Friebel Tamara

Vorname
Tamara
Nachname
Friebel
erfasst als
KomponistIn
MusikerIn
PerformancekünstlerIn
KlangkünstlerIn
Genre
Neue Musik
Subgenre
Elektronische Musik
Elektro-akustische Kompositionen
Geburtsjahr
1975
Geburtsland
Australien

Mit freundlicher Genehmigung von T. Friebel (Privatfoto ©)

"Tamara Friebel geboren in Cohuna Australien, ist Künstlerin, Komponistin und Performerin. Seit 2002 in Wien, studierte Friebel noch in Australien Soziologie und Theologie an der Universität Melbourne und Architektur am RMIT Melbourne, ehe Sie in die Architektur Meisterklasse Zaha Hadid an der Universität für Angewandte Kunst Wien aufgenommen wurde und diese 2008 abschloss. Parallel studiert Friebel Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst bei Chaya Czernowin, Karlheinz Essl (elektroakustische Komposition) und Detlev Müller-Siemens. Nach einem Aufenthalt am Royal College of Music in London wurde Friebel eine gebührenbefreite Doktoratsstelle unter Liza Lim und Monty Adkins an der Huddersfield University zugesprochen, an der Sie ihre PhD in Komposition mit einem Portfolio an Werken Generative Transcriptions, an Opera of the Self im Juni 2013 abschloss. Seit 2014 Post-Doktorat an der Karl-Franzens Universität Graz im Rahmen eines Arts-Math Projekts, The Collaborative Mind."
Tamara Friebel: Biography (2020), abgerufen am 21.4.2020 [http://tamarafriebel.com/bio]

Stilbeschreibung

"Widerspruch ist ein ständiger Begleiter in meinem Leben. Ich versuchte folgendes zu sagen, weil es mir unmöglich erscheint Schönheit und Anmut zu verstehen, besonders im jetzigem kulturellen Umfeld. - 'Ich kann keine Künstlerin sein' - ist für mich genauso möglich zu sagen, wie auch - 'dann sei keine Künstlerin und schau ob du anmutig sein kannst ohne es zu merken. Warte ob andere mit dir diese Anmut teilen.'"
Tamara Friebel: Biography (2020 - Übersetzung Peter Losert 2020), abgerufen am 21.4.2020 [http://tamarafriebel.com/bio]

"Alltagsgegenstände wie eine Singer-Nähmaschine oder kleine Spielfiguren auf Seerosenblättern fügt Tamara Friebel in ihre Performances und Installationen, die als Schnittstelle zwischen ihren Kompositionen und architektonischen Arbeiten gesehen werden können. An der Universität für Musik und darstellende Kunst sowohl in Komposition wie auch in elektroakustischer Komposition ausgebildet, sind ihre Werke einerseits von ganz Handgreiflichem geprägt, verhandeln aber oftmals auch psychologische oder abstrakte Themen, worauf etwa der Titel the dissociative said verweist. Zwischen den Einflüssen strenger Notation, Improvisation und Live-Elektronik tun sich wie etwa in Instand Memory Trace 1 or learning to breathe für Barockflöte, Harpsichord, Ping-Pong-Bälle und Spannungsfelder zwischen genauem Einhalten und offener Gestaltung auf, die auch das in gewissem Rahmen Unbeeinflussbare in die Musik integrieren."
mica-Musikmagazin: TAMARA FRIEBEL IM PORTRÄT (Doris Weberberger, 2014)

Auszeichnungen

2011 Kranich Museum, Saal (Deutschland): Artist in Residence
2012–2013 Amt der Steirischen Landesregierung, Rondo Atelier Graz: Artist in Residence
2012 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur: Kompositionsförderung, Portrait Concert Series
2013 Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres der Republik ÖsterreichNominierung für "The New Austrian Sound of Music 2014–2015"
2013 University of Huddersfield (Großritannien): volles Stipendium
2014 Republik ÖsterreichStaatsstipendium

Ausbildung

Universität Melbourne (Australien): Soziologie, Theologie
RMIT Melbourne (Australien): Architektur
2002–2008 Universität für angewandte Kunst Wien: Meisterklasse Architektur (Zaha Hadid)
2002–2008 mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien: Komposition, elektroakustische Komposition (Chaya Czernowin, Karlheinz EsslDetlev Müller-Siemens)
2013 Royal College of Music, London (Großbritannien): Elektroakustik
2013 University of Huddersfield (Großbritannien): Komposition - PhD (Liza Lim, Monty Adkins), Portfolio an Werken "Generative Transcriptions, an opera of the self"
2014–heute Arts-Math Projekt - Karl-Franzens-Universität Graz: Post-Doktorat, The Collaborative Mind

Tätigkeiten

2005–heute freischaffende Musikerin, Komponistin und Performerin
2011–2013 Institut für Elektronische Musik und Akustik (IEM) Graz: Composer in Patterns of Intuition

Aufträge (Auswahl)

zahlreiche Aufträge von Festivals (z.B. Festival Elektronischer Frühling, e_may Festival für neue und elektronische Musik, Wien Modern, Huddersfield Contemporary Music Festival, velak), im Kulturbereich tätigen Organisationen (u.a. Österreichisches Kulturforum MoskauJeunesse – Musikalische Jugend Österreich, Porgy & BessJazzwerkstatt Graz, JazzWerkstatt Wien, Brut Wien, Österreichischer Rundfunk – ORF, Arnold Schönberg Center Wien, Qubit New York) sowie von Ensemblen/Orchestern (u.a. Ensemble Reconsil WienPlatypus / Ensemble für Neue Musik, snim Wien, PHACE | CONTEMPORARY MUSIC)

Aufführungen (Auswahl)

2014 "Erwartung" Festival for 1st World War Centenary - Meyerhold Centre, Moskau (Russland): There was never any war up here. (UA)
2016 Carinthischer Sommer, Schloss Damtschach: Of secrets, I am silence (UA)
2017 Carinthischer Sommer, Schloss Damtschach: Suns & Daughters (UA)
2017 Kaoko Amano (s), Marianna Oczkowska (v) - Capela Santa Maria Espaço Cultural, Laurindo (Brasilien): Awakened Flutters (UA)
2018 Aspekte Salzburg: Little things grow (UA)

Diskografie (Auswahl)

2019 Awakened Flutters - Kaoko Amano (Sopran), Marianna Oczkowska (Violine)

Literatur (Auswahl)

mica-Archiv: Tamara Friebel
2014 Weberberger, Doris: TAMARA FRIEBEL IM PORTRÄT. In: mica-Musikmagazin.

Quellen/Links

Website: Tamara Friebel
YouTube: Tamara Friebel

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 3. 7. 2020): Biografie Tamara Friebel. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/171613 (Abrufdatum: 27. 10. 2020).

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