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aspekteSALZBURG

Name der Organisation
aspekteSALZBURG
auch bekannt unter
Aspekte Salzburg
erfasst als
Festival/Veranstaltungsreihe
Genre
Neue Musik
Elektronik
Gattung(en)
Elektronische Musik
Performance
Tanz/Ballett
Oper/Musiktheater
Bundesland
Salzburg

Gründungsjahr: 1977
Veranstaltungszeit: jährlich | März
Veranstaltungsort: Stadt Salzburg [auf GeoNames anzeigen]
Träger: Verein aspekteSALZBURG

"1977 wagten Klaus Ager und Herbert Grassl etwas Visionäres: In einer Stadt, die für Mozart und klassische Tradition steht, sollte die Neue Musik ihren Platz finden. Das erste Festival war ein Statement – nicht nur Aufführung, sondern Erlebnis. Klangexperimente, Grenzüberschreitungen und die Idee, Musik als lebendige Kunstform zu begreifen, prägten den Start.

Die Handschrift des Festivals

Von Beginn an öffnete Aspekte Türen zu neuen Klangwelten:

   Elektroakustische Musik
   Performance und Tanz
   Musiktheater und interdisziplinäre Projekte

Raum, Bewegung und Wahrnehmung wurden zu Markenzeichen. Wer hierher kam, erlebte Musik nicht nur – er wurde Teil davon.

Leitung und Struktur

Bis 2006 führte Klaus Ager das Festival, danach übernahm Ludwig Nussbichler und machte Aspekte biennal. Heute ist es eng mit der Universität Mozarteum Salzburg verbunden. Träger ist der Verein aspekteSALZBURG, der sich der Förderung und Vermittlung Neuer Musik verschrieben hat.

Ikonen der Neuen Musik – live in Salzburg

Das Festival wurde zum Treffpunkt für die großen Namen:
John Cage (1991), Iannis Xenakis (1982), Mauricio Kagel (1989, 1998), Brian Ferneyhough (1996), Sofia Gubaidulina (2010), Tristan Murail (2016), Rebecca Saunders (2022), Pierluigi Billone (2024), Frédéric Durieux (2024) – und viele mehr. Ihre Anwesenheit machte Aspekte zu einem Ort, an dem Musikgeschichte geschrieben wurde.

Ensembles & Solist:innen – die Klangarchitektur

Von Klangforum Wien, PHACE, œnm, NAMES, Quatuor Diotima, Kairos Quartett, Ensemble Resonanz, International Contemporary Ensemble (ICE) bis hin zu Mozarteum Orchester Salzburg – die Liste liest sich wie ein Who’s Who der zeitgenössischen Szene.

Solist:innen wie Grete Sultan, Juliet Fraser, Christine Whittlesey, Anna Clare Hauf, Frauke Aulbert, Ernst Kovacic und viele andere prägten die Bühne.

Komponisten aus Salzburg – die Wurzeln

Neben internationalen Stars war Aspekte immer auch Bühne für lokale Stimmen:
Klaus Ager, Herbert Grassl, Andor Losonczy, Alexander Mullenbach und Bogusław Schaeffer schrieben Festivalgeschichte mit zahlreichen Uraufführungen.

Dirigenten – die Architekten des Klangs

Von Peter Rundel, Johannes Kalitzke, Emilio Pomàrico, Jean-Michaël Lavoie, Kai Röhrig, Lars Mlekusch, Johannes Fischer, Peter Tilling, Rupert Huber, Joel Sachs, Oswald Sallaberger bis hin zu Simeon Pironkoff und Nacho de Paz – sie alle formten die musikalische Vision des Festivals.

Nachwuchs im Fokus

Mit aspekteSPIELRÄUME gibt das Festival jungen Musiker:innen und Komponist:innen eine Bühne. In Kooperation mit dem Musikum Salzburg, der Universität Mozarteum und dem Wettbewerb prima la musica entstehen Werke, die zeigen: Die Zukunft der Neuen Musik beginnt hier."
aspekteSALZBURG: Über uns, abgerufen am 21.5.2026 [https://aspekte-salzburg.com/ueber-uns/]

Initiatoren & Gründer

1977–1988 Herbert Grassl (Initiator, Organisator)
1977–2006 Klaus Ager (Initiator, Organisator)

Künstlerische Leitung

2006–heute Ludwig Nussbichler

ehemalige künstlerisch Leiter
1977–2006 Klaus Ager

Uraufführungen (Auswahl)*

1980
Musik für 2 Klaviere und Schlagzeug (Herbert Grassl)


1982
Musik für Streichinstrumente (Herbert Grassl)


1984
Konzert für Oboe und 13 Streichinstrumente & Reflexionen (Herbert Grassl)


1985
Klangpalette I (Johannes Kotschy) | Linienkreise-Figuren (Wolfgang Niessner) | Beschwörung (Andor Losonczy)


1994
Musaïk (Klemens Vereno)


1996
Harmonics et cadenza (UA, Joseph Diermaier) | Kleines Orchersterkonzert (Alfred Maultasch) |  Der Engel ist geschlachtet ( Christian Ofenbauer) | Durchdringung (Bruno Strobl)


1997
Übergänge (Herbert Grassl)


1999
Pressionen-Schläge (Invention 12) (Herbert Grassl)


2010
8 Bagatellen (Friedrich Cerha), La Follia (Alexandra Karastoyanova-Hermentin)


2012
Zebra Trio (Friedrich Cerha) | Wie soll ich meine Seele halten? (Herbert Grassl) | Elimo (Alexandra Karastoyanova-Hermentin)


2014
Suite Tyrolienne für Ensemble (Herbert Grassl) | OKTETT (Alexandra Karastoyanova-Hermentin)


2018
Little things grow (Tamara Friebel)


2020
Hold the dark (Lorenzo Troiani)


2024
Maria Lasso (Maria Gstättner) | Stabat Mater Furiosa (Hossam Mahmoud) | Fluchtpunkte II (Karim Zech)

 


2026
Prolog & Epilog (Alexander Bauer) | Enough? (Parham Behzad) | Stille – Chaconne (Verschiebungen) (Herbert Grassl) | Breah (Alexandra Karastoyanova-Hermentin) | Das Erhabene & Finale (Florian Kindlinger) | Tertium Datur (Egemen Kurt) | five seconds from impact (Matthias Leboucher) | Verwirbelungen Ib (Reinhold Schinwald) | Studie I für Trompete, Percussion, E-Gitarre, Klavier und Cello (Noh SeungJu) | EXIT-MASCHINE (Germán Toro Pérez) | Flut & doma (Tímea Urban) | Friendly Machines (Dominik Wilnauer-Leitner)

* Unter "Uraufführungen (Auswahl)" werden vorwiegend Werke von österreichischen oder in Österreich lebenden Komponist:innen gelistet.

Normdaten / Identifikatoren
GND: https://d-nb.info/gnd/1085887170
GND Explorer: https://explore.gnd.network/gnd/1085887170
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/aspekteSALZBURG

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 16. 7. 2026): aspekteSALZBURG. In: Musikdatenbank von mica – music austria. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/44705 (Abrufdatum: 17. 7. 2026).