Herbert Willi
erfasst als: KomponistIn, AusbildnerIn
Genre: Neue Musik
Subgenre: Modern/Avantgarde

Willi Herbert

Werke

# Titel EntstehungsjahrSortiericon Dauer Besetzung Gattung
1 Äon - Hornkonzert aus dem Zyklus Montafon 2007 16m
2 ego eimi - Konzert für Klarinette und Orchester 2006 20m
3 Kairos im Kronos 1756 / 1956 2005 ~ 12m
4 ...geraume Zeit... - Konzert für Flöte (auch Piccolo und Altflöte), Oboe und Orchester (aus dem Zyklus "Montafon") 2002 15m
5 Eirene - Konzert für Trompete in C (auch hoch B) und Orchester 2001 15m
6 Rondino - für Orchester (nach der Oper "Schlafes Bruder") 1999 16m
7 Begegnungen - für Orchester 1997 18m
8 Orchesterkomposition 1996 abendfüllend
9 Schlafes Bruder - Oper 1995 ~ 1h 30m
10 Flötenkonzert 1993 15m
11 Trio für Violine, Horn und Klavier 1992 8m
12 Räume - für Orchester (Zur Erinnerung an Andrej Tarkowskij) 1991 11m
13 Messe 1991
14 Konzert für Orchester 1991 12m
15 Für 16 - Kleines Kammerkonzert 1990 12m
16 Werk für Flöte, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier 1990 11m
17 Der Froschmäusekrieg - für Sprechgesang, 3 Orchestergruppen und Tonband 1989 12m
18 Intrada - für 12 Blechbläser 1989 5m
19 Il Combattimento di Cecco e la sua Compagnia - per violoncello ed orchestra d'archi 1988 15m
20 Klavierstück XI 1987 8m
21 Stück für Flöte und Klavier 1987 12m
22 Aurora - Giove - für Orchester 1987 13m
23 Streichquartett 1986 1986 10m
24 Stück für Klarinette solo 1985 6m 20s
25 Stück für Flöte solo 1985 5m
26 Klaviertrio 1984 1984 12m
27 Quintett für Blechbläser - für 2 Trompeten, Horn und 2 Posaunen 1984 10m
28 Froher Gesang - Stück für Klarinette und Klavier 1983 12m 30s

Allgemeine Information

Geburtsjahr:  1956
Geburtsdatum:  7. Januar 1956
Geburtsort:  Bludenz

lebt als freischaffender Komponist

Ausbildung

ZeitraumAusbildungInstrumentAusbildnerInOrganisationOrt
1983 - 1985

Komposition

1985

Kompositionsdiplom und Mag. art.

1985

Weitere Studien

1988

Begegnungen mit Olivier Messiaen

Abschluss Mag. phil.

Schulmusik

Theologie

Auszeichnungen

Time PeriodAuszeichnungWerkAuszeichnende Organisation
1985

Staatsstipendium

1986

Staatsstipendium

1987

Preisträger beim Streichquartettwettbewerb

1989

Staatsstipendium

1990

Körber Stiftung: Rolf-Liebermann-Stipendium für Opernkompositionen

1991

Förderpreis

1992

Composer in residence

1994

UNESCO - International Rostrum of Composers: Komponistenpreis für

1996

Composer in residence

1997

Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst

1998

Großes Verdienstzeichen

2002

Composer in residence

2002

Composer in residence

2005

Ehrengabe

Stilbeschreibung

Wenn ich in mich hineinhöre, immer kann ich Musik hören - alle Einflüsse des Tages hinterlassen ihre Spuren. Mir geht es aber darum, in der Stille davon frei zu werden, darin zu verweilen, bis aus dieser Situation heraus neue Gestalt erkennbar, sichtbar, hörbar wird.

Herbert Willi, zitiert nach: Fuhrmann, Axel: "Klänge aus der Stille", ÖMZ, 48 (1993), Heft 6, S. 321

Pressestimmen

8. Februar 2006

Willi ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Klangverwandtschaften zu anderen Komponisten oder Stilen sind kaum auszumachen.

Welser Rundschau

2002

Aus kosmischen Fernen
Versteht man unter einem Komponisten einen Mann, der das tut, was diese vom lateinischen Zeitwort componere (zusammenstellen) abgeleitete Bezeichnung meint, der also Noten, Themen, Akkorde nach den verschiedensten Gesichtspunkten in den unterschiedlichsten Varianten zusammenstellt, oft genug auch, aktuellen stilistischen Diktaten gehorchend, mühsam zusammenstoppelt und -klittert, so wäre es beinah kränkend, Herbert Willi einen Komponisten zu nennen. Willis Musik entsteht auf andere Weise. Es fragt sich überhaupt, ob seine Musik entsteht, wie alles, nicht nur die Kunst, eben zu entstehen pflegt, und ob sie vielmehr nicht schon immer da ist, da war und von Herbert Willi in der bestürzenden Stille seiner selbst gewählten Einsamkeiten in der Vorarlberger Bergwelt abgelauscht und aus kosmischen Fernen herunter oktaviert wird in den Bereich des allgemein Hörbaren. Die Parameter von Willis Schaffen sind daher nicht im gängigen Metier der Herstellung von Musik zu suchen, sondern in Bereichen des Empfindens und Erkennens, an die vor allem westliche Kunst und westliches Denken unter dem Diktat des Rationalismus längst kaum noch Erinnerung hat.

Zeitschrift der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien (Peter Vujica)

Diskografie, Projekte

Diskographie:

  • 2005: Eirene / Räume / ... geraume Zeit ... / Begegnung / Rondino. Wergo, WER 66732.
  • 1997: Neue Musik aus Österreich ORF CD 160.
  • 1994: Vienna Brass Fanfare for a new theatre, Extraplatte CD EX 208 094-2.
  • Herbert Willi Amadeo CD 431 077-2 (=Österreichische Musik der Gegenwart).
  • Casablanca CD CASA 007 (Edition Moderne).

Kontakt, Links

Adresse:  Hausnummer 78, 6771 St. Anton im Montafon, Österreich
Telefon:  ++43 (5552) 67148
Links: