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Bahk Jehi

First Name
Jehi
Family Name
Bahk
erfasst als
Interpret:in
Solist:in
Dirigent:in
Künstlerische:r Leiter:in
Ausbildner:in
Musikpädagog:in
Arrangeur:in
Genre
Neue Musik
Klassik
Instrument(e)
Violine
Geburtsjahr
1971
Geburtsort
Wien
Geburtsland
Österreich
Jehi Bahk

Jehi Bahk © Dohyong Kim

"Der österreichische Violinist, Dirigent und Musikpädagoge Jehi Bahk wurde 1971 in Wien geboren. Als mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe entwickelte er eine vielseitige Laufbahn als Solist, Kammermusiker, Orchestermusiker, Dirigent und Universitätsprofessor.

1993 gründete er gemeinsam mit Studienkollegen (Régis Bringolf, Martin Edelmann, Florian Berner) das Hugo Wolf Quartett, dessen erster Geiger er bis 2004 war. Das Ensemble wurde bei mehreren internationalen Kammermusikwettbewerben ausgezeichnet und entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem international gefragten österreichischen Streichquartett mit Konzertreisen durch Europa, Nordamerika und Asien. Er gastierte in bedeutenden Konzertsälen wie dem Wiener Musikverein und dem Wiener Konzerthaus, der Wigmore Hall in London, der Carnegie Hall in New York, dem Concertgebouw Amsterdam, der Berliner Philharmonie und dem Herkulessaal der Münchner Residenz.

Mit dem Hugo Wolf Quartett widmete sich Jehi Bahk neben dem klassischen und romantischen Streichquartettrepertoire intensiv der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Das Ensemble arbeitete mit zahlreichen zeitgenössischen Komponisten zusammen und brachte unter anderem Werke von Friedrich Cerha und Erich Urbanner zur Uraufführung. Rundfunkproduktionen und CD-Einspielungen dokumentieren diese künstlerische Tätigkeit.
Anlässlich des 100. Todestages von Hugo Wolf bearbeitete Jehi Bahk 2003 ausgewählte Lieder aus Wolfs "Italienischem Liederbuch" für Singstimme und Streichquartett. Die Arrangements wurden im Wiener Musikverein uraufgeführt.

2005 wurde Jehi Bahk als Professor für Violine an die German School of Music Weimar der Kangnam University in Südkorea berufen. Kurz darauf wurde er zum Associate Concertmaster des Seoul Philharmonic Orchestra ernannt. Von 2015 bis 2023 war er Professor für Violine an der University of Suwon.
Parallel zu seiner Tätigkeit als Violinist und Universitätsprofessor absolvierte Jehi Bahk ein Masterstudium in Orchesterdirigieren an der Korea National University of Arts. Er wirkte bei Orchester-, Opern- und Konzertproduktionen mit und war Juror bei Musikwettbewerben sowie als Leiter von Meisterkursen und Ausbildungsprojekten tätig.

Jehi Bahk ist Gründer und Präsident der Internationalen Erich Bergel Gesellschaft, welche sich der Bewahrung und internationalen Vermittlung des künstlerischen und musiktheoretischen Vermächtnisses des Dirigenten und Musikforschers Erich Bergel widmet. Zu ihren Tätigkeiten gehören Forschungs- und Publikationsprojekte, Meisterkurse, Dirigierwettbewerbe und internationale Kooperationen mit Orchestern und Musikhochschulen."
Jehi Bahk (Mail 07/2026)

Auszeichnungen & Stipendien

1994 45. Concorso Internazionale di Musica Gian Battista Viotti - Società del Quartetto, Vercelli (Italien): Bestes Streichquartett (mit Hugo Wolf Quartett)
1995 Internationale Sommerakademie Mozarteum Salzburg: Anerkennungspreis (mit Hugo Wolf Quartett)
1995 5. Concorso Internazionale per Quartetto d'Archi di Cremona (Italien): 1. Preis (mit Hugo Wolf Quartett)
1996 Wiener Philharmoniker: Sonderpreis (mit Hugo Wolf Quartett)
1997 London International String Quartet Competition (Großbritannien): 5. Preis (mit Hugo Wolf Quartett)
1998 Musikverein Wien, Wiener Konzerthaus: Rising Star (mit Hugo Wolf Quartett)
1999 Europäische Kulturstiftung Pro Europa, Paris (Frankreich): Europäischer Kulturpreis i.d. Kategorie "Kammermusik" (mit Hugo Wolf Quartett)
2001 Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten: Förderprogramm "The New Austrian Sound of Music 2002–2003" (mit Hugo Wolf Quartett)
2001 Österreichischer Rundfunk (ORF) – Ö1: Pasticcio-Preis (Album "2001 Ludwig van Beethoven: Streichquartett in c-moll Op. 18/4, Streichquartett in a-moll Op. 132") (mit Hugo Wolf Quartett)
2017 Internationaler Dirigierwettbewerb Graz: 3. Platz

Stefanie Hohl-Wettbewerb - Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: 1. Platz

Ausbildung

1976 Wiener Meisterkurse - Europäisches Musikinstitut Wien: Dirigieren (Hans Swarowsky)
1976–1977 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien: Klavier-Vorbereitungsklasse (Renate Kramer-Preisenhammer)
1977–19?? Konservatorium der Stadt Wien: Konzertfach Violine (Walter Barylli)
19??–2001 Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien/mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Konzertfach Violine (Michael Frischenschlager, Dora Schwarzberg) - Mag. art. mit Auszeichnung
2014–2017 Korea National University of Arts, Seoul (Südkorea): Orchesterdirigieren (Chiyong Chung) - MMus

Teilnehmer an zahlreichen Meisterkursen, u. a. bei: Jorma Panula, Massimiliano Caldi, Gianluigi Zampieri, Franz Beyer, Eberhard Feltz, Valery Klimov, Igor Ozim, Isaac Stern, Denes Zsigmondy, Alban Berg Quartett (Günter Pichler, Gerhard Schulz, Thomas Kakuska, Valentin Erben), Amadeus Quartett (Norbert Brainin, Sigmund Nissel), Borodin Quartett (Valentin Berlinsky), LaSalle Quartett (Walter Levin), Wiener Schubert Trio (Claus-Christian Schuster, Boris Kuschnir, Martin Hornstein), Altenberg Trio Wien (Claus-Christian Schuster, Amiram Ganz, Martin Hornstein), Kurt Masur, Riccardo Muti

Tätigkeiten

2005–2008 German School of Music Weimar - Kangnam University, Yongin-si (Südkorea): Gastprofessor (Violine)
2006 Concorso Triennale Internazionale di Liuteria, Cremona (Italien): Mitglied der Klangjury
2011–201? Philharmonia Corea (Südkorea): Vorstandsmitglied
2014 Korean National Opera, Seoul Arts Center (Südkorea): assistierender Dirigent, Opera Coach (Produktion "Die Fledermaus")
2014–2015 Projekt "Oper in Starnberg" - Vokalensembles Fünfseenland (Deutschland): assistierender Dirigent (Produktionen "Dido and Aeneas", 2014; "Paglicci", 2015)
2015–2023 Suwon University (Südkorea): Professor (Violine, Kammermusik, Orchesterliteratur)
2022–heute Internationale Erich Bergel Gesellschaft, Wien: Gründungsmitglied (mit Ibolya Bergel), Präsident
2023–2024 Felix Mendelssohn International Conducting Competition: Jurymitglied
2023–heute JAM MUSIC LAB – Private University for Jazz and Popular Music Vienna: Entwicklungsdirektor mit Asienfokus
2023–heute Friedrich Gulda School of Music, Wien: Dozent (Violine)
2023–heute Sahmyook University, Seoul (Südkorea): Gastprofessor (Violine)
2023–heute Abteilung für Streich- und Zupfinstrumente - Richard Wagner Konservatorium, Wien: Dozent (Violine)
2024 Concursului Internaţional de Dirijat "Erich Bergel", Targu Mureş (Rumänien): Jurymitglied
2026 Felix Mendelssohn International Conducting Competition: Jurymitglied

weiters Dozent (Violine) u. a. bei: Vienna Conservatory, Franz Schubert Konservatorium Wien

Mitglied in Ensemble/Band/Orchester
1992–1993 Akademie-Quartett: Gründungsmitglied, 1. Violinist (gemeinsam mit Jun Keller (vl), Petra Ackermann (va), Florian Berner (vc))
1993–2004 Hugo Wolf Quartett: Gründungsmitglied, 1. Violinist (gemeinsam mit Régis Bringolf (vl), Martin Edelmann/Wladimir Kossjanenko (va), Florian Berner (vc))
2005–2008 Seoul Philharmonic Orchestra (Südkorea): stv. Konzertmeister
2006–20?? Quartett Ullim (Südkorea): Gründungsmitglied, 1. Violinist (gemeinsam mit Streichersolist:innen des Seoul Philharmonic Orchestra)
2008–2009 Gastkonzertmeister bei zahlreichen Orchestern, u. a. bei: Real Orquesta Sinfónica de Sevilla (Spanien), Busan Philharmonic Orchestra (Südkorea), Incheon Philharmonic Orchestra (Südkorea), Chuncheon Philharmonic Orchestra (Südkorea), Mokpo Philharmonic Orchestra (Südkorea), Seongnam Philharmonic Orchestra (Südkorea), Pohang Philharmonic Orchestra (Südkorea), TIMF Tongyeong International Festival Orchestra (Südkorea), Eurasian Philharmonic Orchestra
2009–2011 Philharmonia Corea (Südkorea): Grundungsmitglied, Konzertmeister
2012–2014 Gunpo Prime Philharmonic Orchestra (Südkorea): Konzertmeister
2023–heute Synchron Stage Orchester, Wien: Konzertmeister
2024–heute Quartett Ullim: 1. Violinist (gemeinsam mit Huiseung Yoo (vl), Wonji Kim-Ozim (va), Daesun Koh (vc))

Zusammenarbeit mit bekannten Dirigent:innen/Musiker:innen, bspw. mit: Stephen Asbury, Andrey Boreyko, Myung-Whun Chung, Mikko Frank, James Judd, Rossen Milanov, Ludovich Morlot, Arild Remmereit, Francois Xavier Roth, Bundit Ungrangsee, Nicholas Angelich, Martha Argerich, Colin Currie, Nelson Freire, Ilya Gringolts, Hakan Hardenberger, Leonidas Kavakos, Alexei Lubimov, Nicolai Lugansky, Alexander Melnikov, Paul Meyer, Jian Wang

Uraufführungen (Auswahl)*

als Interpret
1999 Hugo Wolf Quartett, Pfarrkirche Ebbs: Dichotomie (UA, Johannes Maria Staud
2002 Hugo Wolf Quartett, Wiener Konzerthaus: Streichquartett Nr. 4 (UA, Friedrich Cerha)
2003 Hugo Wolf Quartett, Wiener Konzerthaus: Streichquartett Nr. 5 (UA, Erich Urbanner)

Diskografie (Auswahl)

2001 Ludwig van Beethoven: Streichquartett in c-moll Op. 18/4, Streichquartett in a-moll op. 132 - Hugo Wolf Quartett (Gramola)
2001 Best Of Prix Mercure 2001 (Hotels Mercure Österreich) // Track 1: Streichquartettsatz in C-Moll D703, Allegro Assai (Franz Schubert); Track 9: Streichquartett No. 3, C-Dur, Op. 59, "Rasumofsky" (Ludwig v. Beethoven)
1999 Joseph Haydn: Streichquartett in B-Dur - Hugo Wolf Quartett (Extraplatte)

Literatur

2003/2021 Bahk, Jehi: Hugo Wolf: Zwölf Lieder aus dem "Italienischen Liederbuch". 2. Band (1896), Transkription für Singstimme und Streichquartett von Jehi Bahk. Wien: Universal Edition.

Quellen/Links

Webseite: Jehi Bahk
Soundcloud: Jehi Bahk
Instagram: Jehi Bahk
YouTube: Philharmonia Corea
Universal Edition: Jehi Bahk
Webseite: Internationale Erich Bergel Gesellschaft

* Unter "Uraufführungen (Auswahl)" werden vorwiegend Werke von österreichischen oder in Österreich lebenden Komponist:innen gelistet.

Normdaten / Identifikatoren
WIKIDATA: https://www.wikidata.org/wiki/Q140455621
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Jehi_Bahk
Wikipedia-Personensuche: https://persondata.toolforge.org/p/Jehi_Bahk

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 29. 7. 2026): Biografie Jehi Bahk. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/215631 (Abrufdatum: 2. 8. 2026).