Rüegg Mathias

Vorname
Mathias
Nachname
Rüegg
erfasst als
BandmanagerIn
DirigentIn
InterpretIn
KomponistIn
MusikerIn
ManagerIn
Künstlerische/r LeiterIn
AusbildnerIn
Genre
Jazz/Improvisierte Musik
Neue Musik
Subgenre
Contemporary
Mainstream
Instrument(e)
Klavier
Geburtsort
Zürich
Geburtsland
Schweiz

 

Neben zahlreichen Tourneen und Aufnahmen mit dem Vienna Art Orchestra Arbeiten für Theater und Film. In jüngster Zeit vermehrt Kompositionen für Kammerbesetzung und Solisten. Mathias Rüegg ist sowohl im In- als auch im Ausland mit Sicherheit einer der wichtigsten Vertreter des österreichischen Jazz.


Ausbildung
1973 - 1975 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Studium (Jazzklavier) Klavier
1973 - 1975 Universität für Musik und darstellende Kunst Graz Graz Studium (Komposition)
Ausbildung zum Volksschullehrer

Tätigkeiten
1976 seitdem freischaffender Pianist
1977 - 2010 Vienna Art Orchestra Wien Gründung (gemeinsam mit Uli Scherer, Wolfgang Puschnig u.a.) und Management bis zur Auflösung des Orchesters
1980 Wiener Festwochen Wien Konzeption des multimedialen Projektes "Der 8. Tag"
1981 Donaueschinger Musiktage Donaueschingen Konzeption des multimedialen Projektes "Jonny tritt ab"
1983 - 1987 Wien Vienna Art Choir: Leiter
1983 - 1990 musikalische Zusammenarbeit mit Ernst Jandl
1987 Wiener Festwochen Wien Konzeption des multimedialen Projektes "Sens"
1989 Konzeption des multimedialen Projektes "Fe & Males"
1991 Mozartjahr: Koproduzent des Programms "Not Mo(z)art" im Autrag von BBC
1992 Konzeption des multimedialen Projektes "La Belle et la Bête"
1993 Porgy & Bess Wien Gründung des Nachtclubs und langjährige künstlerische Leitung (gemeinsam Christoph Huber und Renald Deppe)
1996 - 2010 Austrian Music Office Gründung des Vereins Austrian Music Office (AMO) und Managment des Hans-Koller-Preises
2003 Bochum Century of Song: musikalischer Leiter (gemeinsam mit Bill Frisell)
2011 New York Komposition der Musik für die neue Show des Big Apple Circus
Das Europäische Jazzfestival: Initiator und künstlerischer Leiter
Das U & E dritte Traumfestival: Initiator und künstlerischer Leiter
Jandl Total: Initiator und künstlerischer Leiter
Kompositionen für Kammermusikbesetzungen und Solisten (Corin Curschellas, Michel Portal, Wolfgang Puschnig, Mathieu Michel)
Leitung zahlreicher Workshops in Wien, Köln, Hannover und Berlin


Aufträge (Auswahl)
BBC - British Broadcasting Corporation
NDR - Norddeutscher Rundfunk NDR Bigband
SDR Bigband
Umo Bigband Helsinki
Swedish Radio Jazz Group
Serapions Ensemble Serapionstheater Wien
Wiener Symphoniker
Deutsche Kammerphilharmonie
Ensemble Kontrapunkte
Orchestre de la Normandie Basse
Opus Novum
Basler Sinfonietta
die reihe

Aufführungen (Auswahl)
Hörgänge - Musik in Österreich
Porgy & Bess Wien
Steirischer Herbst
Ensemble de Normandie Basse, Caen Espace
Graben Fest-Tage
Wien Kulturspektakel
Aufführungen in Salzburg, Bremen, Zürich, Luzern u.v.a.

Auszeichnungen
1984 Down beat: Nr. 1 Arrangeur
1985 Down beat: Nr. 1 Arrangeur
1986 Down beat: Nr. 1 Arrangeur
1993 Prix Bobby Jaspar der Académie francaise du Jazz
1999 Grosser Preis der SUISA-Foundation
2001 Bundeskanzleramt Österreich Kunst und Kultur Österreichischer Würdigungspreis für Musik
2009 Stadt Wien Musikpreis
mehrere Schallplattenpreise

Stilbeschreibung

Ich komponiere im Gestus und im Sinne der Jazzmusik. Und das will ich auch so machen, es wäre völlig sinnlos, würde ich komponieren wie ein E-Komponist. Weil der das sowieso besser kann. Beeindruckt und inspiriert haben mich natürlich Mozart, Bartok, Strawinsky, und dann vor allem Steve Reich und John Adams.

 

Mathias Rüegg über seine Position als Komponist


Pressestimmen

2001

Wie ihn schon Wagner, Schubert, Brahms, Verdi, Satie und Eric Dolphy zu originellen Musik-Adaptionen inspirierten, reflektiert er auch diesmal in seiner Art Avantgarde-Eklektizismus mit eigenen An- und Einsichten, eigensinnig und ironisch, wie eh und je die Vergangenheiten und erfüllt zugleich Innovationsansprüche der Gegenwart. 

Jazzzeit (Werner Rosenberger) 

 

2000

Er schafft die rechte Balance zwischen symphonischer Klangfülle und intimen Nischen, die der solistischen Entfaltung dienen, er führt seine MusikerInnen durch teils atemberaubende Stil- und Tempowechsel und findet zwischendrin noch Zeit, den „Tango From Obango“ und anderes zu zitieren. 

Concerto 

 

1999

Was der Quereinsteiger Mathias Rüegg in den Hinterstuben der Musikgeschichte aufgestöbert hat, was er als einer der profiliertesten Jazzkomponisten an Erfahrungen gesammelt hat, macht er jetzt als Komponist zeitgenössischer E-Musik fruchtbar. Dass macht seine Musik ebenso spannend wie unverwechselbar. 

http://www.sinfonietta-archiv.ch (Christian Rentsch) 

 

1995

Mathias Rüegg ist - und das ist weder Vorurteil noch Werturteil - ein Schnellschreiber, er saugt alles auf, was in seinen Hörkreis kommt. Vorgestern Eric Satie und Jean Cocteau, gestern Wagner und Verdi, morgen Eric Dolphy. [...] Mit seinem somnambulem Sinn für Spektakuläres hat er wohl als erster den Jazz in bislang noch nicht dagewesener Weise zur Reproduktions-Musik gemacht. Seine "Original Charts" eröffnen die Saison der europäischen Interpretationskultur im Jazz. Keine Frage, dass das kommen musste, keine Frage auch, dass dem ein wesentlicher Teil der Zukunft der Jazz-Zunft gehören wird. Der beschwingte Witz, unverhohlen, bedeutend, aber nicht bedeutungsschwer, leicht, aber nicht leichtgewichtig, der indiskrete Charme des Eklektizismus - Rüegg versteht sich auf ihn wie kein anderer, mit List und Lust und Laune. Wiener Schmäh contra abendländische Schwere. 

du (Bernhard Kraller)


Links mica-Artikel: Aus für Vienna Art Orchestra - Mathias Rüegg bestätigt Medienberichte (2010), Musikverlag Alexander Mayer, Wikipedia-Eintrag: Mathias Rüegg, Vienna Art Orchestra

Empfohlene Zitierweise
mica (Aktualisierungsdatum: 23. 2. 2020): Biografie Mathias Rüegg. In: mica music austria – Musikdatenbank. Online abrufbar unter: https://db.musicaustria.at/node/63406 (Abrufdatum: 5. 6. 2020).