola, 2001) und die Streichquartette D887 und D87 von Franz Schubert (VMS, 2009) erhielten jeweils den Pasticcio Preis des österreichischen Radios. Mit dem legendären Jazztrompeter Kenny Wheeler und dem Pianisten John Taylor verbindet das Quartett eine enge Zusammenarbeit, die auf "Other People" (CamJazz, 2006) dokumentiert ist. Weiters auf VMS finden sich ein Live Mitschnitt vom Kammermusikfest Lockenhaus (Haydn), das Gesamtwerk für Streichquartett von Hugo Wolf, eine Live-Aufnahme des Schubert Oktetts D803 und die Programm CD "Tristans langer Schatten".

 

In Wien veranstaltet das Quartett seit 2011 Jahren seinen eigenen Konzertzyklus. Großzügig von der Alban Berg Stiftung unterstützt, genießt das Hugo Wolf Quartett im renommierten Wiener Konzerthaus das Privileg, seinem Publikum seine ganz persönliche Vorstellung von Konzertsituation und Programmlinie zu präsentieren.

 

Quelle: Biographie des Quartetts (September 2017)


Band/Ensemble Mitglied
Gürtler Sebastian (Violine)
Bringolf Regis (Violine)
Berner Florian (Violoncello)

weitere Mitglieder:

  • Subin Lee - Viola (seit 2016)

 

ehemalige Mitglieder:

  • Weinmeister Gertrud - Viola (bis 2016)

Diskografie:

  • 2016: Imagined Memories (musica omnia)
  • 2016: Vartabed Komitas (Megadic Classics)
  • 2016: Philippe Hersant Fantaisies (Megadic Classics)
  • 2014: Tristans langer Schatten - Wagner, Webern, Berg (VMS)
  • 2013: Schubert - Oktett F-Dur (VMS / Zappel Music)
  • 2013: Hugo Wolf: Sämtliche Werke für Streichquartett (VMS)
  • 2012: Ludwig van Beethoven - Streichquartett in c-moll  Op. 18/4, Streichquartett in a-moll Op. 132 (Gramola)
  • 2010: Josef Haydn Streichquartette op.20/3 & 4, op. 33/5 Live aus Lockenhaus (VMS)
  • 2009: Franz Schubert Streichquartett D 87 in Es-Dur Streichquartett D 887 in G-Dur (VMS)
  • 2008: Franz Mittler - Streichquartett No.1 in F-Dur, Streichquartett No.3 in d-moll (CPO/ORF)
  • 2008: Kenny Wheeler - Other People (CamJazz)
  • 1999: Joseph Haydn - Streichquartett in B-Dur (Extraplatte)

 


Links mica-Archiv: Hugo Wolf Quartett

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Hugo Wolf Quartett. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/31397 (Abrufdatum: 15. 8. 2020).